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Full text of "PC Player German Magazine (June 2000)"

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"1 Starlancer 

Rally Masters 

Starship Soldiers 
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J Lemmings Revolution 
n Rollcage 2 ** 

n Allegiance | 

_J James Bond: 

The World is not enough 
_J SimCity 3000 Unlimited 
_l Tribes 2 
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Schlaflos im battle.net: 
Die erste spielbare Version 



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TOPGEWINN': 






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MEGAPOSTER: 



DIE KOMPLETTE 
SPIELE-HISTORIE 




EDITORIAL 



Wartezeiten 



Was gestern noch wie ein 
Traum schien, wurde dieser 
Tage Wirklichkeit: Die erste 
spielbare Version von 
Diablo 2 trudelte in der PC-Player-Redak- 
tion ein. Der Action-Rollenspiel-Hammer 
sollte eigentlich schon im letzten Jahrtau- 
send kommen, wurde dann aber unzählige 
Male verschoben. Aber Wartezeiten habe 
auch ihr Gutes, denn besser die Hersteller 
liefern ein verspätetes, aber eben auch 
(zumindest weitgehend) fehlerfreies Pro- 
dukt ab, als den Spieler zum unfreiwilligen 
Beta-Tester zu ernennen. Eine Unsitte, die 
leider immer mehr um sich greift. Jüngste 
Beispiele: Ultima 9: Ascension oder 
Earth 2150. Und wenn dieser Trend 
anhält, werden wir unsere Begleit-CDs 
eines nicht allzu fernen Tages mit Patches 
geradezu vollkleistern müssen - und da- 
rauf können wir alle sicherlich gern ver- 
zichten. 

Damit sind wir auch schon fast beim 
Thema, denn diese Ausgabe steht ganz 
im Zeichen der Rollenspiele. Viele Her- 
steller, die bislang mit dem lange danie- 
derliegenden Genre so viel am Hut hatten 
wie »Kultstar« Zlatko mit Shakespeare, zei- 




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gen plötzlich reges Interesse an Rollen- 
spielen, während angestaubte oder längst 
verschollen geglaubte Serien wie etwa 
»Pool of Radiance«, »Wizardry« oder 
»Might & Magic« bald wie ein Phönix aus 
der Asche steigen. Und im Internet fordert 
demnächst das mächtige Ultima Online 2 
den kommenden Platzhirsch »Diablo 2« 
zum Kampf um die Spielergunst heraus. 
Im Rahmen eines umfassenden Specials 
informieren wir Sie ab Seite 78 über die 
am meisten Spaß versprechenden Rollen- 
spiele - und sollte sich Ihr persönlicher 
Favorit um das eine oder andere Jahr ver- 
späten, dann wollen wir einfach mal wohl- 
wollend annehmen, dass die Zusatzzeit der 
Fehlersuche zugute kommt. 

Zum Schluss noch eine Meldung aus 
der statistischen Abteilung: Mit diesem 
Heft halten Sie die 90. Ausgabe der PC 
Player in Ihren Händen. Da wollten wir 
uns nicht lumpen lassen und präsentieren 
Ihnen als kleines Jubiläumsgeschenk ein 
großes Poster von geradezu wissen- 
schaftlichem Nährwert: Eine geschlagene 
Woche lang musste die geplagte PC- 
Player-Redaktion Überstunden schieben, 
um den Stammbaum der Spielege- 
schichte auf die Beine zu 
stellen. Dort haben wir 
die rund 1000 wegwei- 
sendsten Spiele aller Zei- 
ten einkartographiert. 
Bedanken wollen wir uns 
an dieser Stelle auch bei 
vielen Herstellern, die 
sich an unserem Jubi- 
läum beteiligten und in 
diversen Verlosungen 
über 160 originelle Preise 
springen ließen. Wollten 
Sie schon immer mal 
nach Ägypten oder nach 
Los Angeles reisen, einen 
Airbrush-PC oder gar 
einen Original-VW-Käfer 
gewinnen? 

Na denn - 
viel Glück! 
Ihr PC- Player-Team 



Hinten (v.l.n.r.): Henrik 
Fisch, Manfred Duy, Roland 
Austinat, Stefan Seidel; 
Mitte (v.l.n.r.): 
Udo Hoffmann, Thomas 
Werner, Martin Schnelle; 
Vorn (v.l.n.r.): Joe Nettel- 
beck, Damian Knaus, 
Jochen Rist, Steffi Kußeier. 




Endlich ist die Battle.net-Beta da! Lesen 
Sie, welche Erfahrungen wir mit Diablo 2 
gemacht haben. Seite 98 



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Exklusive Infos über Ultima Online 2 bie- 
ten wir Ihnen auf Seite 70 



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Unser Spiel des Monats: Aber wie gut ist 
Starlancer wirklich? Der Frontbericht 
steht auf Seite 120 



poch* 

Ja, gibt'sTfenrhdas? Die 10ÖO .. ,,=v^r 
w|chtrgsren_SpieieHaUet Ze_K~ 
ten als heraustrennbares 
Poster -nur in der PCTPlayerj 



ZE PLAYER 



PC Player gehört zur internationalen PC-Gamer-Familie 

des Future Networks - einem der 
weltweit führenden PC-Spielezeitschriften-Konzerne. 







Deutschland • USA • England • Frankreich • Italien • Holland 



INHALT 



BCLkLMJ Inhalt 



Ausgabe 6 ■ Juni 2000 




SPIELE-TEST 



128Rally Masters 

Ist Digital lllusions Schlammschlacht die neue Rallye-Referenz? 



4 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



INHALT 



NEWS 



12 LETZTE MELDUNGEN 
26 HARDWARE-NEWS 
52 RICHARD GARRIOTT 

VERLÄßT ORIGIN 
32 RIESEN-WETTBEWERB: 

90. AUSGABE DER PC PLAYER 

ab Seite 1 6 

-ANAKIN'S SPEEDWAY "CREST OF 
DHARIM, THE -EMPIRE EARTH - 
EVERQUEST: THE RUINS OF KUNARK- 
F1 WORLD GRAND PRIX 99 -FREEDOM: 
FIRST RESISTANCE -GROM -GROUND 
CONTROL -HUNT FOR THE RED BARON 
-IRON STRATEGY -LEGENDS OF MIGHT 
& MAGIC -SIMON 3D -STAR WARS: 
EPISODE 1 - OBI WAN 



PREVIEWS 

56 ALONE IN THE DARK 4 
104 BLACK & WHITE 
98 DIABLO 2 
66 DINO CRISIS 
44 JAMES BOND: 

THE WORLD IS NOT ENOUGH 
50 MAX PAYNE 
86 POOL OF RADIANCE 2 
54 SIMCITY 3000 UNLIMITED 
88 SOULBRINGER 
62 TACHYON - THE FRINGE 
58 TRIBES 2 
70 ULTIMA ONLINE 2 
64 WARLORDS BATTLECRY 

RUBRIKEN 

167 BIZARRE ANWENDUNG 
40 BUG REPORT 
8 CD-ROM-INHALT 

247 DILBERT COMIC 
3 EDITORIAL 

198 FAX-TIPPSABRUF 
192 FETISCH.COM 

- PERRY RHODAN FIRESTORM 

- BIG BROTHER - BRETTSPIEL 

- TATTOO-SUE - ONLINE 

248 FINALE 

159 HALL OF FAME 
28 HITPARADEN 

226 HOTLINES 

17 IMPRESSUM 
152 INSERENTENVERZEICHNIS 

36 KREUZWORTRÄTSEL: 

AIRBRUSH-PC ZU GEWINNEN 
196 LESERBRIEFE 

38 NACHSPIEL: TOMB RAIDER 4 

35 PC PLAYER GRUFT 

112 PC PLAYER PERSÖNLICH 
42 RELEASE-LISTE 

113 SO WERTEN WIR 
30 SURFBRETT 

160 SPARSCHWEIN 

158 SPIELE-KAUFEMPFEHLUNGEN 
158 TOP ODER FLOP 
247 VORSCHAU 




SPIELE- 



144 ALLEGIANCE 

116 BUSINESS TYCOON 

139 EARTH 2150 2.0 

1 1 7 EXTREME RODEO 

140 F1 2000 

153 FLUCH DER AZTEKEN, DER 

149 FÜLL STRENGTH STRONGMAN 
COMPETITION 

118 HEROES OF MIGHT & MAGIC 3: 
THE SHADOW OF DEATH 

151 JUGULAR STREET LUGE 

RACING 
156 LEMMINGS REVOLUTION 

127 MESSIAH (DEUTSCH) 
139 MÜHLE 3D 

125 NEED FOR SPEED PORSCHE 
(DEUTSCH) 

143 RACHE DER 

SUMPFHÜHNER, DIE 
114 RAINBOW SIX: ROGUE SPEAR - 

URBAN OPERATIONS 

128 RALLY MASTERS 
142 ROLLCAGE STAGE 2 

151 SHADOW WATCH 
136 SHOGUN TOTAL WAR 
120 STARLANCER 

150 STARSHIP SOLDIERS 

152 TRIPLE PLAY 2001 

147 TWISTED MINDS 2 

148 UEFA MANAGER 2000 

126 VIRTUAL SKIPPER 

132 WALLSTREET TYCOON 

154 YOU DON'T KNOW JACK 3 



SPECIALS 



70 WELTEXKLUSIV: ULTIMA ONLINE 2 
78 RÜCKKEHR DER ROLLENSPIELE 
109 FIRMENHISTORIE: LIONHEAD 

(BULLFROG) 
108 INTERVIEW MIT PETER 

MOLYNEUX 
104 BLACK & WHITE 
201 RIESEN-POSTER: 

DIE BESTEN SPIELE 

DER GESCHICHTE 

HARDWARE 



172 HARDWARE-ANLAUF 
174 TEST: GEFORCE 2 GTS 

176 

182 

186 
187 
188 
190 



IDEALE HARDWARE FÜR 
EGO-SHOOTER-SPIELER 
GRAFIKKARTEN MIT 
TV-AUSGANG 
KURZTESTS 
KURZTESTS 
TECHNIK TREFF 
LAN-PLAYER 



21 7 Player's Guide 

32 Seiten Tipps, Tricks und Komplettlösungen 

C&C 3: Feuersturm 220 ■ Might & Magic 8 228 ■ Star Wars: Force Commander 240 
■ Wild Wild West 236 ■ Tipps & Tricks 219, 227 




CD-ROM 




Inhalt 



Diesen Monat haben wir für Sie ein exklusives Demo von »Enemy 
Engaged: Comanche vs Hokum« auf die CD gepackt. Mit von der 
Partie sind natürlich wieder die neuesten Patches, weitere Demos, 
wichtige Tools und ein Haufen Videos. Von »Diablo 2« zeigen wir 
Ihnen sowohl ein Preview-Video als auch den offiziellen Vorspann. 



CD-ROM-SCHNELLSTART 

Alle Demos starten Sie am ein- 
fachsten über unser Menüsystem. 
Wenn Sie die CD unter Windows 
95/98 in Ihr CD-ROM-Laufwerk 
einlegen, startet das Menü meist 
von selbst. Ansonsten führen Sie 
einfach das Programm GO.EXE im 
obersten Verzeichnis der CD aus. 
Im Menüsystem können Sie die 
Buttons auf der linken Seite an- 
klicken, um in den jeweiligen 
Bereich zu springen. Möchten Sie 
die Demos oder Patches nicht 
über das Menü installieren, so 
können Sie selbige auch einfach 
über den Windows-Explorer auf- 
rufen. Im jeweiligen Verzeichnis 
sehen Sie anschließend eine Auf- 
listung der Programmordner. 
Darin finden Sie die 
Installationsdateien. 
Ihre Fragen zum Inhalt oder bei 
eventuell auftauchenden Proble- 
men richten Sie bitte an folgende 
E-Mail-Adresse: 
cdrom@pcplayer.de 
Zu erreichen sind wir natürlich 
auch per Post unter folgender 
Adresse: 

Future Verlag GmbH 

Redaktion PC Player, 

Stichwort: CD-ROM 6/2000, 

Rosenheimer Str. 145h 

81671 München 



INHALT CD 




Exklusiv-Demo 

(Befindet sich im Verzeichnis \DEMOS\) 

■ Enemy Engaged: Comanche vs 
Hokum 

Demos 

(Befinden sich im Verzeichnis \DEMOS\) 

■ Rally Masters 

■ Star Wars: Force Commander 
(deutsch) 

■ Tachyon - The Fringe (neue Demo 

Videos 

(Befinden sich im Verzeichnis \VIDEOS\) 

■ Multimedia Leserbriefe 

■ Outtakes der Leserbriefe 

■ Testplayer: Need for Speed Porsche 

■ Preview-Player: Diablo 2 battle.net 

■ Preview-Player: Arcatera 

■ Video: Simon 3D 

■ Video: Alone in the Dark 4 

Patches 

(Befinden sich im Verzeichnis \PATCHES\) 

■ Catan - die erste Insel V1.040 

■ Close Combat 4 V4.02 

■ Final Fantasy 8 - GeForce-Patch 

■ Jane's F/18 V1.01F 

■ Messiah V0.1 

■ NoxV1.1 (deutsch) 

■ Revenant V1.21 

■ Dark Project 2: The Metal Age V1.18 

PC Player Datenbank 

(Befindet sich im Verzeichnis \DATA\SERVICE\) 

■ Alle Spieletests seit der Erstausgabe 



Patches 

(Befinden sich im Verzeichnis \PATCHES\) 

■ Force Commander V1.1 

■ Heroes of Might and Magic 3 V1.3 

■ Heroes of Might and Magic 3 : 
Armageddons's Blade V2.1 

■ Heroes of Might and Magic 3: 
The Shadow of Death V3.1 

■ Homeworld V1.05 (US-Version) 

■ Need for Speed: High Stakes V4.43 

■ Rally Championship 2000 V5.29.0 

■ Siedler 3 ab V1.38 auf V1.59 

■ Siedler 3 ab V1.50 auf V1.59 

■ Sims, The 

■ Unreal Tournament 413 

■ Unreal Tournament Bonus-Pack 

Tools (Befinden sich im Verzeichnis \TOOLS\) 

■ DirectX 7.0a (deutsch) 

■ Windows Media Player 6.4 (deutsch) 

Digital (Befindet sich im Verzeichnis \DATA\PDF\) 

■ Das komplette Heft 5/2000 
als PDF-Datei 

■ Adobe Acrobat Reader 



8 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



EXKLUSIV-DEMO UND SPIELEDEMOS 



CD-ROM 



EXKLUSIV-DEMO 



ENEMY ENGAGED: 

COMACHE VS. HOKUM 



Drehen Sie exklusiv bei uns eine 
Runde mit der nagelneuen 
Simulation von Empire Interac- 
tive. Für den Freiflug in den 
Hubschraubern RAH-66 Comanche oder 
im KA-52 Hokum B können Sie mehrere 
Tageszeiten und unterschiedliche Wetter- 
bedingungen wählen. Unter denen schla- 



gen Sie sich mit feindlichen Hubschrau- 
bern oder Panzern herum. Schwierigkeits- 
grad und Realismus lassen sich im 
Optionmenu beliebig verändern. Eine 
ausführliche Beschreibung und eine 
Schablone mit der Hot-Key-Belegung fin- 
den Sie als Akrobat-Datei im Installations- 
verzeichnis. Besitzer einer GeForce-Karte 



dürfen sich außerdem über Trans- 
form&Lightning-Unterstützung freuen. 

■ Genre: Simulation 

■ Hersteller: Razorworks/Empire Interactive 

■ Erfordert: Pentium/200, 32MByte RAM, 
Windows 95/98 

■ Benötigter Festplattenplatz: 125 MByte, 
auf CD-A 




TOP-DEMO: 
STAR WARS 



FORCE COMMANDER 



Betrachten Sie die Star-Wars-Welt mal von der dunklen Seite der 
Macht. Nach dem Vorspann haben Sie die Aufgabe, ein feindliches 
Rechenzentrum der Rebellen einzunehmen. Force Commander gleicht 
seine schlichte Grafik durch den enormen Spielspaß wieder aus. 

■ Genre: Echtzeit-Strategie ■ Hersteller: LucasArts/THQ 

■ Erfordert: Pentiumll/266, 64MByte RAM, Windows 95/98, 3D-Karte 

■ Benötigter Festplattenplatz: 112 MByte, auf CD-A 



TOP-DEMO: 

DER VERKEHRSGIGANT 

Aufbau-Strategie der anderen Art: Sie dürfen zwar keine Gebäude 
errichten, haben dafür aber die Aufgabe, in Ihrer Stadt ein funktionie- 
rendes Nahverkehrsnetz auf die Beine zu stellen. Sobald Sie es 
geschafft haben, bevölkerungsstarke Gebiete abzudecken, klingelt 
auch schon die Kasse und neue Schwierigkeiten wie Busstaus tau- 
chen auf. Ganze sechs Städte haben die Hersteller in diese Demo 
gepackt. 

■ Genre: Strategie ■ Hersteller: JoWood Productions/Infogrames 

■ Erfordert: Pentium/233, 64 MByte, Windows 95/98 

■ Benötigter Festplattenplatz: Festplattenplatz: 131 MByte, auf CD-B 



PC PLAYER JUNI 2000 9 



SPIELEDEMOS AUF DER PC-PLAYER-CD CD-ROM 




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RALLY MASTERS 

Auf zwei Strecken, unter anderem einer eisigen Winterlandschaft, 
kämpfen Sie sich mit Ihrem Renner an die Spitze. 

■ Genre: Rennspiel ■ Hersteller: Infogrames 

■ Erfordert: Pentium/200, 32 MByte RAM, Windows 95/98 

■ Benötigter Festplattenplatz: Festplattenplatz: 24 MByte, auf CD-A 




TACHYON - THE FRINGE (neue demo) 

In der neuen Demo der Weltraumsimulation spielen Sie entweder 
eine Single- oder Multiplayer-Mission. 

■ Genre: SF-Simulation ■ Hersteller: Novalogic 

■ Erfordert: Pentium/200, 32 MByte RAM, Windows 95/98 

■ Benötigter Festplattenplatz: 87 MByte, auf CD-A 




EARTH 2150 CH ALLENGE 

Topwares Strategietitel erschien jüngst in einer neuen Version. In der 
jetzigen Demo spielen Sie drei Missionen. 

■ Genre: Echtzeit-Strategie ■ Hersteller: Topware Interactive 

■ Erfordert: Pentium/166, 16 MByte RAM, Windows 95/98, 3D-Karte 

■ Benötigter Festplattenplatz: 92 MByte, auf CD -B 



TIME MACHINE 

Kleine Zeitreise gefällig? Erkunden Sie einen Teil des ungewöhnlichen 
3D-Adventures 

■ Genre: Adventure ■ Hersteller: Cryo Interactive 

■ Erfordert: Pentium/233, 32 MByte RAM, Windows 95/98 

■ Benötigter Festplattenplatz: 117 MByte, auf CD -B 







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THANDOR 

Spielen Sie zwei Mehrspieler-Karten des Echtzeit-Strategiespiels aus 
deutschen Landen. 

■ Genre: Echtzeit-Strategie ■ Hersteller: Innonics 

■ Erfordert: Pentium/266, 64 MByte RAM, Windows 95/98, 3D-Karte 

■ Benötigter Festplattenplatz: 28 MByte, auf CD -B 




TROPHY BASS 4 



Auf zwei verschiedenen Seen beweisen Sie in einem begrenzten 
Areal Ihre Anglerkünste. 

■ Genre: Sportspiel ■ Hersteller: Sierra/Havas Interactive 

■ Erfordert: Pentium/166, 32 MByte RAM, Windows 95/98 

■ Benötigter Festplattenplatz: 22 MByte, auf CD -B 



PC PLAYER JUNI 2000 10 



Datenbank 



Alle Spieletests seit der Erst- 
ausgabe 1/93 finden Sie in 
der von unserem Program- 
mier- und Videokünstler Hen- 




rik Fisch überarbeiteten 
Datenbank auf der B-CD. Mit 
Hilfe der Suchfunktion kön- 
nen Sie sich einen oder meh- 
rere Titel anzeigen 
lassen und den Text 
in einer Tabelle 
ansehen. 

Sollten Sie den 
Textinhalt für den 
Eigenbedarf benöti- 
gen, kopieren Sie 
ihn einfach heraus. 



Die PC-Player-Daten- 
bank zeigt die wich- 
tigsten Infos und ein 
Bild des Spieles. 




Hersteller: 

Testversion: 

Betriebssystem: 

Sprache: 

Mutti-Player: 

3D -Karten: 

Hardware, Minimum: 

Pentiurnll/266, 32 MByte RAM 

Hardware, Empfehlung: 

Pentiurnlll/500, 1 28 MByte RAM, 3D-Karte 



Microprose/Hasbro Interact | 

Beta vom März 2000 

Windows 95/98 

Englisch 

bis 8 (Netzwerk, Internet), M 

Direct3D 



pcmnm 



Grafik: 

Sound: 

Einstieg: 

Komplexität: 

Steuerung: 

Multi-Player: 

Spielspaß: 



80 DDDDDDDDDD 

90 DDDIIIDDID 
80 DDDDDDDDDD 

DDDDDDDDDDDDDDDDDDDD 



\w/ 



Mit der Suchfunktion finden Sie alle Resultate der getesteten 
Spiele in Tabellenform dargestellt. 



VIDEO-CLIPS 

Sämtliche Videos auf der CD-A liegen im MPEG-Format vor. Dies hat den Vor- 
teil, dass die Clips auch noch im Vollbild-Modus gut aussehen. 

Die Filmchen starten Sie am komfortabelsten von unserer CD-Oberfläche 
aus. Klicken Sie dazu einfach auf den Button »Videos«, wählen Sie ein Video 
aus und schon geht's los. 

Sie finden die Clip-Dateien im Verzeichnis WIDEOSV auf der A-CD. MPEG- 
Videos brauchen zur Wiedergabe ein installiertes »Active-Movie«. Dieses Pro- 
gramm ist unter Windows 95B und Windows 98 normalerweise installiert. 



www.pcplayer.de 



MULTIMEDIA LESERBRIEFE 

Hilfe, die Korega-Tubbies sind los. Was für 
einen Schwachsinn die nervigen Halbdebilen 
anrichten, sehen Sie diesen Monat in den Mul- 
timedia Leserbriefen. Außerdem erfahren Sie, 
welch schwierige Überredungskünste notwen- 
dig waren, um unser neues Redakteursmit- 
glied Joe dazu zu bewegen, bei der PC Player 
zu arbeiten. Übrigens sitzt auf Stefans Platz 
seit neuestem ein höchst bizarres Wesen ... 




9Kii 




PLAYER JUNI 2000 11 



AKTUELL 



Letzte Meldungen 



KURZ 
NOTIERT 



> Three King- 



einem Spiel zum 80 
Film Der dunkle 
Kristall 



f der E3 Monkey 



I media arbeitet an Wall 
Street Trader 2001 



lelminthen: Worms 
I World Edition soll ba 



Soldier of Fortune 2 

■t in der Entwicklung. 
Beim nächsten größe- 



Counterstrike mi 




Quake-3- 
Nachschub 

Activision kündigt ein Quake-3- 
Mission-Pack an. Leider gibt es 
außer diesen beiden Bildern noch 
keine genaueren Infos. So werden 
wir bis zur E3 warten müssen, um 
Ihnen dann zu berichten, wie viele 
neue Karten und welche zusätz- 
lichen Waffen die Designer ein- 
bauen und ob es weitere Solospie- 
ler-Modus geben wird. 



Haltet den Flaggendieb! Neue, 
sehr große Polygon-Objekte ver- 
zieren die Kampf -Arenen. 



GEWONNEN 
MIT APRIL 

Unser Wettbewerb zu »The Lon- 
gest Journey« aus der Ausgabe 
PC Player 4/2000 ist zu Ende und 
Sie sind sicher schon ganz 
gespannt, ob Sie zu den Gewin- 
nern gehören. Nun, hier sind die 
Sieger: 

Nach Norwegen fährt 
Christoph Unkelbach, 
Darmstadt. 

Ein Abendessen mit April-Modell 
Katja Koopmann genießt 
Markus Meile, 
Kulmbach. 

Ein Spiel »The Longest Journey« 
inklusive der Maxi-CD 
»The Balance« von April erhalten: 
Thorsten Heine, Berlin, 
Ronny Schulz, Guben und 
Renate Bülow, Berlin. 

Allen Gewinnern einen herzlichen 
Glückwunsch! 



~ ^ 


Wo mag diese 
Seilbahn hin- 
führen? 





WOLFENSTEIN LEBT! 

Erste Bilder zu Return to Castle Wolfenstein 

liegen vor. Gray Matter Interactive benutzt die 
»Quake 3«-Engine, um das vierte Spiel der Serie 
in Szene zu setzen. Auch hier erwarten wir weite- 
re Informationen zur E3, zumindest scheint es 
nicht mehr völlig abwegig, dass eine stark über- 
arbeitete Version in Deutschland auf den Markt 
kommt. Großes Rätselraten herrscht im Moment 
noch wegen der Level, sicher scheint aber, dass 
es ein Gefangenen-Lager geben wird. 




EA gewinnt 
Rechtsstreit 
gegen 
Topware 

Der von Topware eingeleitete 
Rechtsstreit gegen Electronic 

Arts wegen Industriespionage 
wurde laut EA vom Landgericht 
Aachen abgewiesen. Topware 
hatte behauptet, Electronic Arts 
hätte Insider-Informationen aus 
den Verhandlungen zur Compi- 
lation »Gold Games 3« benutzt, 
um seinerseits die Spiele- 
Zusammenstellung »Play the 
Games« herauszubringen. 



Kolonisierung mit Schwierigkeiten 

Typischer Fall von Besitzneid: Kaum haben die Aus- 
wanderer des Schiffes XG5 eine neue Heimat gefun- 
den, kommen schon böse Außerirdische und wollen 
den schönen Planeten Aquarius für sich annektieren. 
Noch dieses Jahr übernehmen Sie in diesem »Battle- 
zone«-ähnlichen Mix aus 
Strategie und Action die 
Kontrolle. Entwickler Jack 
in the Box scheint der 
Misserfolg der bisherigen 
Genre-Vertreter nicht zu 
schrecken, sondern baut 
stattdessen jede Menge 
grafischer Gimmicks wie 
hochauflösende Texturen 
und dynamische Licht- 
effekte ein. 



12 PC PLAYER JUNI 2000 




www.pcplayer.de 



AKTUELL 



Letzte Meldungen 




Online- Kampf 



Entwickler Hi-Tech Creations, bestehend aus ehemaligen Interactive- 
Magic-Mitarbeitern, lädt zum Online-Kampf. In Aces High fliegen 
Sie einen Haufen bekannter Jäger und Bomber aus dem Zweiten 
Weltkrieg, fahren Panzer oder steuern ein Kriegsschiff. Der Spaß hat 
seinen Preis: Nach einer zweiwöchigen Trial-Periode müssen Sie pro 
Monat knapp 30 Dollar bezahlen. 




Auch die Hawker Typhoon steht im Hangar (oder fliegt 
und wirft Bomben). 



ACTION IM PAZIFIK 

Es geschehen Zeichen und Wunder: Es kom- 
men doch noch Flug-Simulationen in die 
Geschäfte! Im Sommer werden Sie Pacific 
Warriors in den Auslagen der PC-Spielege- 
schäfte bestaunen können. Na gut, es sieht 
doch eher nach einem Action-Spiel aus. In 25 
Leveln kämpfen Sie mit drei verschiedenen 
Fliegern, darunter ein Wasserflugzeug und die 
legendäre Knickflügel-Corsair, gegen die Japa- 
ner. Mit Ihren primären (Maschinengewehre) 
und sekundären (Bomben, Raketen und Torpe- 
dos) Waffen ärgern Sie die Soldaten, Flugzeuge 
und Kriegsschiffe aus dem Reich der aufgehen- 
den Sonne. 




NOCH MEHR 
GEWINNER 

Auch die Leserumfrage aus der Ausga- 
be PC Player 4/2000 ist beendet. Und 
Gewinner haben wir auch. 

Jeweils einen Samsung-Monitor vom 
Typ SyncMaster 950p haben gewonnen: 
Benjamin Hoeke, Xanten, 
Wolfgang Henning, Wallsbüll und 
Helmut Link, Fristingen. 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit den 
19-Zöllem! 



Krieg auf der 
Autobahn 

Wer hat sich das noch nicht gewünscht? Mit- 
ten im dicksten Stau stehen und dann die 
störenden Verkehrsteilnehmer mit großkali- 
brigen Kanonen von der Straße putzen ... 
das wäre was. In Road Wars reagieren Sie 
derartige Aggressionen zumindest virtuell 
ab, zwölf digitale Alter Egos stehen bereit, 
um mit Ihnen über genauso viele Rennkurse 
zu brettern. Mit dem dadurch verdienten 
Geld kaufen Sie neue Autos und vor allen 
Dingen Waffen. 




Vampirjagd mit Jägerin Buffy 




Wer kann schon 
ahnen, dass ein 
16-jähriges Mäd- 
chen auf dem 
Schlund der 

Hölle wohnt und 
dazu auserwählt 
ist, das Dasein 
der örtlichen 
Vampire mög- 
lichst unange- 
nehm zu gestal- 
ten? Außer am 
PC dürfen auch 
PlayStation- und 
Dreamcast-Besit- 
zer mit der hüb- 
schen Blondine 
auf Vampirjagd 



gehen. Wie in der Fernsehserie kämpfen 
Sie mit Händen, Füßen und natürlich ange- 
spitzten Eichenpfählen. Schon bald rech- 
nen wir mit einem Testmuster. 



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F 




Nimm das. Du mieser Vampir! Buffy 
bei ihrer Lieblingsbeschäftigung. 



KICKEN MIT EA 

Und noch eine Fußballerei: Mit der »FIFA 
2000«-Engine setzt Electronic Arts die Euro- 
2000-Lizenz um. In den Original-Stadien in 
Holland und Belgien spielen Sie hier Quali- 
fikation samt Wettbewerb nach. 




Durch vernünftiges Dribbeln kom- 
men wir auch vor das Tor. 



14 PC PLAYER JUNI 2000 



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AKTUELL 




Spiele-News 



Weltenschöpfer 



Rick Goodman, Ex-»Age of Em- 
pires«-Designer, arbeitet seit Ende 
1998 an Empire Earth (siehe auch 
PCP 1/99). Als Publisher tritt nun 
Sierra in Erscheinung. Das Aufbau- 
Strategiespiel soll 500 000 Jahre 
Menschheitsgeschichte umfassen, 




Auch Religionen werden simuliert, wie 
man an dieser Statue sieht. (Empire Earth) 



von der Entdeckung des Feu- 
ers bis hin zu den ersten Flü- 
gen zu anderen Planeten, die 
mehrere hundert Jahre nach 
der Jetztzeit stattfinden. 

Ein riesiger Technologie- 
Baum ermöglicht durch seine 
rund 300 Entde- 
ckungen die Ent- 
wicklung in viele 
verschiedene Richtun- 
gen. Durch die Jahrhun- 
derte begleiten Sie viele 
Einheiten, die anfangs 
mit primitiven Speeren, 
später mit Laserkanone 
und magnetischen, be- 
schleunigten Projektilen 
kämpfen, (mash) 




Empire Earth - Fakten 

Hersteller: Stainless Steel 
Studios/Havas Interactive 
Genre: Strategie 
Termin: 2. Quartal 2001 
Internet: 
www.stainlesssteelstudios.com 



WAHRE LEGENDEN 



Wie angekündigt benutzen neue 
»Might & Magic«-Produkte die 
Grafik-Engine »LithTech 2.0«. Ob 
Legends of Might & Magic nun 

»Might & Magic 9« ist oder eine 
eigene Reihe eröffnet, ist noch 
unklar. Fest steht jedenfalls, dass 
die Optik im Vergleich zu »Might 
& Magic 8« deutlich zulegt. Mit 




sechs neuen Charakterklassen 
ziehen Sie ins Feld gegen über 50 
Monstersorten und einen Wahn- 
sinnigen. Der hat es fertig 
gebracht, die magischen Tore, 
welche die verschiedenen M&M- 
Welten miteinander verbinden, 
unter seine Kontrolle zu bekom- 
men. Sie suchen daher nach vier 
Artefakten und benutzen dabei 
Dutzende neuer Zaubersprüche. 
Für Multiplayer-Freunde ist auch 
gesorgt, denn bis zu 16 Leute 
nehmen in kooperativen und 
Deathmatch-Modi teil - sowohl 
über ein LAN als auch das Inter- 
net, (mash) 

Legends of Might & Magic 
- Fakten 

Hersteller: 3DO/lnfogrames 
Genre: Rollenspiel 
Termin: 4. Quartal 2000 
Internet: www.3do.com 













Geh weg, 
du skanda- 


V ' ' ,n 


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* 




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löses Ske- 
lett! Natür- 
lich müs- 
sen Sie 
auch 


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im 






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gegen 

Untote 

kämpfen. 

(Legends 

of Might & 

Magic) 








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Die Kampfro- 
boter errei- 
chen teils 
beachtliche 
Größe. Die 
Wendigkeit 
leidet hier 
unter der 
Kampfkraft. 
(Iron 
Strategy) 



Eisernes 
Durchhalten! 



In Russland arbeitet das Pro- 
grammierteam Nikita an Iron 
Strategy, einem Echtzeit-Stra- 
tegie-Titel. Die Menschen haben 
ihren Heimatplaneten Karrelia 
verlassen, da er unbewohnbar 
geworden ist. Nach einigen hun- 
dert Jahren bilden sich acht 
ungefähr gleich große Parteien. 
Ein beliebter Beruf ist der des 
Planeten-Prospektors. Da es 
immer noch keine Schiffe mit 
Überlichtantrieb gibt, fliegen 
diese Prospektoren zu unbe- 
wohnten Welten und siedeln 
sich dort an. Einer nun findet ein 
außerirdisches Artefakt, mit 
dem man teleportieren kann. 
Unglücklicherweise liegt es 
genau auf einer Grenze, und 
schon bald kloppen sich beide 
Parteien mit Waffengewalt um 
die unbekannte Technologie. 

Eine wichtige Einheit ist der 
Prospektor selbst. Mit verschie- 



denen Strahlern und Raketen 
bewaffnet kann er neutrale, her- 
umstehende Roboter besetzen. 
Stirbt er, ist die Mission verloren. 
(mash) 

Iron Strategy - Fakten 

Hersteller: Nikita 
Genre: Echtzeit-Strategie 
Termin: Nicht bekannt 
Internet: www.ironstrategy.com 




Der Prospektor greift auch 
selbst in die Kämpfe ein. 
(Iron Strategy) 



16 PC PLAYER JUNI 2000 



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Obi Wans 

neue Abenteuer 








Unseren Helden verschlägt es auch nach Coruscant. 
(SW: Episode 1 - Obi-Wan) 





Neue Infos und Bilder zum näch- 
sten »Episode 1 «-Streich von 
LucasArts: Star Wars: Episode 
1 - Obi-Wan folgt in etwa dem 
zeitlichen Ablauf des Films. Da 
Obi-Wan aber die meiste Zeit ja 
nicht direkt mit der Handlung zu 



m '•-«-• 



Die oben 
abgebildete 
Szene als 
Konzept- 
zeichnung. 
(SW: 

Episode 1 - 
Obi-Wan) 



tun hatte, befreien wir etwa die 
entführte Königin Amidala aus 
den Händen der Sandleute oder 
wir halten unerwünschte Verfol- 
ger von Qui-Gon Jinn fern. Das 
eigentliche Spiel wird weniger 
aus wüster Herumballerei denn 
Herumschleichen bestehen. 

Meistens sind Sie nur mit 
Ihrem Lichtschwert bewaffnet, 
doch dafür verfügen Sie über 15 
verschiedene Jedi-Kräfte, die 
einmal Ihrem Versteckspiel und 
zum zweiten Ihrer Gesundheit 
dienen, (mash) 

SW: Episode 1 - Obi-Wan 

Hersteller: LucasArts/THQ 
Genre: 3D-Actionspiel 
Termin: 4. Quartal 2000 
Internet: www.lucasarts.com 



Die 

Handels- 
föderation 
blockiert 
Naboo. 
(SW: Epi- 
sode 1 - 
Obi-Wan) 



IMPRESSUM 



AKTUELL 



DAS PC-SPIELE-MAGAZIN 



CHEFREDAKTEUR 
REDAKTION 

FREIE MITARBEITER 
CHEFIN VOM DIENST 



Manfred Duy (md), 

verantwortlich im Sinne des Presserechts 

Roland Austinat (ra), Udo Hoffmann (uh), Damian Knaus (dk), 
Joachim Nettelbeck (jn), Jochen Rist (jr), Martin Schnelle 
(mash, Ltd. Redakteur), Stefan Seidel (st), Thomas Werner (tw) 

Oskar Dzierzynski (Internet), Henrik Fisch, Kieron Gillen 
(PC Gamer), Chris Hudak (PC Gamer), Markus Krichel 
(US-Korrespon-dent), Thomas Köglmayr (Golden Master), 
Samira Nasah (Art Design), Manfred Schmidt (Text), Volker 
Schütz, Rob Smith (PC Gamer), Rob Smolka (PC Gamer) 

Susan Sablowski 



REDAKTIONSASSISTENZ Stefanie Kußeier 



ART DESIGN 
TITEL 



FOTOGRAFIE 
GESCHÄFTSFÜHRUNG 



Alexandra Bauer 

Artwork: Blizzard/Havas Interactive 
Gestaltung: Alexandra Bauer 

Josef Bleier 

Stefan Moosleitner 



ANSCHRIFT DES VERLAGS Future Verlag GmbH, Rosenheimerstr. 145 h, 
81671 München, Telefon: (0 89) 450 684-0, 
Telefax: (0 89) 450 684-89, Internet: www.pcplayer.de 

PUBLISHER Suzanne Counsell 



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PC PLAYER JUNI 2000 17 



AKTUELL 



Spiele-News 



^^^^^^^ m 


KOMMENTAR 




Ml 




i 1 




> i 1 


ROLAND 


AUSTIIMAT 


»Wir wollen eine breitere 




nicht als die Star-Wars- 


Firma bekannt sein. Das ist 


sicher die aufregendste 

ThomatiL' an Hör man 


l I lt?l l Id LI l\, all Ucl llldll 

arbeiten kann, aber wir wol- 

Ion für Hac hon"ihmt com 


It/Il IUI Udo UtJIUIIIIll oclll, 

womit wir uns unsere 


ersten Lorbeeren verdient 


haben.« 

Diese Worte des neuen 


LucasArts-Chefs Simon 


Jefferey im englischen 
Branchenblatt CTW treiben 

mir Tränan rlor Diihninn in 


iiiii irdiicii uer nunruny im 

die Augen. Unvergessen 


»Zak McKracken« mit PC- 


Piepser-Trompetentönen, 


der erster Flug durch den 






blespeed-Laufwerk oder 


die dramatische Schlussse- 


quenz von »Indiana Jones 


and the Fate of Atlantis«. 
Früher war jeder Lucas- 


Arts-Titel ein sicherer Hit. 

Dann kamen Gurken wie 


Die Rückkehr 


der Lucas- 


Ritter?! 


die »Desktop Adventures«, 

«Af+orllfo« «Roholli/~>n„ 






1 «. Und die guten Designer 


gingen, mit Ausnahme von 

Tinr, Qohaofor f.Crlm Ecn_ 




(»Indy und der Turm von 


Babel«). Simon, gib den 


beiden eine Gehaltserhö- 


hung und probier, Ron Gil- 


bert für »Monkey Island 4« 


zu gewinnen! 


Noch einmal Simon Jef- 
ferey: »LucasArts' Erfolg 


gründet sich nicht auf Star 
Wars oder Indiana Jones, 


sondern auf guten Eigen- 


kreationen wie Day of the 


Tentacle, Monkey Island 
oder Füll Throttle. Viele 


hier wollen neue Spiele 
entwickeln und zu einigen 


der alten Favoriten zurük- 


kkehren.« Das ist doch mal 


eine gute Neuigkeit - drü- 


cken wir gemeinsam die 


Daumen, dass dies keine 


leeren Worte bleiben. 
Herzlichst, Ihr 


%ÜJu<jlL ^oJ^usJi: I 



MIT SEIDENSCHAL UND 
LEDERJACKE 




Da ist ja der 
gesuchte Drei 
decker! 



Ganz ähnlich wie »Aerial Combat 
1918« von Project 2 - aber hof- 
fentlich nicht so schlecht - wird 
sich Hunt for the Red Baron 

präsentieren. Vier verschiedene 
Klapperkisten aus dem Ersten 
Weltkrieg fliegen Sie durch 25 
Missionen in drei Gebieten: Bel- 
gien, Frankreich und Nordafrika. 
Auf der Jagd nach dem roten 
Dreidecker erfüllen Sie Ihre Auf- 
träge mit MGs, Raketen und 
Bomben, zuweilen müssen auch 
Bodenziele ausgeschaltet wer- 



den. Vermeiden Sie dabei zivile 
Verluste, die Bevölkerung wird 
es Ihnen danken. Mit einem klei- 
nen Radarschirm (rechts oben in 
der Ecke) behalten Sie dabei im 
Auge, wo Sie überhaupt sind. 
(mash) 

Hunt for the Red Baron - 
Fakten 

Hersteller: Fiendish Games 

Genre: Actionspiel 

Termin: Juni 2000 

Internet: www.fiendishgames.com 



Podracing 
Light 

Für die lie- 
ben Kleinen 
gibt es einen 
neuen »Epi- 
sode 1 «-Titel. 
In Anakin's 
Speedway 
basteln Sie 
sich Ihre 

Podracer- 
Strecken sel- 
ber und be- 
fahren Sie 
dann aus 
einer isometrischen Perspektive. Achten Sie auf 
Ihren Treibstoff, dann bleiben Sie auch nicht 
unterwegs liegen. Leider wird das Programm 
hier zu Lande nicht lokalisiert erscheinen, also 
müssen Sie es sich als Import besorgen oder 
bestellen. Als Alterszielgruppe visiert Lucas 
Learning übrigens die vier- bis siebenjährigen 
Nachwuchsspieler an. (mash) 

Anakin's Speedway - Fakten 

Hersteller: Lucas Learning 
Genre: Rennspiel 
Preis: 20 US-Dollar 
Internet: www.lucasarts.com 




Rettet 

die 

Erde 

Die Kooperation von Red 
Storm mit der SF-Autorin 
Anne McCaffrey zeigt konkre- 
te Resultate. Basierend auf 
ihren Catteni-Romanen 

kommt noch dieses Jahr das 
Action-Adventure Freedom: 
First Resistance in die 
Geschäfte. In diesem Szena- 
rio haben die Catteni, expan- 
sionslüsterne Außerirdische, 
die Erde unterworfen und die 
Menschen zu Sklaven ge- 
macht. Während die Romane 
jedoch der Protagonistin 
Kristin folgen, die mit einigen 
Mitstreitern gezwungener- 
maßen einen Planeten besie- 
delt, verfolgt das Spiel die 
Rebellin Angel, welche mit 
ihrer Gruppe auf der Erde 
gegen die nicht gerade fried- 
lichen Aliens kämpft. Eine 
verbesserte »Rogue Spear«- 
Engine soll hier zum Einsatz 




kommen. Auf seiner Website 
veröffentlicht Red Storm 
übrigens schon ein Cover für 
die Spieleschachtel - als 
Aprilscherz, (mash) 

Freedom: First 
Resistance - Fakten 

Hersteller: Red Storm Enter- 
tainment/Take 2 Interactive 
Genre: Action-Adventure 
Termin: 4. Quartal 2000 
Internet: www.redstorm.com 




ZWEITER WELT- 
KRIEG INKLUSIVE 



Neues von den »Gorky 
17«-Machern. Die verant- 
wortlichen Programmierer 
haben Entwickler Metro- 
polis verlassen und firmie- 
ren jetzt unter dem Namen 
Rebelmind. Erstes Projekt 
der Polen ist Grom, ein 
3D-Action-Adventure, das 
im Zweiten Weltkrieg 
angesiedelt ist. Wie in den 
»Indiana Jones«-Filmen 
sollen unbekannte Fakten 
aus dieser Zeit aufgedeckt 
werden; eine dichte Atmo- 
sphäre und spannende 
Geschichte sollen sich mit 



mystischen und übersinn- 
lichen Dingen beschäfti- 
gen. Außer Echtzeit- 
Kämpfen finden Sie auch 
Rollenspiel-Elemente. Da 
Rebelmind noch keinen 
Publisher hat, steht auch 
noch kein Veröffentli- 
chungs-Datum fest. 
(mash) 

Grom - Fakten 

Hersteller: Rebelmind 
Genre: Action-Adventure 
Termin: nicht bekannt 
Internet: 
www.rebelmind.com 



20 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



AKTUELL 



Spiele-News 



NEUES SCHICKSAL, 
NEUES GLÜCK 




Was mag sich in die- 
sen dunklen Gewölben 
verstecken? 
(The Crest of Dharim) 

Das Licht im Dunkeln: Girald 

ist der einzige, der das Land Dharim 

retten kann. (The Crest of Dharim) 



Für den Jäger Girald Danhrak 
ändert sich das Leben sehr plötz- 
lich, als die Dorfältesten bestim- 
men, dass er sich auf die Suche 
nach den vier Federn der Ela' bege- 
ben soll - andernfalls droht seiner 
Heimat Dharim ein schreckliches 
Schicksal. Also macht sich Girald 
in The Crest of Dharim auf, löst 
Puzzles, schlägt sich mit heim- 
tückischen Kreaturen herum und 
weicht fiesen Fallen aus. Unser 



Held bereist sechs unter- 
schiedliche Reiche und 
erlebt Zwischensequen- 
zen in der Spielgrafik. Die wird 
übrigens von OMG Games selbst 
entwickelt, nachdem das Action- 
Adventure ursprünglich in der 
»Unreak-Engine programmiert 
werden sollte, (mash) 

The Crest of Dharim - Fakten 

Hersteller: OMG-Games 
Genre: Action-Adventure 
Termin: nicht bekannt 
Internet: tcod.omg-games.com 




Ohne linken 
Vorderreifen 
fällt es uns 
recht schwer, 
im Feld mitzu- 
halten. (Fl 



Prix 99) 



Mit Schumi in 
den Reifenstapel 



Die '99er-Formel-1-Saison kön- 
nen Sie mit Fl World Grand 

Prix 99 im nächsten Monat 
nachspielen. Ähnlich wie bei den 
Psygnosis-Formel-1-Versoftun- 
gen bieten die Programmierer 
Ihnen einen Simulations- und 
Arcade-Modus, so dass Gelegen- 
heitspiloten wie Profi-Raser ent- 
sprechend herausgefordert wer- 
den. Die neue 3D-Engine benutzt 
sowohl 16- wie 32- Bit-Texturen. 
Einen Karriere-Modus wird es 
nach Aussage der Entwickler 
nicht geben, die Steuerungshil- 



fen sollen aber sogar »Grand 
Prix 2« übertreffen. Für den Rea- 
lismus sorgt die Zusammenar- 
beit mit dem Prost-Grand-Prix- 
Team. Ob all diese Versprechun- 
gen gehalten werden können, 
erweist dann der Test in der 
nächsten Ausgabe, (mash) 

Fl World Grand Prix 99 
- Fakten 

Hersteller: Lankhor/Eidos Interactive 
Genre: Rennspiel 
Termin: 2. Quartal 2000 
Internet: www.eidos.de 



22 PC PLAYER JUNI 2000 



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GEWINNSPIEL 



s* 



Die Preise 

1. Preis: Eine Woche Las Vegas für zw< 
Personen, inklusive Flug, Übernachtung, 
einem Besuch der Zaubershow von Siegfried 
und Rov und 1000 Mark Taschengeld. 



Gewinnspiel mit Simon 

Auf nach 
Las Vegas 

Ein Traum wird wahr: Gewinnen Sie 
eine Reise nach Amerika. Und 
lassen Sie sich verzaubern in der 
Show von Siegfried und Roy. 



e 



Fliegen Sie nach Las Vegas. 



Copperfield & (o 
Die besten Tricks 



2.-5. Preis: Das geni 
Zauberbuch »Copperfi 
Die besten Tricks der < 
Zauberer zum Stauner 



6.-15. Preis: Je ein Simon-Fanpaket 
(bestehend aus Spiel, Tasse und T-Shirt) 

Was ist Simons Markenzeichen? 
) Öder Blaumann 

b) Coole Turnschuhe 

c) Krumme Nase 

Kreuzen Sie die richtige Lösung auf der Postkarte auf Seite 133 
an, spendieren eine Briefmarke und ab damit in den Briefkas- 
ten. Der Rechtsweg und die Teilnahme von Mitarbeitern der 
Firma Hasbro und des Future Verlags sowie deren Angehörige 
sind ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2000 



>LAYER JUNI 2000 23 



AKTUELL 



Spiele-News 



KOMMENTAR 



JOE 
NETTELBECK 



U/faMstA 



NEUE ONLINE- 
KONTINENTE 



Ubi Soft stellte kürzlich auf einer Präsentation in 
Paris das Add-on zum Online-Rollenspiel »Ever- 
quest« vor. Die Missions-CD The Ruins of Kunark 
wird es in Europa aber nur im Verbund mit dem Ori- 
ginalspiel geben. Wenn Sie also in den Genuss des 
neuen Kontinents Kunark kommen möchten, müs- 
sen Sie in den sauren 
Apfel beißen und sich 
das Originalspiel noch 
einmal kaufen. Dafür gibt 
es aber 30 Prozent mehr 
Spielfläche, 20 neue Ge- 
biete und neue Monster, 
wie etwa Skorpione oder 
Drachen menschen . 
Wenn Sie möchten, dür- 
fen Sie aber Ihren hoch- 
gezüchteten, alten Hel- 
den weiter verwenden. 
Auch in Zukunft sind für 





das Online-Spektakel keine europäi- 
schen Server geplant, hier zu Lande 
haben Sie jedoch kaum Verbindungs- 
probleme. In der nächsten Ausgabe 
werden wir Ihnen wahrscheinlich einen 
ausführlichen Test präsentieren, der zei- 
gen wird, ob Everquest auch künftigen 
Mehrspieler-Projekten wie »Ultima On- 
line 2« das Wasser reichen kann, (dk) 



Everquest: 

The Ruins of Kunark 

- Fakten 

Hersteller: Verant 
Interactive/Ubi Soft 
Genre: Online-Rollenspiel 
Termin: 2. Quartal 2000 
Internet: 
www.everquest.com 



MAGIERWELTEN 
IN DREI DIMEN- 
SIONEN 






Langsam aber sicher nähert sich Simon 3D, das Adven- 
ture mit dem legendären Möchtegern-Zauberer der Fer- 
tigstellung. Für die 3D-Schauplätze kam die Prince of 
Persia Engine zum Einsatz. Insgesamt 60 unterschiedli- 
che Charaktere werden in Simons neuestem Abenteuer 
vertreten sein. Und auf etliche abgedrehte Gags dürfen 
sie sich ebenfalls gefasst machen. So benutzen einige 
böse Schergen ein doppelseitiges Lichtschwert wie 
Star-Wars-Bösewicht Darth Maul. Auch bei der 
Lokalisation gaben sich die Hersteller viel Mühe, 
um den englischen Humor richtig rüber zu bringen. 
Wenn alles gut geht, präsentieren wir Ihnen im 
nächsten Heft den ausführlichen Test; auf unserer 
Heft-CD finden Sie schon mal einen Trailer, (dk) 

Simon 3D - Fakten 

Hersteller: Adventure Soft/Hasbro Interactive 
Genre: Adventure 
Termin: Juni 2000 
Internet: www.simon3d.de 




Action statt 
Aufbau 



Das Aufbauelement war bisher 
meist Pflichtlektüre im Echtzeit- 
Strategiebereich. Mit Ground 
Control kommen nun die Freun- 
de reiner Kampftaktik auf ihre 
Kosten. In kompletter 3D-Grafik 
befehligen Sie Truppen durch 
zwei verschiedene Kampagnen 
mit jeweils 15 Missionen. Ihre 
Kampfeinheiten lassen sich in 
großen Raumschiffen transpor- 
tieren, die Sie direkt auf der 
Übersichtskarte steuern. Außer- 
dem zoomen Sie mit der Engine 
direkt ins Kampfgeschehen hin- 
ein. Die unterschiedlichen Land- 
schaften erfordern schon vor 
den Missionen taktisches 
Geschick: Je nachdem, ob Sie 
Wüsten- oder Sumpflandschaf- 
ten erwarten, müssen Sie sich 
neue, entsprechende Einheiten 
zusammenstellen. Doch da ist 
Vorsicht geboten. Ihre Kerntrup- 
pe bleibt über die ganze Kam- 



In der Abenddämme- 
rung machen Sie sich 
auf dem Weg zum 
Feind. (Ground Control) 



pagne erhalten, und mit den 
Verlusten in frühen Levels 
müssen Sie das ganze restli- 
che Spiel über leben. Die 
Weltraumhelden erobern ab 
Juni unseren Planeten, (dk) 



Ground Control - 
Fakten 

Hersteller: Massive Entertain- 
ment/Havas Interactive 
Genre: Echtzeit-Strategie 
Termin: Juni 2000 
Internet: www.sierra.de 



24 PC PLAYER JUNI 2000 



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AKTUELL 



Hardware-News 



Der Name des neuen ATI-Grafikchips steht fest - 
AMD 's nächstes Baby - Comeback des Amiga ... 




ATI führt 

mit dem Radeon256-Chip 
neue Grafikfunktionen ein, 
die insbesondere den Detail- 
reichtum von Charakter- 
Animationen erhöhen sollen. 



ATI RADEON 256 

Bei ATI konzentriert man sich derzeit verstärkt auf anspruchs- 
volle 3D-Zocker. Der kommende Grafikchip wird Radeon 256 
heißen und nicht wie die Gerüchteküche behauptet hatte Rage 
6. An Features packt ATI die Charisma Engine (bestehend 
aus der Keyframe-Animation, Skinning & Lighting 
- diese bilden die Hardware T&L-Engine, welche insbesonde- 
re Charakter-Animationen realistischer gestalten soll) und die 
Pixel Tapestry Architecture (bestehend aus Deep Multi- 
Texturing, Shadows und Bump Mapping -jene Eigenschaften 
ermöglichen aufwändige und beschleunigte Rendersequenzen 
durch dreifache Multitexturierung). Auch ein DVI-Ausgang 
zum Anschluss von digitalen Flachbildschirmen wird bei eini- 
gen Versionen ein fester Bestandteil sein. Die Taktfrequenz 
des anfangs wohl in zwei Versionen erhältlichen DDR-Spei- 
chers (32 MByte und 64 MByte) beträgt 200 MHz, wobei spä- 
tere Grafikkarten-Versionen auf bis zu 128 MByte zugreifen 
können. Das fertige Produkt landet voraussichtlich im dritten 
Quartal in den Händlerregalen. 



AMD- 
Thunderbird 

Der neueste AMD-Prozessor 
namens Thunderbird befindet 
sich momentan noch in der Test- 
phase. Die Produktion läuft vor- 
aussichtlich in der Mitte des Jah- 
res hauptsächlich über das Dres- 
dner AMD-Werk Fab 30 an. Wäh- 
rend der Level-2-Cache bisheriger 
Athlon-Chips mit der Hälfte oder 
einem Drittel der Prozessor-Fre- 
quenz auskommen musste, wird 
der L2-Cache des Thunderbird mit 
voller Taktfrequenz angesprochen. 



AMD3 



Der 

nächste 
AMD- 
Prozessor arbeitet mit voller 
Level2-Taktfrequenz. 



Achtfach wiederbe- 
schreiben #YAMAHflf 

■ Kürzlich gab Yamaha bekannt, den 
neuen CRW8824-CD-Brenner auf den 

Mark zu werfen. Als Novum bietet das 
Gerät die Möglichkeit, wiederbeschreib- 
bare CDs (CR-RW) mit 8facher Geschwin- 
digkeit zu brennen. Momentan ist Yama- 
ha also der alleinige Hersteller mit einem 
8fach-RW-Laufwerk. Eine 650 MByte 
große (wiederbeschreibbare) CD benötigt 
etwa neun Minuten, um bis ans Limit 
vollgebrannt zu werden. Damit der Vor- 
gang auch problem- 
los abläuft, 
stellt Yamaha 
spezielle 8fach- 
Rohlinge her. 

Das erste 
wiederbe- 
schreibbare 
8fach-Laufwerk 
kommt von Yamaha. 



f^> 



Wegen zu großer 
Verluste musste 
Aureal den Laden 
dicht machen. 



AUREAL IST BANKROTT 

■ Vor zwei Jahren gehörte Aureal noch zu den Stars unter den 
Soundkarten-Herstellern. Mit A3D (2.0) schuf Aureal einen weit 
verbreiteten Standard, der oft sogar gegenüber EAX bevorzugt 
wurde. Leider ging Aureal im letzten Monat wegen allzu großer 
finanzieller Verluste bankrott. Zwar versuchten die Sound-Spe- 
zialisten durch den direkten Verkauf ihrer Chips auf eigenen 
Karten den Verlust zu stoppen, doch schien diese Strategie 
offensichtlich nicht zu fruchten. 




GUTE ALTE FREUNDIN 

Amiga lebt! Der populäre Hobby-Compu- 
ter der späten 80er Jahre feiert in Bälde ein 
Comeback. Auf der Messe Amiga 2000 prä- 
sentierte die gleichnamige Firma ein neues 
Amiga-Betriebssystem, das auf einem 
Linux-Kernel basiert. Unterstützt werden x86-, 
AMD-, Power-Prozessoren und mehr. Der Messe- 
Computer war mit einem 500 MHz AMD-Prozessor, 64 
MByte RAM und einer GeForce 256 ausgerüstet. Besitzer eines 
alten Amigas erhalten über eine Power-PC-Karte Zugang zum 
neuen Betriebssystem. In circa einem Jahr soll die Oberfläche fer- 
tig gestellt sein. Zum Zeitpunkt der Drucklegung wird auf 
www.amiga.com die Entwickler-Software stehen. 




In etwa einem Jahr 

wird es wieder einen 

Amiga mit neuem 

Betriebssystem geben. 





Die Programmier- 
schnittstelle OpenML 
wartet mit erweiterten 
OpenGL-Befehlen auf. 


NEUE SCHNITTSTELLE 

OpenGL geht in die nächste Runde. Mit einer Latte 
an neuen Befehlen möchte man mit OpenML eine 
Plattform-übergreifende Schnittstelle erschaffen, die 
den Programmierern die Integration von Videos, Grafik 
und Audio-Elementen erleichtert. So soll OpenML nicht 
nur auf dem PC seinen Dienst verrichten, sondern auch 
auf anderen Plattformen. Einige namhafte Firmen wie 
3Dfx, 3Dlabs, ATI, Compaq, IBM, Intel, S3 und SGI 
arbeiten eng zusammen, um den neuen Standard fest- 
zulegen. 



NETSCAPE 6 IST DA 

Seit letzen Monat steht eine erste 
(Beta) Version von Netscape 6 im Netz 
(www.netscape.com/download/). Der 
Internet-Browser baut auf der von 
Grund auf neu programmierten Gecko- 
Engine auf, die sich aus 5,5 Millionen 
Bytes zusammensetzt. Der Browser- 
Krieg mit dem Explorer-Platzhirsch 
scheint also doch noch einmal auszu- 
brechen. 



26 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



AKTUELL 



Spiele-Charts 

Die internationalen Hitparaden verdeutlichen: Andere Länder, andere Sitten. 



mmm 




i\ 



(1) Unreal Tournament 

Epic Megagames/GT Interactive 



(2) indiziertes Spiel 

id Software/Activision 



(3) Age of Empires 2 

Ensemble Studios/Microsoft 



(5) 



Half-Life (deutsch) 

Sierra/Havas Interactive 



(-) Half-Life: Opposing Force 

Sierra/Havas Interactive 



(4) Planescape: Torment 

Black Isle/Interplay Interactive 



(-) Command & Conquer 3 

Westwood/Electronic Arts 



8 



(8) Anstoss 3 

Ascaro n/Infogrames 



9 



(13) Jagged Alliance 2 

Sir-Tec h/Top wäre Interactive 



10 



(7) 



Baldur's Gate 

Interplay/Virgin Interactive 



11 



(-) FIFA 2000 

EA Sports 



12 



(26) 



Homeworld 

Relic/Havas Interactive 



13 



(10) System Shock 2 

Looking Glass/Electronic Arts 



14 



(18) 



SWAT 3 

Sierra/Havas Interactive 



10Ui3J Westwood / E | ectronic Arts 



16 



(9) Final Fantasy 8 

Squaresoft/Eidos Interactive 



4 ^rrnniMoorhuhnjagd 



Phenomedia 



18 



(12) The Sims 

Maxis/Electronic Arts 



4 QfTTTriCounterstrike 

M w^^'^N/vww.counter-strike.net 



20 



(-) Rainbow Six: Rogue Spear 

Red Storm Ent./Take 2 Int. 



■ Quelle: Leserzuschriften an die Redaktion PC Player. 
Erhebungszeitraum März 2000 



SRKAUFS-CHARTS 



(-) Command & Conquer 3 

Westwood/Electronic Arts 



pffljFI 2000 
lu ^*EA Sports 



jrrrr|Die Sims 

l " u ^ Maxis/Electronic Arts 



pij f| Need for Speed Porsche 



Electronic Arts 



(1) Anstoss 3 

Ascaron/Infogrames 



(2) Age of Empires 

Ensemble Studios/Microsoft 



(9) Tomb Raider 4 

Core Design/Eidos Interactive 



8 ES3 



Sierra/Havas Interactive 



9 



pi. fl Dark Project 2: The Metal Age 

**' Looking Glass/Eidos Interactive 



4 ^rr i 4T 1 Soldier of Fortune 



Raven Software/Activision 



11 



(-) Mech Warrior 3 

Zipper Interactive/Microprose 



12GS 3 



Pro Studios/Eidos Interactive 



13csa 



Star Trek: 

Activision 



Armada 



14 



(-) Star Trek: Birth of Federation 

Microprose/Hasbro Interactive 



15 



(11) 



Autobahn Raser 2 

Davilex Software/Koch Media 



^ ÄfTTTTl Ultima 9: Ascension 



Origin/Electronic Arts 



17 



(4) Anno 1602 Königsedition 

Sunflowers/Infogrames 



^ Qp-rTTl Der Verkehrsgigant 



J oWood/l nf og ra mes 



19 



(-) European Air War 

Microprose/Hasbro Interactive 



OrtrTPTTl Imperium Galactica 2 



Digital Reality/GT Interactive 



■ Quelle: Pro Markt 

Erhebungszeitraum: 27. 03.-01.04. 2000. 



MITMACHEN 

UND 

GEWINNEN 

Neben den aktuellen Ver- 
kaufs-Charts aus Deutsch- 
land, England und den USA 
finden Sie auf dieser Seite 
die Leser-Hitparade von PC 
Player. Hier stehen die Titel 
weit oben, die gerade mit 
Begeisterung gespielt wer- 
den. Wählen Sie mit, um ein 
möglichst repräsentatives 
Ergebnis zu garantieren. Als 
zusätzliche Motivation verlo- 
sen wir jeden Monat unter 
allen Einsendern Topspiele 
aus den Charts oder einige 
Hardware-Leckerbissen. 
Um mitzumachen, schnap- 
pen Sie sich einfach die 
»Leservotum«-Postkarte, 
die Teil des Karton-Beihef- 
ters in jeder Ausgabe ist. Auf 
der Vorderseite können Sie 
unter »Wertungen für die 
Charts« Ihre drei aktuellen 
Lieblingsspiele angeben. 
Wenn Sie gerade den Kugel- 
schreiber in der Hand haben, 
könnten Sie außerdem 
gleich die Rückseite bearbei- 
ten und uns wissen lassen, 
was Ihnen in dieser Ausgabe 
von PC Player am besten 
gefallen hat. Denken Sie 
bitte an Ihre Absenderan- 
gabe, gönnen Sie dem 
Kärtchen eine Briefmarke. 
Der Rechtsweg ist ausge- 
schlossen. 





GEWINNER 


>< J Der Preis 


^kaä I diesmal von 


I Electronic Arts: 


I I Need for 
I* 1 W\ Speed 


y^_____i_J Porsche 




Gewinner: 




Christian Grewing, 




Bad Aibling 




Mike Lennartz, Eutin 




Michael Pfützenreuter, 




Groß Sarau 




Hermann Tomczak, 




Bechtheim 




Frank Unterspann, Elz 




Sollte Ihnen Fortuna dieses Mal 




nicht hold gewesen sein: 
Neues Spiel, neues Glück. 





USA-CHARTS 



(2) Who wants to be a Millionaire 

Disney Interactive 



(1) The Sims 

Maxis/Electronic Arts 



3EE3» 



Star Wars: Force Commander 

ucasArts 



4GS3 



Star Trek: Armada 

Activision 



ErTTTTl Lego Island 



Mattel Interactive 



6 



(6) Roller Coaster Tycoon: Corkscrew Follies 

Hasbro Interactive 



(7) 



indiziertes Spiel 

Valve Software/Havas Int. 



8 



(5) Age of Empires 2 

Ensemble Studios/Microsoft 



9|-rrTTl C&C Tiberian Sun: Firestorm 



Westwood Studios/Electr. Arts 



1 0rT53 Th ' ef 2: The Metal Age 

I \Z1^'" Lookinq Glass/Eidos Interc 



Looking Glass/Eidos Interactive 



ENGLAND-CHARTS 



I pi if fStar Wars: Force Commander 
UI^LucasArts 



9 rM^rfSoldier of Fortune 



Raven Software/Activision 



(1) The Sims 

Maxis/Electronic Arts 



4 r rr?r|Formula 1 2000 
U^*EA Sports 



E% n3Il^ tar "^ek: Armada 



Activision 



6 



(3) Championship Manager 99/00 

Eidos Interactive 



(2) Delta Force 2 

Novalogic 



8|-rr7TlThief 2: The Metal Age 
^'Looking Glass/Eidos Interac 



9 



(4) Age of Empires 2 

Ensemble Studios/Microsoft 



4 fttTTrCrl Half-Life: Generation 

| \JlU*-*valve 



Valve Software/Havas Int. 



28 PC PLAYER JUNI 2000 



■ Quelle: PC Data, Erhebungszeitraum: März 2000. 



■ Quelle: CTW, Erhebungszeitraum: März 2000. 



RUBRIKEN 




BRETT, 



Alte Computer-Schätze im Internet-Museum ■ 
Die drei Fragezeichen geben nicht auf ■ Teure 
Wohnung auf den sieben Meeren ■ Experten 
wissen mehr. 



Computer-Kultur 

Wie wäre es mal wieder mit einem Museums- 
besuch? Nicht ganz Ihr Ding? Immer diese 
langweiligen Bilder angucken? Dabei von 
wichtigtuerischen Menschen mit dickem Aus- 
stellungskatalog genervt werden? Oder sich 
von einem nervösen Wärter ermahnen lassen, 
nicht so nah an die Exponate zu treten? Na gut. 
Vielleicht können wir Sie zu einem Trip ins 
8-Bit-Museum (www.8bit-museum.de) über- 
reden? Dazu müssen Sie auch nicht den 
bequemen Platz vor dem PC-Monitor verlas- 
sen. Stephan Slabihoud hat auf seiner Websi- 
te unwahrscheinlich viele Fakten zu Großrech- 
nern, Heimcomputern wie Videospielen ange- 
sammelt und liebevoll aufbereitet. Im Atari- 



I 



Alfred Hitchcrck insider-News 
EU Die drei??? 





Bizarres aus dem 
8-Bit-Museum: 
Space War und eine 
Microsoft-Anzeige. 



Kapitel finden Sie bei- 
spielsweise ein »Pong«- 
Bildschirmfoto, auf dem 
zwei namenlose Schläger 
sich den Pixel-Ball live um 
die Ohren hauen, dazu gibt es wirklich skurrile 
TV- Werbespots. Originalgeräusche und -melo- 
dien alter Spieleklassiker lassen einem wohli- 
ge Schauer der Erinnerung den Rücken her- 
unterlaufen. Selbst wenn Sie die digitale Revo- 
lution persönlich miterlebt haben, wartet noch 
manche Überraschung. Wussten Sie, dass 
Commodore einen C65 produziert hat? Oder 
kennen Sie Heimcomputer namens Enterprise 
oder Luxor? Ganz klar unser Surf-Tipp des 
Monats. 

Die drei ??? 

Wo wir gerade mitten in den 80er Jahren ste- 
cken - kennen Sie noch die legendären Euro- 
pa-Hörspielkassetten? Die Firma gibt's heute 
noch und sie bringt neben den empfehlens- 
werten Remakes der Perry-Rhodan-Serie 



Viel Kult, viel Werbung: Die drei ??? 
ermitteln jetzt auch im Web. 



immer noch neue Episoden der Drei Frage- 
zeichen heraus. Justus Jonas, Bob Andrews 
und Peter Shaw heißen die drei Nachwuchs- 
detektive aus Rocky Beach, Kalifornien, die 
inzwischen schon 88 spannende Einsätze hin- 
ter sich gebracht haben. Bei solcher Langle- 
bigkeit darf die entsprechende 
Webseite natürlich nicht fehlen: 
www.dreifragezeichen.de heißt 
die Homepage zur Kassette und 
zum Buch. Dort erfahren wir 
Erstaunliches: Hans Paetsch, 
der schon vor einem Viertel- 
jahrhundert Märchenschall- 
platten besprochen hat, ist 
immer noch aktiv! Davon 
können Sie sich per RealAu- 
dio- oder Wave-Datei per- 
sönlich überzeugen. Hardco- 
re-Fans bestellen sich der- 
weil ein Europa-T-Shirt oder 
lesen Interviews mit den 
Sprechern durch. Ein paar 
Nachrichtenbretter, ein Chat und der unver- 
meidliche Shop zum Kauf von MCs sowie neu- 
erdings auch CDs laden ein - nur die Bücher 
fehlen leider. Alles in allem hält sich die Wer- 



bepenetranz gerade noch in Grenzen. 

Schiff ahoi! 

Wenn Sie richtig viel Geld loswerden wollen, 
sind Hörspielkassetten nicht ganz das richtige. 
Wir empfehlen stattdessen ein lauschiges 
Appartement auf dem Freedom Ship 
(www.freedomship.com). Was das sein soll? 
Ein knapp eineinhalb Kilometer langes Schiff, 
das in zwei Jahren die meisten Küstengebiete 
der Welt abklappert. Platz für Ihr Privatflug- 
zeug bieten zwei Landebahnen auf dem rund 
120 Meter hohen Oberdeck, im Heck des 
Giganten befindet sich ein Hafen für die Privat- 



Jacht. Und damit die Socken nicht so schnell 
ins Qualmen geraten, befördert eine Mini-Stra- 
ßenbahn die 50 000 Bewohner, 15 000 Ange- 
stellten und bis zu 25 000 Besucher von einem 
Ende zum anderen. Bekloppt, sagen Sie? Nix 
da: Das Monstrum soll tatsächlich gebaut wer- 
den. Allerdings hat so viel Luxus natürlich sei- 
nen Preis: Eine vergleichsweise bescheidene 
Kabine für zwei (33 m 2 ) kostet unmöbliert 
138 000 Dollar. Dazu kommt eine monatliche 
Unterhaltsgebühr von 469 Dollar. Wenn Geld 
wirklich keine Rolle mehr spielt: Für 570 Qua- 
dratmeter müssen Sie 7,18 Millionen Dollar 
locker machen, zusätzlich werden dann 11 616 
Dollar pro Monat fällig. Dafür gibt es Kinos, 
Geschäfte und Swimmingpools - nur keinen 
Weg, dem Spektakel zu entkommen. 

Ich sag dir alles 

Zum Schluss noch eine praktische Seite: 
www.wer-weiss-was.de verfolgt ein geniales 
Konzept. Sie verraten den Betreibern, in wel- 
chen Gebieten Sie sich wie gut auskennen 
(das müssen nicht zwingend PC-Spiele sein), 
und im Gegenzug dürfen Sie eine Frage oder 
ein paar Stichwörter (zum Beispiel Athlon, 
Börse, Hawaii) eingeben, zu denen der Server 
Ihnen dann die passenden Fachleute aus- 
spuckt. Nun formulieren Sie noch eine E-Mail 




an die von Ihnen ausge- 
wählten Experten und 
harren der Dinge, die da 
kommen. Alternativ werfen Sie Ihre Frage in 
einem Nachrichten-Forum in die Runde oder 
tauschen sich in Chats mit anderen Fachleuten 
aus. Das Schönste daran: Der Service ist völlig 
kostenlos. Und schnell! Wir bekamen bei einer 
nicht trivialen Frage zur Konvertierung von 
True-Type-Schriften in weniger als zwei Stun- 
den eine Antwort. Bei Fragen zu PC-Spielen 
raten wir aber nach wie vor zum Blick ins 
Handbuch oder den Player's Guide. ;-) (ra) 



30 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



AKTUELL 



Wettbewerb 



Ausgaben 

Gewinnen Sie mit! 

Wir feiern die 90. Ausgabe der PC Player und Sie dürfen mitfeiern. 
Zu gewinnen gibt es jede Menge Preise, wie zum Beispiel eine Reise 
nach Ägypten oder einen echten VW Käfer! 




Und zur Feier des Tages verzichten 
wir auch auf eine Quizfrage. 
Aber das war ja noch nicht alles: 
Einen Sonderpreis vergeben wir 
für denjenigen, der es schafft, einen 

n aufzutrei- 
ben! Eine Kopie des Personalausweises 
und ein Foto senden Sie an uns. Bei meh- 
reren Einsendungen entscheidet das Los. 



Ob mit oder ohne Oldie-Leser, bitte schi- 
cken Sie eine Postkarte an die folgende 
Adresse: 

Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort: 90. Ausgabe PC Player 
Rosenheimer Strasse 145h 
81671 München 



Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlos- 
sen, Mitarbeiter des Future Verlages und der 
am Wettbewerb partizipierenden Firmen dür- 
fen an der Verlosung leider nicht teilnehmen. 
Und wer diesmal nicht gewinnt - es gibt 
sicherlich auch eine 100. Ausgabe der PC 
Player! Aber lassen Sie uns nun einen Blick 
auf die Preise werfen! 
Einsendeschluss ist der 7. Juni 2000 



Die Firma Asus (www.asus.com) 

spendet folgende Gewinne: 










Von AnUDIS (www.typhoonl 
verlosen wir: 




Neun Soundkar 
ten Anubis 
Typhoon 
Silver Crest 
Acoustic Five. 



Publisher Activision 

(www.activision.de) verlost: 



9 * 




Drei »Battlezone 2«, drei »Interstate '82«, 
drei »Star Trek: Armada«, neun »NBA 
Basketball 2000«, neun »NHL Champion- 
ship 2000«. 



Havas Interactive 

(www.havas.de) verlost: 



Neun 

»Half-Life: 

Generation« 

inklusive 

T-Shirt. 




Der Sonderpreis 

Wenn Sie ein Bild und die Kopie des Personalausweises eines 90-jährigen 
PC-Player-Lesers einsenden, nehmen Sie an der Verlosung des Sonderpreises 
teil. Zu gewinnen gibt es einen 

VW Käfer 

InTOCjrSineS (www.infogrames.de) spendet dieses Kultauto' 
(Abb. ähnlich) anlässlich des Rennspiels Käfer Total. Der Wagen ist ein Mexiko-VW 
1200, Baujahr 1995. Das Auto ist ASU-geprüft und eine TÜV-Plakette für die nächsten 
zwei Jahre besitzt der Wagen ebenfalls. Falls Ihnen das kultige Outfit nicht gefällt, 
lässt es sich übrigens einfach abziehen, dann wird die schicke schwarze Grundfarbe 
sichtbar. 




von Diamond 
Multimedia 

(www.diamondmm.de) 
verlosen wir: 



Blue Byte 

(www.bluebyte.de) spendet: 




Drei Grafik- 
karten 
Viper 2. 



Zeh 
Grusels- 
chocker 
»F-13« mit 
T-Shirt 



Matrox 

(www.matrox.de) 

stiftet ebenfalls 

einen Gewinn: 



r Millennium 0400 




Eine Millennium 
G400-Grafikkar~ 
te könnte bald 
Ihnen gehören. 




Gllillemot (www.guillemot.com) 
verlost folgende Gewinne: 

m 




Hasbro Interactive 

(www.hasbrointeractive.de) 
stellt folgendes 
zur Verfügung: 

S.- 
Neun Sätze 
von jeweils 
fünf E-Mail- 
Games. 



ieirft^il 



Zwei Sound 
karten Maxi 
Sound 
Fortissimo. 




AKTUELL 



Mit Close-up Posters 

(www.closeup.de) verlosen wir: 



Außer dem Käfer verlosen wir von 

Infogrames 

(www.infogrames.de): 





Neun Becks- 
T-Shirts. 
Neun T-Shirts 



Neun South- 

Park-Geschenk- 

Boxen. 



JJ| MANAGER Wk , 




EldOS (www.ei >s.de) möchte gern 
folgendes unter die Leute bringen: 




Fünf »UEFA ^S 
Manager« inklu- 
sive eines Fußballs und ein 
von Stefan Effenberg hand- 
signiertes T-Shirt. 

von Egmont Interactive 

(www.egmont-interactive.de) haben 
Preise im Programm: 



Neun Adventures »The longest 
Journey« inklusive einem April- 
Pappaufsteller. 



Anstoß 3« 
mit einem Trikot. 




Sunflowers 

(www.sunflowers.de) bedenkt Sie mit 

Vier Schatztruhen 
mit »Anno 1602«. 




Fünf 

»Dark 

Project 2« inklusive 

des Lösungsbuchs. 



Vier »Final 
Fantasy 8«. 





Auch von 

Take 2 Interactive 



(www.take 
wir Preise: 



2. de verlosen 




Drei »You don't 

know Jack 3« 

mit T-Shirt. 



Drei 
»Metal 
Fatigue«. 




Drei »Starship 
Soldiers«. 



34 PC PLAYER JUNI 2000 



Hardware-Hersteller InteraCt 
(www.interact-europe.com) verlost mit uns: 



Drei Ham- 
merhead 
FX Game- 
4 pads. 




Drei V4 Force- 
Feedback- 
Racing-Wheel- 
Lenkräder. 



www.pcplayer.de 



S3PLAYER 



GRUFT 



PC 



Es stand in PC Player 
6/95 - die Spielewelt 
\ vor 5 Jahren. 

Doppelter Flug 

Verschiedener konnten unsere Titelmotive 
kaum sein: Flight Unlimited war Looking 
| Glass' erster Ausflug in die zivile Luftfahrt, 
Flight of the Amazon Queen, ein Point- 
I and-Click-Adventure von Renegade, klaute 
optisch und inhaltlich dreist, aber passabel bei »Indiana Jones and 
the Fate of Atlantis«. Hmm, sowohl Adventures als auch Flugsimu- 
lationen sind im Moment wenig angesagt. Zufall? Außerirdische? 

Die Bildunterschrift des Monats 

iLost Eden von Cryo sah toll aus und 
klang schön - jedoch nicht viel mehr. 
Heinrich Lenhardt inspirierte das Ren- 
der-Spektakel jedoch zur Bildunter- 
schrift des Monats: »Ihre Mitreisen- 
den sehen wie ein dubioser Haufen I 
aus, der sich mit dem Wochenend- I 
Schräge Helden sind Ticket die letzten Sitzplätze in der I 

bei Lost Eden Trumpf. Bahn erdrängelt hat.« I 




Die Top-5 vor fünf Jahren 

Magic Carpet: 92 

Hidden Worlds 
Lemmings 90 

für Windows 



Magic 
Carpet: 
Hidden 
Worlds 



Flight Unlimited 84 

Hattrick 78 

Jagged Alliance CD 76 

30 Hefte PC Player 

Zum Jubiläum des 30. Heftes (Sie halten übrigens gerade 
die 90. Ausgabe in der Hand) enthüllten wir im Finale 
jene fünf Untertitel-Mitbewerber, die vom langjährigen 
Motto »Das Spiele-Magazin für PCs« im Herbst 1992 nur 



1. Jetzt mit Amiga-Sonderteil 

2. Mehr Power als andere Spielemagazine 

3. Schlaflos in Poing 

4. Heinis und Bobos interessantes Magazin 

5. Mit vielen tollen Listings zum Abtippen 
i 

Ende der Legende 

Kurz und schmerzhaft: First Encounters, offizieller 
dritter Teil der »Elite«-Reihe, enttäuschte. Auf gan- 
zer Linie. Trotz eines 
realistischen Flugmo- 
dells, das Raumkämp- 
fe zum Schaufliegen 
degradierte. Ehrlich 
kein Jux: Während 
unseres Tests er- 
Spaßlos im Weltall: First sch ienen gleich zwei 
Encounters verpasste neue Patche/ das 

den Anschluss an Elite. Spje| stürzte unver _ 

mittelt ab, Speicherstände ließen sich nicht 
mehr laden. Besser, Sie spielen Privateer. (ra) I 



www.pcplayer.de 



AKTUELL 



PC PLAYER JUNI 2000 35 









GEWINNSPIEL 



Rätse 




uch in dieser Ausgabe verlo- 
sen wir wieder einen High- 
End-Spiele-PC (Pentium IM, 
500 MHz, 128 MByte RAM, 
Belinea 17"-Monitor, Guillemot 3D Pro- 
phet (GeForce 256), 20,5 GByte Festplat- 



te, DVD-Laufwerk, Soundblaster Live 
Player 1024, MS-Internet-Keyboard uvm.), 
individuell zusammengestellt von der 
Firma Alternate. Wir haben dabei nicht 
nur an die inneren, sondern auch an die 
äußeren Werte gedacht und das Einzel- 



und 



stück mit edlen Airbrush-Motiven 
geschmückt. Knacken Sie das Kreuzwort- 
rätsel, tragen Sie das Lösungswort in die 
Mitmachkarte von Seite 133 ein und schi- 
cken diese dann an uns ein. E-Mails neh- 
men nicht an der Verlosung teil!. 



Computer- 
serie von 
Sinclair 


~^ 


Zauber- 
spruch 
in Final 
Fantasv 8 




lf ~ 


Fiesling 
in Toy 
Story 2 


Taktfreq. d. 
nächsten 
Prozessor- 
qeneration 


Schau- 
platz in 
StarWars: 
Obi-Wan 


~^ 


*~ 


Datei f. d. 
Einstellun- 
gen eines 
DOS-Proq. 


^~ 


böse 
Hexe in 
Final 
Fantasy 8 


Frau 
(span.) 


~ * 


von Cifer 
abziehba- 
rer Zauber 
(Final F. 8) 


böser 
Magier in 
Diablo 2 




das G in 
WYSIWYG 


heißblüti- 
ger Faust- 
kämpfer 
(Final F. 8) 


► 




Q 




verfilmter 
Computer- 
spiel- 
Klassiker 


" ▼ 


Kampfhub- 
schrauber- 
Simulation 


► 








Internet- 
Domain f. 
staatl. Ein- 
richtungen 


► 




T 


Internet- 
Domain f. 
Australien 




Computer- 
Crash 


Ort des 
offizellen 
Betatest 
z. Diablo 2 


Entgegner 
in Tomb 
Raider 4 




Action- 
spiel der 
leisen 
Töne 


T 
► 










Volk in 
X-Beyond 
the Fron- 
tier 




erster 
Röhren- 
Computer 


► 






T 




L 


▼ 


T 










Internet- 
Such- 
maschine 




Eingabe- 
gerät 


T 
► 


Q 














r 








3D-Action- 
spiel auf 
Planet 
Gryphon 




erste 3D- 
Beschleu- 
nigerkarte 
(... 3D) 


► 


O 










Killer-Loop- 
Fahrzeug 




Champion 
d. Ogroks 
(Revenant) 






Betriebs- 
system 


► ? 








Länder- 
kennz. für 
die Nieder- 
lande 


► 




r 


T 




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Monitor- 
Prüfsiegel 


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Held in 
Invictus- 
Schatten 
d. Olymps 








schnelle 
Datenüber- 
tragungs- 
methode 






Druiden- 
stadt in 
Ultima 9 




erweiterte 
AGP-Port- 
Version 


► 






Protoss- 
Einheit in 
StarCraft 




Kfz.-Kenn- 
zeichen f. 
Bad Ol- 
desloe 


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Instal- 
lations- 
Programm 




Hersteller 
von Pong, 
Tempest 
u. Q*bert 


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Chip-Bein 








Diebin in 
Planesca- 
pe: Torrn. 


Spiel- 
stufe 




Flugsimula- 
tion von 
Virgin 
(... Ace) 


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nicht ver- 
käufliche 
Version e. 
Software 




Fabel- 
wesen 
(u.a. bei 
Discworld) 




Action- 
spiel von 
Psygnosis 
(... Ivan) 




Strategie- 
spiel-Hit 
von Micro- 
soft (Abk.) 


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Win.-Pro- 
grammier- 
schnitt- 
stelle 




Fahrzeug 
in Metal 
Fatigue 


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Rundfunk- 
anstalt 


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Kfz.-Kenn- 
zeichen f. 
Oldenburg 




vermuten 


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► 










Windows, 
DOS, 
Solaris 
(dt. Abk.) 




Radio- 
sender 
der US- 
Truppen 


► 






Länder- 
kennung V. 
Rumänien 


tun, 

machen 

(engl.) 


Midnight ... 
(Take 2) 


Sierras 
Weltraum- 
kolonie- 
Simulation 


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Diablo-2- 
Entwickler 


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N64-Nach- 
folqer 


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ultra- 
schneller 
Zugang z. 
Internet 


► 








Internet- 
Such- 
maschine 


► 











1. Preis: 1 Spiele-PC 
im Air-Brush-Look 

2.-11. Preis: Je ein 
»Diabo« 




Lösungswort: 



1 


2 


3 


4 


5 


6 


7 






Einsendeschluß ist der 31.05.2000, von der Verlosung ausgeschlos- 
sen bleiben der Rechtsweg sowie die Mitarbeiter des Future Verlages, 
der Firma Alternate und von Blizzard/Havas Interactive. 



Lösung des Kreuz- 
worträtsels aus der 
PC Player 5/2000. 



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36 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



GEWINNSPIEL 



gewinnen! 




www.alternate.de 



Gewinnen Sie 
diesen schicken, 
geairbrushten PC* 
im Wert von rund 
5000 Mark! Ermitteln 
Sie nur das gesuchte 
Wort aus dem neben- 
stehenden Kreuz- 
worträtsel. 












Gewinner aus 4/2000 

Air-Brush-PC-Motiv: Commandos 2 

Michael Voigt, Liegau Aug. 

Je ein Spiel: Commandos Director's Cut 

Robert Götze, Lehesten • Felix Gorgas, 
Klostermannsfeld • Frederik Intelmann, 
Plieningen • Thomas Kroner, Fürth • Pascal 
Liedtke, Rottenburg • Jens Plagemann, 
Hamburg «Steffen Pleßmann, Erfurt «Dirk 
Unterberger, Weidenberg • David Weidemann 
Gummersbach • Marco Wendel, Bühl 






* Abbildung ähnlich 



www.pcplayer.de 






PC PLAYER JUNI 2000 37 



AKTUELL 



EEHH SPIEL 



17^ 



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Top oder Flop: Erst im 
Nachhinein lässt sich abse- 
hen, ob ein großer Titel 
den vielen Vorschusslor- 
beeren auch gerecht 
wurde. Daher übergeben 

wir an dieser Stelle das Wort an die PC-Player-Leserschaft, den 

Handel und den jeweiligen Spielehersteller. 



TÖMBME 



IHemUMVEMXlO; 




TD 3 




Tester-Meinung 

Unser Manfred war schon immer 
Lara-Fan und hat ihr auch im 
vierten Teil die Stange gehalten. 
Tadellose Bedienbarkeit, die rich- 
tige Mischung aus Action und 
Rätseleinlagen, eine sehr flotte 
Grafik-Engine, sowie sinnvolle 
Neuerungen wie das Zielfernrohr 
- mehr Novitäten braucht ein 
gestresster Chefredakteur nicht, 
um sich abends mal ein wenig 
vom Alltag zu entspannen. 
Roland hingegen gestand Pop- 



Ikonen keinen Bonus zu. Ganz 
genau notierte er die seltsame 
Lara-Kamera, die in ungünstigen 
Momenten abschwenkt oder 
dass Lara manchmal an Wänden 
hängen bleibt. Die Atmosphäre 
war ihm außerdem zu altbe- 
kannt. Dennoch musste er zuge- 
ben: Dank der abwechslungsrei- 
chen, überschaubaren Level und 
der behutsam verbesserten Gra- 
fik-Engine ist Teil 4 immer noch 
ein gutes Spiel. 




Hersteller 



Produkt-Manager Markus Beh- 
rens von Eidos schätzt sich auch 
beim vierten Teil der Tomb-Rai- 
der-Saga glücklich, dieses 
Programm zu betreu- 
en. Das vierte Lara- 
Kapitel sei eine 
konsequente Wei- 
terentwicklung des 
bewährten Spiel- 
Designs. Insbeson- 
dere die Lokalisie- 
rung und die gute 
inik (Lichteffekte) 
wären bemerkens- 
wert. 
Tomb Raider 
stünde auf 
^Grund sei- 




nes Bekanntheitsgrades beson- 
ders im Rampenlicht der Öffent- 
lichkeit und würde deshalb gern 
kritisiert. Dem hält Markus entge- 
gen, dass ein spektakulärer Engi- 
ne-Umbau in Richtung Quake-3- 
Niveau von heute auf morgen 
nicht gelingen kann. Von techni- 
scher Überalterung könnte man 
bei Tomb Raider 4 nicht sprechen. 
Ob es einen fünften Teil geben 
wird, ließ Behrens offen. Eidos 
hat sich noch nicht entschieden. 
Laut Geschäftsführer Rolf Duhnke 
liegt der Absatz bei etwa 65 Pro- 
zent des dritten Teils, was immer 
noch eine Zahl ausmacht, von der 
andere nur träumen können: circa 
450 000 Einheiten. 



Kurzbeschreibung 

Frau Croft hat genug davon, von Aus 
grabungsort zu Ausgrabungsort zu 
hetzen. Im vierten Teil beschränkt sie 
sich auf Ägypten, wo die Grabstätten 
nur so aus dem Boden wachsen. Viel 
geändert hat sich nicht: Wie bei all 
ihren Vorgängern steuern Sie die 
quicklebendige Madame durch altes 
Tempelwerk, hüpfen wild durch die 
Gegend und ballern mit Pistolen und 
weiteren Bleispritzen auf Hunde, Fle- 
dermäuse oder anderes Getier. 
Die Schatzsuche steht im 
Hintergrund, hat Lara 
doch einen alten Gott auf- 
geschreckt, den es zu 
bekämpfen gilt. Zur 
Unterstützung wurden 
ihr noch einige neue 
Bewegungsmöglichkei- 
ten spendiert; um die 
Ecke hangeln oder an Sei- 
len durch die Luft schwin- 
gen; insgesamt aber 
nichts Wesentliches. 




»Hallo, Frau Croft. Ah, wie? 
Meine Nase gefällt Ihnen nicht? 
Ok, ok. Ich geh wieder.« 



Kinofilm 




Diese 
Julie 



Ähnlichkeit! Angelina 
bei der Oskarverleihung. 



Der Kern der Spielergemeinde 
hat sich an Lara satt gespielt. 
Aber in Boulevardblättern wird 
Frau Croft immer mehr zum 
Aushängeschild für Frauenpo- 
wer und Gleichberechtigung. 
Nachschub bekommen diese 
Bemühungen durch den anste- 
henden Lara-Croft-Film, für den 
als Hauptdarstellerin die gar 
nicht mal so unbekannte Ange- 
lina Julie verpflichtet wurde. 
Am 27. März erhielt sie den 
Oskar in der Kategorie »Beste 
weibliche Nebendarstellerin«. 
Eine gute Wahl; vielleicht 
macht Julie aus der Figur Croft 
noch die reinste Charakterrolle. 
Produzent Laurence Gerden 
war schon an Kassenschlagern 
wie »Predator« oder »Stirb 
langsam« beteiligt. Paramount 
Pictures startet jedenfalls die 
bislang aufwendigste Umset- 
zung eines Computerspiels. 



38 PC PLAYER JUNI 2000 



AKTUELL 




Darling macht Urlaub; die 
Rückkehr auf die Bühne ist 
aber nicht ausgeschlossen. 

Händler 

Tom Meier vom Spielefachge- 
schäft »PC Fun« ist mit den Ver- 
käufen alles andere als glücklich. 
Das Spiel mag in den Charts gut 
vertreten sein, seine Kundschaft 
aber konzentriert sich auf inno- 
vativere, bessere Titel, die es 
mittlerweile in rauen Mengen 
gibt. Die praktisch völlige Bug- 
Freiheit des Titels hat da bei 
Computerspielkennern auch 
nicht mehr zu Begeisterungsstür- 
men geführt. 

Wohl wurde von einigen Zeit- 
schriften wieder ein großes Trara 
um den vierten Teil gemacht, 
allein, es nützte nicht mehr so 
viel. Sollte tatsächlich noch ein 
fünfter Teil erscheinen, müssten 
spektakuläre Veränderungen wie 
eine wirklich neue Grafik-Engine 
her. Ansonsten würde wohl nur 
noch ein Lara-Nacktauftritt hel- 
fen. Tomb Raider 4 läuft auf 
jeden Fall nicht ganz so gut, wie 
Eidos sich das erhofft hat. Wie 
Meier auch am Preis erkennt: Teil 
4 gibt es bereits für 45 Mark, er 
ist damit schon jetzt genauso bil- 
lig wie der dritte Teil der Classic- 
Edition. 

Chart-Erfolge 

Große Unterschiede: Im Ver- 
gleich zur verhaltenen Resonanz 
unserer Leser schlägt sich Lara 
auf dem Mainstream-Markt 
immer noch prima. Platz 1 blieb 
ihr aber erstmals verwehrt. 

Dezember '99 Platz 3 

Januar 2000 Platz 3 

Februar 2000 Platz 9 

März 2000 Platz 9 



Leser 



Josef Söthe (Bielefeld) liebt den 
vierten Teil: »Ein erstklassiges 
Spiel, dass auf eine Stufe mit 
»Indiana Jones und der Turm 
von Babel« zu stellen ist. Die 
Grafik ist stark verbessert: bril- 
lante Lichteffekte, animierter 
Himmel, mittels Bump-Mapping 
veredelte Säulen, und so wei- 
ter ... Erfrischende, zum Teil 
aussergewöhnliche Rätselelemte 
ergeben ein verändertes Spielge- 
fühl. Zum andersartigen Erleben 
trägt aber auch der gegenüber 
Teil 3 umgekrempelte Aufbau 
bei. Im Prinzip schildert das Spiel 
den Ablauf eines einzigen Tages. 
Hat man sich das erst einmal 
bewusst gemacht, spürt man die 
Spannung des Geschehens noch 
unmittelbarer. Die Nachricht vom 
Ende der Serie war hoffentlich 
als Aprilscherz gemeint.« 

Auch andere Leser mögen das 
Programm durchaus. Marco Büt- 
tinghausens (Köln) Fazit lautet: 
»TR4 ist ein gutes Spiel, an dem 
es nichts Großes auszusetzen 



sichtlich war das Spiel in Wien 
kein besonderer Hit, so dass die 
Lagerbestände jetzt zum halben 
Preis verramscht werden (300 
österreichische Schillinge, etwa 
43 Mark). Für diesen Betrag ist es 
natürlich klasse. Ich kann nur 
sagen, wenn man einen Big Mäc 
bestellt, weiß man auch, was 
man kriegt. Genauso ist es bei 
TR4. Zum Vollpreis hätte ich es 
mir allerdings nicht gekauft.« 
Holger Kroiher (Bochum) mag 
kein Lara-Fan mehr sein: »Ich 
war ein großer Fan bis Teil 3. 
Eigentlich bis zur Mitte vom vier- 
ten Teil. Dann aber verflog die 
Freude über die verschönerte 
Optik und ein Lara-as-usual- 
Gefühl machte sich breit ... 
Genau wie C&C3: ausgelutscht 
und totgeritten. Ganz egal, wie 
viele Teile noch erscheinen, für 
mich kommt kein fünfter Teil in 
Frage.« 

Einige Leser mögen Lara Croft 
überhaupt nicht mehr. Reinhard 
Franz (Herborn) schreibt uns: 




gibt, außer der Tatsache, dass 
man sich mit Neuerungen sehr 
zurückgehalten hat.« Sascha Os- 
trowski (Witten) vergleicht: »Nach 
dem eher schlechten dritten Teil 
habe ich nicht mehr viel erwartet, 
war aber vom Spiel doch positiv 
überrascht. Die allein in Ägypten 
angesiedelte Story hat mir sehr 
gut gefallen, die Rätsel waren 
nicht zu schwer, aber auch nicht 
zu leicht, eben sehr fair ... Ein 
absolut geniales Spiel.« 
Weniger euphorisch äußert sich 
Markus Kühn (Niederösterreich): 
»Tomb Raider war sicher eine 
nette Entwicklung, ... aber man 
sollte mit Würde abtreten. Ich 
fände es gut, die Serie zu been- 
den, ein 5. Teil wäre zuviel des 
Guten.« Ralph Möller (Wien) ver- 
weist auf den Zusammenhang 
von Preis und Leistung: »Offen- 



wich kann sie nicht mehr sehen. 
Hier Lara, dort Lara, überall 
Laras. Was passiert eigentlich, 
wenn keiner mehr Lara haben 
will? Oh Mann, dann kommt 
bestimmt Laras Schwester. Du 
willst wissen, wer Laras Schwes- 
ter ist? Na ganz einfach: Es ist 
Blaraü!« Ralf Bieller (Waghäu- 
sel) meint: »Tomb Raider war 
mal ein gutes Spiel, Lara war mal 
ein cooler Charakter. Jedoch ist 
beides nach vier Teilen, die sich 
im Prinzip nur in neuen Leveln 
und anderen Rätseln unterschei- 
den, ausgereizt ... Einen fünften 
Teil würde ich nicht mehr spie- 
len, es sei denn, er würde viele 
Neuerungen (komplett neue Gra- 
fik-Engine, mehr Interaktion, und 
so fort) enthalten. Doch sind die 
Chancen dafür relativ klein. Die 
diversen TR-Klone haben Lara eh 



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Traurige Adelige am Fenster - die 
Begeisterung hat nachgelassen. 

schon überholt.« Abschließend 
entsetzt sich Patrick Schönberger 
(Ruhmannsfelden): »Jahrelang 
musste der Bereich Computer- 
spiele um Anerkennung kämp- 
fen, um dann von einer Pixel- 
braut in Tank-Top und Hotpants 
zum Lifestyle erhoben zu wer- 
den. Dabei wissen viele gar 
nicht, dass wir es immer noch 
lediglich mit einem Spiel zu tun 
haben, das im vierten Anlauf 
weder besonders originell noch 
besonders gut ist. Aber, es ist ja 
Lifestyle das Spiel zu kaufen. 
Auch wenn der Gelegenheitskäu- 
fer von Brigitte und Co. schon 
am ersten Sprung scheitert. »Ich 
unterstütze das, denn Lara spie- 
gelt die moderne Frau wider.« 
Nicht wirklich, oder?« (uh) 

Leser Charts 

Die Leser brachen für Lara keine 
Lanze. Nach einem blitzartigen 
Kurzauftritt auf hinteren Rängen 
ging sie den Weg allen Fleisches. 

Dezember 1999 Platz 27 

Ab Januar nicht mehr 

2000 unter den 

ersten 30 



GEPIAVER 

WERTUNG 



Hersteller: Eidos 
Genre: Action-Adventure 
Test in Ausgabe: 2/2000 
www.tombraider4.de 



PIELSPASS £J ü 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 39 



AKTUELL 




Alle machen Fehler - auch Spieleprogrammierer. Was in diesem 
Monat auf virtuellen Straßen und in imaginären Familien alles schief 
läuft, sagen wir Ihnen hier. 



FORCE COMMANDER 

Endlich mal mit der dunklen Seite der Macht 
in die Schlacht ziehen. Und das am besten 
noch mit anderen Spielern aus aller Welt via 
Internet. Doch bis vor kurzem gab es da 
erhebliche Probleme im Imperium. Verzöge- 
rungen und Instabilitäten bei den Übertra- 
gungen im Netz hemmten 



den Mehrspieler-Spaß 



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Mit dem neuen Patch läuft das impe- 
riale Internet in Force Commander 
etwas schneller. 



erheblich. Für die englische Version erschien 
kürzlich der Patch auf die Version 1.1, der die 
Geschwindigkeitsprobleme erheblich redu- 
ziert und übrigens auch mit dem deutschen 
»Force Commander« zusammenarbeitet. 
www.lucasarts.com 



DIE SIMS 

Der Big-Brother-Boom ist wahrscheinlich 

mitverantwortlich für den Erfolg der Soap- 

Simulation »The Sims«. 

Doch Familienstreitereien 

sind nicht das einzige Pro- /^""N 

blem der virtuellen 




MAJESTY 

In der Fantasy-Welt von »Majesty« gibt es 
wenige friedliche Ruhepausen. Ständig 
machen Ihnen bösartige Wesen das Leben 
und Regieren schwer. Manchmal verlieren 
Sie aber auch aufgrund einiger Bugs den 
Überblick. Zerstören etwa böse Schergen 
Gebäude, in denen sich Helden aufhalten, 
verschwinden diese mitsamt dem Haus von 
der Bildfläche - werden aber im Menü 
immer noch aufgeführt. Die Cyberlore Stu- 
dios wissen bereits von dem Bug und wer- 
keln zurzeit an einem Update. 
www.cyberlore.com 

Serienstars. So stürzt das Programm manch- 
mal beim Betreten des Wohnhauses ab. 
Wenn Sie das umgehen wollen, müssen Sie 
das Gebäude abreißen und neu errichten. 
Hin und wieder kommt es auch vor, dass Sie 
unberechtigterweise Ihren Job verlieren, 
wenn Sie einmal Nachtschicht haben. Der 
Patch auf unserer CD behebt bereits dieses 
Problem. Dennoch gibt es auf einigen Gra- 
fiksystemen immer noch Schwierigkeiten 
mit der Stabilität. Warten wir ab, was Maxis 
dagegen unternimmt. 
www.thesims.com/de 

HEROES OF MIGHT & MAGIC 3: 
THE SHADOW OF DEATH 

Die zweite Mission-CD der 
erfolgreichen Echtzeit-Stra- 
tegiespiel-Reihe wollte 
manchmal nicht so richtig 
mit ihrer Vorgängerin 
»Armageddon's Blade« 
zusammenarbeiten. Wer 
beide Missionen auf der 
Platte hat, kann mit dem neuen Update nun auf- 
atmen. Ein weiteres Problem war, dass die Hel- 
den der Necromancer zwar eifrig Schiffe in 
ihrer Werft bauten, diese aber dummerweise 
nicht benutzten konnten. Mit dem aktuellen 
Patch auf die Version 3.1 sollte es im Einzel- 
spielermodus keine Probleme mehr geben. 
Zusätzlich feilten die Programmierer an den 
Missionsbeschreibungen, die vorher etwas zu 
unpräzise geraten waren. 
www.3do.com 

DER VERKEHRSGIGANT 

Blechlawinen beseitigen und den öffentlichen 
Nahverkehr auf Trab bringen. Das sind die 
primären Aufgaben in JoWoods jüngstem 
Streich. Doch Verkehrsstaus sind leider nicht 
die einzigen Probleme. Im Spiel um Busse 




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PATCH 

AUF CD B 



und Bahnen kommt es des öfteren zu Pro- 
grammabstürzen. Vor allem Rechner mit 
AMD-Chipsatz sind davon betroffen. 

Häufig passiert es auch, dass die neu eröff- 
nete Straßenbahn Fahrgäste an manchen 
Haltestellen einfach übersieht und weiter- 
fährt. Kein Wunder, dass dann die Passanten 
immer verärgerter werden. 

Und die Straßenbahnen bereiten leider 
noch weitere Sorgen. Entschließt sich etwa 
der Spieler, seine alte Linie umzustrukturie- 
ren oder gar das Schienennetz abzureißen, 
lassen sich manchmal die Gleise nicht von 
den Kreuzungen entfernen. Am Spielverlauf 
ändert sich deswegen zwar nichts, doch die 
Schienen-Torsos machen sich natürlich im 
Spiel nicht gut. Hoffen wir also auf ein bald 
erscheinendes neues Update, das vor allem 
die viel beklagten Absturzprobleme in den 
Griff bekommt, (dk) 
www.verkehrsgigant.com 



Haben auch Sie in aktuellen 
Spielen Fehler entdeckt? Dann 
berichten Sie uns doch davon. 

Unsere Adresse: 

bugreport@pcplayer.de 

oder per Post an 
Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort: »Bugreport« 
Rosenheimer Str. 145h 
81671 München 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir 
keine individuellen Antworten geben können. 



40 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



AKTUELL 




Aktuelle Erscheinungstermine 











Auf diese Spiele 
freuen sich die Leser 
am meisten* 

1. Diablo 2 

2. Duke Nukem Forever 

3. Black & White 

4. Halo 

5. Commandos 2 



TITEL 



HERSTELLER 



GENRE 



TERMIN 



Darkworks/Infogrames 
Ion Storm/Eidos Int. 
Westka/Ubi Soft 
Bioware/Interplay 
Blue Byte 

Lionhead/Electronic Arts 
Terminal Reality/Take 2 Int. 
THQ 

Neo/THQ 
Codemasters 
Novalogic/Electronic Arts 
Westwood/Electronic Arts 
Pyro Studios/Eidos Int. 
THQ 

Activision 

Ion Storm/Eidos Int. 
Criterion/Ubi Soft 
Ikarion 

Parallax Studios/Interplay 
Ion Storm/Eidos Interactive 
Blizzard Ent./Havas 
3D Realms/Interplay 
JoWood/Boris Games 
Confounding Factor/Interplay 
Piranha Bytes 
Microprose/Hasbro Int. 
Massive Ent./Havas Int. 
Valve Software/Havas Int. 
Bungie Softw./Take 2 Int. 
Ritual Ent./Take 2 Int. 
Illusion Softworks/Take 2 Int. 
Interplay 

Third Law 1 st/Take 2 Int. 
Digital Anvil/Microsoft 
3D Realms 
Bioware/Interplay 
Synetic/THQ 
Masa/Ubi Soft 
Black Isle/Interplay 
Stormfront Studios/SSI 
Eidos Interactive 
Ubi Soft 

discreet monsters 
Human Head Studios/Take 2 Int. 
Shiny/Interplay 
Blue Byte 

Headfirst Prod./Hasbro Int. 
14° East/Interplay 
14° East/Interplay 
Raven Software/Activision 
LucasArts/THQ 
Black Isle/Interplay 
Volition/THQ 
CDV 

Sunflowers/Infogrames 
Pop Top Software/Take 2 Int. 
Rainbow Arts/THQ 
Origin/Electronic Arts 
Nihilistic Software/Activision 
Blizzard/Havas Interactive 
Sir Tech 
Die neu aufgenommenen Titel sind komplett in roter Schrift, Termi 



Alone in the Dark 4 

Anachronox 

Arcatera 

Baidur s Gate 2 

Battle Isle 4 

Black & White 

Blair Witch Project 

Championship Motocross 

Clou 2, Der 

Colin McRae Rally 2 

Comanche 4 

Command & Conquer: Renegade 

Commandos 2 

Cultures 

Dark Reign 2 

Daikatana 

Deep Fighter 

Demonworld 2 

Descent 4 

Deus Ex 

Diablo 2 

Duke Nukem Forever 

Frontierland 

Galleon 

Gothic 

Grand Prix 3 

Ground Control 

Half-Life: Team Fortress 2 

Halo 

Heavy Metal F.A.K.K. 2 

Hidden and Dangerous 2 

Icewind Dale 

KISS Psycho Circus 

Loose Cannon 

Max Payne 

MDK2 

Mercedes Benz Truck Racing 

Peace Makers 

Planescape: Torment 2 

Pool of Radiance 2 

Project IGI 

Rally Racing Simulation 

Real Neverending Story, The 

Rune 

Sacrifice 

Siedler 4, Die 

Simon the Sorcerer 3D 

Starfleet Command 2 

Star Trek: Klingon Academy 

Star Trek: Voyager Elite Force 

Star Wars Episode 1: Obi-Wan 

Stonekeep 2: Godmaker 

Summoner 

Sudden Strike 

Techno Mage 

Tropico 

Turrican 3D 

Ultima Online 2 

Vampire: The Masquerade 

Warcraft 3 

Wizardry 8 



Action-Adventure 
Action-Rollenspiel 
Rollenspiel 
Rollenspiel 
Strategie 
Strategie 
Action 
Rennspiel 
Adventure 
Rennspiel 
Simulation 
Action 

Echtzeit-Strategie 
Strategie 
Echtzeit-Strategie 
3D-Action 
Action 
Strategie 
3D-Action 
Action-Rollenspiel 
Action-Rollenspiel 
3D-Action 
Strategie 
Action-Adventure 
Action-Rollenspiel 
Rennspiel 
Echtzeit-Strategie 
Action-Adventure 
Action 
Action 

Action-Strategie 
Rollenspiel 
Action 
Action 
Action 

Action-Adventure 
Rennspiel 
Strategie 
Rollenspiel 
Rollenspiel 
3D-Action 
Rennspiel 
Action-Adventure 
Action 

Echtzeit-Strategie 
Strategie 
Adventure 
Action-Strategie 
SF-Simulation 
3D-Action 
Action 
Rollenspiel 
Rollenspiel 
Echtzeit-Strategie 
Action-Adventure 
Strategie 
Action 

Online-Rollenspiel 
Rollenspiel 
Rollen-Strategie 
Rollenspiel 
nänderungen rot markie 



Oktober 2000 
2. Quartal 2000 

2. Quartal 2000 
September 2000 

3. Quartal 2000 
3. Quartal 2000 
Oktober 2000 

3. Quartal 2000 
August 2000 

2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 

4. Quartal 2000 
August 2000 

2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
September 2000 
4. Quartal 2000 

2. Quartal 2000 
August 2000 
Juli 2000 

3. Quartal 2000 
Oktober 2000 
2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
Oktober 2000 
November 2000 
2. Quartal 2000 
November 2000 
2. Quartal 2000 

2. Quartal 2000 

3. Quartal 2000 
November 2000 
2. Quartal 2000 
August 2000 
Oktober 2000 
November 2000 

4. Quartal 2000 

2. Quartal 2000 
November 2000 

3. Quartal 2000 
September 2000 
September 2000 

4. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
November 2000 
2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
2. Quartal 2000 
Dezember 2000 
November 2000 
2. Quartal 2000 
Juli 2000 
Dezember 2000 
2. Quartal 2000 
1. Quartal 2001 
Juli 2000 

4. Quartal 2000 
4. Quartal 2000 



*Auswertung von knapp 1600 Leser-Mitmachkarten 



J 



42 PC PLAYER JUNI 2000 



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REVIEW 




. ,1 









* * 



44 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 





IST NICHT GENUG 

Aber die Quake-3-Engine könnte reichen. 



So, da sind Sie also, Mr. Bond. 
Wir haben Sie schon erwartet. 
Um ehrlich zu sein, wir warten 
schon lange auf Sie, sehr lange. 
Schon damals, als Sie mit dem erstaun- 
lichen Konsolentitel eine triumphale 
Rückkehr in die Welt der Videospiele 
feierten. 

Bereits damals rechneten wir, die PC-Jour- 
nalisten, mit Ihrer baldigen Ankunft. Wir 
saßen in den schmuddeligsten Ecken unserer 
bevorzugten Versammlungsorte* und freuten 
uns. Als aber von »Der Morgen stirbt nie« 
kein PC-Spiel erschien, da waren wir schon 
geknickt. Und der Gedanke, dass es auch zu 
»Die Welt ist nicht genug« nichts geben 
würde, hätte uns beinahe völlig vernichtet. 
Aber wir vergaßen, Mr. Bond: Sie haben die- 
ses Talent, den Zünder der Atombombe erst 
dann zu deaktivieren, wenn die letzten fünf 
Sekunden angebrochen sind. Diese 
Besonderheit hat Electronic Arts übernom- 
men. Die Ankündigung, dass man ein Exper- 
tenteam mit großer Ego-Shooter-Erfahrung 
zusammenstellt (auch Mitarbeiter von »King- 
pin« sind dabei) erreichte uns im letzten 
Moment. Wir wollten schon unseren Kummer 
im Suff ertränken. Viel Geld gespart. Hurra! 

Bond wird Quäker 

Aufregend allein ist schon die Tatsache, dass 
als Grundlage des koketten Spielriesen die 
machtvolle Quake-Engine gewählt wurde. 




»Star Trek: Voyager« wird der erste reine 
Solospieler-Ego-Shooter auf Basis dieser 
Engine sein, aber »Die Welt ist nicht genug« 
(im Folgenden kurz DWING) soll noch beein- 



»Eigene Animationssysteme und 

modifizierte Kl lassen die Charaktere 

sehr echt wirken ... es ist geradezu 

unheimlich.« Ric Neil, Produzent 



druckender werden und nützt einige 
Erweiterungen aus, die dem Quake-Pro- 
grammcode hinzugefügt wurden. 

Produzent Ric Neil erläutert: »Wir haben 
die Animationen mit unserem eigenen 
Animationssystem ersetzt, die den Figuren 
mehr Aktions-Interaktions-Möglichkeiten 
bieten. Außerdem benutzen wir eine modifi- 
zierte Kl. Beides zusammen lässt die Charak- 
tere sehr echt wirken. Es ist geradezu 
unheimlich.« _^ 

*Kneipen 



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PC PLAYER JUNI 2000 45 



PREVIEW 



Die Welt ist nicht genug 




Für jedes Bondspiel sind gewaltige 
Industrieanlagen ein Muss. 



Pussy Galore 



Normalerweise sind wir ja nicht sexis- 
tisch, aber in diesem Fall - es geht 
schließlich um James Bond! Voraus- 
gesetzt, die folgenden, typischen, 
geschlechtsbezogenen Fragen werden 
mit der nötigen Ironie angegangen, 
glauben wir, Ihnen den folgenden 
Multiple-Choice-Test zumuten zu dür- 
fen. Es geht um folgendes: Welche der 
»Die Welt ist nicht genug«-Ladys (auf 
Seite 44) wäre was für Sie? 

Wenn Sie mit einer Frau reden, 
wohin schauen Sie? 

a) In ihr Gesicht. 

b) Zu Ihrem Freund. 

c) Auf Ihren Körper. 

Wie sollte sich Ihr idealer Partner kleiden? 

a) Teure, schimmernde 
Designer-Klamotten. 

b) Dinnerjacket und Fliege. 

c) Ein billiges, weit ausgeschnittenes 
Etwas, damit ihre wunderschönen 
großen Brüste freier atmen 
können. 

Was schätzen Sie bei einer 
Schauspielerin am meisten? 

a) Ich kann mich nicht an andere Filme 
erinnern, in denen sie aufgetreten ist. 

b) Sie sieht wie Pierce Brosnan aus. 

c) Sie hat nicht erkannt, dass »Starship 
Troopers« ironisch gemeint war. 
Und sie hat große Brüste. 

Was finden Sie bei einer Frau am 
attraktivsten? 

a) Dass sie ein wenig größer ist als die 
meisten Frauen. Aber nicht zu viel. 

b) Also, wenn ich so darüber nachdenke, 
ihren stark behaarten Oberkörper. 

c) Große Brüste. 

■ip|OUU}Sn-| J91|B 8JS '181 

-jOAAiueeq iqoiu jeß ipou ueßejj esaip ueqeu, 

pun spjeipiy asiuao uoa p|ig sep ipou jawuii 

i|3i|iniuj8A uo;ipej;oq ojs :q pueßeuvijaqn 

■euoue>| uo^jojß jeulas ue jepo "puis iJeis 

-S8J81UI puog ue uo;sioiu nie ipi|;niuj8A ojs 

ssep 'aiMpuaßji uojnds ji/v\ :g puaßauvuaqn 

"isi uene^ue iuouuo|/^ lui jap 

-j9| sun u8Lue|\j uajap 'uaßen ua;siouu lug ei 

-jeurug osoip o;ssnw ueuuj :v puaßa|MJ9qn 



Zu dumm, dass Roger 

Moore nicht mitspielt. Der 

trug doch immer diese 

schönen Safari-Anzüge. 



Einige der größten Level, die es in 
3D-Shootern je gegeben hat.« 



-> Engine-Vergleich 

Ein Teil der Kl-Modifikationen wird vermutlich 
für alle weiblichen Charaktere verwendet, die 
dem charmanten Helden stets lüstern ent- 
gegenlechzen. Aber warum erhielt Quake 3 
den Vorrang vor Unreal oder der neuen Lith- 
Tech? »Gute Frage.« meint Ric. »Wir haben 
alle Engines miteinander verglichen. Unserer 
Meinung nach besitzt id Software ganz einfach 
die fortschrittlichste Technologie. Wir wissen, 
dass wir die gleiche Engine auch auf dieser 
neuen japanischen Konsole verwenden kön- 
nen. In Zusammenhang mit der hohen Poly- 
gon-Auflösung gab das den Ausschlag.« Ric 
vergaß dabei zu erwähnen, dass Q3s innovati- 
ve, kurvige Oberflächen-Technologie auch am 
besten weiterhilft, um den Körper von Denise 
»Ich zähle zu den weltweit besten Atom-Physi- 
kern« Richards akkurat nachzubilden. 

Natürlich sollen sich die Level so weit wie 
möglich am Film orientieren. »Es war eine 
gute Geschichte«, erläutert Ric, »und wer den 
Film gesehen hat, weiß schon, welche beson- 
deren Action-Sequenzen wir einbauen wer- 
den.« DWING konzentriert sich auch auf 
Abschnitte, die vom Vorbild übergangen wur- 
den. In einem Spiel ist das Budget für Spezial- 
effekte praktisch unbegrenzt. Man kann auf 




Wunsch die ganze Welt explodieren lassen, 
obwohl auch die ja nicht genügt. Die Spiele- 
Entwickler versprechen, einige der größten 
Level zu entwickeln, die es in 3D-Shootern je 
gegeben hat. 

Der schlaue Mr. Bond 

Es geht nicht nur ums Ballern. James heißt 
nicht Rambo, sondern ist sehr gebildet. Das 
Team verspricht deshalb alle möglichen 
Spion-Aktivitäten - auch solche, die darüber 
hinausgehen, eine Walther PPK abzufeuern. 
Und obwohl man sich weigert, konkrete Aus- 
sagen über Bonds Fahrzeuge abzugeben, 
wären wir überrascht, ihn nicht am Steuer 
der unterschiedlichsten Vehikel zu sehen, und 
wenn es nur eine Zwischensequenz wäre. 

Apropos Cutszene: Diese werden ähnlich 
wie bei Half-Life mit der normalen Spiel-En- 
gine dargestellt. »Sie erinnern sich vermut- 
lich an die Stelle im Film, in der Bond in einer 
unterirdischen Anlage einem Feuer und einer 
Bombe entkommen muss? Wenn der Spieler 
erfolgreich ist, fährt die Kamera zurück und 
Sie sehen, wie Bond durch die Wucht der 
Explosion durch den Gang gewirbelt wird 
und per mächtigem Sprung entkommt.« 

Das wirft die Frage auf: Was erwartet uns 
noch? Die Verfolgungsjagd per Motorboot die 
Themse entlang? Vielleicht die Flucht auf 
Skiern vor den gefährlichen Schneemobil- 
Fallschirmspringern? Oder gar das Gemetzel 
mit dem Kettensägen bewehrten Hubschrau- 
ber, bei dem Bonds schöner BMW zerhak- 
kstückt wird? 

Bond im Netzwerk 

Da Quake 3 die Basis ist, bieten sich Death- 
match-Level an. Ric meinte, dass einige esote- 
rische Spiel-Modi in Arbeit sind. »Wir haben 
mehrere Ideen, die perfekt zu James Bond wie 
auch zu Multiplayer-Leveln passen.« Klingt 
allerdings nicht esoterisch. Eher mysteriös. 



46 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 




Ein großer Vorteil des PCs im Mehrspieler- 
Modus ist die Vernetzung der Computer. Sie 
werden nicht länger genötigt, zu viert wie 
Vieh um einen Fernseher zu hocken, wie es 
noch bei diesem belanglosen Konsolenspiel- 
chen nötig war. Obwohl damit zu rechnen ist, 
dass alle wichtigen Darsteller des Films auch 
in DWING vorkommen, wäre es schön, auch 
mal einen der klassischen Bondschurken zu 
steuern. Und natürlich Skins für jeden der 
Bond-Darsteller, um herauszufinden, wer 
»wirklich« der beste ist. Ob das möglich 
wird? Schwer zu sagen, aber auf die Frage, 
wen man im Multiplayer-Modus spielen 
könnte, antwortet Ric »Wer möchten Sie 
sein?« Der Mann macht uns Hoffnung. 



Bonds Ausflüge in die Welt der Spiele 
waren nur selten von Erfolg gekrönt. Sie 
reichten von ersten 8-Bit-Auswüchsen auf 
dem Domark bis hin zum erst kürzlich ver- 
zapftem Debakel »Der Morgen stirbt nie« auf 
der PlayStation. Als wir nachhakten, ob 
DWING nicht eine reine Kopie der N64-Ver- 
sion von »Golden Eye*« werden wird, schien 
Ric seltsam zufrieden. »Ich kann diese Frage 
nicht beantworten, bis Sie in der Lage sind, 
sich Ihr eigenes Urteil zu bilden. Dann wird 
der Titel für sich selbst sprechen. Aber ich 
versichere Euch: Es wird ein Spiel, das es 
wert ist, den Namen Bond zu tragen.« 

So wurde uns gesagt. Rechnen Sie damit, 
dass 007 seinen perfekt gepflegten Kopf so 
um die Adventszeit herum zur Tür herein- 
streckt. Und vielleicht haben wir dann einen 
Grund, zu sagen: »Joa, is denn heut' schon 
Weihnachten?« (Kieron Gillen/uh) 

*um den Titel wenigstens einmal zu nennen. 




»Martini, Mr. Bond?« »Ja 

bitte, Rosso. Geschüttelt, 

nicht gerührt.« 



Der Worte sind 
nicht genug 




Aber sie müssen reichen. Wir sind hart 
schaffende, beinharte PC-Player-Journa- 
listen, die vor nichts zurückschrecken, 
um die Wahrheit herauszubekommen. 
Oft führen die Untersuchungen uns weit 
hinein in geheime Abgründe der Spiele- 
Industrie. Und glücklicherweise werden 
die düsteren Schatten der Unwissenheit 
meist durch das brennende Licht der 
Fakten erhellt. Aber nicht immer. Um 
Ihnen ein Beispiel zu geben, präsentieren 
wir im Folgenden die am wenigsten hilf- 
reichen Antworten von Ric Neil. Ein hei- 
ßer Kandidat für den »Geoff Cram- 
mond«-Gedächtnispreis. (Einsilbigste 
Antworten während eines Interviews.) 

Frage: Wird das Spiel nur in der Ich-Per- 
spektive spielen, oder gibt es auch 
andere Ansichten oder Blickwinkel? 
Antwort: Ich-Perspektive 

Frage: Werden Filmdarsteller den Spiel- 
figuren Ihre Stimme leihen? 
Antwort: Im Moment rechnen wir mit 
einigen Darstellern. Genaues kann ich 
aber noch nicht sagen. 

Frage: Wie sieht es mit dem Titelstück 
von Garbage aus? 
Antwort: Zur Musik kann ich noch 
keine offizielle Aussage abgeben. 

Frage: Wie viele Waffen wird es 
geben? Werden sie verschiedene Feuer- 
Modi haben? Können Sie uns einige 
Beispiele nennen? 
Antwort: Diese Informationen sind 
noch unter Verschluss. MI6 hat es mir 
streng untersagt, mich hierzu zu 
äußern. 

Frage: Wird Bond Fahrzeuge steuern? 
Wenn ja, welche? Wird er Skier fahren? 
Antwort: Auch diese Informationen 
sind noch geheim. Tut mir leid. 

Wie sind uns sicher: Sie haben mehr 
Ideen. Wie wäre es mit einem kleinen 
Wettbewerb? Sie beantworten die obi- 
gen Fragen möglichst phantasievoll. Wir 
wählen die fünf besten Einsendungen 
aus und schicken diesen fähigen Köpfen 
einen netten Preis zu. Spiel, T-Shirt, mal 
sehen, was wir auftreiben können. Sen- 
den Sie Ihre Vorschläge bis zum 
31.5.2000 an den Future Verlag, Redak- 
tion PC Player, Rosenheimer Straße 
145h, 81671 München. Stichwort: »Wir 
hatten mehr von Ihnen erwartet, Mr. 
Bond!« Mit einer Veröffentlichung soll- 
ten die Gewinner ebenfalls rechnen. 



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PC PLAYER JUNI 2000 47 



PREVIEW 



Max Payne 




jeden User alle Moral verges- 
sen und wahnsinnig aggres- 
siv werden lässt. Doch nach 
drei Jahren Undercover- 
Arbeit ermorden finstere 
Spießgesellen seinen Chef 
und Freund, und Max soll 
dafür verantwortlich sein. 
Parallel dazu kommt ihm der 
Mob auf die Schliche, wes- 
wegen Max jetzt gar keine 
Freunde mehr hat und vor 
Allen auf der Hut sein muss. 
Und zu guter Letzt sind da 
noch die Süchtigen, die alles 
angreifen, was sich bewegt ... 



Das Spiel 



Ob in der Verkaufs- 
version die Grafik 
wirklich so aussieht? 
Wenn ja, erwartet uns 
ein echter Augen- 
schmaus. 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: Remedy Entertainment/ 

Take 2 Interactive 
Genre: Action-Adventure 
Termin: Wer weiß, vielleicht 
November 2000 



■ Internet: www.maxpayne.com 

■ Besonderheiten: Hoher Detail- 
grad der Spielumgebung ■ Enorme 
Beweglichkeit der Spielfigur ■ Nur für 
3D-Beschleuniger ■ Inklusive Editor ■ 
Keiner weiß den genauen Veröffentli- 
chungstermin 



Allein gegen die Mafia ... und die Polizei ... und 
einen Haufen Drogensüchtiger! Als Under- 
cover-Agent hat man es wahrlich nicht einfach. 

Wann, zur Hölle, kommt »Max 
Payne« endlich in die 
Geschäfte? Ursprünglich 
für den Herbst des letzten 
Jahres geplant, wird vom Entwickler 
nun gar kein Termin mehr angegeben. 

Als offiziellen Veröffentlichungstermin gibt 
der deutsche Vertrieb Take 2 Interactive zwar 
den November 2000 an, die Webseite der Pro- 
grammierer verrät aber: »When it's done.« 

Der Mob vergisst nicht 

Der New Yorker Polizist Max Payne stolpert 
von einem Schicksalsschlag zum nächsten. 
Junkies, die unter der neuen Designerdroge 
Valkyr stehen, metzeln seine Familie nieder. 
So ist er die erste Wahl für ein Himmelfahrts- 
kommando: Er soll die Mafia im Big Apple 
unterwandern und herausfinden, wer für das 
teuflische Rauschgift verantwortlich ist, das 




Mit einer selbstentwickelten 
Grafik-Engine macht der fin- 
nische Entwickler Remedy 
Entertainment auf sich auf- 
merksam. Der Detailgrad der 
realen Örtlichkeiten in New 
York fällt sehr hoch aus, ein- 
zelne Kugeln und Hülsen 
simuliert die Engine locker. 
Angeblich kann Max dutzen- 
de von Waffen benutzen, um 
mit all den bösen Buben fertig 
zu werden. Anmerkung des Entwicklers: für 
Kinder ist dieses Spiel nicht geeignet! Die 
Ansicht erfolgt aus der Perspektive einer drit- 
ten Person, dank der Eingabemöglichkeiten 
sollen Sie etwa gleichzeitig springen und zur 
Seite schießen können. Die Hintergrundstory 
erzählen dabei Comic-artige Szenen zwischen 
den einzelnen Levels. 

Wie bei »Soldier of Fortune« haben Sie 
unterschiedliche Trefferzonen, auch an Ihrem 
Helden. Je nachdem, wo die Kugeln in Ihrem 
Alter Ego einschlagen, hat dies etwa einen 
Einfluss auf Ihren Gang oder wie schnell Sie 
noch laufen können. 

Mit drei verschiedenen Editoren, die dem 
fertigen Programm beiliegen, basteln Sie 
eigene Level, arbeiten individuelle Charaktere 
und Grafik-Effekte aus. Damit sollte Tür und 
Tor für MODs und 
Total Conversions 
geöffnet sein. 

Hört sich bis jetzt 
sehr gut an, nicht? 
Hoffen wir mal, dass 
Max tatsächlich noch 
dieses Jahr auf unse- 
re PCs kommt, denn 
hier erwartet uns mit 
Sicherheit ein be- 
merkenswerter Titel, 
der Grafikkarten mit 
Riesen-Potenzia I 
immer noch ins 
Schwitzen bringt. 
(mash) 




Immer für üble Ver- 
brechen gut: Die New 
Yorker U-Bahn. 



50 PC PLAYER JUNI 2000 



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AKTUELL 



Lord British verläßt Origin 



Britannias Herrscher 
dankt ab 



Es musste ja so kommen: Mit 
Richard Garriott verlässt nun 
auch der letzte Überlebende frü- 
herer Glanzzeiten das gebeutelte 
Unternehmen Origin Systems. 



Die phantastische 
»Ultima Online«- 
Welt wird zwar wei- 
ter existieren (siehe 
auch Seite 70), allerdings 
ohne ihren geistigen Vater 
Richard Garriott, besser 
bekannt als Lord British. 

Als am 30. März die ersten 
diesbezüglichen Meldungen die 
Runde machten, dachten viele 
zunächst an einen verfrühten 
Aprilscherz. Dem war nicht so. 

Die erste offizielle Stellung- 
nahme von Electronic Arts, der 
Mutterfirma von Origin, erwähn- 
te beiläufig den Rauswurf von 20 
Designern und - ach ja, bevor 




wir es vergessen - auch Richard 
Garriott wird Origin verlassen. 
Pressesprecher David Swafford 
betonte, dass die Trennung in 
beiderseitigem Einvernehmen 
stattfand: »Origin möchte mit 
seinen Produkten in eine 
bestimmte Richtung gehen, die 
sich leider nicht mit der von 
Richard Garriott deckt. Beide 
Parteien waren sich einig, dass 
eine Trennung der einzig richtige 
Schritt sei.« 

Gegangen oder 
gegangen worden? 

Damit hätte die Sache eigentlich 
erledigt sein sollen, wären da 
nicht die vielen empörten Fans 
und Freunde, die Richard Gar- 
riott in seinen mittlerweile 20 
Jahren als Spiele-Designer 
gewonnen hat. Die wollten die- 



ses lapidare Statement nicht so 
ohne weiteres hinnehmen. 

Zunächst meldeten sich zwei 
gefeuerte Ultima-Online-De- 
signer in den Message Boards 
der UO-Support-Seite zu Wort 
(www.stratics.com) und behaup- 
teten, Garriott sei nicht freiwillig 
gegangen. Dann ließ es sich ein 
weiterer ehemaliger Origin-Mit- 
arbeiter nicht nehmen, ein inter- 
nes Memo von Firmenpräsident 
Jack Heistand in Umlauf zu brin- 
gen. In dem Memo war von bei- 
derseitigem Einvernehmen 
nichts zu lesen. Versuche, Mister 
Heistand zu einem Statement zu 
bewegen, blieben erfolglos. 
Interessanterweise ging an 
jenem Tag kein PR-Mitarbeiter 
von Origin ans Telefon. 

Zwei Dinge scheinen sicher: 
Richard Garriott verließ das 
Unternehmen nicht wegen des 
bugverseuchten »Ultima 9: 
Ascension« oder aus Solidarität 
zu den anderen entlassenen 
Designern. 

Garriotts Frust 

Richard Garriott veröffentlichte 
'79 die ersten beiden »Ultima«- 
Spiele unter dem Label Sierra 
Online, bevor er 1982 (zusammen 
mit seinem Bruder Robert) Origin 
gründete. Zehn Jahre später 
kaufte Electronic Arts das Unter- 
nehmen für rund 30 Millionen 
Dollar. Ein Spottpreis für eine 
Firma mit gleich zwei unglaublich 
erfolgreichen Serien, da 
zwischenzeitlich neben Ultima 
auch noch »Wing Commander« 
dazukam. Dessen Schöpfer, Chris 
Roberts (ebenfalls gegangen), 
hatte Folgendes zu Richard Gar- 
riotts Weggang zu sagen: »Das 
überrascht mich nicht sehr, weil 
ich weiß, wie frustrierend die 
geschäftsmäßige Atmosphäre für 
Richard war. Er hatte Pläne für 
ein komplexes neues Produkt, 
aber EA will sich stattdessen lie- 
ber auf das bewährte Programm 
konzentrieren.« 




Nächstes Opfer: 
Privateer Online 

Zeitgleich mit der Meldung vom 
Weggang Richard Garriotts gab 
Origin bekannt, dass die Arbeit 
an »Privateer Online« eingestellt 
wurde. Keine allzu große Überra- 
schung wenn man weiß, dass der 
eigens für dieses Spiel angeheu- 
erte Produzent Alan Pavlish 
bereits vor drei Monaten seinen 
Hut nehmen musste. Alan, der 
nach fast 15 Jahren als Produzent 
von Interplay zu Origin wechsel- 
te, machte nach nur fünf Mona- 



ten Bekanntschaft mit dem sich 
ständig drehenden OS-Personal- 
karussell. Ein ähnliches Schicksal 
ereilte auch Ed del Castillo, den 
Produzenten von »Command & 
Conquer«, der nach langen Jah- 
ren bei Westwood Entertainment 
als Produzent von Ultima 9: 
Ascension nach einem knappen 
Jahr auf der Strecke blieb. Bull- 
frog-Gründer Peter Molyneux 
trennte sich kurz nach der Über- 
nahme durch EA ebenfalls von 
seine Firma. Reiner Zufall? Mögli- 
cherweise. Zu den prominenten 
Überlebenden von EA-Übernah- 
men gehören »SimCity«-Vater 
Will Wright von Maxis und Brett 
Sperry von Westwood. 

Noch keine Pläne 

Chris Roberts weiß wohl am 
besten, wie Richard sich fühlt. 
Schließlich befand er sich vor 
ein paar Jahren in der gleichen 
Situation: »Er wird Entzugser- 
scheinungen haben. Es ist fast 
so, als würde man sein Kind 
einer fremden Familie überlas- 
sen. Am meisten schmerzt es, 
wenn man etwas über Spiele 
liest, die man selbst erfunden 
hat und dann plötzlich feststellen 
muss, dass man nichts mehr 
damit zu tun hat.« 

Die berufliche Zukunft von 
Richard Garriott steht noch in den 
Sternen. Erste Gerüchte machen 
bereits die Runde. Eines davon 
sieht ihn bei Microsoft, ein ande- 
res besagt, er wolle eine neue 
Firma gründen. Es gelang uns 
zwar, Richard telefonisch zu errei- 
chen, aber er wollte die neue 
Situation erst einwirken lassen, 
bevor er neue Pläne schmiedet. 
(Markus Krichel/mash) 



Auszüge aus dem internen 
Memo von Jack Heistand 



»Mit dem zur Verfügung stehenden Budget können wir es uns 
nicht erlauben, mehrere Produkte zu unterstützen. EA wird ins- 
gesamt 16 Millionen Dollar für Origin und Ultima bereitstellen. 
Daher ist es uns nicht möglich, in andere Online-Spiele, darunter 
auch Privateer, zu investieren. Außerdem wäre Privateer ein 
direkter Konkurrent zu zwei ähnlichen Produkten, die zurzeit von 
EA entwickelt werden.« 

»Unser Fokus wird nun darin bestehen, den Gürtel enger zu 
schnallen. Es folgen die hierzu notwendigen Änderungen: 
Richard Garriott wird Origin Systems verlassen. Richard hat 
großartige Arbeit für uns geleistet und die große Verantwortung 
sein Erbe anzutreten, fällt nun uns zu. Richard wollte in der 
Zukunft neue, große Projekte angehen, die sich nicht mit unse- 
ren Plänen decken. Ich wünsche Richard Garriott alles Gute für 
seine Zukunft.« 



52 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 



SimCity 3000 

Unlimited 



Maxis bastelt derzeit 
an ein paar sehr 
guten Argumenten, 
um Sie davon zu über- 
zeugen, dass es klug 
wäre sich erneut als 
Bürgermeister von 
SimCity aufzuspielen. 



E 



tungen 



in Sonderfall war die SimCity- 
Serie schon immer. Oder ken- 
nen Sie ein anderes Spiel, das 
weder mit optischen Glanzleis- 
noch mit rasanter Action bril- 
liert, keinen einzigen echten Gegner auf- 
bietet, auf ein unoriginelles Spielprinzip 
setzt - und sich dennoch weltweiter 
Beliebtheit erfreut? 

Angesichts des langjährigen Erfolgs über- 
rascht es kaum, dass Maxis dem letzten Städ- 
tebauwunder »Sim City 3000« eine Luxussa- 
nierung namens »SimCity 3000 Unlimited« 
spendiert. Die wird alleine lauffähig, aber 
auch als preisgünstiges Update erhältlich 
sein. »Unlimited« bietet zwei neue, im euro- 
päischen und asiatischen Stil gehaltene Gra- 
fik-Sets. Außerdem wird es rund 30 neue 
Sonderbauten sowie mehrere zusätzliche 
Spezialgebäude geben. Für weitere Kurzweil 
sorgen vier ungewöhnliche Baumzüchtungen 
sowie ebenso viele frische Geländeformen. 

Freiheit, die ich meine ... 

Freie Gestaltung heißt das Zauberwort, denn 
dank des Terrain-Editors dürfen Sie die Land- 
massen nach Ihren Bedürfnissen umformen. 
Das überarbeitete Bau-Menü ermöglicht den 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: Maxis/Electronic Arts 
Genre: Wirtschaftssimulation 
Termin: Mai 2000 



■ Internet: www.maxis.com 

■ Besonderheiten: 2 neue Grafik- 
Sets ■ 300 neue Gebäudetypen ■ Ter- 
rain-Editor ■ Gebäude-Editor ■ 15 neue 
Szenarien ■ 4 frische Katastrophen 



»Die Mauer muss weg.«, 

lautet die Parole im sehr 

reizvollen Berlin-Szenario. 



■Jk 





Zwei neue Grafik-Sets (links europäisch und 
rechts asiatisch) sorgen für Abwechslung. 



Einsatz von rund 100 vorgefertigten Objekten. 
Besitzer eines Grafikprogramms können belie- 
big viele eigene Elemente entwerfen und inte- 
grieren. Ja, selbst der Tausch einzelner Gebäu- 
de gegen eigene Kreationen ist möglich. 
Außerdem dürfen Sie sich auf einen Szenario- 
Designer sowie rund 15 
von Maxis ent- 
worfene Spezi- 
al-Szenarien 
freuen. Dazu 
kommen viele 
von Spielern 

erstellte Aufgaben, die übrigens 
als Gratis-Download auf der 
Maxis- Website herumgammeln 
(www.maxis.com). 

Bezüglich der Aufgabenstel- 
lung erteilen wir der SimCity-Pro- 
duzentin Christine MCGavran das 
Wort: »In einem Szenario geht es 
beispielsweise um Berlin in der 
Zeit kurz vor der Wiedervereini- 
gung. Die Mauer wurde bereits 
teilweise abgebaut. Westberlin ist 



»Das Zauber- 
wort heißt freie 
Gestaltung.« 



eine moderne, attraktive Stadt, Ostberlin 
dagegen kämpft mit erheblichen Problemen, 
etwa einer hohen Luftverschmutzung, 
abbruchreifen Häusern sowie extrem niedri- 
gen Grundstückswerten. Sie müssen die 
Mauer niederreißen, den öffentlichen Nah- 
verkehr harmonisieren 
und die Lebensqualität in 
Ostberlin erhöhen - ande- 
renfalls hagelt es wütende 
Bürgerproteste.» 

Noch schlimmere Aus- 
wirkungen als solche 
Kundgebungen haben die vier neuen Kata- 
strophen, darunter eine Heuschreckenplage. 
Verkehrstechnisch problematisch sind dage- 
gen Urlaubszeiten und Feiertage. An Heilig- 
abend schmücken viele Bewohner ihre Häu- 
ser mit weihnachtlichem Dekor, an anderen 
öffentlichen Jubeltagen steigen gleich Stra- 
ßenfeste. Dank eines eingebauten Bild- 
schirmgrabbers können Sie die Entwicklung 
Ihrer Stadt übrigens für die staunende Nach- 
welt in einem Fotoalbum archivieren. 
(Rob Smolka/md) 



54 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 



Alone in 
the Dark 4 



VIDEO 

AUF CD A 



Kinofilme mit 
einer »4« im Ti- 
tel taugen meist 
herzlich wenig - den- 
ken Sie nur an die Po- 
lice-Academy-Reihe. 
Doch es gibt Ausnah- 
men: »Star Trek 4« gilt 
als einer der besten 
Enterprise-Streifen. 
»Alone in the Dark 4« 
soll auch eine solche 
Ausnahme werden. 

al ehrlich: Welches Spiel 
kommt Ihnen als Erstes in 
den Sinn, wenn Sie den 
Namen Infogrames hören? 
Vielleicht »Alone in the Dark«? Der Kan- 
didat hat 100 Punkte. Vor sieben Jahren 
schickte Designer Frederick Raynal 
Geisterjäger Edward Carnby in ein altes 
Spukhaus, um dort Zombies und ande- 
res Gesocks auszurotten. 

Besonders schick: die für damalige Verhält- 
nisse fließend animierte Polygon-Figur - ganz 
ohne 3D-Karte. Nicht zu vergessen die revo- 
lutionäre Schnitttechnik: Je nach Position 
Carnbys schaltete das Spiel zwischen mehre- 
ren feststehenden Kameras um. Das brachte 
Hollywood-Gefühle und Dramatik ins Spiel, 
wenn Edward beispielsweise in ein harmlos 




SPIELFAKTEN 



Hersteller: 

Genre: 

Termin: 



DarkWorks/Infogrames 
Action-Adventure 
Oktober 2000 



■ Internet: www.aloneinthedark.com 

■ Besonderheiten: Rückkehr des 
Genre-Begrunders ■ Figuren wandeln 
durch vorgerenderte Kulissen ■ Ta- 
schenlampe bringt Licht ins Dunkel 



Grusel ist, was man 
nicht sieht: Wer 
oder was lauert auf 
der Galerie? (alle 
Bilder 640x480) 





wirkendes Bad stapfte, um Sekunden später 
ein fettes Ungeheuer in der Duschkabine zu 
erblicken. Latent unübersichtlich konnte es 
allerdings werden, wenn mitten im Kampf die 
Kamera wechselte. 

Neben purer Monsterkillerei gab's auch ein 
paar Adventure-Elemente: Vergilbte Bücher 
enthielten wichtige Informatio- 
nen, Schlüssel öffneten Geheim- 
türen und bei all dem erklangen 
im Hintergrund unheimliche 
Laute und Schreie. 

Zwei stetig flauer werdende 
Fortsetzungen erschienen 1994 
und 1995 (mehr darüber im 
Kasten), doch dann war Sende- 
pause. Zumindest in Frankreich. 

Dunkel war's, ... 

Japanische Spiele-Entwickler 
waren von Alone in the Dark 
mächtig beeindruckt und bastel- 
ten flugs ihre eigenen Ableger 
des mittlerweile »Survival Hor- 
ror« genannten Genres. Capcom 
rettete die hauseigene »Resident 



Evil«-Serie (für zahlreiche Konsolen und PC) 
quasi vor dem finanziellen Aus, Konami fuhr 
unlängst mit dem PlayStation-Titel »Silent 
Hill« gute Wertungen und Gewinne ein. 
Auch Capcoms »Dino Crisis« erscheint bald 
für den PC (siehe Seite 66). 

Und Infogrames? Die Franzosen schienen 
beschäftigter, ihr Firmenimperium zu ver- 
größern, als ihre Erfolgsreihe wieder zu 
beleben. Doch insgeheim liefen bereits die 
Planungen zur Wiederbelebung des alten 
Hits auf Hochtouren. 




56 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 




»Untote zahlen 
keine Strom- 
rechnungen.« 



... der Mond schien helle ... 

Da bis auf »Drehbuchschreiber« Hubert 
Chardot kein Mitglied des alten Alone- 
Teams mehr bei Infogrames arbeitet, beka- 
men die externen Designer von DarkWorks 
den Zuschlag für den 
vierten Teil. Doch 
gottlob nicht mit 
Überresten der alten 
Grafik-Engine: »Man 
sagte uns: Das Spiel 
heißt Alone in the 
Dark und der Held Edward Carnby, der Rest 
ist eure Sache«, sagt Antoine Villette, Chef 
von DarkWorks, der vor knapp zwei Jahren 
ein rund 800 Seiten starkes Design-Doku- 
ment zu Alone 4 verfasste. 

Trotz dieser Datenflut ist er wortkarg, 
wenn es an die eigentliche Spiel-Geschichte 
geht: »Die Spannungsbögen sind sehr eng 
mit der Story verwoben - wenn wir die 
Geschichte verraten, würde das Spiel keinen 
Spaß mehr machen«, so Villette. Nur so viel 
ist bislang bekannt: Charles Fiske, Edwards 
bester Freund, ist bei der Suche nach anti- 
ken Steintafeln auf dem geheimnisvollen 
Shadow Island vor der Küsten des US-Bun- 
destaates Maine unter mysteriösen Umstän- 
den verschwunden. Edward geht der Sache 
nach und fliegt bei Wind und Wetter mit 
dem Hubschrauber auf das Eiland. Dort hau- 
sen erstaunlicherweise elf eigentümliche 
Bewohner, und natürlich darf eine große, 
düstere Villa mit großen Kellergewölben 
und furchterregenden Vergangenheit auch 
im vierten Teil nicht fehlen. 




... als ein Zombie 
blitzesschnelle ... 

Wie bei den Vorgängern 
benutzt Alone in the Dark 4 
vorberechnete Hintergründe 

- die schockigen Perspekti- 
venwechsel kämen in einer 
3D-Umgebung auch nicht so 
gut. Die Adventure-Elemente 
verzichten glücklicherweise 
auf dümmliche Verschiebe- 
rätsel oder wildes Gegen- 
stand-Herumprobieren. 

Neu dabei ist Edwards 
Taschenlampe, denn viele 
Räume sind mächtig duster 

- schließlich zahlen Untote 
keine Stromrechnungen. 
Mit dem Lichtkegel durch- 
forstet er die Umgebungen 
nach Hinweisen, nützlichen 
Gegenständen und Mons- 
tern, die sich in den Schatten verstecken. Die 
Ungetüme sollen unterschiedliche Verhal- 
tensmuster bekommen: »Ein Monster mag 
vielleicht kein Licht und pirscht sich von hin- 
ten an Edward heran. 

Ein anderes könnte schon 
Ruhe geben, wenn man es 
direkt anleuchtet«, sagt Pascal 
Luban, Chef-Designer bei Dark- 
Works. Gruselig sollen die Bur- 
schen auf alle Fälle werden: 
Neben trivialen Seeschlangen 
und mannshohen Eidechsen blockiert schon 
mal ein pulsierendes Quallenwesen einen 
Gang. 




... schlurfend um die 
Ecke kam. 

Grafisch will Alone in the Dark 4 alle Grusel- 
Konkurrenten in den Schatten stellen. Daran 
arbeiten sieben Zeichner, 15 Computergrafi- 
ker und ein waschechter Maler, der für alle 
Gemälde im Spiel verantwortlich ist. Schließ- 
lich müssen sich die Bilder heranzoomen las- 
sen, da sie versteckte Hinweise enthalten. 
Auch klangtechnisch soll Alone 4 für Gänse- 
haut sorgen - wer erinnert sich nicht an 
Edwards Stöhnen, wenn er im ersten Teil von 
einem Zombiehieb getroffen wurde? Wer 
zuckte nicht zusammen, wenn unter großem 
Getöse ein fliegendes Monster durch ein 
geschlossenes Fenster sauste? 

Wir sind jedenfalls gespannt, ob es Dark- 
Works gelingt, der legendären Reihe neues 
Leben einzuhauchen, (ra) 



Alone in the Dark: 
Die erste Triologie 



Frederick Raynal, verantwortlich für 
»Alone in the Dark« (PC Player 
2/1993, 77 Punkte), verließ Infogra- 
mes kurz nach Fertigstellung des 
Spiels. Infogrames wollte nur noch 
schnelle Kopien des Originals, Raynal 
war das zu unkreativ. 





Alone in the Dark 



Oh Schreck - ein lila Monster springt 
1993 auf den ersten Polygon-Edward. 

Er gründete Adeline und schrieb »Litt- 
le Big Adventure 1 & 2«, bevor er 
seine Firma in No Cliche umbenannte 
und an Sega verkaufte (aktuelles Spiel: 
»Toy Commander« für Dreamcast). 
»Alone in the Dark 2« erreichte in PC 
Player 3/1994 lediglich die Wertung 
des Vorgängers - hammerharten 
Action-Sequenzen und üblen Kamera- 
wechseln sei's gedankt. So musste 
■pp— ^gammmam sich Edward 

I Carnby beispiels- 
I weise gleich 
gegen drei Zom- 
bies gleichzeitig 
wehren - leider 
ohne Munition. 
Thematisch ging 
es wieder in ein 
Geisterhaus und 
auf ein Piraten- 
schiff. 

»Alone in the 
Dark 3« war 
nicht mehr auf 
der Höhe der 
Zeit und fiel mit 
67 Punkten in 
PC Player 
3/1995 hinter 
»Little Big 
Adventure« und 
»Ecstatica« 
zurück. Die 
nahezu unverän- 
derte Grafik- 
Engine der Vor- 
gänger machten 
Edwards Trip in 
eine verwun- 
schene Wes- 
ternstadt zum 
wenig gruseligen Erlebnis. Immerhin 
gab es erstmals drei verschiedene 
Schwierigkeitsgrade. 




Alone in the Dark 3 



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PC PLAYER JUNI 2000 57 



PREVIEW 



Die Grafik-Engine von 
Tribes 2 wurde kom- 
plett neu program- 




SPIELFAKTEN 



Hersteller: Dynamix/ 

Havas Interactive 
Genre: Ego-Shooter 
Termin: Sommer 2000 



■ Internet: www.sierra.com 

■ Besonderheiten: Reinrassi- 
ger Mehrspieler-Ego-Shooter mit 
Schwerpunkt auf Online-Gefech- 
ten ■ Entsteht mit komplett neuer 
Engine ■ Kult in den USA 



»Starsiege Tribes« war bloß ein Rohdia- 
mant, verglichen mit der Qualität, die 
der Nachfolger verspricht. 



E 



s gibt keine diplomatische 
Möglichkeit, Ihnen das Folgen- 
de zu beschreiben, deshalb 
werde ich es auch gar nicht 
erst versuchen: »Tribes« ist nämlich 
eine wirklich schlimme Sache. Und 
schon bald wird es sogar ausarten. 

Vielleicht sollte ich etwas genauer 
werden. Für »Quake« und »Unreal« gibt 
es ja bereits eine eingeschworene Gemeinde 
- doch was Tribes 2 schon im Vorfeld für 
Kreise zieht, ist beinahe unglaublich: 
Tribes-2-Webseiten, komplette Web-Ge- 
meinden (vollgestopft mit selbst gemachten 
Skins, Mods und sonstigem Science-Fiction- 
Material) sprießen aus dem Boden, obwohl 
das Spiel noch gar nicht fertig ist. 

Selbstverständlich schlug der Vorgänger 
»Starsiege Tribes« anfangs den selben 



Weg ein. Die Loyalität zu 
Tribes ging sehr weit, sogar so 
weit, dass manche Leute eige- 
ne Schlachtlieder im MP3-For- 
mat ins Netz stellten. Kein Witz. 
Die soziale Dynamik des takti- 
schen Team-basierten Actionspiels schlug 
ein wie stimulierendes Nervengift. Und 
da Tribes 2 mehr Spieler online bringt, 
steigt gleichzeitig auch die Anzahl der 
Rivalitäten. 

Aber wo sind die Hauptunterschiede zwi- 
schen Tribes und Tribes 2? »Wir haben alles 
umgeschrieben. Ich glaube, das ist es, was 
wir als Hauptunterschied bezeichnen«, meint 
der Programmierer Mark Frohnmayer. »Es ist 
vollständig aufpoliert - eine brandneue Gra- 
fik-Engine mit ausschließlicher Unterstützung 
für OpenGL. Betrachtet man die Details, wer- 




Aufpoliert wurden auch die Spezialeffekte von 
Explosionen und feuernden Waffen. 



den die Umgebungen für sich selbst spre- 
chen.« Während Frohnmayer dies sagt, ver- 
wendet er gerade den massiv erweiterten 
Missions-Editor, um ein Objekt - in dem Fall 
eine metallene Rampe - zwischen zwei 
außerirdisch anmutende Hügel fallen zu las- 
sen. 

Dank der stufenweise möglichen Objekt- 
veränderung vergrößert Frohnmayer die 
Rampe anschließend auf ein monströses 
Ausmaß, welches mit den Bergen rundherum 
konkurriert. Danach spielt er ein wenig herum 
und zieht andere Rampen wie Bauten, beste- 



58 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 





hend aus organisch anmutenden Metall- 
Gebäuden, in die Höhe. Dadurch erschafft er 
Gebilde, die wie Skischanzen, Half-Pipes und 
weitere olympische Monstren aussehen. 

Zusätzlich bestehen die Modelle nun aus 
einer viel höheren Polygon-Anzahl, aus unab- 
hängig bewegenden Köpfen und Rümpfen 
(die Rümpfe heben sich beim Einatmen an 



- eine echt nette Eigenschaft). Die Fahrphysik 
wurde ebenfalls überarbeitet, mit dem Ergeb- 
nis, dass sich die Vehikel über die verschiede- 
nen Hügel und Täler um einiges manövrierfä- 
higer steuern lassen. Tribes 2 gibt den Spie- 
lern auch einen guten Grund, für längere Zeit 
von der Außenwelt abgeschottet zu bleiben - 
den großartigen Level-Editor. 

Ein geformter Dschungel - 
wunderschöne Welten, 
versteckte Gegenden 

Mindestens die Hälfte seiner Lässigkeit 
gewinnt Tribes 2 durch den beeindruckenden 
Level-Editor. Man kann beinahe alles Erdenkli- 
che damit anstellen, was aber noch lange nicht 
heißen muss, dass die Ergebnisse von vorne- 
herein auch alle gut sind. Neben den Rampen 
kann man mit dem eingebauten Missions-Edi- 
tor auch zufällig zusammengesetzte Land- 
schaften erschaffen, die unendlich sind. So 
lässt sich zum Beispiel außerhalb einer zentra- 
len (rechteckigen) Kampfzone ein abschließen- 
des Landschaftselement bis zur Unendlichkeit 
wiederholen. Die Oberflächen reichen dabei 



Hey, Taxi! 



Dynamix hielt sich bisher sehr bedeckt, was die Eigenschaften der neuen Fahrzeuge 
angeht. Ein bestätigter Neuzugang ist das viel versprechende (aber bisher namenlose) 
Aufklärungsfahrzeug, das für zwei Spieler ausgelegt ist. Wie im Original übernimmt ein 
Spieler die Kontrolle über das Fahrzeug - aber diesmal darf der zweite Spieler mit einer 
eingebauten Gatling-Gun hantieren. Ein Boden-Angriffsfahrzeug (ein Dünen-Buggy mit 
montierter Kanone) ist ein anderes neues Fahrzeug - und weitere werden folgen. 




Solo-Training^ 






Als unerfahrener Spieler - Neulinge 
werden in Tribes auch als »New Blood« 
bezeichnet - hatte man es anfangs sehr 
schwer, klar zu kommen, was man von 
anderen Ego-Shootern nicht unbedingt 
behaupten kann. Die Erfahrungskurve 
stieg im ersten Teil nur sehr langsam an 
und man wurde allzu schnell einge- 
schüchtert, wenn das Schlachthorn erst 
mals zum richtigen Gefecht blies. Mit 
sparsamen Optionen zur Verständigung 
verkamen viele Tribes-Partien vom 
Teamspiel zum Solo-Trip in bester Kami- 
kaze-Manier. Um dieses Manko aufzu- 
heben, wird Tribes 2 zehn Trainings-Ein- 
zelspieler-Missionen anbieten (mit dabei 
sind Mini-Kampagnen, die denen aus 
Unreal Tournament ähneln), in welchen 
die Rekruten ihre Teams mit Kl-Kämp- 
fern ausstatten, bevor sie sich an größe- 
re Aktionen in der gnadenlosen Online- 
Welt heranwagen. 



von einfachen grünen Ebenen bis hin zu 
schneebedeckten Gipfeln, von leeren Wüsten 
hin zu wasserreichen Landstrichen und von 
nebelbedeckten Ländern bis hin zu Landschaf- 
ten, die nur aus spitzen Hügel bestehen. Fünf 
Textur-Sets mit Dutzenden von individuellen 
Dingen wie Bäumen und thematisch korrekten 
Gebäuden erlauben eine Vielzahl an Kombina- 
tionsmöglichkeiten. 

Natürlich fragte ich das Tribes-2-Team, ob 
es mir nicht zeigen könnte, was man mit der 
Landschaft so alles anstellen kann. Frohn- 
mayer pflanzte einen (aus dem Repertoire 
des Level-Editors entnommenen) Landfleck 
innerhalb von drei Minuten in eine neue Welt. 
Dabei erschuf er ein paar Moore in den Ber- 
gen und ließ Kilimandscharos aus den Kra- 
tern wachsen - nebenbei bemerkt sieht das 
Ganze wirklich unfreundlicher, außerirdischer 
und Grauen erregender aus als alles andere, 
was ich zuvor gesehen habe. Die Welt, wel- 
che er erschuf, besaß enorm dünne und 
heimtückische, schneebedeckte Gipfel mit 
unmöglichen Steigungen und nebelverhan- 
gene Ebenen (man kann auch mit den Wet- 
tereffekten herumspielen und die Kämpfe in 
wilden Stürmen ablaufen lassen - die Spieler 
können sogar vom Blitz getroffen werden). 
Dazu spendierte er abweisend bräunliche 
Seen unter purpurnem Himmel - alles im 
Lichte einer grotesk-grünen Sonne. Bloß gut, 
dass das Spiel seine fliegenden Einheiten und 
Jump-Jet-Packs behält, da es keine Möglich- 
keit gibt, dort mit einem Fahrzeug auf Rädern 
durchzukommen. 

Die Formbarkeit der Strukturen kann die 
ganze Sache wirklich interessant werden las- 
sen. Wenn man eine Festung bis hin zu einem 
Gebirgsausläufer zieht, erhält man ein Mod 
mit »winzigen Leuten«. Die Tribes-Soldaten 
sind dann gezwungen, ihre Jump-Packs zu 
verwenden, um selbst den niedrigsten Fels- 
vorsprung zu erreichen. Wenn man einen 
großen Bunker baut und ihn künstlich etwas 
in den Boden setzt, erhält man umgehend ein 
paar Korridore, die von unheimlichem Nebel 
durchflutet werden. -> 



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PC PLAYER JUNI 2000 59 



PREVIEW 



Tribes 2 




->Wenn man gebogene Oberflächen mit 
den Bunkern verbindet, dann endet dies bei 
steinigen Flächen mit gigantischen Löchern. 
Nichts scheint unrealisierbar. Mit dem Editor 
wird es sogar ohne weiteres möglich wer- 
den, die Gravitationswerte und den Effektivi- 
tätsradius der Waffen zu verändern. Man 
könnte Kriegszonen erschaffen, in denen 
tragbare Kugel-Werfer ihre Last kilometer- 
weit schießen oder gar geschulterte Waffen, 
die taktische Atombomben abfeuern. Ich 
fragte das Tribes-2-Team, ob solch ein Sze- 
nario denkbar wäre, aber die Jungs lächel- 
ten nur und schauten woanders hin. Ja, ich 
weiß schon, was ich in den ersten beiden 
Wochen nach der Tribes-2-Veröffentlichung 
tun werde. Vielleicht komme ich ja auch 
gelegentlich dazu, mich aufs eigentliche 
Spiel zu konzentrieren. 

Absprechen und Online gehen 

Neben den veränderten Team-Mehrspieler- 
Modi wie »Capture the Flag« gibt es auch ein 
abwechselnd offensives oder defensives 



Aufgebohrte 
Menüfunktionen 



Das Team-basierte Spiel ist leider auch 
eine Frage der Intemet-Anbindung und 
manchmal kann das echt nervig sein. 
Jeder ist doch verbunden, oder? Aber so 
mancher Spieler wurde durch die 
unübersichtlichen Auseinandersetzungen 
verwirrt oder gar angeödet. Tribes 2 ver- 
sucht neue Wege mit Hilfe eines Einzel- 
klick-Schemas, welches passende Spiele 
aufstöbert (bestimmt durch Kriterien wie 
Anzahl der Spieler, Welt-Sets, Spieltypen 
und so weiter) und den Spielern erlaubt, 
ihre eigenen Tribes-Seiten mit Leichtig- 
keit aufzumachen. Zudem bietet es 
sofortigen Zugang zu neuen Materialien 
und Add-Ons - das Designer-Team ver- 
weigerte in meiner Gegenwart übrigens 
das Wort »Patch« zu verwenden! 



Spiel, das Fußball gar 
nicht so unähnlich ist. 
Jedenfalls bereichert 
es das Spiel mehr als 
der Assault-Modus in 
Unreal Tournament. 
Zunächst muss ein 
Team offensive Aufga- 
ben wie das Absichern 
von Stützpunkten oder 
die Zerstörung von Einrichtungen vorneh- 
men, während die andere Partei derweil so 
gut wie nur möglich versucht, zu verteidigen 
- danach werden die Rollen getauscht. Doch 
der Sieg wird nicht nur durch Massenangriffe 
und Blitztaktiken errungen - vielmehr da- 
durch, dass jedes Tribes-Mitglied seine vor- 
bestimmten Siegesaufgaben erfüllt. Schließ- 
lich geben den Spielern selbst unrühmliche 
Unterstützungsaufgaben (wie die eines »Field 
Engineers«) das Gefühl, einer guten Sache zu 

dienen. Das bringt jedenfalls 

mehr Spaß als dauernd vom 
Kommandanten kreuz und 
quer über die Felder gehetzt 
zu werden. Im Überlebens- 
Modus wird es einem Spieler 
erlaubt, die Kontrolle über 
eine Flagge zu bewahren, 
während Hinz und Kunz ver- 
sucht, ihn aus der Welt 
zu schaffen - eine verrückte 
Aufgabe in einer Welt, die 
berüchtigt ist für ihre Scharf- 
schützen. 

Höhepunkt der neuen Aus- 
stattung ist ein tragbarer 
Raketenwerfer, dessen Ge- 
wicht und Vorbereitungszeit 
eine Weile in Anspruch neh- 
men. Aber dafür bekommt 
man eine Super-Wumme, 
deren immens strategische 
Feuerkraft gleich ganze Ge- 
bäude zerstören kann. Wenn 



»Wir haben alles umge- 
schrieben. Ich glaube, das 
ist es, was wir als Haupt- 
unterschied bezeichnen.« 

Mark Frohnmayer, Tribes-2-Programmierer 




Ab sofort dürfen Sie 
mit dem neuen Raketen 
werfer auch Gebäude 
beharken. 



man mit der Feuerkraft im Missions-Editor 
herumspielt, dann erhält man im Nu eine 
Mini-Atombombe, welche die bisherigen 
Team-Strategien ad absurdum führt. 

Hinzu kommen noch zwei weitere neue 
Waffen. Und denen sollen mehr folgen, falls 
die Zeit bis zur geplanten Veröffentlichung 
noch ausreicht. Was die Details des akusti- 
schen Hintergrundes angeht, so ist bis dato 
noch nichts offiziell bestätigt worden - aber 
so wie es ausschaut, soll die Gruppe Motley 

Crue ein paar Lieder für das 

Projekt beisteuern. Tribes 2 
scheint wie eine riesige 
Expansion des Team-orien- 
tierten Actionspiels da- 
herzukommen. Mit erweiterter 
Kontrolle über das Komman- 
do des Kriegsschauplatzes, 
einer komplett neu aufgear- 
beiteten Grafik-Engine und 
sorgfältig ausgewählten Le- 
veln (mit all den Möglichkei- 
ten, die sich End-User in ihren 
Köpfen so ausmalen). Tribes 2 
wird als der reifere und ältere 
Bruder des Vorgängers auf- 
tauchen, der in seiner An- 
fangszeit noch etwas grün 
hinter den Ohren war. Doch 
die Ego-Shooter-Gemeinde 
hat daraus einen wahren Kult 
gemacht, auf dem der Nach- 
folger erfolgreich aufbauen 
kann. (Chris Hudak/jr) 




Das Feintuning des Waffenverhaltens wird erst ganz am Schluss der Programmie- 
rung erfolgen. Die Spiel-Balance muss perfekt sein, deshalb wird vorher sehr 
intensiv getestet. 



60 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 



Tachyon - 
The Fringe 



Mit halbjähriger Ver- 
zögerung kommt nun 
Novalogics erste 
Science-Fiction-Simu- 
lation. Schlüpfen Sie 
in die Rolle eines 
Söldners und verdie- 
nen Sie viel Geld! 

Das bekannte Universum umfasst 
in 500 Jahren Dutzende 
bewohnter Planeten. Mit Tach- 
yon-Sprungtoren halten diese 
Verbindung untereinander. Kolonisation 
und unterschiedliche Interessengruppen 
ermöglichen Lebenskünstlern einen be- 
scheidenen Lebensunterhalt. Eine dieser 
verkrachten Existenzen sind Sie. 

Gut und schlecht 

Rund 24 feste Missionen und um die 70 
Unteraufgaben warten in sieben Raumge- 
bieten auf Sie. Innerhalb dieser Sonnensys- 
teme erledigen Sie Ihre Aufträge in beliebi- 
ger Reihenfolge, aber erst durch die Lösung 
von Schlüssel-Einsätzen werden Sprungtore 
freigeschaltet, die Freischaffende zu ande- 
ren Sonnen bringen. Durch ein übles Kom- 
plott verschlägt es Sie nach »The Fringe«, 
der äußersten Grenze der zivilisierten Plane- 
ten. Fortan müssen Sie sich, Ihr Schiff und 
Ihre Fähigkeiten verdingen, um ein paar 
Mark zu verdienen. Hauptauftraggeber ist 
zunächst die GalSpan Corporation, ein 
wahnsinnig mächtiges, interstellares Fir- 
men-Konglomerat. Dem entgegen stehen 
die Boras, Siedler, die ihre Freiheit bewah- 




SPIELFAKTEN 




■ Internet: www.novalogic.com 

■ Besonderheiten: Einteilung in 
Haupt- und Neben-Missionen ■ Gigan- 
tische Raumstationen ■ Unterspiel- 
chen Wirtschafts-Elemente 


■ Hersteller: Novalogic 

■ Genre: SF-Action 

■ Termin: Mai 2000 






ren wollen. Für wen Sie sich auch entschei- 
den, zwei unterschiedliche Handlungssträn- 
ge führen zum jeweiligen Ziel. 

Ihr Schiff, Käpt'n! 

Elf verschiedene kleine Flitzer mit unter- 
schiedlichen Eigenschaften stehen zum Ver- 
kauf; maximal fünf davon befinden sich 
gleichzeitig im heimischen Hangar. Mit dem 
entsprechenden Kleingeld besorgen Sie sich 
Strahlenkanonen und Raketen; zu Beginn ste- 
cken in Ihrem Schiff nämlich nur zwei popeli- 
ge Laser. Später baut Ihr Händler Waffen 
gegen Schilde ein, ein Nachbrenner wäre 
auch nicht schlecht oder Minen, die dem Geg- 
ner Schildenergie abzapfen. Genre-üblich ver- 
teilen Sie die Energie des Reaktors auf Schil- 
de, Waffen, Nachbrenner und Triebwerke. 

Haben Sie Kanonen übrig, dürfen Sie die 
auch wieder verkaufen, um sich etwa einen 
schnelleren Jäger zu leisten. Für fieselige 
Missionen rekrutieren Sie bis zu sechs Flügel- 
leute, die alle unterschiedliche Eigenschaften 
besitzen und sich so verhalten. 




Ihr Auftrag, Käpt'n! 

Außer den üblichen Geleitschutz- und 
Angriffs-Einsätzen stellen Sie auch andere 
Fähigkeiten unter Beweis. So unterstützen Sie 
etwa eine GalSpan-Fregatte beim Angriff auf 
eine Station. Diese verteidigt sich mit Laser- 



62 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 




f 



Batterien, welche die Fregatte in Stücke schie- 
ßen können. Also fliegen Sie dicht an die Reak- 
toren der Geschütze heran und zerstören sie. 
Das Groß kämpf schiff erledigt anschließend 
den Rest. Dann sollen Sie einen Frachter mit 
Medikamenten zu einer Basis begleiten, 
auf der eine Seuche tobt. Noch lange vor 
dem Andockmanöver versuchen einige 
Menschen vor der Krankheit zu fliehen. 
Mit ihren Shuttles kämen sie zwar nicht V 
weit, stellen aber trotzdem eine Bedrohung 
dar. Deswegen schießen Sie sie ab oder 
- wenn Sie ein Menschenfreund sind - zerstö- 
ren wenigstens ihren Antrieb. So wechseln 
zum Teil sogar während der Missionen die 
Ziele. Wie dem auch sei, wenn die Bezahlung 
gut ist, sieht man über manches hinweg. Seien 
Sie aber misstrauisch bei einfach erscheinen- 
den, aber gut dotierten Angeboten: Nichts im 
Leben ist umsonst. 

Heuer keine Heuer 

Aber ein Lebenskünstler wie Sie findet auch 
andere Möglichkeiten, an Bares zu kommen. 
Da gibt es beispielsweise in nicht ganz so eli- 
tären Raumsektoren Gladiatorenkämpfe. 
Doch anders als im alten Rom haben die Teil- 
nehmer keine Schilde und Schwerter, son- 
dern bewaffnete Raumer, die sich in abge- 




Das sind also Sie, Jake Logan (links). 
Die englische Stimme verleiht ihm 
Bruce Campbell, bekannt aus der Serie 
Xena und dem Film Armee der Fins- 
ternis (rechts). 



sperrten Arealen beharken. Gewinnen Sie, 
wächst Ihr Bankkonto, verlieren Sie, brau- 
chen Sie das Geld eh nicht mehr - Ihre stan- 
desgemäße Beerdigung müssen Sie jeden- 
falls nicht bezahlen. 

Nicht ganz so gefährlich für Ihre Gesund- 
heit ist die Station im System New Vegas. 
Wie der Name schon sagt, leben hier alle 
vom Glücksspiel. Auf der Basis - die übri- 
gens von außen mit schicker, dezenter 
Neonreklame verziert ist - gehen Sie einfach 






Tja, dieser Schlachtkreuzer muss wohl daran glauben. Wie bei Starlancer frisst 
sich die Explosion von ihrem Zentrum aus durch das Schiff. 




zum nächsten einarmigen Banditen, setzen 
einen bestimmten Betrag und ziehen am 
Hebel. Fortuna sei Ihnen hold! 

Wer sagt, das 

Weltall sei öd und leer? 

Aber nicht nur in New Vegas schweben 
beeindruckende Bauten herum. Derart riesige 
Raumstationen wie bei »Tachyon« haben wir 
noch nicht gesehen. Leider hält die Texturen- 
qualität in der uns gezeigten Beta damit nicht 
Schritt, allzu viele Polygone haben die De- 
signer wohl auch nicht investiert. Tachyon 
basiert auf der überarbeiteten Grafik-Engine 
von »F-22 Lightning 3«, daher erwarten wir 
keine optischen Höhenflüge. 

»Derart riesige Raum- 
stationen haben wir 
noch nicht gesehen.« 

Dennoch bewegen sich bemerkenswerte 
dicke Pötte durch die Systeme, mehrere 
Dutzend Jäger und größere 
Kähne beteiligen sich 
gleichzeitig an 
Raumkämpfen. 
Wie das alles 
aber tatsächlich 
aussieht und 
wie sich die 
Designer auf 
dem spieleri- 
schen Neuland 
machen, sehen 
wir in der näch- 
sten Ausgabe; 
dann soll nämlich ein 
Testmuster in die Red- 
aktion fliegen. 










Konzeptzeich- 
nung eines 
Dickschiffs. 



Einer ist keiner 

Per Multiplayer-Modus starten Sie auch mit 
mehreren menschlichen Mitspielern. Über 
www.novaworld.net loggen Sie sich im Inter- 
net ein, zum Erscheinungstermin sollen bis zu 
120 Piloten pro Areal gleichzeitig unterwegs 
sein. Momentane Beta-Tests laufen schon mit 
100 Teilnehmern stabil. Außer dem Death- 
match und kooperativen Missionen spielen 
Sie »Base Wars«; hier entscheiden Sie sich 
für die Boras oder GalSpan und müssen für 
Ihre Seite Raumbasen einnehmen. Dort 
lagern haufenweise Ressourcen, die Ihre Par- 
tei gut gebrauchen kann. Je mehr Basen, 
desto mehr Kontrolle. 

Aber auch über ein lokales Netzwerk 
bekämpfen Sie sich - allerdings mit deutlich 
weniger Kombattanten, (mash) 



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PC PLAYER JUNI 2000 63 



PREVIEW 



Warlords Battlecry 



Der Strategie-Klassi- 
ker begeht Fahnen- 
flucht - zehn Jahre 
lang beharkten sich 
die Kriegshandwerker 
im Rundentakt, jetzt 
dreschen sie in Echt- 
zeit aufeinander ein. 



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Mit dem etwas archaisch anmutenden 
Editor erstellen Sie im Handumdrehen 
eigene Szenarios - und sogar ein- 
drucksvolle Truppenparaden wie diese. 



Der »fliegende« Wechsel zur 
Echtzeit kommt zwar ange- 
sichts des abflauenden Booms 
etwas spät, aber die Warlords- 
Serie hatte ohnehin schon immer ein 
Faible für strategische Traditionalisten. 
Optische Wunderdinge dürfen Sie daher - 
wie bei sämtlichen Vorgängern - auch von 
»Warlords Battlecry« nicht erwarten. Das 
mittelalterlich angehauchte Gewusel 
erinnert beim ersten - und auch beim zwei- 
ten - Blick sehr an das jüngst erschienene 
»Majesty«. Dafür erwartet Sie hier aber ein 
umso abwechslungsreicherer Spielverlauf, 
der Sie für Monate beschäftigen wird. Dafür 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: 
Genre: 
Termin: 
Internet: 



SSG/ Mattel 
Echtzeit-Strategie 
Oktober 2000 
www.warlords3.com 



■ Besonderheiten: Zwei Kampag- 
nen ■ Rollenspiel-Elemente ■ Neun 
Rassen ■ Acht Heldenklassen 

■ Magiesystem mit 70 Zaubersprü- 
chen ■ Szenario-Editor ■ Mehrspieler- 
Option für bis zu vier Strategen 








Um den Ertrag der Erzmine in der linken Bildmitte zu steigern, sollten Sie dort 
mehrere Einwohner stationieren. Rechts prangt das geöffnete Baumenü. 




Wenn so ein furchterregender Drache nur mal aus 
atmet, ist richtig Feuer in der Hütte. 



sorgen alleine schon die mehr als 50 Solo- 
Szenarien, zwei große, in je sechs Kapitel 
unterteilte Kampagnen, der Karten-Editor 
sowie ein vielfach justierbarer Missionsge- 
nerator, samt der rekordverdächtigen 16 
Tutorials. 

Die sollten Sie sich ebenso genau anschau- 
en wie die neun zur Wahl stehen- 
den, unterschiedlich befähigten 
Rassen, denn als Kriegshandwer- 
ker bekommen Sie viel zu tun. 
Grundsätzlich müssen sie auch 
hier den im Genre typischen Auf- 
bau einer Stadt mit Gebäuden 
wie Kasernen, Schlössern, Mau- 
ern, Werften und Magiertürmen 
vorantreiben. Die hierfür nötigen 
vier Rohstoffe entnehmen Sie 
den weit im Land verstreuten 
Minen. Die Lagerstätten brau- 
chen Sie nur einmal mit einem 
Priester oder Helden konvertie- 
ren, und schon sprudelt die 
Nachschubquelle vollautoma- 
tisch, bis sie von den maximal 
fünf Feinden übernommen oder 
zerstört wird. Jeglichen Rohstoff- 
mangel beseitigen Sie problem- 



los in Ihren Marktstätten durch Tausch oder 
Kauf. 

Echtzeit-Helden 

Bis dahin erinnert alles was Sie bisher gele- 
sen haben an ein typisches Echtzeit-Strate- 
giespiel. Hier aber basteln Sie sich darüber 
hinaus einen Helden mit vier steigerungsfähi- 
gen Charakter werten zusammen, um mit ihm 
eine langfristige Karriere etwa als Magier 
oder Kämpfer einzuschlagen. Daher schicken 
Sie ihn nicht nur in Gefechte, sondern auch 
auf viele Nebenschauplätze, wo Sie etwa 
Schatztruhen mit Gold oder die Kampfkraft 
fördernde Artefakte finden. Die dabei gewon- 
nene Erfahrung investieren Sie nach der 
erfolgreich abgeschlossenen Mission in die 
Steigerung der vier Charakterwerte Stärke, 
Geschicklichkeit, Intelligenz und Charisma - 
und pauken Ihrem Alter Ego vielleicht noch 
den einen oder anderen von rund 70 Zauber- 
sprüchen ein. Helden können natürlich in 
nachfolgende Szenarien übernommen wer- 
den, gleiches gilt auch für einen Teil Ihrer 
Armeen. Sollten Sie sich wacker geschlagen 
haben, bekommen Sie vor der nächsten Mis- 
sion sogar die Möglichkeit ein paar Zusatz- 
truppen anzuwerben, (md) 



64 PC PLAYER JUNI 2000 



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PREVIEW 



Dino Crisis 



»Resident Evil« meets 
»Jurassic Park«: Als 
kesse Söldnerin 
Regina räuchern Sie 
wildgewordene Dinos 
auf einer einsamen 
Insel aus. 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: Capcom/ 

Virgin Interactive 
Genre: Action-Adventure 
Termin: 2. Quartal 2000 



■ Internet: www.dinocrisis.de 

■ Besonderheiten: Umsetzung des 
japanischen PlayStation-Sauriergruseis 

■ mehrfaches Durchspielen schaltet 
versteckte Bonus-Gegenstände frei 

■ Rätselbetont und nicht-linear 




layStation-Umsetzun- 
gen für den PC sind 
selten geworden - zu 
alt ist die Konsole, zu 
hausbacken sind Grafik und 
Sound. Mit zwei Ausnahmen: 
Squares »Final Fantasy«- und 
coms »Resident Evil«-Serien. 

Beide feiern nicht nur in ihrem Mutter 
land Japan riesige Erfolge: Auch in West- 
europa und den USA schätzen Kenner die 
Qualität der Rollenspiele beziehungs- 
weise Action-Adventures. Dabei klaute 
Capcom für Resident Evil dreist bei Info- 
grames »Alone in the Dark«, dessen 
vierter Teil zurzeit in Planung ist (siehe 
Seite 56): Wechselnde Kameraperspek- 
tiven, unvermittelt angreifende Zombies 
und schaurig-schöne Geräuscheffekte mach 




Jurassic Park 3? 

Zombies und sonstige 
Untote haben Urlaub: 
Diesmal sind die Dinosaurier los, und 
zwar auf der Insel Ibis. Dort befindet sich 
nicht etwa der Hauptsitz der gleichnami- 
gen Hotelkette, sondern das geheimnis- 
volle, festungsartig ausgebaute For- 
schungslabor des Dr. Kirk, nicht ver- 
wandt oder verschwägert mit einem 
gewissen James Tiberius. 

Gemeinsam mit drei Mitkämpfern erfor- 
schen Sie als rothaarige Söldner Regina Insel 
und Labor, wobei Ihnen Raptoren, kleine Hüpf- 
und Flugsaurier und natürlich ein Tyrannosau- 
rus Rex auflauern. Klar, dass der König der 
Dinos stets im unpassendsten Moment auf- 
taucht. Neben schnellen Reflexen sind die 
grauen Zellen gefragt: Etliche Türen sind 
durch Puzzles geschützt, die gleichermaßen 
Gehirnschmalz wie Codekarten erfordern. 

Nomma, nomma! 

Typisch für viele Capcom-Titel: Das mehrma- 
lige Durchspielen schaltet versteckte Goodies 
wie ein Bonus-Spiel oder Regina im roten 



Minikleid frei. Ausserdem ist Dino Crisis nicht 
streng linear. Oft stehen Sie vor Entscheidun- 
gen wie: Kollegen helfen oder Dino nachset- 
zen? Weg freischießen oder geheimen Flucht- 
weg öffnen? Solche Fragen sorgen für zusätz- 
liche Dramatik. 

Reginas Animationen und Proportionen 
sind aber noch verbesserungswürdig - die 
tendenziell halslose Regina besitzt auf den 
ersten Bildschirmfotos noch einen leicht zu 
kleinen Kopf, (ra) 



Musikalische Dinos 



Keine Marketingkampagne ohne Musik- 
video: Die Smooth Ds, scheinbar eine 
erfolgreiche Rap-Gruppe, zu deren Ziel- 
gruppe wohl keine PC-Player-Redakteure 
mehr gehören, bauen Dino Crisis in ihr 
neues Musikvideo ein. »End of the 
World« heißt das gute Stück, das die 
Musiker ab Mai zur Insel Ibis und natür- 
lich nach Viva und MTV führen soll. 



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~~& 


Dr. Kirk 

stutzt: 

Moment 

mal, ist 

das nicht 

Lou 

Bega? 



66 PC PLAYER JUNI 2000 



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SPECIAL 




Drei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein 
könnten prallen aufeinander - und verwandeln 




Vergangenheit 

gehörte den »Meer«, 

die Gegenwart gehört 

der Tilgend, 

die Zukunft wird den 

»Juka« gehören. 



Streng entlang dieser Zeitli- 
nien sollte eigentlich die 
Geschichtsschreibung bei 
Ultima verlaufen, wenn - ja 
wenn nicht plötzlich eine 
Katastrophe kosmischen Ausmaßes 
über das Ultima-Universum hereinge- 
brochen wäre. Der Zeitfluss der besag- 
ten drei Epochen wurde nämlich von 
mächtigen Individuen kräftig durchein- 
ander geschüttelt, so dass plötzlich 
Raum und Zeit der drei Ebenen mitein- 
ander verschmolzen, um eine völlig 
neue Welt zu erschaffen. 
Zwei neue Rassen, die »Meer« aus der Ver- 
gangenheit und die aus der Zukunft stam- 
menden »Juka«, sorgten bei den altbekann- 
ten Bewohnern von Britannia für einen hefti- 
gen Kulturschock. Rund 200 Jahre nach die- 
sem Vorfall hat rassistischer und religiöser 
Fanatismus dazu geführt, dass sich zahlrei- 
che Splittergruppen bildeten, die eigentlich 
nur eines gemeinsam haben und zwar radi- 
kale Intoleranz gegenüber allen Andersden- 
kenden. Auf »Logosia«, der Welt der technik- 
begeisterten Juka verbreiten rivalisierende 
Clans ihre ideologischen Ansichten mit Wort 
und Gewalt. Auf »Avenosh« dagegen, der 
Heimatwelt der eigentlich eher pazifistischen 
Meer gelingt es den Herrschenden immer 
weniger, Recht und Ordnung aufrecht zu hal- 
ten. Aber die Konflikte haben nicht nur ras- 
sistische Ursachen, die Verschmelzung der 
drei Zeitströmungen hat auch die sozialen 
Beziehungen der gesamten Gesellschaft 
erschüttert. Für welche Ideale Sie sich als 
beteiligter Spieler einsetzen und welches 
Leben Sie überhaupt führen wollen, hängt 
ganz alleine von Ihnen selbst ab ... 



SPECIAL 




unser heiß geliebtes Britannia in ein Spiele- 
Universum von wahrhaft gigantischen Ausmaßen. 



Am Anfang waren. 



Christopher Kolumbus und Ultima Online 
(UO). Jawohl, diese beiden haben tatsächlich 
eine Gemeinsamkeit. Wagemutig ignorierten 
beide auf ihrer Suche nach neuen Wegen aus- 
getretene Pfade. Kolumbus verließ sich auf 
seine große Liebe, die Santa Maria. UO dage- 
gen erkürte als wichtigste Inspiratoren die Rol- 
lenspiel-Gemeinde und das Internet. Hier wie 
dort war der Weg zum Ruhm mit allerlei Hin- 
dernissen gepflastert. So wurde der Spielfluss 
von UO durch üble Schlaglöcher in Gestalt 
von bugbehafteter Software erheblich behin- 
dert. Dazu kamen erhebliche Geschwindig- 
keitsprobleme, die teils ebenfalls durch unaus- 
gereifte Programmiercodes verursacht wur- 
den. Dennoch konnte sich UO auf Grund sei- 
nes innovativen Konzepts - und auch wegen 



des exorbitanten Supports durch Origin - als 
erstes erwähnenswertes Online-Rollenspiel 
etablieren. 

Wussten Sie eigentlich, wie erfolgreich UO 
überhaupt war - und immer noch ist? Unbe- 
eindruckt davon, dass der Ultima-Schöpfer 
Richard »Lord British« Garriott inzwischen die 
Firma Origin verlassen hat (siehe Seite 52), 
zahlen mehr als 163 000 Spieler Monat für 
Monat zehn Dollar, um in die virtuelle Welt von 
Britannia einzutauchen. Sicherlich eine hoch- 
willkommene Finanzspritze für Origin, die 
zwischenzeitlich mit »A-10« und »Wing Com- 
mander Online« ein paar Großprojekte derb in 
den Sand gesetzt hatten und sich darüber 
hinaus auch noch heillos im nie erschienenen 
Garriott-Projekt »X« verhedderten. 



Aber »Ultima Online 2« ist weitaus mehr als 
bloß ein etwas erweiterter Aufguss seines 
Vorgängers. Schließlich hat UO den Standard 
für all die »Everquests« und »Asheron's Calls« 
unserer Internet-Welt definiert - und so ein 
Ruf birgt schließlich auch eine gewisse 
Verpflichtung. Und in der Tat feiert mit U02 
die zweite Generation von Online-Rollenspie- 
len ihren Einstand. So wird die traditionelle 
Story von Ultima erstmals mit völlig neuen 
Zeitlinien verwoben, dazu kommt eine 
grafische 3D- und Animationsorgie, wie sie 
bislang bei Online-Rollenspielen noch nie zu 
sehen war - keine Frage, dass die Erfahrun- 
gen, welche das Team während der fünfjähri- 
gen Entwicklungszeit von U01 erworben 
hatte, sich bei U02 auszuzahlen beginnen. -> 



Dieser lustige Flat- 
terich ist weitaus 
gefährlicher, als er 
ausschaut. 




»Das 
bislang 
bekannte 
Ultima 
macht nur 
ein Drittel 
der neuen 
Welt aus.« 



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PC PLAYER JUNI 2000 71 



SPECIAL Ultima Online 2 



BIG BUSINESS 



Der normalerweise bei U02 für neue Monstersor- 
ten zuständige Todd McFarlane möchte keine 
Absatzquelle auslassen und kümmert sich auch 
um die Entwicklung zahlreicher Merchandising- 
Produkte rund um Ultima Online 2. 
Actionfiguren: Von Todd stammen in etwa ein 
Drittel der Monster von U02. Sechs davon werden 
auch als leibhaftige Actionfiguren erscheinen. 
Lesestoff: Bei Simon & Schuster erscheinen drei 
Taschenbücher, in denen die Vorgeschichte von 
UO 2 erzählt wird - ob eine deutsche Übersetzung 
kommen wird, ist allerdings noch fraglich. 
Anime-Film: Eine (noch unbekannte) Film-Produk- 



Auch aus diesem 
schnuckeligen 
Nackedei wird mal 
eine Actionfigur 



tionsfirma soll die U02-Hintergrundgeschichte 
im japanischen Anime-Stil verfilmen. 
Zinnfiguren: Die Firma Rawcliffe bastelt an meh- 
reren Zinnfiguren diverser Monster und Helden. 
Schwert und Rüstung: Die US-Firma Museum 
Replicas produziert normalerweise Ausrüstungs- 
gegenstände für reale Ritterspiele - und erweitert 
ihr Sortiment nun um zahlreiche Waffen und Rüs- 
tungsteile, die allesamt aus U02 stammen. 
Sonstiger Plunder: Was wäre ein Spiel ohne 
T-Shirts, Tassen und ähnlichem alltäglichen Krem- 
pel, der für viele große Spiele - und natürlich 
auch für U02 - produziert wird. 




Womit beginnen? 



»Wir sind gegen- 
über der Kon- 
kurrenz im 
Vorteil, denn wir 
haben bereits 
alle Fehler 
gemacht.« 

Jeff Anderson (Creative Director) 



-> Niemand sollte den Wert von Erfahrungen 
unterschätzen. Dies gilt vor allem für die von 
Grünschnäbeln durchsetzte Online-Welt, in 
der Origin so was wie ein altehrwürdiger 
Veteran ist. Zweifelsohne weckt das aus rund 
45 Leuten bestehende hochtalentierte U02- 
Team den Neid der ganzen Branche. Haupt- 
verantwortlich für U02 zeichnen Daminan 
Schubert der ehemalige Chef-Designer von 
»Meridian 59« aus dem Hause 3DO, Jeremy 
Gaffney, der vormalige hauptverantwortliche 
Technologie-Guru von Turbine Entertainment 
(die übrigens Asheron's Call gemacht hatten) 
sowie der UO-Produzent und Projektleiter 
Starr Long, der vor U02 an Spielen wie 
»Gemstone« mitgewerkelt hatte. Die Realisa- 
tion eines Online-Rollenspiels ist natürlich 
eine erheblich aufwändigere Angelegenheit 
als das Entwickeln eines »normalen« Spiels. 
Eine in sich schlüssige Welt muss zunächst 
erdacht und danach ständig ausgebaut wer- 
den, damit sich daraus so etwas wie ein 
lebenslanges Geschäft entwickeln kann. Aus 
diesem Grund entwarf das U02-Team einen 
minutiösen Vier-Stufen-Plan in Gestalt von 
Power-Point-Präsentationen - die bekannt- 
lich von allen Spiele-Redakteuren gehasst, 



aber von sämtlichen Marketing-Typen vergöt- 
tert werden. 

Der Vier-Stufen-Plan - aus dem Sie auch 
den Entwicklungsstand des Spiels ablesen 
können - schaut wie folgt aus: 

1. Entwurf und Realisierung einer phantas- 
tischen 3D-Welt. 

2. Entwurf und Integration eines vollkom- 
men frei gestaltbaren Charaktersys- 
tems. 

3. Entwicklung eines sehr variablen 
Kampf Systems. 

4. Feinschliff der Spielwerte und der 
Bedienung, um es für die breite Masse 
zugänglich machen. 

Gerade der letzte Punkt ist vielleicht der 
wichtigste, denn U02 will den Spieler beloh- 
nen und ihn ständig unterhalten, Spiel und 
Bedienung müssen einfach und intuitiv sein, 
aber dennoch genügend Tiefe bieten. Eine 
spätere Ausbaufähigkeit des Spiels ist letzt- 
lich aus Gründen der Langzeitmotivation 
ebenfalls unentbehrlich. 

Aber mit solcher Marketing-Phraseologie 
und seinen Versprechungen Spieler anzulo- 
cken, beeindruckt man vor allem die Aktien- 
eigner des Mutterkonzerns. Ȇber unser pri- 




Die Zitadelle des Schurken Blackthorn. 



72 PC PLAYER JUNI 2000 



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SPECIAL 



n der Welt der 
naturnah lebenden 
Meer ist solches 
Viehzeug praktisch 
alltäglich. 



Dieses martialische 
Gerät rollt aus der 
Zukunft herbei. 




Rasse der Juka 
setzt auf bizarre, tech- 
nologische Waffen. 



märes Ziel müssen wir sicherlich noch etwas 
grübeln«, verspricht Anderson - und denkt 
dabei vielleicht an gewisse Vorkommnisse in 
der Vergangenheit. Schließlich wurden die 
Origin-Fans von ihrer Lieblingsfirma in letzter 
Zeit nicht gerade verwöhnt: Sowohl UO 1 als 
auch das kürzlich erschienene »Ultima Ascen- 
sion« krankten an unzähligen größeren und 
kleineren Bugs sowie mangelnder Stabilität - 
vielleicht sollte Origin als fünften und ent- 
scheidenden Punkt noch eine Qualitätskontrol- 
le in seinen Plan einflechten. 

Das alte Ultima ist tot 

Das Ultima-Universum basiert auf einigen fun- 
damentalen Grundsätzen, die stets dieselben 
geblieben sind und sogar den meisten Avatar- 
Verächtern bekannt sein dürften: Der brave 
Tugendbold Lord British herrscht weise und 
gerecht über sein geliebtes Reich Britannia, 
den Part des bösen Schurken übernimmt nach 
guter, alter Tradition der ruchlose Finsterling 
Lord Blackthorne. Dann gibt es da natürlich 
noch die unvermeidlichen Drachen, Orks, 
Handwerker, Krieger und Zauberer. Keine 
Sorge: Die gesamte Sippschaft mischt auch 
bei Ultima Online 2 kräftig mit - wenn man 



mal davon absieht, dass Lord Blackthorne sich 
nun in einen kybernetischen Psychopathen 
verwandelt hat. Die Welt dagegen hat sich 
ziemlich radikal verändert. Gemäß der bereits 
besagten und ziemlich abgefahrenen Hinter- 
grundgeschichte gerät das Raum/Zeitkontinu- 
um bekanntlich in eine ziemlich üble Schiefla- 
ge. Die Folge ist, dass das bislang bekannte 
Britannia nur ein Drittel der gesamten neuen 
Welt ausmacht. Denn aus verschiedenen Zeit- 
linien reisen zwei neue Kontinente und mit 
ihnen zwei völlig neue Rassen heran. Da 
wären einmal die aus der Vergangenheit stam- 
menden magisch begabten Mystiker namens 
»Meer«. Das andere Volk kommt aus der 
Zukunft, nennt sich 
»Juka« und besitzt ein 
talentiertes Händchen für 
abgedrehte Technolo- 
gien. 

Werfen Sie ruhig einen 
Blick auf die Monstermo- 
delle, mit denen wir die- 
sen Artikel garniert 
haben. Ist Ihnen dabei 
etwas Ungewöhnliches 
aufgefallen? So sollte es 



auch sein. Denn sogar altbekannte Kreaturen 
wie Orks oder voll ausgerüstete Party- Mitglie- 
der wie der klassische Schwertkämpfer schau- 
en völlig anders aus, als es der Rollenspieler 
bislang gewohnt war. Dies liegt wahrschein- 
lich nicht zuletzt an Art-Director Andy Hoyes, 
der über eine sehr schräge Phantasie verfügt. 
Aber auch Designer Todd Farlane, der zuvor an 
solch wilden Werken wie »Die Horde« und 
dem hier zu Lande eher unbekannten »Spawn 
Creator« mitgewerkelt hat, dürfte daran nicht 
ganz unschuldig sein. Denn natürlich tauchen 
mit den beiden neuen Rassen etliche bizarre 
Monstersorten auf, die sich eigentlich jeglicher 
Beschreibung entziehen. Rechnen Sie einfach 
damit, dass Sie an 
sehr vielen Stellen 
ausrufen werden: 
»Was zur Hölle 
ist das???«. Und 
Schockerlebnisse 
dieses Kalibers er- 
warten Sie am lau- 
fenden Band, wäh- 
rend Sie die schö- 
ne, neue Ultima- 
Welt erkunden. -> 



»Wir wollen, dass 
der Spieler stän- 
dig denkt: So 
etwas hab ich 
wirklich noch gar 
nie gesehen.« 




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PC PLAYER JUNI 2000 73 



SPECIAL Ultima Online 2 



BESEITIGE DEINEN PARTNER 



Besonderes Augenmerk legte Origin auf die 
»Player-Killer«, das heißt die Spielverderber, 
denen es am meisten Spaß bereitet, andere 
(und vorzugsweise weitaus schwächere) Spieler 
umzunieten und auszurauben. Ehrlich gesagt, 
hasse ich ja solche Leute, denn die alleine 
waren daran schuld, dass ich irgendwann bei 
Diablo und UO den Löffel geschmissen habe. 
Deshalb wird es in UO 2 ausgewiesene Sicher- 
heitszonen geben, wie etwa den gesamten Kon- 
tinent Britannia, wo Player-killing schlicht und 
einfach nicht möglich ist. Dieses Gebiet umfasst 
immerhin ein Drittel der gesamten U02-Welt 



und ermöglicht dort ein ebenso unbeschadetes 
wie herzerfrischendes Herumstreunen. Dennoch 
werden Sie natürlich irgendwann einen zuneh- 
mend starken Drang verspüren, sich in die weit- 
aus gefährlicheren beiden anderen Kontinente 
zu wagen. Wenn Sie dort einen Spieler bekämp- 
fen und diesen bewusstlos schlagen, bekom- 
men Sie eine Dialog-Box mit der Option, ihm 
endgültig den Lebensfaden durchzuschneiden. 
Wenn Sie dies tun, bekommen Sie sämtliche 
Habseligkeiten der Leiche und als Doppelstrafe 
für die gottlose Aktion keinerlei Erfahrungs- 
punkte und einen angekratzten Ruf. 




Die Design- 
studie eines 
Juka-Krie- 
gers. 



Kleider machen Leute 



»Die Grenzen 
zwischen der 
virtuellen und 
der tatsäch- 
lichen Welt 
beginnen zu ver- 
schwimmen.« 



-> Es dürfte Sie nicht sonderlich überraschen, 
dass der zweite Auftritt von Ultima Online in 
3D vonstatten gehen wird. Und trotz gewisser 
optischer Parallelen mit Ultima Ascension 
schwört Origin Stein auf Gebein, dass es sich 
dabei um eine völlig neue Engine handelt - 
was wohl schon auf Grund der besonderen 
Anforderungen, die der Internetbetrieb stellt, 
unvermeidlich ist. Unvermeidlich dürfte auch 



sein, dass U02 angesichts seiner enormen 
Datenmenge auf zwei CDs ausgeliefert wird: 
je eine für die Installation und den Spielbe- 
trieb. Eine Ich-Perspektive wird zwar voraus- 
sichtlich ebenfalls zur Wahl stehen, aber am 
idealsten steuern Sie Ihren Charakter ähnlich 
wie bei Ascension, sprich aus dem Blickwin- 
kel einer dritten Person. Es wäre jedenfalls 
schade, wenn Sie Ihren eigenen, detailliert 
texturierten Avatar nicht bewundern würden, 
denn insbesondere das Herumlaufen der 
Charaktere muss man einfach gesehen 
haben. Zwar bestehen die Figuren nur aus 
relativ wenig Polygonen, die sind aber durch 




eine darüber gelegte dehnbare »Netzhaut« 
sehr gut getarnt. Zusammen mit den phan- 
tastischen Texturen der Kleidung und der 
Detailverliebtheit der Waffen schauen die 
Charaktere einfach umwerfend gut aus. 

Und die einzigartige Architektur der drei 
Rassen knüpft an diese Leistung nahtlos an. 
Die Bauten von Britannia sind mal wieder 
entweder aus Stein oder aus Schiefer. Mit der 
legendären Waldstadt Yew hat sich Origin 
besondere Mühe gegeben, denn die thront 
mit all ihren Gebäuden inmitten der Krone 
eines einzigen gewaltigen Baums, um dessen 
Stamm mächtige Rampen verlaufen. 

Auch die Bewohner Britannias verhalten 
sich wie gewohnt, haben aber nun die Mög- 
lichkeit, Fähigkeiten der beiden neuen Rassen 
zu übernehmen. Etwas wilder wird es bei den 
Meer, katzenartigen Wesen mit einem bunt 
gescheckten Fell, deren mysteriöse Welt 
förmlich überquillt vor bizarren und teilweise 
prähistorischen Kreaturen. Die organischen 
Gebäude der Meer harmonieren sehr mit 
ihrer natürlichen Umgebung. 

Die Jukas stehen in punkto Baustil auf soli- 
de Metallarbeit. Als stolze Krieger/Sklaven- 
rasse pflegt man halt einen dominanten Habi- 
tus und einen technischen Baustil mit unterir- 
dischen Fabriken. In dieser Welt findet sich 
auch die Metropole »Logos«, sowie der 
Stammsitz von Lord Blackthorne. Der hat die 
Bestrafung durch Lord British doch überlebt, 
da er seine Wunden mit Hilfe eines kyberneti- 
schen Chirurgen verarzten konnte. 



74 PC PLAYER JUNI 2000 



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SPECIAL 




Eine wilde Hundemeute - den dämonischen 
Köter links außen kennen erfahrene Britannia- 
Fans bereits aus Ultima Ascension. 



Weitaus harmloser sind Pferde. Auf einigen 
von denen dürfen Sie sogar reiten - und wäh- 
renddessen den Feind mit Hieben eindecken. 



Manche Monster haben geradezu furchterre- 
gende Ausmaße - beachten Sie den Größen- 
unterschied zwischen Mensch und Drachen. 



Mein Ultima 



Der völlig frei gestaltbare Charakter ist eines 
der wichtigsten Elemente von U02. Daher hat 
das U02-Team ein System entwickelt, das 
Ihnen eine praktisch unbeschränkte Ausbau- 
möglichkeit Ihres Helden ermöglicht. Wenn 
Sie nicht mit einem per Zufallsgenerator 
erstellten Recken vorlieb nehmen möchten, 
entscheiden Sie sich zunächst mal für eine 
von drei Rassen. Dann spendieren Sie Ihrem 
Avatar eine beliebige Haut- und Haarfarbe. 
Einige Tätowierungen und Narben machen 
sich sicherlich auch nicht schlecht. Um das 
Potenzial an den sich dynamisch entwickeln- 
den Beziehungen auszuschöpfen, hängen die 

»Das erste Spiel 
der zweiten 
Generation von 
Online-Rollen- 
spielen.« 



kommunikativen Möglichkeiten Ihres Charak- 
ters von seinem jeweiligen Aufenthaltsort ab. 
Es wird Ihnen überlassen bleiben, auf wel- 
chem Kontinent Sie starten möchten. 

So könnte etwa ein »Meer«-Charakter 
durchaus im »Juka«-Gebiet beginnen - mit all 
den Problemen, die dies mit sich bringt. Er 
oder sie müsste nämlich in diesem Fall damit 
zurechtkommen, dass die von ihm gewählte 
Rasse bei den Jukas ziemlich unbeliebt ist. Da 
hier nichts, aber auch gar nichts vorgegeben 
ist oder gar benötigt wird - und dem Mutigen 
sowieso die Welt gehört -, ist ein solcher Ver- 
such durchaus erfolgversprechend. 

Aber nicht nur die Charakterfrage, sondern 
auch die Art der Karriere bleibt Ihnen über- 
lassen. U02 benutzt statt des üblichen nach 
Klassen aufgeteilten Systems eines, das nach 
den Fähigkeiten Ihres Charakters vorgeht. 
Hierfür wurde ein monströser Talent-Baum 
mit weit über 1000 miteinander kombinierba- 
ren Zweigen erschaffen, so dass unzählige 
Spezialisierungen möglich sind. Sie starten 

mit einer vor- 
gegebenen 
Zahl an Fähig- 
keitspunkten, 
mit denen Sie 




eine grobe Richtung der Charakter-Entwick- 
lung vorgeben. Wenn Sie sich für ein Talent 
entscheiden, erschließen sich zwei weitere 
und so weiter, bis sich der gesamte Baum 
nach und nach öffnet. Dadurch können Sie 
entweder zu einem Großmeister eines 
Bereichs (Magier, Schwertkämpfer, Schmied 
...) heranreifen, oder sich zum Multitalent 
entwickeln, dessen Allgemeinbildung jede 
noch so kleine Fertigkeit umschließt. 

Jedes Mal wenn Sie eine Stufe emporstei- 
gen, können Sie die Punkte, die Sie bereits in 
andere Fertigkeiten investiert haben wieder 
zurückholen und auf andere Bereiche verteilen. 
Dies bedeutet, dass Sie nach einigen Monaten 
charakterlichen Feinschliffs an einem edlen Rit- 
ter diesen problemlos in einen mächtigen 
Magier verwandeln können. Wenn Sie bis in die 
letzten Verästelungen des Charakter-Baums 
vordringen wollen, genügt es aber nicht, erwor- 
bene Punkte nur stur in den Talent-Baum zu 
pumpen, denn für die mächtigsten Fähigkei- -> 



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Die elfenähnlichen Meer sind von Natur aus friedlich, leben im Ein- 
klang mit ihrer Umwelt und gehören zu den mächtigsten Zauberern. 



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PC PLAYER JUNI 2000 75 



SPECIAL Ultima Online 2 




Spinnenmonster dieses Kalibers gehören 
noch zu den optisch und kampftechnisch nor- 
malsten Ungeheuern von Ultima Online 2. 




Diese wilden Metall-Viecher kommen dage- 
gen aus der Zukunft und schauen schon 
etwas ungewöhnlicher aus. 



Und dieser hässliche Klopps mit Beinen spot- 
tet eigentlich jeder Beschreibung - zu nahe 
kommen sollten Sie ihm aber besser nicht. 



->ten benötigen Sie einen Lehrer. Raten Sie 
mal, wo dieser Mentor sitzen wird. Genau, eine 
solche Quest wird Sie in das tiefste Herz der 
allergefährlichsten Gegenden führen. 

Inspiriert von Spielen wie »Diablo« werden 
Sie anfangs sehr schnell die Erfahrungsleiter 
emporkraxeln. »Wir wollen, dass Sie sich in der 
Oberwelt sehr schnell sehr mächtig fühlen«, 
sagt Long. »Zwar schauen die Außenwelt-Mon- 
ster sehr groß und gefährlich aus, sie sind aber 
zumeist relativ schwächlich und geben Dir 
damit die Chance, Dich sehr schnell als echter 
Held zu fühlen.« 

Genau wie in U01 werden Sie aber nicht 
dazu gezwungen, ständig zu kämpfen. So sind 
Spieler, die sich handwerkliche Fähigkeiten 
aneignen wollen, ein unverzichtbares Element 
des gesamten Spiels. Denn nur die werden in 
der Lage sein, einzigartige (und einzigartig aus- 
schauende!) Waffen, Rüstungen und Klamotten 
zu entwerfen und damit eine unberechenbare 
Komponente in das Spiel einzubringen. 

Die visuelle Identifikation mit Ihrem Charak- 
ter geht jedoch weit darüber hinaus, sich nur in 
bunte Lumpen zu hüllen, auch einzigartige 
Kampfmanöver sowie hochspezialisierte Zau- 
bersprüche gehören mit dazu. Der Waffen-Desi- 
gner Bruce Fontaine (unter anderem bekannt- 
geworden durch seine Prügelsequenzen von 
»Teenage Mutant Ninja Turtles«) entwarf zahl- 
lose Kampf-Choreographien und Zaubersprü- 



che. Sogar komplexe, soziale Zusammenhänge 
wurden programmiert, um den Charakteren 
individuelle Verhaltensmuster einzuhauchen. 
Wie hätten Sie's denn gern: Als belächelter 
Depp mit Ninja-artigen, steifen Bewegungen 
und Schlagtechniken durch die Gegend pir- 




Diese frühe Designstudie erinnert an 
die Borg-Königin von Stark Trek. 



sehen, oder als arroganter Bursche, der reich- 
lich Rhythmus im Blut hat, elegant umher stol- 
zieren? 

Nur für den Fall, dass Ihnen all diese Perso- 
nalisierungen noch nicht weit genug gehen 
sollten: Origin bastelt momentan unter der 
Adresse www.my.uo.com an einer Website für 
U02-Spieler, die ihrem Charakter sogar noch 




mehr Individualität verpassen möchten - die 
Grenzen zwischen der virtuellen und der tat- 
sächlichen Welt beginnen zu verschwimmen. 

Kung Fu fighting ... 

Was auch immer wir über die Bedeutung von 
Verhandeln, Kameraderie und Diplomatie 
schreiben, am wichtigsten in der Welt der Onli- 
ne-Spiele war und ist immer noch das Kämp- 
fen. Natürlich wird es auch bei U02 ein paar 
Freaks geben, die nichts anderes im Sinn 
haben, als sich schnellstmöglichst zu verheira- 
ten - ein sicherlich erhabener Moment, aber 
dennoch nichts gegen den Stolz, der aufkom- 
men dürfte, wenn Sie Ihr erstes Monster erlegt 
haben. Denn U02 verspricht einige überwälti- 
gende Effekte während der Kämpfe, deren 
genauer Verlauf sogar abgespeichert werden 
kann, um neue Techniken zu erlernen. Wenn 
Sie beispielsweise Zeuge einer Rangelei wer- 
den, können Sie die Schlagtechniken der Geg- 
ner übernehmen und beim nächsten Gefecht 
einsetzen - vorausgesetzt Sie haben die ent- 
sprechende Erfahrungsstufe erreicht. Jeder 
Schlag hat einen Angriffs- und einen Verteidi- 
gungswert, der die Kraft wie bei »Papier, Sche- 
re, Stein« ausbalanciert und seine Vor- und 
Nachteile hat. Aber wir hören sie jetzt schon, 
die von Spielern ausgestoßenen »Aaaahs« und 
»Oooohs«, wenn ein erfahrener Kämpfer ein 
schwindelerregendes Gewitter an Hieben und 
Schlägen abfeuert - 
der darauffolgende 
»Ich will das auch 
können «-Reflex 
führt dann zu einer 
eigenen, sich stän- 
dig verändernden 
Individual-Quest. 

Die imposante 
Optik während der 
Kämpfe wird durch 
die so genannte 
»dual-body-anima- 
tion« noch gestei- 
gert. Dank der agieren Ober- und der Unterkör- 
per eigenständig. Dadurch ist es beispielsweise 
möglich, auf einem Pferd zu reiten und gleich- 
zeitig Hiebe auf einen davonlaufenden Feind 
auszuteilen. Oder während eines Kampfes zu 
flüchten und sich dabei umzudrehen um noch 
schnell einen Schlag zu landen. Bei all diesen 
Aktionen soll die Präsentation flüssiger sein als 
alles, was Sie bisher erlebt haben und weit 
mehr bieten, als die übliche »noch detailliertere 
und farbenprächtigere 3D-Welt«. Und wer in 



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SPECIAL 




Was wäre ein Rollenspiel ohne Skelettkrieger 
- die Schwächlinge sind natürlich für die 
meisten Helden eher Opfer als Gegner. 



Völlig anders schaut die Sache bei diesem 
magiebegabtem untoten Zauberer aus, der 
mit seinem Zauberstab Blitze verschießt. 



Ultima Online 2 wird sämtliche gebräuch- 
lichen - und allerneuesten - 3D-Kartenstan- 
dards wie den NV15-Chipsatz unterstützen. 



U02 den Kampf sucht, kann ihn auch finden. 
Denn über 100 Monstersorten in verschieden- 
ster Farbe und Größe werden das Land bevöl- 
kern und nur auf eines aus sein: Ärger. Origin 
hat aus einer von Bullfrog erstellten Expertise 
gelernt, die sich mit dem Wegfindesystem und 
der Künstlichen Intelligenz von »Dungeon Kee- 
per« beschäftigte. Monstren, die etwa an einem 
Felszacken oder in einer Sackgasse kleben und 
dadurch gefahrlos beseitigt werden können, 
soll es jedenfalls bei U02 nicht geben. Dafür 
aber zehn Magieschulen mit über 100 Zauber- 
sprüchen, die im Verbund mit all den speziali- 
sierten Kampftechniken dafür sorgen sollen, 
dass die Kämpfe weitaus mehr Abwechslung 
und taktischen Tiefgang bieten, als jedes ande- 
re bisher erhältliche Rollenspiel. 

Stirb, Spieler, stirb 

Jeder, der bei UO 2 kämpft läuft natürlich auch 
Gefahr, irgendwann mal den Löffel abzugeben. 
Das ist zwar ziemlich bitter, bedeutet aber nicht 
den Ausverkauf all Ihrer zuvor angesammelten 
Erfahrungen und Schätze - so ist es laut Origin 
zumindest geplant. Beispielsweise wird es 
einen sehr speziellen Zauberspruch geben, mit 
dem erfahrene Charaktere Ihre Waffen so ver- 
zaubern können, dass Sie von niemandem 
gestohlen werden - nicht mal dann, wenn Sie 
tot darniederliegen. Ansonsten wird das Übel- 
ste, was Ihnen bei Ihrem Ableben passiert, der 
Verlust irgendeines anderen wichtigen Gegen- 
standes sein. Die sofortige Wiedergeburt 
erfolgt in einer der Sicherheitszonen, etwa 
einer Stadt oder bei einem Schrein - der Stand- 




ort hängt davon ab, in welcher Gegend Sie sich 
gerade herumgetrieben haben. Wenn Sie in 
einer der Sicherheitszonen sterben sollten, 
müssen Sie auf einen Leichenjäger warten, und 
wenn der nicht ziemlich schnell herbeigeeilt 
kommt, um Sie zurück ins digitale Leben zu 
rufen, kann es durchaus vorkommen, dass Sie 
zwischenzeitlich ausgeraubt werden. 

Nicht ganz unwichtig ist auch, wie oft Sie mit 
dem Sensenmann Bekanntschaft schließen. 
Sollten Sie Ihrem Schöpfer nicht mehr als ein- 
mal am Tag gegenübertreten, verlieren Sie 
weder Gegenstände, noch Erfahrungspunkte. 
Wenn Sie sich jedoch ständig mit übermächti- 
gen Gegnern anlegen und sich vier, fünf Mal 
pro Tag abwatschen lassen, gibt's einen Abzug 
an Erfahrungspunkten. Um Einsteigern etwas 
auf die Sprünge zu helfen, werden die meisten 
Monster Sie anfänglich nur bewusstlos prügeln 
und Ihnen vielleicht einen Gegenstand abneh- 
men. In der mittleren Erfahrungsstufe dagegen 
sind Sie solange nur bewusstlos, bis ihre 
gesamte Party tot ist - verbündete Party-Mit- 
glieder teilen sich dann sämtliche im Kampf 
gewonnenen Erfahrungspunkte. 

Auf die Plätze, fertig ... 

Wie Sie unschwer erkennen können, handelt es 
sich bei U02 um ein wahrlich gewaltiges Pro- 
jekt. Nicht nur, dass die Welt in jeder nur 
erdenklichen Form anders ausschaut als 
alles, was Sie bislang gesehen haben. 
Fasst man die Spielmechanik, die Kame- 
rakontrolle, die Optik, die Kampftechnik 
und die Atmosphäre zusammen, haben 
Sie das erste Spiel der 
zweiten Generation an 
Rollenspielen vor 
sich. Eine beneidens- 
werte Beta-Test- 
Mannschaft wird in 
der zweiten Jahres- 
hälfte damit begin- 
nen, die U02-Welt 
nach Fehlern abzu- 
suchen. Als vorläu- 
figer Erscheinungs- 
termin wird der 
Frühling des näch- 
sten Jahr ange- 
peilt. Nach Jeff 
Andersons Überzeu- 
gung ist U02 bis dahin 
eine in sich schlüssige 
und fehlerfreie Einheit, 
aber wir als zynische 



alte Skeptiker glauben das freilich erst, wenn 
wir es sehen. Zumindest an einer Sache dürfte 
jedoch kein Zweifel bestehen: Origins Entschei- 
dung, U02 nicht einfach U02 zu nennen (der 
finale Titel steht noch nicht fest) macht deutlich, 
wie revolutionär dieses mit unendlichen Gestal- 
tungsmöglichkeiten ausgestattete Mammut- 
werk sein wird. Bleibt die Frage, wer eigentlich 
noch die reale Welt braucht, wenn dem neuen 
Ultima-Universum erst Leben eingehaucht 
wurde? (Rob Smith/md) 



»Wer braucht 
eigentlich noch die 
reale Welt, wenn 
dem neuen Ultima- 
Universum erst 
Leben eingehaucht 
wurde?« 




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Baldur's G 
rennen all« 
Rollenspiel- 
steller 



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Her- 

- Heldenepos 
berblick über 
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Schon Temple of 

Apshai (im Bild links 

die Epyx-Umsetzung 

von '84) nutze Ä 

das gleiche 

Spielprinzip i 

wie Diablo 2 

(oben). 



Inhalt 

Einleitung und Historie 

Erhältliche Rollenspiele 

Kommende Rollenspiele 

Diablo 2 

Pool of Radiance 2 

Soulbringer 



or nicht allzu langer Zeit schien 
es, als sei das Thema Rollenspiel 
am Computer dem Untergang 
geweiht. Während einige Rollen- 
spiel-Reihen wie »Final Fantasy« auf den 
Videospielekonsolen mit Rekordver- 
kaufszahlen beeindruckten, schien es in 
den Jahren '97/98 fast so, als würde die- 
ses Genre auf dem PC zum Nischenpro- 
dukt für Enthusiasten werden. 

Es sei zu teuer und aufwändig, ein gutes 
Rollenspiel zu entwickeln - so hieß es. Und: 
Rollenspiele wären zu kompliziert für den 
Massenmarkt, gingen am Publikumsge- 
schmack vorbei. Das diagnostizierten Markt- 
strategen ungeachtet der gleichzeitigen Erfol- 



Dabei waren es gerade die Rollenspiele, 
die einst wichtige Impulse für die Weiterent- 
wicklung der Computerspiele gegeben hat- 
ten. So haben die ersten dreidimensionalen 



)-l_abyrinthe von Titeln wie »Wizardry« 
(1981), »Dungeon Master« (1987) und 
schließlich »Ultima Underworld« (1991) die 
Optik und mit der starken Betonung auf stän- 
diges Monstermetzeln sogar den Spielablauf 
moderner 3D-Shooter vorweggenommen. 

Pionierarbeit 

Rollenspiele leisteten zudem Pionierarbeit auf 
dem Gebiet der Entwicklung starker Protago- 



ten. Ein Meister seines Faches war Richard 
Garriott, der mit seiner Ultima-Reihe seit 1980 
ein philosophisch angehauchtes Fantasy- 
Epos, eingebettet in ein filigran ausgestalte- 
tes Paralleluniversum, schuf. Der Spieler 
kämpfte als so genannter Avatar im Reich von 
Lord British, dem Alter Ego Garriotts, für das 
Gute. Erst vor zwei Monaten schloss Garriott 
mit »Ultima 9: Ascension« dieses faszinieren- 
de Opus ab, wenngleich das Finale mehr 



Das Potenzial wurde 
lange unterschätzt. 



Rollenspiel- 
Legenden 




Hack (seit den 70er Jahren) 

Trotz karger, auf dem normalen ASCII- 
Zeichensatz beruhender Optik, ein frü- 
her Diablo-Vorläufer. Das simple, noch 
heute beliebte Spielprinzip: Monster 
erlegen und Schätze einsammeln. 




Ultima 1-9 

(Origin und andere, '80 bis 2000) 

Über 20 Jahre hinweg entstand dieses 
Epos von Richard Garriott. Speziell die 
interessante Story sowie die zahllosen 
Details faszinierten. Teil 9 wurde just 
veröffentlicht, (im Bild: Ultima 4) 



n 



Wizardry 1-7 (Sir-Tech, seit '81) 

Unglaublich aber wahr: Wizardry führte 
schon '81 die 3D-Ansicht ein, auch 
wenn die Gänge nur mit wenigen Linien 
dargestellt wurden. Wird fortgesetzt. 



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SIR ELUOOD Swings 
at a DruiJj but 



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The Bard's Tale 1-3 (Electronic 
Arts/Interplay, '85 bis '88) 

Obwohl Bard's Tale im Prinzip nichts 
anderes als ein verbesserter Wizardry- 
Klon war, verhalf die aufpolierte Präsen- 
tation diesem Spiel zu Rekordverkäufen. 



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SPECIAL 



Rollenspiel- 
Legenden 





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i> Sir Feigar X±6 2> Terwin III Xi3 



Might & Magic 1-8 
(New World Computing/ 
3D0, seit '86) 

Der Bard's-Tale-Konkurrent überlebte 
sein großes Vorbild; mittlerweile 
erscheint alljährlich ein weiterer Nach- 
folger. Schwächelt inzwischen und 
hätte eine Frischzellenkur nötig. 



Dungeon 
Master 
(FTL, '87) 

Nicht die 
ansehnlichen 




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3D-Gänge sind der große Verdienst die- 
ses Spiels, sondern der Sprung von 
gemächlich-rundenweisen Monster- 
kämpfen hin zu flotten Echtzeit-Schar- 
mützeln. 

Final Fantasy 
1-8 (Square/ 
Eidos, seit '87) 

Eigentlich stand 
diese brillante 
japanische Video- 
spiel-Reihe 
zunächst im Schatten der Nintendo- 
Rollenspiel-Serie »Dragon Warrior« 
(Enix). Seit Teil 7 auch auf dem PC. 
(Bild: Teil 1) 

Pool of 
Radiance 
(SSI, 
seit '88) 

Die erste offi- 
zielle Umsetzung eines bekannten Rol- 
lenspiel-Systems nutzte das AD&D- 
Regelwerk. Nach zwölf Jahren ist nun 
endlich ein Nachfolger in Sicht. 






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Ultima Underworld (Origin, '91) 

Dieser höchst innovative Ultima-Able- 
ger kombinierte nicht nur Rollenspiel- 
Elemente mit neuester 3D-Technik, 
sondern war zugleich der Vater der 
3D-Actionspiele. (Bild: Teil 2 von °92) 



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Während Interplay mit dem recht tradi- 
tionellen Baldur's Gate (oben) einen j 
neuen Rollenspiel-Boom auslöste, blieb Jj 
das ambitionierte Ultima 9 (rechts) hin- 
ter den Erwartungen zurück. 










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Gemeinsamkeiten mil, 
Adventure als mit einem Rollenspiel h 

Legendär ist auch das »Adventure Con- 
struction Set«, ein Rollenspiel-Baukasten von 
Electronic Arts aus dem Jahr 1985, mit dem 
man selbst seine eigenen Szenarien - egal, ob 
Fantasy, Science-Fiction oder selbst unge- 
wöhnliche Ideen wie Kriminal-Rollenspiele 
weitgehend frei gestalten konnte. 

Inzwischen hat sich sogar das Charakter- 
werte- und Erfahrungssystem, welches einst 
die Rollenspiele von allen anderen Spielegat- 
tungen unterschied, auch auf andere Genres 
ausgebreitet. Natürlich verfügen die vom Ulti- 
ma-Underworld-Vater Warren Spector ent- 
worfenen Action-Adventures »System 
Shock« und »Deus Ex« genauso über eine 
Charakterentwicklung wie die Erfahrung sam- 
melnden Einheiten mancher Echtzeit-Strate- 






Rosige Aussichten 

Erst erstaunlich spät wurden traditionelle 
»Pen-and-Paper«-Rollenspiele offiziell umge- 
setzt. Obwohl zahlreiche Begeisterte schon 
seit Mitte der 70er Jahre unter der Regie eines <■ 
Spielleiters gegen wilde Orks anwürfelten 
und Computerrollenspiele von den Vorbildern 
inspiriert wurden, vollzog erst '88 ein Entwik- 
kler den nahe liegenden Schritt einer entspre- 
chenden Computeradaption. »Pool of Ra- 
diance«, vom bis dahin nur durch Strategie- 
spiele aufgefallenen Hersteller SSI, nutzte das 
bekannte »Advanced Dungeoris & Dragons«- 
Regelwerk, das zuletzt auch beim Chart- Stür- 
mer »Baldur's Gate« zum Einsatz kam. 

Und Baldur's Gate markiert auch den neu-fll 
esten Wendepunkt in der Geschicht(*der 
Computer-Rollenspiele: Überraschend stieg 
dieser Interplay-Titel in die vordersten Ränge 
der Verkaufscharts und bewies, wie sehr das 
Potenzial dieser Spielegattung lange unter- 



»Command & Conquer« eine wahre Echtzeit- 
Strategieflut losbrach, definiert nun rasch ein 
jeder sein Action-Adventure, seine 3D-Action- 
gurke und sogar sein Piratendrama zum Rol- 
lenspiel um. Noch hat Interplay die Nase vorn 
- »Baldur's Gate 2«, »Neverwinter Nights« 
und »Icewind Dale« gehören zu den Hoff- 
nungsträgern, »Planescape: Torment« hat 
gerade bewiesen, dass auch in einer Fantasy- 
Welt makabrer Humor sein Plätzchen finden 
kann. Auch andere Firmen drängen mit teil- 
weise erstaunlich opulentem Design in den 
Markt hinein und buhlen um die Gunst der 
Kunden. Ein auffälliger Trend ist die echte 3D- 
Optik. Außerdem wird es immer populärer, 
die Kämpfe temporeich in Echtzeit ablaufen 
zu lassen, statt den Spieler in jeder Runde 
seine Recken von einem Feld zum nächsten 
zu schieben und die Hiebe bedächtig zu pla- 
nen. Letzteres ist wohl ein Verdienst von »Dia- 
blo« ('96), dessen simples »Schätze einsacke 
und Monster per Mausklick verprügeln« die 
Unterart des Action-Rollenspiels begründete 
und zahlreiche Nachahmer inspirierte. 

Jedenfalls ist das Rollenspiel alles andere 
■als tot - in der Gunst der Käufer steht das 
Genre ganz oben: So wurden bei unserer jüng- 
sten Leserbefragung die Rollenspiele auf Platz 
1 der Lieblins-Genres gewählt. Wenn man sich 
ansieht, welche Titel in absehbarer Zukunft 
ihren Stapellauf erleben werden, scheint der 
Nachschub vorerst gesichert. Zudem weisen 
die besonders in Übersee beliebten Online- 
Rollenspiele wie »Ultima Online« (lesen Sie 
auch Seite 70 ff.) oder »Everquest« den Weg in 
die Zukunft - für den Zeitpunkt, wenn in 
Deutschland die Internet-Zeit endlich er- 
schwinglicher wird. Alles in allem also rosige 
Aussichten für Rollenspieler und alle, die gern 
phantastische Abenteuer erleben, (tw) 




Baldur's Gate 

J^ ls »Baldur's Gate« zur Jahreswende '98/99 erschien, machte 
,das Spiel die lange dahinsiechende AD&D-Lizenz (inzwi- 
lystem übrigens nur noch »Dungeons & 
ragons«, abgekürzt D&D) mit einem Schlag wieder populär. Eine 
sue, recht hübsche Grafik, vergleichsweise viel Story und Atmo- 
ihäre sowie natürlich der Markenname - all das dürfte zum 
folg beigetragen haben. Eins der neuen Features ist zwar in der 
ffentlichkeit eher untergegangen, dürfte aber trotzdem auf 
lange Sicht Software-Geschichte schreiben: die Skript-Kl der ein- 
zelnen Party-Mitglieder! Zunächst noch nicht ausgefeilt genug, 
■■m wirklich cleveres, oaiEl rAi/TCM 
3lbstständiges Verhalten 5PIELFAKTEN 
ler Recken zu ermög- 
ichen, spricht doch viel 
Jafür, dass sie einmal als 



Hersteller: Bioware/Interplay Inter. 
Siehe: PC Player 2/99 

Heutige OO 



unkt gewürdigt werden 
|,ird. (jn) 



Wertung: 

I www.interplay.com/bgate 



Final Fantasy 8 

as Spiel steht zu seinem Namen: in »Final Fantasy 8« erleben 
Sie phantastische Abenteuer in Hülle und Fülle. Als jugend- 
licher Elitesoldat Squall bekämpfen Sie in einer technologischen 
Welt, in der auch gezaubert wird, ganze Nationen. In den ruhigen 
Momenten dürfen Sie die Beziehung zu Ihrer Geliebten Rinoa pfle- 
gen. Ein auf den ersten Blick dürftiges, rundenähnliches Kampfsys- 
tem entpuppt sich als Komplexitätswunder. Wichtig sind dort die 
sogenannten »Guardian Forces«, mächtige Schutzgötter, mit 
denen Ihre Spielfiguren eine Verbindung eingehen. In kritischen 
Situationen können Sie diese Götter auch herbeirufen. Die Grafik 
ist nicht erstklassig, bei der Umsetzung von der PlayStation (der 
eigentlichen Heimat des Rollenspiels) auf den PC wurde 
geschlampt. Den Zwischensequenzen hat das nichts anhaben kön- 
nen, sie gehören zum Besten, was es an Zeichentrickgrafik auf dem 
Computer gibt. Ein Programm mit vielen ungewöhnlichen Mecha- 
nismen. Aber 
seien Sie vorge- 
warnt: Liebhaber 
handelsüblicher, 







Reiche dürften 
anfangs ein klein 
überfor- 
in. (uh) 



Niedliche Gegner wie 
dieses großgewachse- 
ne Schoßtier gibt es 
zuhauf. 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: Squaresoft/Eidos Inter. 
Siehe: PC Player 3/2000 



I Heutige OR 
Wertung: OS 

www.squaresoft.com 



SPIELFAKTEN 



Oger Dir einen: 
Mann, sind die 
dick. Mann! 



Hersteller: New World Computing/ 

3D0 
Siehe: PC Player 5/2000 

Heutige TFC 
Wertung: m 5# 



Might and Magic 8 I 

er neueste Teil der »Might and Magic«-Saga machte haupt- 
j sächlich durch eine kontrovers diskutierte spielerische Ände- 
rung von sich reden: Man bastelt die Party jetzt nicht mehr kom- 
plett vor Beginn des Spiels, sondern erstellt nur noch einen einzi- 
gen Charakter. Alle übrigen Reisebegleiter werden im Laufe der 
Zeit unterwegs aufgesammelt. Ansonsten ähnelt der Titel stark 
den beiden unmittelbaren Vorgängern, weshalb es nicht allzu 
gewagt sein dürfte, ein schlichtes Fazit zu ziehen: Wer sich mit 
dem sechsten und siebten Teil nicht anfreunden konnte, sollte 
auch hier Abstand halten, wer hingegen diese Spiele mochte, darf 
bedenkenlos zuschlagen. Für M&M 9 ist endlich der Einsatz einer 
neuen Grafik-Engine angekündigt. Wir sind gespannt ... (jn) 



Ein 

Marken- 
zeichen 
von Nox 
sind die 
kleinen 
Figuren. 






ie krachlederne nexe necuDan ennunn jacK von aer trae in aie 
Parallelwelt »Nox«. Da der aber wieder zurück und weiter seine 
Freundin knuddeln will, muss er eine Heldenkarriere einschlagen. 
Wahlweise als Krieger; Beschwörer oder Magier geben Sie als Jack 
ihalb Hecubah und Anhang eins auf die Mütze. .^^^J 

Steuerung und Ansicht ähneln sehr dem großen Vorbild »Dia- 
,> HnmAmn c ^ \rs m« u re ^ uns erwartet ein etwas hektischer 
is gewöhnungsbedürftige True-Vision- 



.» ,|^H 



System, sehr nett sind 
die abwechslungsreiche 
Level. JDib Nochmal- 
Durchspiel- Motivati ojf 
wird zuderrK. dur(R r 11 - 
unterschiedlichen L-" 
striche, welche die jt,»^., 
ligen Figuren besuchen, 
stark e 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Westwood/ 

Electronic Arts 

■ Siehe: PC Player 3/2000 

■ Heutige QO 
Wertung: Ofe 

www.westwood.com 




SPECIAL 




Ignus, der 
brennende 
Magier - wie 
kriegen Sie 
ihn bloß in 






>--ܱJKh 


t - 









Pia 



: Torment 



an kann diesem Soiel gar nicht genug dafür danken, das 
jezeigt hat, was bei einem RPG in punk- 
te- Story und Atmosphäre wirklich möglich ist, wenn die Her- 
steller nur wollen (und den damit sicherlich verbundenen Auf- 
wand nicht scheuen). »Planescape: Torment« entwickelt ein so 
unglaublich dichtes Kolorit, dass darüber selbst objektive 
Schwächen - wie etwa das eher durchschnittliche Kampfsystem 
- in den Hintergrund treten. Auffällig auch der unterschiedliche 
Verlauf in Abhängigkeit vom anfangs erschaffenen Cl 

Wer den Schwerpunkt auf Charisma und Intpllinpn7 l< 

später im Spiel tatsäch- 
lich sehr viel detaillierte- 
re Unterhaltungen mit 
den diversen NPCs füh- 
ren und kann sogar spe- 
zielle Fähigkeiten erlan- 
gen. Danke, danke, 
danke! (jn) 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Black Isle/Interplay Int. 
I Siehe: PC Player 2/2000 

I Heutige IIA 
Wertung: 0*9 

I www.planescape-torment.com 






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Revenant 






beginnt 
eine lang- 
wierige 
Höhlen- 
wande- 
rung - 
zum Glück 
gibt es 
Teleporter 
(links 
unten). 



jibt es doch massenhaft! 
Mag sein, aber der »Revenant« ist anders. Hier lohnt sich das 
Spielen allein schon wegen der ungewöhnlichen und kuriosen 
Soundeffekte, ganz zu schweigen von der vor allem im engli- 
schen Original hervorragenden Sprachausgabe sowie dem origi- 
nellen Magiesystem. Aber auch sonst weiß Soloheld Locke d'A- 
veram zu gefallen: Die Basis-Schläge des Kampfsystems etwa 
sind leicht zu beherrschen, doch soraen Spezialattacken unent- 
wegt für Abwechslung. 
Jnd ganz generell gilt, 
dass das Game weitaus 
mehr Tiefe bietet, als auf 
den ersten Blick ersicht- 



sind leicht zu beherrschen, doch 

SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Cinematix/Eidos 
I Siehe: PC Player 12/1999 

I Heutige Q A 
Wertung: OU 

www.eidosinteractive.com/revenant 



lieh ist - man muss halt 
ab und zu mal ein wenig 
"Derimentieren ... (in) 




CSÜffw^v 



Rückkehr nach 
Krondor 



er Wert auf eine gute Geschichte legt, sollte diesem unge- 
wöhnlichen Titel seine verdiente Chance geben. Schließlich 
hat Raymond R. Feist, seines Zeichens erfolgreicher Fantasy-Autor 
die Entwickler mit seinen Ideen gefüttert. Während Sie anfangs nur 
mit einer Person durch die Gegend stapfen, stoßen später bis zu drei 
weitere Recken zu Ihrem Team. Sie erkunden zunächst die Straßen 
und sogar die Kanalisation der Stadt Krondor, später geht es dann 
auf eine Reise durch das Land Midkemia. Einige Spieler wurden 
durch die dreidimensiona- QniEl EAITTEM 

lo narctolhinn rr.it ctänHin OflfcLnAIVI t IM 



durch die dreidimensiona- 
le Darstellung mit ständig 
wechselnden Perspekti- 
ven verwirrt. Auf der Ha- 
benseite sind das außer- 
gewöhnlich gelungene 
Kampf- und Magiesystem 
zu verbuchen, (tw) 



I Hersteller: Havas Interactive 

I Siehe: PC Player 2/1 999 

I Heutige VA 

Wertung: # 

www.sierra.de 



Ultima 9 

Dem Kenner etwas über die Ultima-Reihe erzählen zu 
hieße Avatare nach Britannia tragen. Handelt es sich doch um 
die berühmteste aller PC-Rollenspiel-Serien. Leider erfüllt »Ultima 
9« nicht alle hochgesteckten Erwartungen. Sie bewegen sich in 
einer Tomb-Raider-ähnlichen Perspektive durch ein stark 
geschrumpftes Britannia, welches im Vergleich zu früher nur noch 
eine Schein-Komplexität aufweist. Die berüchtigten Dungeons sind 
wild durcheinander entwickelt worden, die Hintergrundgeschicht( 
ist trivial, eine Party gibt es nicht. Außerdem besitzt selbst die ver 
besserte deutsche Version noch etliche Bugs, die auch nicht meh 
behoben werden. Bei aller Kritik bleibt aber festzuhalten: der neun 
te Teil ist immer noch ein phantasievolles Action-Adventure, die 
Sprachausgabe gut, allein das Wiedersehen mit den alten Kampf- 
kumpanen ist schon eine Reise wert. Und die Schönheit der Ober- 
flächengrafik mitsamt ihren melancholischen Sonnenuntergängen 
hat schon so manchen sonst eher hartherzigen Redakteur schier zu 



guter Pentium/Il- 
Rechner ist aller- 
dings Pflicht, mit 
weniger Rechen- 
kraft macht es ■" 
nen Spaf 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: Origin/Electronic Arts 
Siehe: PC Player 2/2000 und 

5/2000 
Heutige OO 

I www.ultimaascension.com 




Dank 3D-Engine 
lustwandeln Trolle ii 
Originalgröße. 



toU 



Corum 2 - Dark Lord 



Dieses leicht 
steril wirken- 
de Action- 
Rol lenspiel 
lässt nur 

wenig Freude 



einen Helden namens Polker in unerfreu- 
liche Kämpfe, erfüllen kleine Aufträge 
und führen Gespräche mit den Einwoh- 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Hicom Entertainment/ 

Software 2000 
I Siehe: PC Player 12/99 

I Heutige VI Q 
Wertung: 40 
I www.software2000.de 






■lout 2 

Nach- 
ir , des ! 
va rzh u- ' 
morigen End- | 
"^its-Spektr 
Is verfü» 
er ein gu- 

s Kampfsystem und eine lobenswerte 
Charaktererschaffung. Nicht nur dank 
Mad-Max-Flair ein Muss für Rollenspieler. 
Inzwischen sowohl als Budget-Titel als 
auch auf Compilations erhältlich. 

SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Interplay Interactive 
I Siehe: PC Player 1/99 

I Heutige QO 
Wertung: 0& 

www.interplay.com/fallout2 



Lands of Lore 3 




Obwohl der 
dritte Teil 
nicht ganz so 



wie der zwei- 
te Spross der 

Rollenspiel- r~T 

Reihe war, 

können weder Grafik noch ^_ ..,,,»_ 
wirklich überzeugen. Kein Ruhmesblatt 
für Westwood, dennoch bedingt kurzwei- 
lig. Prädikat: Für Fans. 

"SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Westwood/ 

Electronic Arts 

■ Siehe: PC Player 6/99 

■ Heutige va 
Wertung: # U 

www.westwood.com 



Darkstone 



Klar- im Prin- 
zip ist »Dark- 



■ '^.j ■'■ ■■ 



weiterer Dia- 
blo-Klon mit 
todesmutigen 
Gegnerhor- 
den - aber zu- 
mindest ein hübscher. Wie beim großen 
Vorbild metzeln Sie in tiefen Kerkern Mon- 
sterhorden ab - nur das hier alles in ech- 
tem 3D gestaltet wurde. 

SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Delphine/ 

Electronic Arts 

■ Siehe: PC Player 10/99 

■ Heutige 
Wertung: 

www.delphinesoft.com 



78 



, 



Final Fantasy 7 

Ein japani- 
sches Rollen- 
spiel vom dt 
Feinsten - in 
einer weitläu- 
figen Welt 
sind zahlrei- 
che Abenteu- — 
er zu bestehen und gibt es unglaublich 
viel zu entdecken. Auch die sehr detail- 
lierte Story erfreut das Spielerherz noch 






SPIELFAKTEN 



I Hersteller: 

I Siehe: 
I Heutige 
Wertung: 



Squaresoft/ 
Eidos Interactive 
PC Player 8/98 

86 



www.squaresoft.com 



Might & Magic 7 

Keine Offen- H^^H 
barung, aber 
offenbar ein 
Muss für all 
die verzwei- 
felten Käufer 
der sechs 
Vorgänger- 
programme. Zahllose Aufträge Marke: 
Gehen Sie zu einem Ort, verkloppen Sie 
die Monster und kassieren Sie die Beloh- 
nung! Mit Museums-reifer Grafik. 




'Öi' Öi Qf 



assieren Sie die Beloh- | 
is^Bferfcraflk, ij 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: New World Computing/ 

Ubi Soft 

■ Siehe: PC Player 9/99 

■ Heutige 4F 

Wertung: m w 

www.3do.com/mm7 




Der Ai 

der 

Rollen 

Welle 

noch 

bei 

Spielern fi 



lierbare Suchtanfälle. Trotz simplem Spiel- 
prinzip - Monster abmetzeln und Gegen- 
stände einsacken - ein Heidenspaß. Infos 
zum Nachfolgerfinden e: ^ - f e ^- nm 

SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Blizzard/ 

Havas Interactive 

■ Siehe: PC Player 2/97 

■ Heutige 
Wertung: 

www.blizzard.com/diablo 



80 



Gorky 1 



punkt in Po- 
len werden 
unerklärlich« 
Vorfälle 



kleines Team von NATO-Soldate 
denbasierte Kämpfe mit M" 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Metropolis/ 

Topware Interactive 
I Siehe: PC Player 12/99 

I Heutige 
Wertung: 



73 



www.gorky17.de 



Septerra Core 

Müllsammle- "!^Sb= 
rin Maya und 
ihre Freunde' : £„, 
ziehen durch -^ 
die sieben 
Kontinente 
einer bizar- 
ren Fantasy- 
Welt und kämi 






rundenweise gegen 
merierte dämonische 
»gedreht, aber leider 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Valkyrie Studios/ 

Topware Interactive 

■ Siehe: PC Player 1/2000 

■ Heutige 4F 
Wertung: m 9 

www.septerracore.de 



• 



SPECIAL 



ums of 



nor 



...yth Drannor - eine Legende in den Forgotten 
Realms. Eine einst stolze Stadt, bewohnt von 
Elfen, Zwergen und anderen Volkerschaf' 



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Feinde von allen Seiten, das wird 
haarig! 



Ein Kampf an der Oberfläche der Ruinenstadt - die 
Symbole links oben legen fest, in welcher Reihenfol- 
ge Freund und Feind schlagen darf. 



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Noch sind es nur kleine 
und harmlose Drachen. 



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Im Dungeon geht es rund - Ein Popup-Menü ermöglicht 

hier schleicht sich eine Party die exakte Steuerung der 
von hinten an Feinde heran Charaktere auch im Kampf 



SPIELFAKTEN 



Hersteller: 



Stormfront/SSI/ 
Mattel Interactive 
Rollenspiel 
Ende 2000 



Genre 

Termin 

Internet 

www.poolofradiance.com 



h Drannor, das ist sc 
irklich ein besonderer Ort 
i der Dungeons & Dragons- 
/elt der Forgotten Realms. 
e Teil der legendären »Eye of. ■> 
nolder«-Reihe spielte dorjL--Erm in- 
st er, einer der rätselhaftesten Magier 
aller Zeiten, treibt- sich gelegentlich in 
den Trümmern herum. 

Und, nun ja, Myth Drannor ist gefährlich, 
vielleicht der gefährlichste Platz in den 
Realms überhaupt. 

t™Kein Wunder also, wenn SSI sein erstes Rol- 
ispiel nSch jahrelanger Abstinenz in dieser 
tergeganc/enen Stadt angesiedelt hat. Für 
bachkenntnis und Echtheit bürgen dabei vor 
}\die Stormfront Studios, welche letzthin 
auptsächlich Rej~in- und Sportspiele fabri- 
ziertet, aber bereits damals in den guten alten 
AD&D-Zeiten (inzwischen wurde das System ja 
wieder in Q&D umgetauft) für die »Savage Fron- 
tier«-RPGs verantwortlich waren. Nicht zu ver- 
gessen Design-Ratgeber Russ Brovtfn, der schon 
zum Programmiererteam des ursprünglichen 
»Pool of Radiance« gehörte. ^K. 

Das Böse ist niemals tot 

Erfahrene Rpllenspieler wissen es längst: Das 
Böse ist niemals tot, es schläft höchstens für 
eine WeMfe. Diese Erfahrung machen auch die 
BewoÜner von New Phlan, einer netten kleinen 
Hafaflstadt an den Ufern des Mondsees. In den 
K«akomben unter dieser Stadt machte näm- 
nch anno 1988 der grässliche Pool of Radiance 
von sich reden - und wurde schließlich deakti- 
viert, .als es einer heldenhaften Truppe von 
Abentefcern gelang, den dafür verantwort- 



lichen boaen Drac 



ins Jenseits zu schicken, 



Besonderheiten: Basiert auf der 
dritten Regel-Edition von Dungeon 
& Dragons (D&D) ■ Sechs Partymit- 
glieder, davon bis zu vier Spieler-Char- 
aktere ■ Spezielle zufallsgenerierte 
Multiplayer-Dungeons ■ Charaktere bis 
Level 16 ■ Zaubersprüche bis Level 8 
Übersichtliche Steuerung 



Doch nun, zwölf Erden- und gut zehn Realms- 
Jahre später, erwacht der Pool zu neuem Leben 
und sendet einen tödlichen Strahlennebel aus. 
Obwohl -tödlich ist er genau genommen nicht, 
■Sondern eher untödlich: Jeder, der mit ihm in 
Berührung kommt, schlenkert fortan als Zombie 
oder Skelett durchs Leben. 

Eine neue Party macht sich also auf, um 
New Phlan zu retten - und stößt bald auf die 
Erkenntnis, dass dazu ein bestimmtes Artefakt 
erforderlich ist. Welches wo zu finden ist? 
Richtig, in Myth Drannor! Insgesamt sechs 
Personen können zu der Reisegesellschaft 
gehören, davon bis zu vier anfangs 
erstellte Helden. Den Rest füllt man dai 
NPCs auf. 

Klassisch kämpfen 

Natürlich hat sich das Desi 
send mit »Baldur's Gate 
beschäftigt und ist dabei zielsicher aut 
dort nicht wirklich optimale Kampfsystem 
gestoßen. Um den originalen, rundenbasier- 
ten Kämpfen der Goldbox-Rollenspiele mög- 
lichst weitgehend treu zu bleiben, hat man 
sich bei Stormfront daher ein Phasensystem 
^einfallen lassen, das dem von »Final Fantasy 
8« ziemlich ähnlich ist. Die einzelnen Charak- 
tere sind also der Reihe nach mit ihrem Zug 
dran, wobei ein Timer mitläuft. Je nachdem 
wie großzügig oder wie eng dieser Timer ein- 
gestellt ist, kann man von fast Echtzeit bis zu 
praktisch Rundenkampf genau so spielen, wie 
es einem am besten gefällt. In der Praxis 
bedeutet dies natürlich, dass es endlich mal 
wieder möglich ist, das prinzipiell enorm 
große taktische Potenzial des klassischen 
AD&D-Kampfsystems auszuloten. 



1 



Auch die Magie spielt wieder eine immense 
Rolle, diesmal sogar in vereinfachter Form. 
Die Spieldesigner verfolgen nämlich die 
Absicht, die bisher äußerst strikte »Erst- 
memorieren-dann-zaubern-Regel« aufzuwei- 
chen. In diesem Sinne soll es zum Beispiel 
möglich sein, einige grundlegende Spells 
ohne jede Beschränkung loszulassen. Über 
weitere Wege der Erleichterung wird nachge- 
dacht, sicher ist jedoch bereits jetzt, dass über 
100 magische Sprüche enthalten sind, davon 
etwa 25 komplett neue und viele andere, die 
grundlegend überarbeitet wurden. 

Myth Drannor selbst besteht aus einer Ober- 
flächen- und 14 Keller-Ebenen, jede von ihnen 
etwa eine Quadratmeile groß. Die Charaktere 
werden bis zum 16. Level aufsteigen (was eine 
ganze Menge ist, wenn man es zum Beispiel 
mit den sparsamen Beförderungsmöglichkei- 
ten von Baldur's Gate vergleicht) und am Ende 
Magie des achten Levels verwenden können. 
Neue Klassen wie etwa Barbarian und Monk 
sorgen ebenso für Abwechslung wie neue Ras- 
sen. Wer etwa bisher noch nie mit Halb-Orks 
unterwegs war, sollte sich diese Gelegenheit 
nicht entgehen lassen. Dabei gibt es keine 
Beschränkungen mehr für die Berufswahl: 
Jeder kann alles! Es stehen also auch schlich- 
ten Menschen Multiclass-Charaktere offen. 

Eine storybasierte Mehrspieler-Kampagne 
wird eingebaut (allerdings mit einem Schwer- 
punkt auf Action) und es werden den Multis 
sogar zufallsgenerierte Dungeons zur Verfü- 
gung stehen. Generell ist noch hinzuzufügen, 
dass die Regeln der im Herbst erscheinenden 
dritten D&D-Edition bereits berücksichtigt 
sind - zum ersten Mal bei einem Computer- 
Rollenspiel, (jn) 

I 1 ■Mfli 



Jon Kromrey, Herr der Grüfte 



Jon Kromrey ist seines Zeichens Producer 
für Strategie- und Rollenspiele bei Mattel 
Interactive (ehemals Mindscape). Anläss- 
lich eines Besuches in der Redaktion plau- 
derte Jon ein wenig aus der Schule.., 

I PC Player: Wie seid Ihr eigentlich an eine 
D&D-Lizenz gekommen? Die hat doch 

1 Interplay? 
Jon Kromrey: Interplay hat eine Teil-Lizenz, 
die geografisch auf die Schwertküste 
beschränkt ist. Wir halten eine andere 
Lizenz für die Gegend um den Mondsee. 

PC Player: Wie eng habt Ihr Euch bei der 
Gestaltung des Geländes an die Vorgaben 
des Pen&Paper-Rollenspiels gehalten? 
Jon Kromrey: Sehr eng. Ich opferte 
meine persönliche Spielebox, in der sich 



unter anderem eine Karte von Myth 
Drannor befand. Die haben wir als Basis 
verwendet und dann davon ausgehend 
die einzelnen Gebäude der Oberwelt ent- 
worfen? 

PC Player: Ist Ruins of Myth Drannor ein 
Solo-Projekt, oder denkt Ihr an Fortsetzun- 
gen? 

Jon Kromrey: Also, das ist jetzt mal inoffi- 
ziell: Wir haben natürlich schon eine 
Weiterführung des Spiels im Auge. Ich per- 
sönlich würde gern eine Trilogie daraus 
machen. Aber ob es wirklich dazu kommt, 
das steht noch in den Sternen. 

PC Player: Na, dann wünschen wir Dir viel 
Erfolg, damit wir die komplette Trilogie 
auch zu sehen bekommen. 



Die schönsten Schatze glitzern mitunter im 
Verborgenen. Das gilt auch für dieses bislang 
eher unbeachtete, aber umso vielversprech 
dere Kleinod. 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Infogrames 

I Termin: Juni 2000 

I Siehe PC Player: - 

I www.soulbringer-game.com 



ins kann man Infogrames 
vorwerfen, nämlich dass 
die Firma nur geschwind auf 
den Rollenspiel-Zug aufge- 
en ist. Seit drei Jahren arbeitet 
nglische Dependance (ehemals 
remlin) an diesem 3D-Titel. 
Jetzt hat man das Glück, noch vor großen 
'amen auf den Markt zu kommen. Eine 
■ ast testfähige Beta-Version ließ am ange- 
strebten Junitermin kaum einen Zweifel. 

Papa Actua 

Und jetzt halten Sic ^.v,,, ,v 
Basis wurde die mehrfach ü. 
beitete Engine der Fußballsimuia- 
|on »Actua Soccer« (siehe 
C Player 3/99) verwen- I 
et. Sie steuern Ihren Hel- 
en durch eine schöne "" — — — - 
D-Welt, zoomen sich auf Wunsch 
äher heran oder schlagen mit he- 
rumliegenden Steinen einige Zucker- 
pässe (Achtung: Scherzalarm). Ein 
Vorteil der Fußballvater-Engine ist 
Fihre Leistungsfähigkeit, so dass es 
kein Problem ist, viele Spielfiguren 
auf einmal darzustellen. Obwohl Sie 
immer nur eine Figur steuern, schlie- 
ßen sich Ihnen im Spielverlauf etli- 
che Mithelden an. In einer Szene, 
die uns Projektleiter Cyril Voiron 
vorführte, waren wir sogar der 
Anführer einer kleinen Armee vc 
etwa 20 Soldaten, die von eine 
Hügel aus von einer fast gleichstar- | 

ken Zombie-Truppe attackiert 
wurde. Da kam richtig Partystim- 
mung auf: Jede Figur folgte ihren eigenen 
Routinen, Bogenschützen hielten sich im 
Hintergrund, Schwertkämpfer preschten 
nach vorne. Und unser Held eilte immer 



j^j. 



p<l--|>il 



7 



T^£ 



I Die famose 

I 3D-Engine 

g stellt auch 
auf schwä- 

J cheren Rech- 

-J nern große 

] Gebäude und 

fl Landschaf- 
ten ruckel- 

v frei dar. 

i Dabei wer- 

•j den selbst 

1 Feinheiten 

^ wie zum Bei- 

1 spiel Spuren 

■ im Schnee 

jj berücksich- 

* tigt. 




dorthin, wo die Not am grö~ 
ten war und unterstützte sein» 
Kampfgenossen. 

J * 

Lust auf mehr 

Die Kämpfe erfolgen in Echtzeit, 

i statt hektischem Herumgeklicke 

steuern Sie den Hel- 

■ den per Iconleiste 

, r _ am rechten Bild- 

fräulein schirmrand, wo 
hält nichts von Standardbefehle 

»inengenden vorgemerkt sind. Sie 

eidervorschriften. dürfen auch etliche 
Schlagkombinatio- 
nen vorbereiten. 
Wenn Sie zum Beispiel feststellen, dass Ske- 
lette empfindlich gegen den Streitkolben 
sind, bereiten Sie einige Angriffe mit dieser 
Waffe vor und speichern die Kombination als 
»Skelett-Smasher« ab. Im Kampf können Sie 
dann wie bei einem Zeichentrickfilm zuschau- 
en, aber auch jederzeit wieder eingreifen. 

"in raffiniertes Zaubersystem mit fünf 
Magie-Arten, ein großes, gut geordnr" 
Inventar, schöne Karten und ein Komp. 



ri 



^F 



Gleich zwei Besonderheiten: 
schwarzer Himmel, bevorstehende 
Massenschlacht. 

sein sterbender Vater auf eine lanc 
schickt. Dabei stellen Sie Ihre Berufi 
und ziehen in den Kampf gegen sechs 
Dämonen, die dafür gesorgt haben, dass 
die Sonne nicht mehr aufgeht. Na warte 
nur, DämonenpacÄ \ A ^ 





■ -■ 











nejnpacj \ 

i 1 >Wi 



Ein Mann für gewisse Zauber - die- 
ser Feuerball geht aber daneben. 




mit dessen Hilfe sich der Hemd orrentiert, ein 
gepflegtes Tagebuch, in dem alle Aufträge 
verzeichnet werden, fünf Attribute*ünhren 
Helden, Multiple-Choice-Interaktion mit der 1| 
Bevölkerung - »Soulbringer« vereinigt viele 
D ~"enspiel-Tugenden in sich. Die Story ist j 
t revolutionär, aber bewährt: Sie ver- 



Gargoyle 
hält 
nichts 
von Rol- 
lenspiel- 
Helden. 






Auf der 
Suche nach 
Alien-Tech- 



- — 5r \ 



'. .V' 



unächst eine Warnung vorweg: »Anachronox« wird von 
für riesige Verspätungen bekannten Entwickler Ion Strom 
zusammengebastelt daher ist der Erscheinungstermin mit Vor- 
sicht zu genießen. Vorsichtshalber hat Ion Storm gleich noch einen 
zweiten Teil angekündigt. Angesiedelt ist Anachronox in ferner 
Zukunft und beginnt in der namensgebenden ehemaligen Alien- 
stadt, in der sich inzwischen statt grüner Männchen jede Menge 
Krimineller tummeln. Als Privatdetektiv Sly Boots sollen Sie auf 
der Suche nach begehrter außerirdischer Technologie sag 
schreibe 60 Level erkunden und dabei rund 450 Personen b 



tymitgliedern sind Aus- 
einandersetzungen in 
einem neuartigen Kampf- 
system zu überleben, 
über dessen Charakter 
sich Ion Storm aber noch 
in Schweigen hüllt, (tw) 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Ion Strom/ 

Eidos Interactive 
I Preview: PC Player 1 2/99 
I Termin: 2. Quartal 2000 

I www.anachronox.com 



Arcanum 



ie Entwickler des Endzeit-Rollenspiels »Fallout« haben sich 
mittlerweile selbstständig gemacht und versuchen ihr Kön- 
nen und ihre Erfahrungen in dieses noch abgehobenere Spekta- 
^l einfließen zu lassen. Die Bewohner von »Arcanum« - Men- 
hen, Elfen, Zwerge, Orks, Gnome und Trolle - werden gerade 
durch die einsetzende industrielle Revolution in Verwirrung und 
höchste Not gestürzt. Besonders die Zauberer fürchten um ihren 
Einfluss, da sich Magie und Wissenschaft in diesem grausamen 
Szenario völlig ausschließen. 

Besonderen Wert legen die Designer auf die Charakterent- 
wicklung und das ausgefeilte Kampfsystem, bei dem Sie zwi- 
schen echtzeit- und rundenbasierten Rangeleien wählen dürfen. 
Doch das ist nicht die einzige Entscheidung: Die Wahl der 

Hauptfigur 
und diverse 
Entscheidun- 
gen im Spiel- 
verlauf sollen 
zu unter ter- 
. schiedlichen 
- — Handlungs- 
^ ^ y i ^ v4" : verlaufen 
'.ttS^Z^ 1 * führen, (tw) 



SPIELFAKTEN 



nen in der Welt 
Arcanum. 



Hersteller: Troika Games/ 

Havas Interactive 
I Preview: PC Player 1 2/99 
I Termin: 3. Quartal 2000 
I www.sierrastudios.com 



Baldur's Gate 2: Shadows of Amn 



i~<? 



Der Nachfolger des vielgerühmten »Baldur's Gate« knüpft inhalt- 
lich an dessen Schluss-Sequenz an, wird teils von denselben 
Charakteren bevölkert (Jaheira, Imoen und Minsc einschließlich 
Boo sind beispielsweise wieder dabei) und ähnelt dem Vorgänger 
auch sonst sehr stark. Natürlich gibt es Weiterentwicklungen: Die 
bereits weiter vorn erwähnte Skript-Kl der Partymitglieder soll 
wesentlich ausgebaut werden und auch für die Erschaffung des 
Hauptcharakters wird eine sehr viel größere Auswahl an Möglich- 
keiten zur Verfügung stehen. 



nr ganz 
und gar 
ungesund 




Analog zu der bei Magiern bereits im Vorgänger üb 
splitterung in etliche Teilberufe, werden jetzt auch and( 
differenziertere Karrieren einschlagen können. Dem bisherigen 
Paladin stehen etwa die Jobs des Cavaliers, Inquisitors oder Unde- 
ad Slayers offen, während Druiden als Shapeshifter, Totemic Druid 



im Oktober erscheinenden dritten D&D-Edition finden allerdings 
noch keine Berücksichtigung - dies wird erst bei »Neverwintei 
Nights« der Fall sein. 

Zu den besonders vielversprechenden Neuerungen wird gehö- 

tiass der Spieler-Charakter eine so genannte »Festung« besit- 
arf, deren Ausprägung sich nach der Klasse richtet. Wenn Sie 
Dieb erschaffen haben, so handelt es sich sinnigerweise um 
eine Diebesgilde. Läuft ein Krieger über Ihren Monitor, wird es sich 
um eine Burg handeln, während Kleriker natürlich auf einen Tempel 
"•"■"'^kg reifen können. Diese Festungen unterstützen den Helden 
um Geld oder Informationen, sie müssen aber auch verwaltet wer- 
. den. Bei der Bardenfestung handelt es 
sich zum Beispiel um ein Schauspiel- 
haus - dafür müssen Sie Personal ein- 
^-"en, Spielpläne erstellen oder auch 
selbst bei der Premiere einsprin- 



Häuser 
sind schon 
wirklich beein- 
druckend. 



"111 

SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Bioware/Interplay Interact. 
I Preview: PC Player 5/2000 
I Termin: September 2000 

I www.interplay.com/bgate2 





SPECIAL/ 

Kommende RolJ 




Deus Ex 



SPIELFAKTEN 




Hersteller: Westka Entertainment/ 
Ubi Soft 
I Preview: PC Player 3/2000 
I Termin: 2. Quartal 2000 
I www.arcatera.de 



iche Hand- 
lungsverläufe bieten. 

Arcatera 

I ie deutsche Rollenspiel-Hoffnung kommt aus Köln. In der 
Fantasy-Welt »Arcatera« versuchen Sie als Adventurer, Zau- 
erer, Dieb oder Mönch einen Verbrecherring zu zerstören und 
imit die Herrschaft Ihres Monarchen zu bestätigen. Dabei sind 
e von den Launen der zahlreichen Nichtspielercharaktere 
hängig. Die Bewohner gehen brav ihrem Tagewerk nach und 
L.'inken am Abend schon mal gerne einen über den Durst. 

Ewig Zeit zum Lösen der zahlreichen Aufgaben bleibt Ihnen 



und es kommt zu einer von neun möglichen Schluss-Szenen. Die 
'iee mit dem Zeitlimit ist bei Spielern nicht unumstritten, denn 
Rätsel möchten doch viele lieber in Ruhe lösen. Vielleicht stellt 
sich die Idee aber auch als kleine Revolution im Genre heraus, die 
sich positiv auf die Langzeitmotivation auswirkt und einen Anreiz 
zum mehrmaligen Spielen bietet, (dk) 



Auch im Single- 
Player-Modus 
nie mehr allein: 
Drei Skelette, 
zwei Skelettma- 
gier und eine 
Söldnerin 
begleiten Sie. 



Diablo 2 




*" uf welches Spiel freuen Sie sich am meisten? Eine Frage, für 
.die es seit Monaten bei den meisten Lesern nur noch eine Ant- 
wort gibt: »Diablo 2«. Mit teuflischer Perfektion feilt Blizzard an 
Kleinigkeiten und an der Verschiebung der Veröffentlichung. Die 
Beta-Test-Phase, an der 1000 Glückliche weltweit beteiligt sind, ist 
gerade erst richtig angelaufen, einen ersten Erfahrungsbericht 
lesen Sie ab Seite 98. Die fünf neuen Charakterklassen, mit denen 
Sie diesmal den Unterwelt- Lord Diablo und seine Brüder angehen, 
sollen aufeinander abgestimmt werden - gerade im Hinblick auf 
Multiplayer-Spiele über den Battle.net-Server. Diese Charakterklas- 
sen sind: Der kraftstrotzende Barbar, die Pfeil und Bogen liebende 
Amazone, die Sorceress, die sich mit Feuerzaubern gut auskennt, 
der Necromancer, der sich CDICI FAKTFN 

;ehr schnell eine Armee 0fMCUrMgV ' CW 

aus Untoten zulegen 
kann, und der klassische 



Held in ebenso strahlen- 
der Rüstung, (uh) 



Hersteller: Blizzard/Havas 
I Preview: PC Player 1 1/99 
I Termin: August 2000 
I www.blizzard.de 



~ uch wenn »Deus Ex«-Vater Warren Spector sich gegen die- 
\ses Genre-Etikett sträubt, seine Genre-Mixtur trägt deutli- 
che Züge eines Rollenspiels. In der Haut von J.C. Denton, einem 
talentierten Spezialagenten einer streng geheimen Regierungs- 
organisation sollen Sie nicht nur auf unzählige Gegner treffen, 
sondern steigern im Spielverlauf auch Ihre Fähigkeiten. 

Allerdings laufen Sie nicht nur in Ego-Shooter-Manier durch 
die 13 Missionen - die weit über 100 simulierten Personen dür- 
fen angesprochen werden und liefern mitunter wichtige Infor- 
mationen. Spector, der sich unter anderem durch »Ultima 
Underworld« und »System Shock« einen Namen machte, will 
den Einstieg durch eine dem Spieler vertraute Umwelt erleich- 
tern. Daher ist die Handlung in naher Zukunft angesi< 
sämtliche Schauplätze 
befinden sich in diversen SPIELFAKTEN 



ten. (tw) 



■ Hersteller: Ion Storm/Eidos 

■ Preview: PC Player 4/2000 

■ Termin: Juni 2000 
www.deusex.com 






F 




Dragonflight: 

Den Tiger zu reiten ist 

nix dagegen 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Grolier Interactive 
I Preview: 

I Termin: Herbst 2000 

I pern.grolier.co.uk/home.html 



t II 

ragonflight 

nne McCaffrey schrieb in denJ 
_ ^berühmten Drachenwelt-Zyklus, eine Mischung aus SF und 
Fantasy. Auf Pern, der Welt der Drachen, hat sich demzufolge eine 
einzigartige Symbiose zwischen Menschen und riesigen Flugech- 
sen entwickelt. Und dort wird demnächst auch dieses in Rundum- 
3D gehaltene Rollenspiel beheimatet sein. Der Spieler steckt hier 
in der Haut eines jungen Drachenreiters und muss Pern vor der 
alle 200 Jahre wiederkehrenden Bedrohung durch den Roten 
Stern und 60 Nachwirkungen seines Vorbeizugs retten. Diese 
Story wird sich über fünf große Kapitel entwickeln und dabei von 
Charakteren getragen werden, die in den Romanen nicht vor- 
kommen, (jn) 



^•faulte 



i 



iri 



SPECIAL/ 



mm 



Auf einer 
schmalen Hän- 
gebrücke über 
gähnendem 
Abgrund 
kommt es zum 
Kampf. 




Dungeon Siege 

"^ ute Spiele-Designer wie Chris Taylor sind nicht so leicht zu 
I ersetzen, was auch Cavedog gemerkt hat. »Total Annihilation: 
Kingdoms« besaß zumindest nicht mehr diesen besonderen 
Touch, den noch der Vorgänger ausstrahlte. Mit seiner neuen Firma 
strebt Taylor nun eine Synthese aus Rollen- und Strategiespiel ä la 
»Warcraft 3« an. Microsoft hat er mit diesem Genre-Mix schon 
überzeugt. Sie führen einen Hauptcharakter, dem sich bis zu neun 
Partymitglieder anschließen. Die Steuerung dieser Gruppe wird 

" ibei wie bei einem Echtzeit-Strategiespiel angelegt: Figur anklik- 
..ßr, zum Bestimmungsort dirigieren. Kämpfe finden in einer recht 
real wirkenden 3D-Welt 

statt. Berge und andere SPIELFAKTEN 
Geländemerkmale bilden " 
Sicht-Hindernisse, die es 
auszunutzen gilt. Ein 
: "teressantes Konzept, 
m man froh entgegen- 

licken darf, (uh) 



Hersteller: Gas Powered Games/ 
Microsoft 
I Preview: PC Player 4/2000 
I Termin: 4. Quartal 2000 
I www.dungeonsiege.com 



1 



SPIELFAKTEN 



Sieht dieser Screen- 
shot »Fallout« nicht 
sehr ähnlich? 



I Hersteller: Computerhouse AB 
I Preview: 

I Termin: unbekannt 
I www.eongame.com 



Eon 



us Schweden kommt das noch völlig unbekannte »Eon«. 
,Unüblicherweise gibt es keine Erfahrungsstufen, die der Held 
nach und nach erreicht. Trefferpunkte sind unbekannt, stattdes- 
sen wird die Spielfigur über ein reales Modell definiert, dass die 
Entwicklung von übermächtigen Figuren nicht zulässt. So kann 
selbst ein Dolchstich einen Helden töten, wenn der Treffer nur an 
der richtigen Stelle im Rücken (Herzgegend?) platziert wird. 

Die Hintergrundgeschichte ist nicht außergewöhnlich, ent- 
jtammt aber der Rubrik »Immer wieder gern gehört«. Ein gütiger 
König wird von aufmüpfigen Adeligen in einen Krieg gezwungen, 
der sein schönes Reich zu zerreißen droht. Selbst die benachbar- 
ten Elfen und Zwerge werden hineingezogen. Interessant: Die 
Ähnlichkeit (Perspektive, Grafikstil) zu Biowares »Fallout« ist 
groß, der Hintergrund ist ein völlig anderer, (uh) 



The Eider Scrolls 3 
Morrowind 

ehr als vier Jahre nach der Veröffentlichung von »Dagger- 
fall« soll nun der dritte Teil der »Eider Scrolls«-Reihe folgen. 
Sowohl die Charaktergenerierung als auch der gesamte Spielver- 
lauf soll weitgehend offen gestaltet werden und dem Spieler viel 
Freiraum lassen. Die Entwickler wollen eine funktionierende Fan- 
tasy-Welt erschaffen, in der jeder seinen eigenen Weg einschla- 
gen kann und die zu erlebenden Abenteuer davon abhängen, ob 
man lieber einen edlen Helden, einen raffgierigen Dieb, einen 
bösen Zauberer oder einen herzensguten Heiler verkörpern will. 
Es ist geplant selbst erst in Entwicklung befindliche Grafikkarten 
auszunutzen und so auch optisch zu beeindrucken, (tw) 




Auf dem Marktplatz 
ist stets viel los. 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Bethesda Softworks 
I Preview: 

I Termin: 2001 
www.elderscrolls.com 



ULI 




Dieser tote 
£= Zyklop ist 
keine 
Dekora- 
tion, son- 
dern war 
kurz vorher 
noch 



Icewind Dale 



s soll Leute geben, die sich über die angeblich dünne St_. . . . 
i »Baldur's Gate« beschweren. Die sollten dann mal besser nicht 
»Icewind Dale« anrühren. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem 
Kampf gegen hünenhafte Monster wie Zyklopen oder Riesenkäfer, 
tummeln sich zuhauf im namensgebendem Eiswindtal und 
:en nur darauf, vorwitzige Abenteuer in Stücke zu reißen. Die- 
Tal liegt übrigens auf dem gleichen Kontinent wie Baldur's 
Gate, wenn auch weiter nördlich. Es wird interessant, wie sich die 
so genannte Infinity-Engine gegen Konkurrenten wie das Action- 
Rollenspiel »Diablo |2<| Qpipi CAlfTFN 
bewähreni kann. Schöne wIMEtn#4IV I Em 
HintergrirndDilder sindgf 
zwar möglich, die Charak- 
tere prügelten sich aber in 
ersten Vorführungen noch 



■ 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Black Isle/ 

Virgin Interactive 
I Preview: PC Player 3/2000 
I Termin: 2. Quartal 2000 
www.interplay.com/icewind 



Gegend, (uh) 



SPECIAL/ 

Kommende RolJ 



uf den 

sten Blick 
kaum zu 
erkennen: 
Die neue 
Engine ist 
dreidimen- 
sional. 



Neverwinter Nights 

ine weitere Abart der Profitmaximierung betreiben die »Baldu- 
r's Gate«-Macher mit ihrem ersten reinen Online-Rollenspiel. 
Aber löblicherweise gibt es auch hier viele gute Ideen: So werden 
erstmals die neuen D&D-Regeln der dritten Generation von TSR 
verarbeitet, die das Spiel ausgewogener machen und außerdem 
eine neue Rasse (Halb-Orc) und vier Charakterklassen einführen: 
Zauberer, Mönch, Barbar und Assassine. Des Weiteren wird eine 
neue dreidimensionale Grafik-Engine verwendet. Und außerdem 
wird das Spiel in unterschiedliche Bereiche gegliedert, so genann- 
Module, die vom jeweiligen Spielleiter (ähnlich wie der Storytel- 
icr-Modus bei Vampire) geöffnet werden. Die anderen Teilnehmer 
klinken sich normal ein 

und kämpfen zusammen SPIEL FAKTEN 
gegen die Monsterscha- 
ren, die ihnen der Spiellei- 



Hersteller: Bioware/ 

Virgin Interactive 
I Preview: PC Player 3/2000 
I Termin: 1 . Quartal 2001 
I www.neverwinternights.com 



Stormbringer 

^~ Iric von Melnibone dürfte jedem ein Begriff sein, der sich 
auch nur halbwegs zu den Fantasy-Freunden zählt. Michael 
Moorcocks bekanntester Held ist die Hauptfigur eines ganzen 
Romanzyklus', in dem er und sein schwarzes Schwert Sturm- 
bringer nach etlichen Abenteuern ... eben nicht das Universum 
retten. Bei Snowballs ambitionierter Versoftung geht es freilich 
erst mal nur um die Anfangsphase dieser epischen Erzählung. 
Hier vertreibt ein bösartiger Widersacher den Prinzen Elric von 
seinem rechtmäßigen Thron als Herrscher Melnibones und 
raubt ihm bei der Gelegenheit auch noch die wunderschöne 
Cymoril. Klar, was jetzt zu tun ist - weniger klar, das" ri ; ~ ! ^ 
seine Seele verkaufen QBIEI eaITTCM 
muss. Und zwar an ein OrlcLrAIVTcN 
verfluchtes r 
Schw 



| ■ Hersteller: Snowball Interactive 
I Preview: 

I Termin: Sommer 2001 
www.snowball.ru/stormbringer 



£&.'-., j££9^B^H 



-ch ist alles in bester Ordnung im lieb- 
len Melnibone ... 



WKJy 






Der Zauber- 
spruch 
»Bless«, 
schon aus 
Baldur's Gate 
bekannt, 
wird grafisch 
aufwändig 
illustriert. 



Summoner 

^olition ist Neuem gegenüber aufgeschlossen. Nach der Ent- 
wicklung des formidablen Weltraumshooters »Freespace 2« 
aber nun aufs völlig artfremde Genre Rollenspiel zu wechseln, 
zeugt von einer gehörigen Portion Mut und Selbstvertrauen. Die 
Grundvoraussetzung ist nicht schlecht; vermutlich auf der Basis 
der alten Engine steuern Sie einen jungen Beschwörer namens 
Joseph durch eine dreidimensionale Umgebung. Der arme Wicht 
hat aus Versehen sein ganzes Heimatdorf vernichtet - ein 
beschworener Dämon ließ sich nicht länger kontrollieren. 

Volition verspricht uns neben der tragischen Hintergrundge- 
schichte ein leicht zu erlernendes Echtzeitkampfsystem, verschie- 
dene Partymitglieder, die den Jüngling auf seiner Reise begleiten 
und zahlreiche Beschwörungsformeln. Denn obwohl Joseph der 

^r^s spielfakten 

ihn die Umstände (Krieg, 
gewaltige Fremdarmee 
bedroht Heimatland), 
sich ihrer abermals zu 
bedienen, (uh) 



I Hersteller: Volition/THQ 
I Preview: 

I Termin: November 2000 
I www.volition.com 



li 



»Lächeln 
te!« 
h lächle 
eh.« Als 
irwolf 



3 



SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Dreamforge 
I Preview: 

I Termin: 3. Quartal 2000 

I www.dreamforge.com 



Werewolf: Apoca- 
lypse - Heart of Gaia 



yan McCullough hat nicht nur einen unhandlichen Nachna- 
men, sondern noch ganz andere Probleme. Nachts, wenn der 
nond aufaeht, sorießen ihm Haare, wächst seine Nase und 



hüstel, weil, weil, Ryan McCullough ist ein Werwolf. 

Kein ungewöhnliches Thema für Dreamforge. Dort hat man 
sich schon des Öfteren mit dem Thema Übersinnlichkeit beschäf- 

llenspiele). Diesmal wurde die 
rundlage gesichert, mit der Sie gleich 
fünf Landstriche difflchstöbern: London, Griechenland, Mexiko, 
die USA und die Geisterwelt. Was »Werewolf« zu einem Rollen- 
spiel macht, ist Ryan selber, der anfangs seine Kräfte kaum steu- 
ern kann, sich aber beständig weiterentwickelt und letztendlich 
zum voll entwickelten, superstarken Lykanthropen wird, (uh) 













I / 



in 



Vampire: The Masquerade - Redemption 



Basierend auf einem populären Pen-and-Paper-Rollenspiel- 
System erstellt der Newcomer Nihilistic diesen sehr vielver- 
sprechenden Titel. Als Erstes fällt die ansprechende 3D-Grafik auf, 
in der sich laut Willen der Entwickler der Spieler auch ohne größe- 
re Orientierungsprobleme zurechtfinden soll. Zudem ist »Va 
The Masquerade« sehr storylastig angelegt und dies möchl 
durch die lebendigere dreidimensionale Gestaltung untermalen. 
Zunächst findet man sich im Mittelalter wieder - als sterblicher 
Held, der sich unsterblich in eine Nonne verliebt. Unerschrocken 



treten Sie gegen die Mächte der Finsternis an, doch leider unter- 
läuft Ihnen dabei ein Missgeschick und - schwupp! - gehören Sie 
selbst zu einem der lichtscheuen Blutsauger-Clans. Sie werden im 
Verlauf der Handlung in der Gegenwart landen und insgesamt vier 



te bereisen, in denen Sie mit höchst unterschiedlichen Arten 
Vampiren konfrontiert werden. Einige Ihrer neuen Artgenossen 
durchaus freundlich gesinnt und schließen sich Ihnen sogar 
an, andere betrachten sich als Ihre Todfeinde und sinnen auf Ihre 
Vernichtung. Die Kämpfe werden sehr rasant in Echtzeit ausge- 



kämpft 
es sich 
besser. 



In mittelalt 
liehen Städl 
tapsen au 
fesche Ritters- 
leute herum. 



dieses Kampfsystem soll der Geschwindigkeit der Vampire Rech- 
nung getragen werden - rundenbasierte Auseinandersetzungen 
wurden als zu statisch verworfen. Eine bislang bei Computerspie- 
len so noch nicht dagewesene Neuerung ist der so genannte »Sto- 
ryteller«-Modus, der es bei Mehrspielerpartien ermöglicht, dass ein 
menschlicher Spielleiter selbst eine Geschichte rund um die Bluts- 
auger entwickelt. Viele der Projektmitarbeiter sind übrigens Lucas- 
Arts-Dissidenten, die sich unter dem 
Namen Nihilistic zusammengefunden 
ben. So war der Gründer von Nihilis- 
unter anderem Chefprogrammierer 
s »Star Wars«-Shooters »Jedi 
: ght«. (tw) 

SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Nihilistic/Activision 
I Preview: PC Player 4/2000 
I Termin: 2. Quartal 2000 

I www.activision.de 




9.A\ ./ 

Gehörnte Gegne 
igittigitt! 

Wizardry 

™ ange ist es her, dass der jüni 

i erstmalig erwähnt wurde - und es sollte uns nicht wundern, 
wenn es noch eine weitere ganze Weile dauert, bis der Tit 
sächlich erscheint. 

Sei's drum: Die Grafik sieht zumindest momentan noch gut c 
(für SirTech-Verhältnisse sogar revolutionär gut), ein neues Per- 
sönlichkeitssystem soll den Charakteren individuelles Verhalten 
verleihen, und schließlich verspricht der Hersteller sogar ein ver- 
ändertes Kampfsystem, das der neuen 3D-Grafik Rechnung tra- 
gen soll. Charaktere von den beiden unmittelbaren Vorgängern 
können übernommen werden, (jn) 



Wizards & Warriors 

■ ■ euristic Park ist der Öffentlichkeit noch nicht entscheidend ins 

lewusstsein getreten; größter Titel war bisher die Zusatz-CD 

»Return to Napali« zum 3D-Shooter »Unreal«. Diese Engine als 
Grundlage eines Rollenspiels? Nein. Projektleiter D.W. Bradley hat 
sich bislang als Co-Autor verschiedener Wizard ry-Titel hervorge- 
tan; sein neues Project spielt sich ganz ähnlich und sieht sogar 
irgendwie verwandt aus; wenn auch die Grafik natürlich ordentlich 
aufgepeppt wurde. In der Ich-Perspektive durchwandern Sie n 
einer klassischen Sechs-Kopf-Party ein ebenso klassisches Fant 
sy-Reich. Mit weltbewegenden Neuerungen darf niemand rechne 
dafür aber mit großer Spieltiefe, einer durchdachten Hintergrund- 
geschichte, 15 Charakterklassen, zehn Rassen und einem komple- 
xen Magiesystem. Ob aber gleich das beste Rollenspiel aller Zeiten 
auf uns zukommt, wie es Bradley auf seiner Homepage ver- 
spricht, ist eine ganz andere Frage. In einem halben Jahr wissen 
wir mehr, (uh) 



Auch unter 
Wasser lauern 
Gefahren - und 
hne Sauer- 
Flasche. 







SPIELFAKTEN 



Hersteller: Heuristic Park/Activision 

Preview: 
■ Termin: 3. Quartal 2000 
www.heuristicpark.com 



2000 95 



SPECIAL/ 



mn 



Call of Cthulhu - 
Dark Corners of 
the Earf 

Lovecrafts 
phantastisd 
Horrorge- 
schichten 
sind noch 
heute beliebt 



zum 

DPU- 

sogar ein Rollenspielsys 



Teil so popu- 
lär, dass sogar ein Rollenspielsysit 
rauf basiert. Jetzt soll genau diese 
für den PC neu umgesetzt werden. 

SPIELFAKTEN 



I Hersteller: Headfirst Productions 
I Preview: 

I Termin: Unbekannt 
I www.headfirst.co.uk 



agonfire - 
Der Brunnen der 
Seelen 

Mit einer Vierergrup,__ 
einem Ritter, einer Kriegerin, eir 
feemund einem Lebenskünstler t 

i diesem 

schwedischen 
Titel an rund 500 
Örtl ich keiten 
gegen einen 
"" len Oberma- 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Target Games/Interactive 

Magic Deutschland 

■ Preview: PC Player 12/99 

■ Termin: Unbekannt 
www.drakar.net 



Planesca 
Torment 

Nachdem 
das maka- 
bre »Plane- 
scape: Tor- 
ment« gut 
von der Rol- 
I e n sp i e I - 
Gemeinde i 

aufgenommen wurde, werkelt man 
angeblich derzeit schon am Nachfolger 
herum. Ob dies bis Dezember klappt, ist 
jedoch fraglich. 




Discovery: Gene 
Wars 

Vor einem Ja 
nannte man Bi 
lerspiele noch 
Ballerspiele. Da 
aber inzwischen 

Rollenspiele die große Nummer sind, 
bekommt »Discovery: Gene Wars« ein di- 
ckes Inventar verpasst, welches ein Drittel 
des Bildschirms verdeckt. Außerdem wird 
der veraltet wirkenden 3D-Engine eine 
Hintergrundgeschichte über genetische 
Manipulationen zur Seite i 

SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Advanced Productions 

■ Preview: 

■ Termin: 2. Quartal 2000 
www.advanced-productions.com 



Gothic 

Als Echtzeit- 
3D-Fantasy- 
Rol lenspiel 
bezeich net 
der deutsche 
E nt wi ekler 
sein Erstlings- 
werk und tatsächlich schlägt es der 
chen Weg wie Ultima 9 ein: Obwohl es 
wie ein Action-Adventure wirkt, sind star- 
ke Rollenspiel-Elemente enthalten. Kein 
Wunder, denn die Entwickler sind alle- 
samt begeisterte Rollenspieler. 

SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Piranha Bytes/ 

Egmont Interactive 

■ Preview: PC Player 12/1998 

■ Termin: Sommer 2000 
www.piranha-bytes.com 



Sea Dogs 



Ein dreidi- 
mensionales 
Piraten-Rol- 
lenspiel mits- 
amt See- 
sen lachten 
soll wohl 
Fans des Sid- 
Meier-Klassikers 




Grates« locken. Der 



Spieler soll seine Karriere sehr frei gestal- 
ten können. Entwickelt wird der Seeräu- 
berspaß in Russland im Auftrag von 
Bethesda Softworks. 



Divinity - The 
Sword of Lies 

Bis vor wenigen Monaten programmierte 
Larian für Attic an »LMK« - allerdings gab 
es Unstimmigkeiten, man trennte sich 
und nun will Lariam Qiri ähnli ' ,hoc PrniQU 



Hass 
sehen 
Mens 
wie Zv 




SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Larian Studios 

■ Preview: 

■ Termin: Herbst 2000 
www.larian.com 




GunlocL 



Actionspiel 
nennt sr'~ 
vorsorgli 
Action-Roi- 



um von der 

Popularität des Genres zu profitieren. Rol- 
lenspiel-Anleihen gibt es hauptsächlich 
dadurch, dass vier Mitstreiter an Ihrer 
Seite kämpfen. Wir lassen uns überra- 
schen, wann das erste Rennspiel als Rol- 
lenspiel erschein 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Rebellion/Take 2 

■ Preview: 

■ Termin: 2. Quartal 2000 
www.rebellion.co.uk 



Stonekeep 2 



? 



Noch immer 
hat Interplay 
keine De- 
tails zu die- 
sem Titel 
herausgege- 
ben. Sicher 
ist nur, dass. 
ein solches Projekt als Konzept existiert 
und es eben ein Nachfolger zu dem 
actionlastigen 3D-Dungeongemetzel von 
»Stonekeep« sein wird. Stonekeep glänzt 
ijjjbrigens durch ~ ~ -— w ^...„. 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Black Isle/Interplay Interactive 

■ Preview: 

■ Termin: Dezember 2000 
www.blackisle.com 




SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Akella/Bethesda Softworks 

■ Preview: 

■ Termin: August 2000 
www.akella.ru 



SPIELFAKTEN 



■ Hersteller: Interplay 

■ Preview: 

■ Termin: Unbekannt 
www.interplay.com 





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AUF CD A+B 



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Kein Aprilscherz: Diablo 2 wird schon verk 
- umm, lassen wir das. Immerhin dürfen rund 1 000 
Auserwählte das heiß erwartete Action-Rollenspiel 
schon jetzt spielen. Auch wir schlugen uns irr 
leschlossenen Beta-Test im battle.r 
die Nächte um die Ohren ... 



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Hersteller: Blizzard North/Havas 
Interactive 
Action-Rollenspiel 
3. Quartal 2000 
www.blizzard.com/ 
diablo2 



Genre: 

Termin: 

Internet 



■ Besonderheiten: Fünf neue Char- 
aktere ■ Vier große Akte, jeder mit 
neuen Monstern und Nicht-Spieler- 
Charakteren ■ Neue Grafik-Engine 
unterstützt 3D-Karten ■ Große Ober- 
welt ■ Unzählige Detailverbesserungen 

■ Mac-Version geplant ■ Überarbeitete 
battle.net-Unterstützung 



^^^^^^^^^^^^^^" 



r wenige Erscheinungstermine 
werden so oft nach hinten ver- 
legt wie der von »Diablo 2«. 
Höchstens »Ultima 9: Ascen- 
ion« kann da noch mithalten, doch 
anders als die Patchwork-Artisten von 
Origin wollen Blizzards Designer ein 
Spiel veröffentlichen, das nicht erst 
noch fünf Mal gepatcht werden muss. 

An sich löblich, doch diese Aussagen mach- 
ten uns die lange Wartezeit nicht leichter. Von 
gezielter Hype-Schürung bis hin zu einer g~ 
amen PR-Kampagne reichten die Vermu 



gen zahlreicher Fans. Inzwischen soll Diablo 2 
»im 3. Quartal« herauskommen, was einiger- 
maßen realistisch erscheint: Immerhin starte- 
te Anfang April der geschlossene Beta-Tes1 
auf dem hauseigenen Internet-Server. 

Unglaubliche 138.495 Bewerbungen muss- 
ten die Verantwortlichen für diesen Testlauf 
durchsieben - 137.495 Bewerbungen zu viel. 
Denn nur 1000 Glückliche in den USA dürfen 
im battle.net an den Start gehen. Dazu kom- 
men Pressevertreter auf der ganzen Welt, 
' önnte Sie diese Seiten jetzt nicht 
/ort der Warnung: Es ist nicht 



So viele Monster 
auf einem Fleck 
habe ich noch nie 
gesehen. 






gesagt, dass alle beschriebenen De 
in der endgültigen Fassung auftaucr 
wie vor handelt es sich um einen Beta-Test. 

Übrigens: Ein offener Beta-Test für alle 
Interessierten, bei dem vor allem die Server 
an ihre Grenzen gebracht werden sollen, folgt 
nach Blizzards Angaben ab einem noch unbe- 
stimmten Zeitpunkt. Und - wie man's nimmt - 
noch ein Trost: Alle Beta-Charaktere werden 
vor dem Diablo-2-Release gelöscht. Schnüff. 
Sie müssen also nicht befürchten, dass für Sie 
keine seltenen oder eir 
mehr übrig bleiben. 






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■>>L<: '. : 







~$$4 





Links sehen Sie Ihre Vorratstruhe im Camp, rechts 
das Inventar mit einem magischen Edelstein-Degen. 



enkt sich ei 
imen aus?) 
schauen später auch mal im 
Städtchen Tristram, bekannt aus 
dem ersten Diablo, vorbei. 

Am Anfang haben Sie alle 
Hände voll zu tun, Ihren Charak- 
ter groß und stark werden zu las- 
sen. Fünf verschiedene gibt es, 
die wir Ihnen im separaten 
Kasten etwas genauer vorstellen. 
Wenn Sie fit genug sind, nehmen 



terin Akara eine Höhle von übel 
riechenden Dämonen. Zur Beloh- 
nung gibt es einen Fähigkeits- 
oder Skill-Punkt, dazu ebenfalls 
mehr im Kasten auf Seite 102. 

Nun geht es im Auftrag von 
Captain Kashya auf einen verwun- 
schenen Friedhof, wo eine 
besonders untote Untote ihr 
Unwesen treibt: Sie lockt tapfere 



Heiße Nächte im battle.net 

- begleiten Sie unsere Zauberin Marah bei ihren Abenteuern 



Die erste Nacht 

Irgendwie hat mir niemand gesagt, dass 
es so mühsam ist, eine starke und mäch- 
tige Zauberin zu werden. Ich stromere 
durch Felder und Wiesen, immer auf der 
Suche nach ein paar Gegnern, um meine 
magischen Fähigkeiten auszutesten. 
Unterwegs treffe ich einen Paladin 
namens Elias, mit dem ich dunkle Gewöl- 
be durchforsche. Manchmal wird mir 
auch schwarz vor Augen und dann 
erscheint so eine merkwürdige, rote 
Schrift: »Server has been disconnected«. 



Dabei habe ich gar keinen Dienstboten. 
Komme mir nur wie einer vor; ständig 
muss ich den Schwestern im Camp 
irgendwelche Dinge besorgen und Leute 
befreien. Zeit für eine Pause. 
Was sehe ich da? Ein Paladin namens 
Foolish Hero will ein paar kostbare Aus- 
rüstungsteile verschenken? Bin dabei! 
Wow, ein neuer Schild, ein Schwert und 
sogar ein Rubin. Alles umsonst. Netter 
Kerl! Oh, und da ist ja noch eine Zaube- 
rin, Cassandra heißt sie. Zusammen mit 
Foolish Hero und drei anderen will sie 





Andariel umbringen. Und jetzt lädt mich 
Cassandra sogar ein, mitzukommen. 
Mein Hals ist wie zugeschnürt. Ich bin 
doch erst auf Stufe 8, alle anderen sind 
mindestens auf 16. Und ich habe gar 
kein stabiles Portal in Andariels Reich. 
»Kein Problem!« meint Cassandra und 
öffnet mir einen Durchgang, der mich 
schnurstracks in die Höhle des Löwen 
bringt. So viele Monster auf einem Fleck 
habe ich noch nie gesehen. Und so star- 
ke - ich bin im Nu gestorben. Als ich 
durch das Portal zurückkehre, liegt Anda- 



... wo ich für die Priesterin Akara 
diesen Deckard Cain befreien soll. 



'ER JUNI 2000 



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Böse Sache: 
Andariel, Chef- 
gegnerin des 
ersten Akts, hat 
schlechte 
Laune. 









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Die Ansicht scrollt 
in mehreren Ebe- 
nen, dass es eine 

wahre Freude ist. 



/ 



5 




n in ihr Schattenreich. 
Bei Kashya dürfen Sie anschlie- 
ßend Mitstreiterinnen anheuern, 
die Sie auf Ihrer Tour begleiten 
und blind beschützen. In Mission 
Nummer drei retten Sie einen 
alten Bekannten: Deckard Cain, 
der zum Dank von nun an magi- 
sche Gegenstände kostenlos iden- 
tifiziert. Nach dem Ausschalten 
einer lebendig begrabenen Gräfin 
im vierten Botengang geht es ans 
Eingemachte: Erst müssen Sie im 
Auftrag der Schmiedin Charsi den 
Horadischen Malus, eine Art Spe- 



zialwerkzeug finden, dann geht es 
im Finale gegen die üble Andariel, 
die Endgegnerin des ersten Aktes. 

Party-Zeit 

Wenn Sie nur schnurstrac 
Missionen abklappern, brai 
Sie circa 15 Stunden für de 
ersten Akt, wie Stefan »Diablo« 
Seidel berichtet. Das klappt online 
durch einen Kunstgriff auch als 
Einzelspieler: einfach ein Spiel 
eröffnen und die maximale Teil- 
nehmerzahl auf »1« setzen - dann 
sind Sie unter sich. 



So viel Gold! Zum Glück hilft die gedrückte »Alt« 
Taste Ihnen beim raschen Einsammeln. 



riel schon in den letzten Zügen. »Nimm 
einfach, was du willst«, sagt Cassandra 
und deutet auf einen besseren Schild 
und coole, neue Waffen. 
Zusammen machen wir noch einen 
Abstecher zum Steinfeld, wo ich von ihr 
noch ein paar Zauber-Tipps bekomme: 
Ȇbe vor allem den Inferno-Feuerzau- 
ber.«. Doch wieder und wieder erscheint 
die rote Server-Schrift. 5 Uhr 30. Ich 
beschließe, ein paar Stunden zu ruhen. 

Die zweite Nacht 

Inzwischen habe ich Stufe 13 erreicht, 
meine Feuerstöße rösten selbst hartnä- 
ckige Gegner in wenigen Augenblicken. 
Aber irgendwie schaffe ich es nicht, im 



Kloster einen Blitze werfenden Fiesling 
zu überwinden. Immer bin ich auf der 
Stelle dahin. Ob das an den neuen Stie- 
feln aus Metall liegt? Ich heuere eine 
Söldnerin namens Heather an, aber das 
bringt mich auch nicht weiter. Eigentlich 
klar, bei dem Namen ... 
Wenig später mache ich die Bekannt- 
schaft von Armageddoom und God, zwei 
merkwürdigen Gestalten, die außerhalb 
des Camps ein Duell auf Leben und Tod 
austragen. Auch ich soll mitmachen, 
doch ich weigere mich. Gerade rechtzei- 
tig taucht die Zauberin Vampirella auf. Sie 
will in Andariels Festung und nimmt 
mich, wie gestern Cassandra, einfach 
durch ihr Portal mit. Hah, hab' ich den 




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Bei der untoten Gräfin gab es auch 
jede Menge Goldstücke für mich. 



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Blitz-Typen einfach übersprungen. Wir 
laufen durch düstere Kerker, kämpfen 
Seite an Seite gegen unheimlich krei- 
schende Geisterwesen wie Horden von 
feuerspuckenden Skeletten und errei- 
chen schließlich mit letzten Energiereser- 
ven den Eingang zur Kathedrale, Anda- 
riels Reich. Ich teleportiere kurz zurück 
ins Camp, um neue Heiltränke zu kaufen, 
doch Vampirella folgt mir und meint: 
»Tja, ich muss jetzt mit meinen Kindern 
Episode 1 ansehen.« Das passt mir 
eigentlich ganz gut - es ist bereits halb 
fünf morgens, und durch den Wegpunkt, 
den ich auf dem Weg zur Kathedrale akti- 
viert habe, kann ich auch noch einen Tag 
später dorthin zurückkehren ... 

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D C PLAYER JUNI 2000 



20 Pläne - und was daraus wurde 

In den letzten zwei Jahren tauchte »Diablo 2« auch in PC Player immer wie- 
der auf. Wir haben die zahlreichen Informationen und Blizzard-Zitate noch 
einmal durchforscht und klopfen anhand der Beta-Version ab, was aus den 
einstigen Plänen und Ideen geworden ist. Die jeweilige PC-Player-Ausgabe 
finden Sie in Klammern hinter den »Damals geplant«-Beiträgen. 




Damals geplant 

1 Diablo 2 wird noch ein Jahr lang entwickelt. (2/98) 

2 Anstatt eines einzigen 16-Level-Dungeons können Sie in 
vier Städten vier bis fünf Dungeons mit bis zu fünf Leveln 
erforschen. (2/98) 

3 Die Nichtspielercharaktere stehen nicht mehr untätig oder 
redenschwingend herum, sondern wandern durch die 
Gegend und gehen ihren normalen Tätigkeiten nach. (2/98) 

4 Es ist noch ungeklärt, ob öffentliche Gebäude begehbar 
sein werden. (2/98) 

5 Für richtige Punkte wird nach wie vor nur unterirdisch 
geprügelt. (2/98) 

6 Erst nachdem alle Aufgaben innerhalb eines Szenarios 
gelöst sind, wird der Weg zum nächsten freigegeben. (2/98) 

7 Der greise Deckard Cain wartet in der ersten Stadt auf Sie. 
(2/98) 

8 Ein neues Feature: das Anheuern von Söldnern. (2/98) 

9 Bill Roper ist Produzent und Designer von Warcraft 2, Dia- 
blo und Starcraft. (2/98) 

10 Neu eingeführt: der Tag-Nacht- 
Rhythmus. (6/99) 

11 Die verbesserte Grafik-Engine 
ermöglicht einen in Echtzeit 
berechneten Schattenwurf. (6/99) 

12 Im battle.net können Sie direkt 
sehen, welche Ausrüstung Ihr 
Mitspieler besitzt. (6/99) 

13 Diablo 2 wird kommen und zwar 
noch in diesem Jahr. (Bill Roper, 
6/99) 

14 Es wird keine Ladezeiten zwi- 
schen Ober- und Unterwelt 
geben. (6/99) 

15 Das Inventar wird vergrößert. (6/99) 

16 Wir planen eine Arena, in der sich zwei Duel- 
lanten im Zweikampf messen. (6/99) 

17 Mittels Convert-Skill lassen sich Überreste von 
Feinden in nützliche Gegenstände verwandeln. 
(11/99) 

18 Beim Tod verlieren Sie Gold und Erfahrungs- 
punkte, die Ausrüstung bleibt am Körper. 
(11/99) 

19 Pro Akt werden aus einem Pool von sechs Auf- 
trägen jeweils vier ausgewählt. (1 1/99) 

20 In einer Truhe können Sie alle momentan nicht 
benötigten Gegenstände aufbewahren. (11/99) 




Und was daraus wurde 

1 Guter Scherz - obwohl wir Diablo 2 gerne schon Anfang 
1999 gespielt hätten. 

2 Stimmt. Und dazu kommen noch einige Höhlen und Passa- 
gen, die mit der eigentlichen Mission nichts zu tun haben. 

3 Na ja. Die Schmiedin haut auf den Amboss, Captain Kashya 
läuft in unregelmäßigen Kreisen. 24 Stunden am Tag? 

4 Gebäude im Beta-Camp sind es jedenfalls nicht. 

5 Zum Glück nicht. Es gibt viele Gegner in der Oberwelt. 

6 Stimmt. Auch wenn wir nach Andariels Tod nicht aufgefor- 
dert werden, die zweite CD einzulegen. 

7 ... aber erst, nachdem Sie ihn befreit haben! 

8 Söldnerinnen, bitte! 

9 Also: Bill Roper hat am Handbuch von Warcraft 2 und Star- 
craft mitgeschrieben, hat Diablo produziert und war Co-Pro- 
duzent von Starcraft. Die Designer hießen Ron Miliar (War- 
craft 2), Erich Schaefer und David Brevik (Diablo) sowie 
Allen Adham (Starcraft). 

10 Und regnen tut's auch noch! 

11 Das stimmt - der sieht sehr cool aus und ist weit weni- 
ger penetrant als in »Nox«. 

12 Korrekt, und damit kann man ganz herrlich angeben 
(»Wow, ist das ein toller Schild!«). 

13 Guter Scherz, Teil 2. Hoffentlich klappt es in diesem 
Jahr. 

14 Hurra, das stimmt erfreulicherweise wirklich. Keine 
Atempausen! 

15 Diablo: 4 mal 10 Felder plus Gürtel für acht Spruchrollen 
oder Tränke. Diablo 2: 4 mal 10 Felder plus Gürtel für 
maximal 16 Spruchrollen oder Tränke. Na ja. 

16 Spaßige Idee, haben wir allerdings 
noch nicht entdeckt. Vielleicht in der 
Endversion. 

17 Das klingt ziemlich schräg, aber da in 
der Beta noch nicht alle Skills freige- 
schaltet sind, war es nicht überprüf- 
bar. 

18 Ein klares Jein: Sie verlieren Gold, 
die am Körper getragene Ausrüs- 
tung, aber keine Erfahrungspunkte. 

19 In der Beta müssen alle sechs Auf- 
träge nacheinander durchgespielt 
werden. Je mehr, desto besser. 

20 Alle? So begrenzt richtig wie der 
Platz in der Truhe - frohes Verkaufen 
der lieb gewonnenen Schätzchen. 



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Baum und Schriftrolle 
gefunden - alles wird gut 



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Fünf Freunde - 
wer kann was? 

Ihre Abenteurer aus dem ersten »Diablo« (Jägerin, 
Krieger, Magier) und der »Hellfire«-Erweiterungs-CD 
(Mönch, Barbar) dürfen Sie nicht importieren. Im zwei- 
ten Teil haben Sie dafür die Qual der Wahl zwischen 
fünf neuen Helden. 

Jede Figur besitzt 30 eigene Spezialfähigkeiten (Skills), 
in aktive (zum Beispiel ein Angriffszauber) und passive 
(beispielsweise eine Paladin-Schutzaura) Skills unter- 
teilt. Bei jedem Level-Aufstieg dürfen Sie eine Fähig- 
keit ausbauen oder je nach Stufe erstmalig aktivieren. 





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rungs-, 
Gift- und 
Knochen- 
Sprüche, 
Flüche. 



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SPECIAL 





Die Herren Seidel und Müller mischen als 
Nekromant und Paladin frohgemut eine 
Siedlung der Schamanen auf. 



Brutzel! Wo dieser tödliche Ring vorbeidonnert, hat der Gärtner für 
die nächsten paar Wochen das Rasenmähen gespart. 



Das Herumstromern in Ober- un 
Unterwelt macht im Mehrspieler-Modus 
aber deutlich mehr Spaß (siehe Kasten), 
denn hier greifen Ihnen echte Menschen aus 
Fleisch und Blut unter die Arme. Zumal Gold 
und Erfahrungspunkte auch dann aufgeteilt 
werden, wenn man als Frischling mit erfah- 
renen Helden in die Katakomben hinab- 
steigt. Nett ist auch der Handel mit anderen 
Spielern, bei denen Sie sogar um seltene 



hen können. Natürlich 




Diese Geister sehen nicht nur fies 
aus, sie schreien auch so. 



items« feilschen können. Natürlich sind Ihre 
Taschen wieder viel zu klein, um alle 
begehrten Dinge zu fassen. Dafür gibt es 
nun im Camp den Stash (oder Truhe), eine 
Mischung aus Seemannskiste und Girokon- 
to, in dem Sie nicht nur Ihre Ausrüstung, 
sondern auch Ihr unterwegs aufgelesenes 
Gold lagern. 

Um die Manipulationen und spaßverder- 
benden Cheatereien an Charakteren zu 
unterbinden, speichert Blizzard die Helden 
auf dem Server als »Realm Character« ab. 
Sie können zwar Helden aus dem Solospiel 
ins Netz bringen, ein solcher, eventuell 
getürkter »Open Character« kommt aller- 
dings nicht in ein Spiel von Realm-Figuren. 

Tod und Teufel im Detail 

Ein nicht unwichtiger Punkt: Was passiert 
mit Ihren Habseligkeiten, wenn Ihr Held 
stirbt? Erfreulicherweise dürfen nur Sie die 
Leiche »plündern«, es sei denn, Sie erlau- 
ben es einem Party-Mitglied. Sind Sie der 
einzige im Spiel, landet der Körper sicher im 
Camp. Sie verlieren jedoch pro Tod den Pro- 
zentsatz Gold, der Ihrem Level entspricht; 
maximal aber 20 Prozent. Wer's doppelt 

1 1 1 S L 




Modus: Hier besitzen Sie genau ein Leben. 

Eine geniale Neuerung: Ein Druck auf die 
»Alt«-Taste macht alle herumliegenden 
Gegenstände sichtbar. Kein mühsames 
Absuchen des Terrains mehr! Spezielle Gür- 
tel fassen jetzt mehr als acht Spruchrollen 
oder Tränke. Bis zu 16 Fläschchen passen 
nun hinein, die Reihe für Reihe von unten 
nachrücken, wenn Sie einen Trank zu sich 
nehmen. Reparaturzauber wie in »Hellfire« 
gibt es bislang nicht. 

Ähnlich wie in »Final Fantasy 7« rüsten 
Sie manche Waffen mit Edelsteinen in fünf 
Güteklassen aus, um ihnen magische 
Durchschlagskräfte zu verleihen. 

He Verbesserungen an der Grafik-Engine 
oui.einen auf Standbildern minimal - im 
Spiel aber scrollt die Ansicht in mehreren 
Ebenen, dass es eine wahre Freude ist. Und 
nach mehrstündigem Spiel mit Kopfhörern 
oder Subwoofer-System schauen Sie fünf 
Mal um jede Ecke - auch wenn Sie den PC 
bereits abgeschaltet haben. 

So, und jetzt rasch weiterspielen, bevor 
Stefan Seidel aus dem Urlaub zurückkommt 
und die Beta-CD wiederhaben will, (ra) 




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Die Zaube- 
rin: jede 
Menge 
Kälte-, 
Blitz- und 
Feuer-Zau- 
bersprüche. 


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D C PLAYER JUNI 2000 



SPECIAL 

Preview: Black & White 




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Vom Promi-Spielde- 
signer Peter Moly- 
neux kommt oftmals 
Göttliches, und dass 
dies durchaus auch 
im wörtlichen Sinne 
zu verstehen ist, 
werden wir alle im 
Herbst erfahren ... 



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SPECIAL 



Das Schöne am Spielebusiness 
ist, dass es immer mal wieder 
Titel gibt, bei denen man vor 
Vergnügen leuchtende Augen 
bekommt - und vor Erstaunen einen 
offenstehenden Mund. »Black & White« 
ist einer dieser Fälle. Und das, obwohl 
sich die Grundidee gar nicht so sehr von 
der des ersten großen Molyneux-Erfol- 
ges »Populous« unterscheidet. 

Stellen Sie sich also vor, Sie wären der 
Gott eines kleinen Völkerstammes. Nun, 
genau genommen ist es eigentlich nur ein 
Dorf, aber da jedes der hier vorhandenen 
Dörfer kulturell eigenständig ist, darf man 
wohl doch von Stämmen reden. Da wären 
etwa die Azteken, die Ägypter, die Griechen 
und andere Nationalvereine aus der irdi- 
schen Vergangenheit. Wie diese auf die hier 
zur Debatte stehende Welt Eden gekommen 
sind, soll uns nicht kümmern (vermutlich 
haben sie einfach niemals Äpfel gegessen), 
viel wichtiger ist diese Frage: Was tun mit 
ihnen? 

Aber vielleicht wäre es besser, die Dinge 
vom Gesichtspunkt der Sterblichen aus zu 
betrachten, denn da ist die Antwort offen- 
sichtlich - einen Gott betet man an. Für Sie 
hat das den nicht zu unterschätzenden Vor- 
teil, dass Anbetungen Ihren Vorrat an Zau- 
berenergie auffüllen, und der wird noch drin- 
gend benötigt. So weit hört es sich ja ziem- 
lich bekannt an, aber spätestens seit »Dunge- 
on Keeper« weiß Peter Molyneux, dass der 
meiste Spaß oftmals im Bösen und Verbote- 
nen liegt, und deshalb hat der Spieler die 
Wahl: Er kann die Rolle eines wohlmeinen- 
den »Landesvaters« übernehmen, er kann 
aber sein Regime auch auf Terror, Unterdrü- 
ckung und Gräueltaten aufbauen. 



schließlich titanische Größe, nein, es ist auch 
lernfähig, und zwar genau in der Art und 
Weise, wie ein Kind es ist. 

Will sagen, es schaut sich so allerlei ab. 
Wenn der Spieler sich damit vergnügt, Fels- 





Beispiel für eine der »Challenges«: In 
Form von selbstlaufenden Sequenzen 
erläutert Ihnen einer der Einwohner 
seine Sorgen - Sie können helfen. 

brocken durch die Gegend zu kullern, wird 
auch sein Schoßtier alsbald damit anfangen 
- zumindest, wenn es gerade in der Nähe war 
und so die Wurf-Aktion beobachten konnte. 
Wenn der Spieler aus irgendeinem Grund 



»Was immer Sie hier auch tun, 
es wird Folgen für die Balance 
zwischen Gut und Böse haben.« 



Was immer Sie jedoch tun, es wird Folgen 
haben, zum Beispiel für die Landschaft in der 
Umgebung Ihres Dorfes. Wenn Sie ein 
Kuschelbärchen-Gott sind, belohnt Sie das 
Spiel mit einem grünenden und blühenden 
Paradies voller exotischer Blüten. Benehmen 
Sie sich hingegen wie ein Walhalla-Wüterich, 
so dürfen Sie eine dunkle, schroffe, von 
Schrunden durchzogene Heimat Ihr Eigen 
nennen. Ein Unterschied wie Schwarz und 
Weiß, sozusagen. 

Aber noch in einem anderen Sinne sind 
Folgen unvermeidlich. Dazu müssen wir 
etwas weiter ausholen, denn zu Beginn des 
Spiels darf man sich eine winzige, tierähnli- 
che Kreatur aussuchen. Affen stehen da 
ebenso zur Verfügung wie Bären, Wölfe, 
Tiger, Zebras oder andere Geschöpfe. Freilich 
handelt es sich nicht wirklich um Tiere, son- 
dern eher um durchaus mit Intelligenz geseg- 
nete Wesen, die zudem auch noch aufrecht 
gehen. Die Rolle des Spielers gegenüber sei- 
nem Affen kann ohne weiteres mit der eines 
Vaters verglichen werden: Das putzige Kerl- 
chen wächst nämlich nicht nur bis auf eine 



einen Wirbelsturm herbeizaubert, kann es 
leicht passieren, dass auch der Affe dem- 
nächst mit derlei Unfug hausieren geht, denn 
zaubern kann er ebenfalls. Wenn der Spieler 
sich als hilfreicher Mentor seines Stammes 
erweist, wird die Kreatur ebenfalls freundlich 
zu den Sterblichen sein und ihnen helfen. -> 




Im Innern der Zitadelle - hier läuft die 
Macht des Spielers zusammen, hier fin- 
det sich auch, verteilt auf die Räume, so 
etwas wie ein virtuelles Optionsmenü. 



PC PLAYER JUNI 2000 105 



SPECIAL 

Preview: Black & White 




Keine Frage, dieser Leopard steht genauso aus wie sein Herr- 
chen auf der dunklen Seite der Macht, ... 



.. diese sanfte Kuh hingegen lässt es lieber gemütlich angehen 
Black & White ermöglicht beides! 



->Wenn nicht, dann nicht - versteht sich. 
Solche Unterschiede zeigen sich übrigens 
deutlich genug in Körperhaltung und 
Gesichtszügen - niemand wird etwa ein Pro- 
blem damit haben, den Tiger als böse, gut- 
mütig oder neutral zu identifizieren. 

Lionhead-Boss Molyneux berichtet sogar 
davon, dass bei den Testern ein äußerst wit- 
ziges Phänomen auftritt: Die Kreatur entwik- 
kelt rasch eine Persönlichkeit, welche der des 
Spielers immer mehr ähnelt, je länger das 
Spiel andauert. Eher zurückhaltende Men- 



len zu verblüffen (er hüpft zum Beispiel ins 
Bild und winkt dann wild in die »Kamera«). 

Die Erziehung der Viecher geschieht dabei 
keineswegs nur passiv. War Ihr Leopard etwa 
böse, indem er mit den Einwohnern Ihres 
Landes Weitwurf übte, dann können Sie ihm 
durchaus ein paar saftige Ohrfeigen verabrei- 
chen. Er wird sich solche Strafen merken, 
genauso wie übrigens Belohnungen, die 
darin bestehen könnten, dass Sie ihm den 
Bauch kraulen. Verhalten, das Belohnungen 
nach sich zieht, wird er daraufhin öfters zei- 



Die Kreaturen ähneln nach 
einer Weile immer mehr den 
jeweiligen Spielern. 



sehen werden beispielsweise auch ein 
bedächtiges Schoßtier bekommen, Partylö- 
wen hingegen dürften feststellen, dass ihr 
Zögling ebenfalls überall seine Finger im 
Spiel hat. Leute, die Wert auf reichhaltiges 
und gutes Essen legen, können sich bald 
über den »Rettungsring« ihres treuesten 
Anhängers freuen. Und Molyneux selbst, 
nicht gerade als Frühaufsteher bekannt, hat 
einen Affen herangezüchtet, der tatsächlich 
bei jeder unpassenden Gelegenheit ein klei- 
nes Schläfchen einlegt - um seine Zuschauer 
während der übrigen Zeit mit bizarren Einfäl- 




Tiger und Stier boxen um die Macht im 
Lande. 



gen, solches, das bestrafungsgefährdet ist, 
hingegen meiden. Na, es ist wohl doch kein 
so weiter Weg mehr bis zu echter künstlicher 
Intelligenz, oder? 

Aber die Kreaturen sind nicht nur possier- 
liche bis gefährliche Haustiere, sie sind dem 
Spieler auch unentbehrliche Helfer. Denn, 
gestandene Populous-Spieler ahnen es 
bereits, man ist nicht allein. Irgendwo in 
anderen Gegenden der 3D-Welt treiben wei- 
tere, computergesteuerte Götter ihr Unwe- 
sen, die ebenfalls über einen Stamm sowie 
über eine Kreatur verfügen. Es mag sich 
dabei um freundliche oder auch böswillige 
Nachbarn handeln, jedenfalls werden über 
kurz oder lang Auseinandersetzungen nicht 
ausbleiben. 

Nun haben Sie als Spieler allerdings ein 
Problem: Innerhalb Ihres Territoriums (das im 
Wesentlichen von Orten gebildet wird, an 
denen man Sie anbetet) sind Sie zwar nahe- 
zu allmächtig, aber über diese Grenze hinaus 
können Sie buchstäblich gar nichts tun. Da 
kommen nun Affe, Löwe, Zebra und Konsor- 
ten ins Spiel, denen Sie regelrechte Aufträge 
erteilen dürfen. Beispielsweise den, diesen 
vorwitzigen Ägyptern von nebenan mal eins 
auf die Rübe zu geben. Natürlich stehen die 
Chancen nicht schlecht, dass dabei ein 
Kampf zwischen Ihrem und dem feindlichen 



Schoßhund entbrennt. Und wir wollen ja 
nicht zu viel versprechen, aber es sieht ein- 
fach umwerfend komisch aus, wenn sich ein 
riesiger Stier und ein mindestens ebenso 
gewaltiger Tiger mit erhobenen Boxerfäusten 
gegenüberstehen ... 

Überhaupt die Animationen! Die Mimik 
beispielsweise kam dadurch zu Stande, dass 
das Minenspiel von menschlichen Gesichtern 
auf die der Tiere übertragen wurde, was ins- 
besondere beim Affen buchstäblich unglaub- 
lich wirkt. Im Ernst, so was haben Sie in 
einem Computerspiel noch nicht gesehen! 
Und wenn der Bursche dann noch mit einem 
Breakdance loslegt, können Sie Black & 
White getrost auch als Partyknüller zur 
Unterhaltung der Gäste einsetzen. 

Wer eine alte Maus besitzt, die ihren Job 
nicht mehr so ganz einwandfrei erledigt, 
sollte jetzt vielleicht über die Anschaffung 
einer neuen nachdenken, denn es gibt 
hauptsächlich nur noch ein Steuer-Instru- 
ment: die Hand Gottes, bei der es sich im 
Grunde um einen Multifunktions-Mauszeiger 
handelt. Besonders delikat wird dies 
dadurch, dass man, um zum Beispiel einen 
Zauberspruch loszulassen, mit der Maus ein 
bestimmtes Symbol »zeichnen« muss, etwa 
einen Kreis für den Feuerball. Natürlich gibt 
es auch wesentlich kompliziertere Symbole - 
Gerüchten zufolge soll es sich in einem Fall 
gar um das Namenskürzel Peter Molyneux' 
handeln. 

Im Unterschied zu Populous oder auch 
Dungeon Keeper teilt sich Black & White 




Stimmungsvolle Nächte runden das 
Angebot ab. 



106 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 




SPECIAL 

Ihre Kreatur 
wird eigenhän- 
dig HTML-Sei- 
ten zusammen- 
stellen, die ins 
Internet ge- 
hängt werden 
können. 



Affe in Aktion - die Kreaturen können eigenständig zaubern! 



nicht in Missionen oder Kampagnen auf. 
Stattdessen steht eine Story hinter dem Spiel, 
die sich peu ä peu weiterentwickelt, wobei 
bestimmte Ereignisse in der Welt wiederum 
andere Phänomene nach sich ziehen. Ein Fak- 
tor dieser Entwicklung sind die so genannten 
»Challenges«, im Grunde handelt es sich 
dabei um Bitten Ihrer Untertanen. 

Wenn Sie also etwa gebeten werden, einen 
verschollenen Bruder wiederzufinden, der 
sich im Wald verlaufen hat, können Sie ent- 
weder positiv reagieren (also den Auftrag 
erfüllen) oder negativ antworten (indem Sie 



der unverschämten Bittstellerin beispiels- 
weise das Lebenslicht ausblasen). In beiden 
Fällen gilt die Challenge als erledigt und Sie 
erhalten ein Power-up für einen Zauber- 
spruch. Lionhead will noch nicht sehr viel 
über die generelle Story verraten, sicher ist 
aber, dass sie sich einerseits in viele Seite- 
näste spaltet, andererseits aber auch immer 
wieder zu bestimmten gemeinsamen Schlüs- 
selereignissen zurückkehrt. 

Sicher ist auch, dass die Online- und Multi- 
player-Freunde zu ihrer Zufriedenheit 
bedacht werden. Denn erstens wird bereits 



vor Erscheinen des Spiels eine grafische 
Chatwelt namens »The Gathering« gestartet, 
in der man von einer der Kreaturen vertreten 
wird, zweitens gibt es natürlich auch richtige 
Multiplayer-Arenen. 

Tja, und drittens werden Sie während des 
Solospiels feststellen, dass ihr Haustier 
eigenständig Screenshots von wichtigen 
Ereignissen seines Lebens anfertigt, diese 
kommentiert (!) und zu HTML-Seiten 
zusammenfügt - die dann von Ihnen bei- 
spielsweise ins Internet gehängt werden kön- 
nen ... (jn) 



30 Monate schwanger - die Entwicklung von Black & White 



■ Kurz nach der Gründung von Lionhead ist zunächst 
noch nicht viel vom Spiel erkennbar - ein simples 
Drahtgitter mit primitivsten Häuschen dient als Test- 
Arena. 

■ Im März 1998 hat das Testmodell schon klare Ver- 
besserungen erfahren, aber immer noch geht es in 
erster Linie um reine Gameplay-Experimente und 
sonstige Testläufe. 

■ Zwei Monate später haben die Programmierer 
bereits die erste Riesenkreatur eingebaut, welche 
aber noch unglaublich dumm ist. 

■ Im August 1998 hat Black & White einen deut- 
lichen Schritt vorwärts gemacht: Echtes 3D und eine 
schon viel detailliertere Grafik lassen allmählich das 




Die jüngste Errungenschaft ist Regen- 
wetter - und es ist ganz klar das 
schönste Regenwetter, dass uns je 
unterkam! 



Potenzial des Spieles ahnen. 

■ Nur einen Monat danach erscheint auch die Krea- 
tur in 3D und sie kann bereits morphen. Fett oder 
mager, gut oder böse - diese Eigenschaften verän- 
dern ihr Erscheinungsbild. 

■ Der Oktober ist Zeuge der ersten wirklich funktio- 
nierenden Welt-Simulation. 

■ Es geht Schlag auf Schlag: Im November wird die 
Hand als wichtigstes Interface-Werkzeug eingebaut. 

■ Im Jahr 1999 konzentrieren sich die Programmie- 
rer zunächst vor allem auf die Zaubersprüche. Dazu 
wurde unter anderem ein Partikel-System für die 
Effekte eingebaut. 

■ Seit März des vergangenen Jahres ist die Hand in 
der Lage, der Kreatur Ohrfeigen zu verpassen. 

■ Im Mai naht der große Augenblick: Erstmals wer- 
den alle Teilaspekte des Spiels in ein einziges Stück 
Software integriert. 

■ Bis August geht es in erster Linie um den Einbau 
der Story. 

■ September 1999: Das Innenleben der Zitadelle 
wird implementiert. 

■ Im Oktober befassen sich die Grafiker und Desi- 
gner mit zwei Helferlein, die als engelhafter bezie- 
hungsweise teuflischer Ratgeber dienen werden. 

■ Ab Januar 2000: Das Wettersystem mit Regen, 
Schnee, Sturm und dergleichen bildet die nächste 
große Herausforderung. 

Hier sehen Sie einige Beispiele der 
sehr unterschiedlichen Stammeskul- 
turen. Von oben nach unten: ein Dorf 
der Ägypter, der Griechen, der 
Japaner und der Tibeter. 




www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNII 2000 107 



SPECIAL 

Interview: Peter Molyneux 



Interview mit 
Peter Molyneux 
zu Black & White 

Während einer »Black & 
White«-Präsentation in der 
British Academy of Film & 
Television Arts (BAFTA) 
konnten wir einige Worte 
mit Lionhead-Boss und 
Kult-Spieldesigner Peter 
Molyneux wechseln - die 
ideale Gelegenheit, ein 
paar besonders interessan- 
te Aspekte der neuen Göt- 
tersimulation näher zu 
beleuchten. 



Das Denk- 
mal Peter 
Molyneux 
ist lebendi- 
ger denn je. 




PC Player: Du hast davon gesprochen, 
dass »Black & White« einen Anfang, ein 
Mittelteil und einen Schluss habe. Aber 
was ist denn jetzt eigentlich der Schluss? 

Peter Molyneux: Der Schluss ist das 
Ende der Story und das will ich sicherlich 
nicht vorwegnehmen. Das wäre ja, als ob 
man vorher das Ende eines Buches erzählt. 
Jedenfalls fällt Dir irgendwann auf, dass Du 
auf der Welt nicht allein bist. Es gibt noch 
weitere Götter oder Zauberer. Die Frage ist 
nun, ob und wie es Dir gelingt, die Bevölke- 
rung davon zu überzeugen, dass Deine 
Sicht der Dinge die richtige ist. 

PC Player: Können die großen Kreaturen, 
also die Helfer der Spieler, womöglich 
auch sterben? 
Peter Molyneux: Nein! 

PC Player: Welchen Sinn hat es dann, 
wenn sie kämpfen? 

Peter Molyneux: Nun, sie können ver- 
letzt werden. Sie können zum Beispiel den 
Arm verlieren oder lange Zeit außer Ge- 
fecht sein - was die Möglichkeiten des Spie- 
lers natürlich deutlich einschränkt. Und stell 
Dir vor, Du hättest eine mehrere hundert 
Tage alte Kreatur. Würdest Du weiterspielen 
und eine neue großziehen, falls sie stirbt? 

PC Player: Ich benötige die Kreaturen, um 
Dinge zu tun, die ich selbst nicht tun kann? 



Peter Molyneux: Ja, sie können zum 
Beispiel den Dorfbewohnern helfen, Anla- 
gen zu bauen. Verteidigungswälle etwa. 
Auch bei Kämpfen greifen sie gerne ein. 

PC Player: Stichwort »The Gathering«: Wie 
funktioniert das genau? Ist es nur ein Chat- 
programm oder mehr? 

Peter Molyneux: The Gathering ist viel 
mehr als ein Chatprogramm. Es ist eine 
richtige Welt, in der Du von Deiner persön- 
lichen Kreatur repräsentiert wirst. Aber dar- 
über hinaus gibt es dort zum Beispiel Renn- 
bahnen, auf denen Kreaturen Wettkämpfe 
austragen können, eine Arena ist dabei, 
man kann auch in die Häuser gehen und 
dort Schach oder Backgammon spielen. 
Trotz alledem wird nur ein sehr kleiner 
Download benötigt und die Ping-Zeiten 
sind ebenfalls nicht so entscheidend, außer 
vielleicht in der Arena. 

PC Player: Mit dem eigentlichen Spiel hat 
dies aber nichts zu tun? 
Peter Molyneux: Nein, das Spiel wird 
natürlich Online- und Multiplayer-Optionen 
haben, aber die hängen nicht mit The Gat- 
hering zusammen. 

PC Player: Du hast während der Präsenta- 
tion gesagt, dass Kreaturen Internet-Seiten 
gestalten können. Wie soll das vor sich 
gehen? 



Peter Molyneux: Also, zum Beispiel mein 
Affe hier, der macht von wichtigen Augen- 
blicken seines Lebens eigenhändig 
Screenshots und verarbeitet sie mit einem 
Kommentar zu HTML-Seiten. Die wiede- 
rum kann der Spieler dann ins Internet 
hängen. 

PC Player: Der Affe verfasst selbstständig 
Kommentare? 

Peter Molyneux: Richtig, und nicht nur 
das: Denn solange der Affe klein ist, klin- 
gen die auch noch eher kindlich und infan- 
til, während sie erwachsen wirken, wenn er 
»volljährig« ist. 

PC Player: Eine Frage zum Schluss: Was 
würdest Du vielversprechenden, jungen 
Programmierern raten, die sich noch kei- 
nen Namen gemacht haben? 
Peter Molyneux: (grinst) Nachdem wir 
bei Lionhead im Augenblick noch ein paar 
Leute einstellen wollen, würde ich sagen: 
Ruft uns an. Aber Scherz beiseite - wichtig 
ist, nicht zu stolz für einen Job zu sein. 
Nehmt ruhig Jobs an! Und es schadet nie- 
mals, ein Demo zu machen. Aber bitte kein 
Demo einer 3D-Engine! In der Branche 
sind Leute knapp, die eine gute Kl pro- 
grammieren können oder generell etwas 
von Gameplay verstehen. Das ist rar, eine 
solche Demo ist mindestens so beeindru- 
ckend wie jede 3D-Engine. 



108 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



Firmenhistorie: Lionhead Studios 



SPECIAL 



Gut gebrüllt Löwe 



Noch hat Lionhead kein einziges Spiel veröf- 
fentlicht - und doch ist das Team aus Guild- 
ford/Surrey bekannter als manch alteinge- 
sessene Softwareschmiede. Wo liegen die 
Ursachen dieses Ruhms? 




Ein Bild aus früheren Bullfrog-Tagen: Erstaunlich, wie wenig sich der Mann in all 
den Jahren verändert hat. 



Wer eine Firmengeschichte 
über Lionhead schreiben 
muss, der kommt nicht 
darum herum, gleichzeitig 
aus dem Leben von Lionheads-Gründer 
und Inhaber Peter Molyneux zu erzählen, 
denn dieser Mann ist (ohne in Personen- 
kult verfallen zu wollen) die Seele der 
Firma: besessener Spielefan, Berufs-Sar- 
kast und einer der kreativsten Spielde- 
signer überhaupt. 

Ursprünglich begann Molyneux mit einer 
Firma namens »Taurus«, die Mitte der 80er 
Jahre Software für den damals populären 



Amiga produzierte - freilich keine Spiele, 
sondern Anwendersoftware. Als dann 
1986/87 die Entscheidung fiel, den Fokus auf 
Unterhaltung auszurichten, wurde Taurus in 
»Bullfrog Productions« umbenannt. Es dau- 
erte aber noch zwei weitere Jahre, bis das 
Team plötzlich zu weltweitem Ruhm gelang- 
te - natürlich ist hier von Populous die 
Rede, einem Spiel für das es damals keiner- 
lei Vorbilder gab. 

Es hatte natürlich viel von einem Strategie- 
spiel, denn man musste einem Stamm kleiner 
Männchen Siedlungsraum schaffen. Mit Hilfe 
einer indirekten Steuerung wurden die tapfe- 



ren Kleinen dazu gebracht, in feindliches Ter- 
ritorium einzufallen, ja, man konnte sogar so 
genannte Ritter erschaffen, indem man viele 
Populanten zu dieser ganz besonders starken 
Figur verschmolz. Sollte das alles nicht rei- 
chen, so war an den Einsatz von Zaubersprü- 
chen zu denken, mit denen man mitten im 
feindlichen Dorf Vulkane ausbrechen, Sümpfe 
entstehen oder Sintfluten hereinbrechen las- 
sen konnte. 

Aus heutiger Sicht weist Populous klare 
Schwächen auf, wie etwa sich ständig 
wiederholendes Gameplay, ein völlig mangel- 
haftes Level-Design sowie eine komplett feh- 
lende Hintergrundgeschichte. Aber es war 
einfach zu handhaben und hatte eben ein 
neues Spielprinzip zu bieten - der unglaubli- 
che Verkaufserfolg von dreieinhalb Millionen 
Exemplaren belohnte das kreative Wagnis. 

Die in den folgenden Jahren entstandenen 
Titel Powermonger und Populous 2 stell- 
ten im Grunde bloß Varianten derselben 
Grundidee dar, die jedoch den Erfolg ihres 
»Stammvaters« bei weitem nicht wiederho- 
len konnten. 

Erst Molyneux' nächstes Spiel, das 1994 
veröffentlichte Theme Park schlug wieder 
ein wie eine Bombe - wohl nicht zuletzt des- 
halb, weil auch hier wieder etwas vorher nicht 
Dagewesenes geschaffen wurde: ein virtuel- 
ler Rummelplatz, den man selber bauen 
konnte! Aus heutiger Sicht geht Molyneux 
freilich auch mit Theme Park hart ins Gericht, 
dessen Grafik er für zu kindisch hält. Vor 
allem aber, so der Meister, habe das Spiel zu 
wenig Katastrophen geboten. 

Molyneux' letzter großer Kracher (kurz 
bevor er die inzwischen zu Electronic Arts 
gehörenden Ochsenfrösche verließ) war 
natürlich Dungeon Keeper. Hier durfte der 
Spieler endlich die Rolle des Bösewichts 
übernehmen - eine bis dahin in der Soft- 
waregeschichte kaum je vorgekommene 
Unerhörtheit (nur »Wizardry 4«, das hier zu 
Lande jedoch lediglich als Import zu haben 
war, verwertete vorher schon mal diese 
abgefahrene Idee). 

Vor der Veröffentlichung häufig als Rollen- 
spiel gehandelt, stellte sich der Keeper im -> 



Druid 2 - Enlightenment 
(-86) 




Peters erstes Spiel war die Amiga-Konvertierung 
eines C-64-Titels (das hier verwendete Foto dieses 
»Gauntlet«-Klons stammt von der Brotkasten-Ver- 
sion). Damals hieß Peters Firma allerdings noch 
Taurus und hatte in erster Linie einen Namen als 
Produzent von Business-Software für den Amiga. 
Die Umbenennung in Bullfrog erfolgte ein Jahr 
später, nachdem die Entscheidung gefallen war, 
auch künftig Spiele zu programmieren. 



Populous 
('89) 




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Der erste richtige Bullfrog- 
Titel, ein wenig erfolgreiches j 
Actiongame namens I 

»Fusion«, erschien 1987. Doch danach startete Peter ein 
Projekt, das Softwaregeschichte schreiben sollte: »Popu- 
lous« bot eine einzigartige Mixtur aus verschiedenen Spiel- 
elementen, Peters Grundthema der Göttersimulation war 
hier bereits voll entwickelt. Populous verkaufte 3,5 Millio- 
nen Exemplare und das wäre selbst heute noch exorbitant! 



PC PLAYER JUNI 2000 109 



SPECIAL 

Firmenhistorie: Lionhard Studios 




Für ein bisschen Publicity winkt man gern mal in die Kamera - kein Wunder, dass 
gerade Peter Molineux' Kreatur diese Verhaltensweise entwickelt ... 



-> Nachhinein fast eher als Wirtschaftssimu- 
lation heraus, freilich eine der ganz besonde- 
ren Art. Fröhliche Folterkammern, Dominas 
als Einwohnerinnen des Verlieses oder die 
Möglichkeit, in First-Person-Perspektive aus 
der Sicht von Hühnern durch die Gegend zu 
rennen, all das sind halt typische »Molyneu- 
xien«. 

Schräge Viechereien 
bei Lionhead 

Typisch auch die Art und Weise, wie Peters 
1997 gegründete neue Firma zu ihrem Namen 
kam: Mark Webley, Freund und Compagnon 
von Molyneux, besaß einen Hamster namens 
»Lionhead«, und die beiden entschieden, ihre 
Firma nach dem Tier zu nennen. 
Unglücklicherweise verstarb der Nager unzei- 
tig früh, was von Molyneux für ein böses 
Omen gehalten wurde. Doch der Ersatzname 
(nämlich Red Eye) erwies sich aus juristi- 
schen Gründen als wenig optimal, weil er 
schon von etlichen anderen Firmen bean- 
sprucht wurde. So blieb man schließlich doch 
bei Lionhead ... 



Abgesehen davon scheint Molyneux über 
ein glückliches Händchen in Personalfragen 
zu verfügen - was sicher mit dafür verant- 
wortlich ist, dass Lionhead eine auf Gedeih 
und Verderb verschworene Gemeinschaft bil- 
det. Peter ist zwar nicht die Mutter der Kom- 
panie, aber doch so etwas wie der Vater der 
Company. 

Wer für ihn arbeitet, muss zum Beispiel 
schon mal damit rechnen, zu einer Brainstor- 
ming-Session ins Privathaus des Firmengrün- 
ders eingeladen zu werden. Die mag dann 
(wie bereits einmal geschehen) zunächst in 
ein Gelage und viel später in einen Waldspa- 
ziergang durch tiefdunkle Nacht übergehen, 
in dessen Verlauf der ortskundige Molyneux 
seine orientierungslosen Gäste immer wieder 
in die Nähe des sumpfigen und morastigen 
See-Ufers zu locken versteht. Unnötig zu 
sagen, dass niemand aus der Belegschaft am 
nächsten Morgen zur Arbeit erschien. 

Aber die übrigen Löwenköpfe stehen 
ihrem Boss in nichts nach. Da ist etwa die 
Geschichte mit dem Grafiker Mark Healey 
und dem Bürgermeister: Letzterer stattete 



den Lionhead Studios einen Besuch ab und 
wurde durch die Firmenräume geführt. Mark, 
ein ohnehin recht freakiger Typ, stülpte sich 
einen Handschuh aus Lama-Wolle über die 
Hand, befestigte einen Draht daran und führ- 
te dem staunenden Bürgermeister vor, wie 
eine Hand auf dem Monitor exakt seinen 
Handbewegungen folgt - während die 
umherstehenden Lionhead-Leute sich redlich 
bemühten, ihr Entsetzen nicht allzu offenkun- 
dig werden zu lassen ... 

Natürlich war die Animation vorher einpro- 
grammiert und wurde mit heimlichem Tas- 
tendruck gestartet. Marks ungerührter Kom- 
mentar zu dieser Aktion: »It had to be done!« 
(»Es musste einfach getan werden!«) Peter 
hingegen zeigt sich bis heute betrübt darüber, 
dass der Bürgermeister nicht einmal sonder- 
lich beeindruckt gewesen sei. 

Dass es sich bei den Mitarbeitern von Lion- 
head wahrlich um ein ungewöhnliches und 
vielseitig interessiertes Team handelt, erfährt 
man spätestens dann, wenn man sich einmal 
die Webadresse (www.lionhead.co.uk) an- 
schaut. Dort findet sich nämlich eine Seite, 
auf der einige Lionhead-Programmierer in 
Zusammenarbeit mit dem bekannten Inter- 
net-Buchversand Amazon Lesetips veröffent- 
licht. Sicher nicht erstaunlich, dass hier unter 
anderem etliche bekannte SF- und Fantasy- 
Klassiker wie etwa »I am Legend«, »Stranger 
in a Strange Land«, »Dune«, »The Wheel of 
Time«, »UBIK« oder »Rendezvous with 
Rama« genannt werden. 




Mark Healey, der Mann mit dem 
elektronischen Woll-Handschuh. 



Powermonger ('90) 




Powermonger konnte den Erfolg von Popu- 
lous nicht einmal annähernd wiederholen und 
wird von Molyneux heute auch als sein 
schlechtestes Spiel bezeichnet - obwohl es 
Features wie eine rotier- und zoombare Land- 
schaft, Wettereffekte sowie eine direktere 
Steuerung der Wuselmännchen bot. Nichts- 
destotrotz mangelte es dem Titel in der Tat an 
Ausbalancierung, und er erweckte den Ein- 
druck, ein wenig schnell in die Läden beför- 
dert worden zu sein. 



Populous2 
('91 ) 




Der direkte Nachfolger von 
Populous, nun in einem antik- 
griechischen Ambiente voller 
wildgewordener Götter, überflügelte zwar den Verkaufs- 
erfolg von Powermonger, konnte aber ebenfalls nicht an 
die Zahlen des ersten Göttergames anknüpfen. Immer- 
hin war aber einiges an Neuigkeiten geboten, wie zum 
Beispiel 35 neue Zaubersprüche oder eine verbesserte 
Grafik, die realistischere Einwohner möglich machte. 



110 PC PLAYER JUNI 2000 



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SPECIAL 



Wenn die Jungs gerade mal nicht pro- 
grammieren oder Unsinn veranstalten, dann 
darf man darauf wetten, dass sie spielen. Es 
gibt beispielsweise eine sogenannte »Lion- 
head Olympics Liga«, in der alle im Laufe 
des Jahres zustandegekommenen Scores 
gewertet werden. Jedes Mitglied des Teams 
hat nämlich einmal jährlich ein Turnier zu 
organisieren, egal ob es sich dabei um Com- 
puterspiele, Brettspiele oder gar Sportwett- 
kämpfe dreht - solange es am Ende nur eine 
Tabelle mit Ergebnissen gibt, die gewertet 
werden können. 

Badminton-Begegnungen sind auf diese 
Weise ebenso über die Bühne gegangen wie 
ein äußerst kompliziertes Börsenspiel, das 
wiederum auf den Leistungen und dem 
Abschneiden der einzelnen Spieler beim Bad- 
minton beruhte. Am Ende des Jahres wird 
dann abgerechnet, und der Gewinner darf 
eine Trophäe mit eingraviertem Namen mit 
nach Hause nehmen. 

Aber genug der Anekdoten. Die gnadenlo- 
se Wahrheit ist, dass das bekannteste Projekt 
der jungen Truppe (nämlich »Black & White«) 
wohl zu den meisterwarteten Spielen des 
noch frischen Jahrtausends gehört. Das 
bekannteste Projekt? Richtig, denn es gibt da 
noch zwei andere, die freilich nur lose mit 
Lionhead verknüpft sind. 




Cathy Campos, als »ewige« Pressespre- 
cherin von Peter Molyneux ebenfalls 
eine langjährige Wegbegleiterin des 
Star-Designers. 




Die allerneueste Errungenschaft bei Black & White: Leise rieselt der Schnee ... 



Dort pflegt man nämlich die Philosophie, 
dass mehr als 25 Angestellte das besondere 
Lionhead-Klima zerstören würden. Um den- 
noch etwas für vielversprechende junge 
Teams tun zu können, wurde das Satelliten- 
Prinzip aus der Taufe gehoben: Derzeit gibt es 
zwei komplett unabhängige Entwicklerteams 
(Big Blue Box und Intrepid), die jedoch auf 
Rat, Know How und Ausrüstung von Lionhe- 
ad zurückgreifen können und dafür einen 
moderaten Anteil der künftigen Gewinne ver- 
pfändet haben. 

Trotz der nur gut 20 Angestellten ist Lion- 
head freilich längst keine Garagenfirma mehr. 
Zwar versammelten sich die Mitglieder des 
Teams während des ersten halben Jahres in 
Peters Privathaus zur täglichen Arbeit, doch 
die Zeiten sind vorbei. 

Gegen Ende 1997 nämlich siedelte die 
Truppe in großzügige Räume innerhalb des 
Guildford Research Parks über - kurioser- 
weise ganz in der Nähe der alten Büroräume 
von Bullfrog, bevor diese ins legendäre 
»Mana House« übersiedelten. Mit seinen 
gekrümmten Wänden und den Türklinken in 
Form von »Space Invader«-Sprites offenbar 
ideal geeignet für die umtriebige Program- 
mier-Vereinigung. 



Bis ans Ende aller Tage 

Molyneux ist sich sicher, dass er bis ans Ende 
seiner Tage Spiele designen möchte - zusam- 
men mit all seinen besten Freunden. Aber 
niemals wolle er den Fehler machen, Lionhe- 
ad zu groß oder zu abhängig werden zu las- 
sen. Während er nämlich nun seinen Kreatu- 
ren bei »Black & White« das Tanzen beibrin- 
gen könne, wenn er wolle (er hat es übrigens 
tatsächlich getan), hätte er sich früher wegen 
so etwas Vorhaltungen anhören müssen. 

Eine Haltung, die indirekt auch vom bereits 
erwähnten Mark Healey bestätigt wird. Der ist 
schon seit frühen Bullfrog-Zeiten ein Wegbe- 
gleiter des Meisters und schwärmt jetzt 
davon, dass das Arbeitsklima bei Lionhead 
dem von Bullfrog in den Anfangszeiten sehr 
ähnlich sei. 

Derzeit freilich ist eher Schluss mit lustig, 
denn »Black & White« steckt in der Endphase 
seiner Entwicklung - eine Periode, die bei 
jedem Spiel besonders stressig ist. Speziell 
dann, wenn es bereits in wenigen Monaten 
erscheinen soll. Drücken wir den Löwen also 
die Daumen, dass sich der bevorstehende 
heiße Sommer lohnt und wir uns im Herbst 
an einem weiteren nie dagewesenen Spiel 
erfreuen können ... (jn) 




Theme Park 
('94) 

Das nächste Spiel, an dem Peter in 
größerem Maße beteiligt war, ließ Z ~üu 

ein wenig auf sich warten. Nach mehrjähriger kreativer Pause 
erblickte dann der Theme Park das Licht der Öffentlichkeit: Ein 
kunterbunter Fun-Simulator, der aber trotzdem erhebliche Tiefe 
bot, konnte man doch eigenhändig die Pommespreise regulie- 
ren, jede Menge Statistiken durchwühlen oder an der Börse han- 
deln. Theme Park wurde Bullfrogs bis dahin zweitgrößter Erfolg 
- ein Jahr später verkaufte Molyneux die Firma an Electronic Arts 
und darf sich seitdem als berühmt und reich betrachten. 



Dungeon Keeper ('97) 

Der Keeper war Peters letzter Bullfrog- 
Titel. Es war bereits klar, dass er die 
Firma verlassen würde, weshalb Elec- 
tronic Arts ihn gewissermaßen vom 
Firmengelände ausgesperrt hatte. Das 
Keeper-Team arbeitete in Molyneux' 
Privathaus und zeitweise gab es wohl 
deutliche Spannungen innerhalb der 
Firma. Als das Spiel dann jedoch schließlich erschien, verblüffte es die 
Spielergemeinde mit nie dagewesenen Ideen und der schon sprichwört- 
lichen Vorliebe Molyneux' für bizarre Einfälle und seltsame Absonder- 
lichkeiten. 




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PC PLAYER JUNII 2000 111 



SPIELE-TEST 



PClühViiil 





Unabhängig, unbequem, unbestechlich - bei Spieletests kennt unsere Redaktion kein 
Pardon. Wir verraten Ihnen außerdem, was diesen Monat bei uns privat angesagt ist. 



WIEDERGEBURT 



Ich bin in diesem 
Leben noch nie auf 
der CeBit oder ähn- 
lichen Veranstaltun- 
gen gewesen. Und 
das hat seinen guten 
Grund: Ich müsste 
mich nämlich auf der 
Stelle totlachen, 
wenn mir dort irgendwelche eminent kompe- 
tenten Spezialisten etwas darüber erzählen 
würden, wie simpel und einfach das 
Zusammenspiel von Hardware und Betriebs- 
system inzwischen funktioniert. Und ich tot- 
gelacht, davon hätte niemand was - nicht mal 
ich selbst. 

Die finstere Wahrheit ist nämlich, dass 
man eine neue Soundkarte einbauen will und 
damit den plötzlichen, aber nicht unerwarte- 
ten Tod des Rechners bewirkt. Ein kostbarer 
halber Arbeitstag geht dann dabei drauf, die 
Mühle wieder zum Booten zu bewegen. Wie, 
das glauben Sie nicht? Kann ich mir gar nicht 
vorstellen und im Übrigen ist das auch egal, 
ich glaub's nämlich für Sie mit. Braucht Sie 
auch gar nicht zu wundern, denn ich hab's 
gerade heute genau so erlebt! 

Tja, und nachdem wir so viele unfehlbare 
Hardware-Spezialisten haben, kann der Grund 
für das Desaster eigentlich nur in der Sache 
mit der Wiedergeburt liegen. Klar: Die bösen 
Jungs werden nach ihrem Tod als Pentium- 
Chips wiedergeboren; das erklärt doch alles, 
oder? Und (um auf den Anfang zurückzukom- 
men) wer weiß, als was ich im nächsten 
Leben die Welt unsicher machen werde? Des- 
halb, liebe Hardwarehersteller, solltet Ihr 
damit aufhören, mich mit absturzinduzierten 
Herzinfarkten zu verfolgen. Im eigenen Inter- 
esse, gell? Grins ... 

JOE NETTELBECK (jn) 

■ Lieblings-Genres 

Strategie, Wirtschaftssi- 
mulationen, Aufbauspiele 

■ In meinem CD-Spieler 
Dire Straits: Love over Gold 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Heroes of M&M 3: 

The Shadow of Death 
Imperium Galactica 2 

■ Auf meinem Nachttisch 
Arthur C. Clarke & Gentry 
Lee: RAMA-Zyklus 

■ Ich freue mich auf 
Baldur's Gate 2 
Reach for the Stars 
Pool of Radiance 2 






ROLAND AUSTINAT(ra) 

■ Lieblings-Genres 

(Action-)Adventures, 
Geschicklichkeits- 
und Rollenspiele 

■ In meinem CD-Spieler 
Still cookin' (Sampler) 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Thief 2 

Indy und der Turm von Babel 
Planescape: Torment 

■ Auf meinem Nachttisch 
Steve Purcell: The 
complete Sam & Max 

■ Ich freue mich auf 
Starlancer 
Munch's Oddysee 




MANFRED DUY (md) 

■ Lieblings-Genres 

Strategie, Wirtschaftssimu- 
lationen, Aufbauspiele 

■ In meinem CD-Spieler 
R.E.M.: Document 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Might and Magic 8 
Heroes of M&M 3: 

The Shadow of Death 

■ Auf meinem Nachttisch 
Terry Brooks: Die Schatten 
von Shannara 

■ Ich freue mich auf 
Warcraft 3 

Black & White 
Dungeon Siege 




UDO HOFFMANN (uh) 

■ Lieblings-Genres 

Rennspiele, Rollenspiele, 
auch vom Wetter anhängig. 

■ In meinem CD-Spieler 
Domingo/Price/Cabelle: 
Italienische Opernarien 

■ Auf der Privat-Festplatte 
The Longest Journey 
Need for Speed Porsche 
Dark Project 2: The Metal Age 

■ Auf meinem Nachttisch 
Sportteil der Tageszeitung 

■ Ich freue mich auf 
Grand Prix 3 

Colin McRae Rally 2 
Baldur's Gate 2 



112 PC PLAYER JUNI 2000 



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SPIELE-TEST 



So werten wir 



Um ein geflügeltes Wort zu strapa- 
zieren: Auch und gerade bei unse- 
ren Tests ist letztlich entscheidend, 
was hinten herauskommt. Denn 
dort, sprich am Ende eines jeden 
Spieletests, prangt unser Wer- 
tungskasten, der darüber Auskunft 
gibt, ob das zuvor besprochene 
Produkt sein Geld auch wert ist. 



[JEPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 70 

Einstieg 70 

Steuerung 80 

Sound 30 

Komplexität 70 

Multiplayer 50 



SPIELSPASS ~J 



GRAFIK 

Schöne Aussichten oder 
hässliches Geruckel? Die 
»Grafik«-Wertung verrät 
Ihnen, wie es um die visuel- 
len Reize des besprochenen 
Spiels bestellt ist. 

EINSTIEG 

Aller Anfang ist schwer. Das 
muss aber nicht sein. Je 
höher die »Einstieg«- 
Wertung, desto schneller 
kommen Sie mit dem Pro- 
gramm zurecht. 

STEUERUNG 

Idealerweise ist sie so le- 
cker-leicht, dass sich das 
Programm fast von selbst 
spielt. Undurchsichtige 
Options-Wüsten ernten hin- 
gegen wenig Punkte. 



SOUND 

Hier gibt es Punkte für 
spannende Soundeffekte 
und mitreißende Musik, die 
zum Geschehen passt. 
Komposition und Technik 
beeinflussen die Punktzahl 
mächtig. 

KOMPLEXITÄT 

Viele abwechslungsreiche 
Level, Varianten oder ein 
Editor sind die Schlüssel zu 
einer hohen Wertung in 
Sachen »Komplexität«. 

MULTIPLAYER 

Wie hoch ist der Zusatz- 
Lustgewinn, wenn mehrere 
menschliche Spieler antre- 
ten? Unsere »Spielspaß«- 
Wertung bezieht sich expli- 
zit auf die Solo-Spielfreude! 



SPIELSPASS 

Die sechs oben genannten objektiven Bewertungskrite- 
rien haben natürlich einen gewissen Einfluss auf die 
Gesamtwertung. Noch viel wichtiger ist allerdings, ob 
ein Spiel letztlich Spaß macht oder eben nicht. Daher ist 
für uns der Spielspaß auch das ausschlaggebende 
Bewertungskriterium. 




wksmnms 

PRÄDIKAT 

Was für die Filmindustrie der »Oscar«, ist 
für uns der »Gold Player«. Mit dieser Tro- 
phäe würdigen wir all jene Spiele, die eine 
Spielspaß-Wertung von 85 an aufwärts 
erreicht haben. Um diese Kandidaten ent- 
brennen in aller Regel die heißesten Rede- 
duelle innerhalb der Redaktion. Denn vor 
der Vergabe dieser begehrten Auszeich- 
nung muss sich neben dem Haupttester 
zumindest noch ein zweiter Redakteur für 
die Vergabe des »Gold Player« stark 
machen. Einen kleinen Einblick in die 
aktuellen spielerischen Sympathien der 
Redakteure gewährt übrigens unsere 
Index-Seite. 



PC Player Wertet generell auf einer Skala von 1 bis 100. Bei den kleineren 
Sub-Wertungen Grafik, Sound, Einstieg, Komplexität, Steuerung und Multiplayer beschränken 
wir uns auf Zehner-Schritte. Die Spielspaß-Wertungen werden hingegen in unseren Redak- 
tionskonferenzen auf den Punkt genau zurechtgeschmirgelt - wobei dort natürlich der Haupt- 
tester das letzte Wort hat. Bei hochklassigen Kandidaten schaut sich stets ein zweiter oder 
gar noch ein dritter Redakteur das Spiel an. In diesem Fall prangen oftmals gleich mehrere 
Meinungskästen in einem Artikel. Die können (und sollen) sich durchaus widersprechen, 
denn bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden - und dies gilt nicht nur für die einzel- 
nen Leser, sondern im gleichen Maße auch für die PC-Player-Redakteure. 



Wertungsskala 



katastroph al 

schlech t 

mäßig 

aurchschni ttlich 
^orde ntlich 
_gut_ 

sehr gu t 
genial 




DAMIAN KNAUS (dk) 

■ Lieblings-Genres 

(Aufbau-)Strategie, 
Adventures, Rollenspiele 

■ In meinem CD-Spieler 
TV Total: Das Album 

■ Auf der Privat-Festplatte 
The Sims 

The Longest Journey 
Theme Park World 

■ Auf meinem Nachttisch 
Jede Menge 

Spiele CD-ROMs 

■ Ich freue mich auf 
Warcraft 3 

Pool of Radiance 2 
Neue Dreamcast Spiele 



F 



W ****** "SJ^" 



r& 



-*__ 



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JOCHEN RIST (jr) 

■ Lieblings-Genres 

Ego-Shooter 

■ DVD des Monats 

The Abyss: 
Special Edition 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Need for Speed Porsche 
Q3 Fortress 

Xenon 2 Megablast 
Budokan 

■ Auf meinem Nachttisch 
Kaffeetasse 

■ Ich freue mich auf 
Q3 Rocket Arena 

Q3 Jailbreak 
Motocross Madness 2 




MARTIN SCHNELLE (mash) 

■ Lieblings-Genres 

Simulationen, Ego- 
Shooter, Rennspiele 

■ In meinem CD-Spieler 
Genesis: Turn it on again 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Gunship! 

Need for Speed Porsche 
Superbike 2000 

■ Auf meinem Nachttisch 
Raymond Feist: 
Dunkel über Sethanon 

■ Ich freue mich auf 
Duke Nukem Forever 
B-17 2 

C&C: Renegade 




STEFAN SEIDEL (st) 

■ Lieblings-Genres 

Kajak-Simulationen, 
Rennspiele, Action- 
Rollenspiele 

■ In meinem CD-Player 
Elton John: The Very Best 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Need for Speed Porsche 
Routenplaner 
Französisch-Sprachtrainer 

■ Auf meinem Nachttisch 
Outdoor-Kataloge 

■ Ich freue mich auf 
Schönes Wetter 
Gutes Wasser 
Diablo 2 




THOMAS WERNER (tw) 

■ Lieblings-Genres 

Strategie, 3D-Action, 
Rennspiele 

■ In meinem CD-Player 
Jazz-Klassiker 

■ Auf der Privat-Festplatte 
Need for Speed Porsche 
C&C 3: Feuersturm 

Star Trek: Armada 

■ Auf meinem Nachttisch 
Unfehlbarkeit für 
Dummies (Irren ohne 
Selbstzweifel) 

■ Ich freue mich auf 
Duke Nukem Forever 
Vampire: The Masquerade 



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PC PLAYER JUNI 2000 113 



SPIELE-TEST 



Strategie-Action für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Rainbow Six Rogue Spear 

Urban Operations 




■ Hersteller: Red Storm Entertainment/Take 2 Interactive ■ Test- 
version: Beta vom März 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 

■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (Modem), bis 16 (Netz- 
werk, Internet) ■ 3D-Grafik: Direct3D, Glide ■ Hardware, 
Minimum: Pentium/233MMX, 32 MByte RAM ■ Hardware, Emp- 
fehlung: Pentium N/300, 64 MByte RAM, 16-MB-Direct3D-Karte 

■ www.redstorm.com 

Kein Rainbow-Six- 
Spiel ohne Zusatz- 
CD! Getreu der De- 
vise »Klasse statt 
Masse« erwarten Sie hier we- 
nige, aber schöne Missionen. 

Rogue Spear setzte die 
Tradition der 3D-Tak- 
tik-Shooter bei Red 
Storm erfolgreich fort. 
Dieses Add-on bietet fünf neue 
Einsätze und lässt Sie außer- 
dem genauso viele 
alte Missionen aus 
»Rainbow Six« im 
neuen Gewand und 
den zusätz- 

lichen Optio- 
nen spielen. 

Wieder besich- 
tigen Sie interes- 
sante Orte in aller Welt, 
etwa den Markt in Ist- 
anbul, die U-Bahn in 
London oder ein Hotel 
in Hongkong. Wenn 
dort nur nicht so viele 




Das neue MG ist keine 
sinnvolle Waffe. In den 
meisten Missionen sollen 
Sie Terroristen ausschal- 
ten. (Direct3D, 1024x768) 




Terroristen die Urlaubsstimmung trü- 
ben würden! Also zieht das Team 
Rainbow wieder los, um dem Treiben 
ein Ende zu setzen. Neue Waffen sind 
ebenfalls mit von der Partie, aller- 
dings fast ausschließlich MGs. So fin- 
den Sie das leichte M249 SAW, das 



»Leider nur arg 
wenig Aufträge.« 



Heckler&Koch 21 E3, das russische 
RPD sowie ein Scharfschützenge- 
wehr von AW Systems. Die eignen 
sich zwar auf Schlachtfeldern, doch 
um auf leisen Pfoten Geiseln zu 
befreien, sind sie weniger brauchbar. 









Standpunkt 


FAKTEN 






■ 5 neue Missionen 

■ 5 Missionen aus 
Rainbow Six 

■ Terroristen werfer 
Granaten 

■ Zusätzliche 
Mehrspieler-Leve 

■ Besserer Support 
für MODs 

■ Patch 2.05 
inklusive 


i 









MARTIN SCHNELLE 

Alles was Rogue Spear gut macht, find. 
Recht detaillierte Umgebungen wie in L 
Hotels in Hongkong erfreuen das Auge des Hobby-Terroris- 
tenjägers. Die Atmosphäre stimmt jedenfalls; nur hätten 
wir uns etwas mehr Abwechslung gewünscht, denn immer 
läuft es auf das Eliminieren der Bösewichter und zuweilen 
die Rettung von Geiseln hinaus. Außerdem sind fünf Mis- 
sionen doch etwas wenig, denn die hat man auch als wenig 
versierter Kommandant in einem Tag gelöst. Die anderen 
Verbesserungen fallen aufmerksamen Spielern zwar auf, 
werten das Spiel aber nicht so auf, dass Urban Operations 
ein absolutes Muss ÖO ä a /^amtha 
wäre. Trotzdem ein PRO & CONTRA 
netter Zeitvertreib, 
denn bis das 
nächste ähnlich 
geartete Spiel 
erscheint, dürften 
noch ein paar 
Monate vergehen. 



> Gute Atmosphäre 

> Einsätze schön 
ausgearbeitet 

fi Wenig neue Missionen 



Alle Einsätze spielen im städtischen 
Milieu, erwarten Sie also Tiefgara- 
gen, Hinterhöfe und Geschäfte. 
Atmosphäre wie Schwierigkeitsgrad 
stimmen, die Basis für einen erfol- 
greichen Einsatz besteht auch hier in 
der sorgfältigen Planung. Nur wer- 
den Sie leider aufgrund der arg weni- 
gen Einsätze nicht allzu lang damit 
beschäftigt sein, (mash) 




So sieht der Istanbuler Markt 
in der Übersicht aus. 



UHPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 60 

Sound 80 

Einstieg 70 

Komplexität 80 

Steuerung 80 

Multiplayer 80 



PIELSPASS Tl 



114 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Wirtschafts-Strategie für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Business 

lycoon 

■ Hersteller: Stardock/Ubi Soft ■ Testversion: Verkaufsversion 
1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98/NT sowie OS/2 Warp 

■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 (Netzwerk; Internet) 

■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/90, 16 MB 
RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/166, 32 MB RAM 

■ www.ubisoft.de 



Ja, dieses Spiel ist eine Wirt- 
schaftssimulation! Nein, es 
spielt sich wie ein Strategie- 
spiel! Seltsam? Ja - aber gar 
nicht so übel ... 



Stellen Sie sich eine 
stark abgespeckte Ver- 
sion von »Capitalism« 
vor, die bedenkenlos 
mit »Risiko« gekreuzt wurde - 
dann haben Sie ungefähr einen 
Begriff von dem, was hier 
geschieht. Zugegeben, das ist 
gewöhnungsbedürftig, funktio- 
niert aber umso besser, je län- 
ger man sich mit dem in 
Zusammenabeit mit n-tv produ- 
zierten Titel beschäftigt. 

Anfangs wird man auf ein zufälli- 
ges Land der Weltkarte geworfen, 
wobei vier unterschiedliche Plane- 
ten, darunter die Erde, zur Wahl ste- 
hen. Doch auch wenn man Mutter 
Erde nimmt, haben die »Länder« in 
punkto Geografie und Wirtschafts- 



FAKTEN 



Drei verschiedene 
Warengruppen 
Vier Weltkarten 
Mehrspieler und 
Online-Play für bis 
zu 8 Spieler 
Aktionskarten 





kraft wenig mit den wirklichen Ver- 
hältnissen zu tun. Stattdessen ist 
jeder Kontinent im Durchschnitt mit 
etwa vergleichbaren Voraussetzun- 
gen gesegnet. 

Je nach Wunsch produziert man 
nun eines von drei Gütern: Autos, 
Rechner oder Flugzeuge. Die Com- 
putergegner übernehmen Ihre dies- 
bezügliche Entscheidung, und nach- 
folgend geht es im Wesentlichen 
darum, in mehr Ländern höhere 
Stückzahlen von besseren und 
preisgünstigeren Waren zu verkau- 
fen als die Konkurrenz - um so 
schließlich einen vorher festgeleg- 
ten Marktanteil zu erreichen und die 
Partie zu gewinnen. 

Wesentlicher Faktor des Erfolgs 
sind Firmenvertreter, die in entfern- 



Die Weltkarte gibt 
anhand verschiedener 
Filter Auskunft über 
die momentane Lage. 



JOE NETTELBECK 

Eine Wirtschaftssimulation, von der di< 
ten, sie sei eigentlich ein Kriegsspiel? L_ 
Das zumindest war meine erste Reaktion, aber es verhält 
sich wirklich so. Unter der äußeren Schale spielt sich dieser 
Titel wie eine Echtzeitstrategie. Und - Sie mögen s glauben 
oder nicht - es macht Spaß! Jedenfalls nach einer Einge- 
wöhnungsphase, denn anfangs sitzt man vor dem Monitt 
wie der Ochs vorm Berg. Was vor allem dem schlecht 
Handbuch zuzu- 
schreiben ist. Einer DDO SL ^ONTDA 



richtig knackigen 
Note steht aller- 
dings auch noch 
der Umstand ent- 
gegen, dass das 
Gameplay insge- 
samt wenig 
abwechslungsreich 
ist und sich bald 
wiederholt. 



PRO & CONTRA 



O Leicht zu lernen, schwer | 

zu meistern 
O Gut für schnelles Spiel 

O Aldi-Grafik 

O Schwaches Handbuch 



te Regionen geschickt werden, um 
dort neue Produktionsstätten und 
Vertriebs netze aufzubauen. 

Dazu sucht man sich möglichst 
die Staaten aus, deren Bevölkerung 
gerade solche Geräte möchte, wie 
sie die eigene Firma herstellt - da 
gibt es nämlich in Bezug auf 
Leistung, Bedienungsfreundlichkeit, 
Optionsreichtum oder Zuverlässig- 
keit sehr unterschiedliche Profile. 

Geforscht wird natürlich auch, 
wobei jeweils konkrete Ziele wie 
etwa Farbmonitor oder Maus 
benannt sind. Für die kleine Über- 
raschung zwischendurch sorgen 
sogenannte Aktionskarten (Subven- 
tionen, Schadensersatzklagen und 
dergleichen), mit denen Sie Ihren 
Gegnern den Tag vermiesen können 
- oder diese Ihnen, versteht sich. 
»Business Tycoon« ist ein schnelles 
Spiel, bei dem sich eine Partie an 
einem Abend starten und beenden 
lässt. (jn) 



UHplayer 

WERTUNG 



Grafik 20 

Sound 60 

Einstieg 60 

Komplexität 60 

Steuerung 80 

Multiplayer 70 



PIELSPASS -J 



116 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Geschicklichkeitsspiel für Nachwuchs-Cowboys 



Extreme 
Rodeo 



■ Hersteller: Radish Works/Head Games ■Testversion: Importversion 
1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi- 
player: bis 8 nacheinander an einem PC ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hard- 
ware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Emp- 
fehlung: P/200, 32 MByte RAM, 3D Karte ■ www.headganes.net 



ohne Sattel reiten? 
Oder wie wäre es mit 
dem Sonntagssport 
der Ewing-Familie, 
einen wilden Gaul 
um ein paar ausge- 
brannte Ölfässer 
steuern? Oder Sie 
fangen in der Arena 
ein Kalb, das Sie erst 
mit einem Lasso 
schnappen, ihm dann 
die Beine fesseln und 
es dann Achilles-like 
hinter Ihrem Pferd 
nach Hause ziehen? 
Gut, dass der texani- 
sche Tierschutzverein seit 
dem amerikanischen Bürger- 
krieg über Nachwuchssorgen 
klagt. Immerhin dürfen 
Sie sich rächen: Als brüllen- 
der Bulle nehmen Sie 
drei Freaks auf die Hörner, die 
als Clown verkleidet in der 
Arena Karten spielen. Klingt 
wie ein Aprilscherz, ich weiß, 
aber das scheint es in diver- 
sen US-Bundesstaaten wirk- 
lich zu geben, wie einige 
Schadenfreude-Videos de- 
monstrieren, (ra) 




Der Bulle ruckt, der Herr rechts nimmt 
Reißaus - Mad Roland reitet wieder. 
(800x600, Direct3D) 



Yeee-aah, Cowboy! 
Wenn Sie nicht in 
Ihren Stiefel ster- 
ben wollen, reiten Sie bes- 
ser schnell weiter! 

Gegen abstruse Titel wie 
»Extreme Rodeo« sind selbst 
Baseball-Simulationen ein 
wahres Massenthema. Wo 
kann man bei uns auch schon 
Bullen und Pferde mit oder 




SEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS o,- 



ROLAND AUSTINAT 

Sapperlot! 20 Reiter! Hm, wer allerdings alle sechs 
Disziplinen mit einem überstanden hat, probiert es 
kein zweites Mal. Sechs Arenen? Bis auf die 
schlecht gezeichnete Umgebungen und andere 
Bodentexturen ändert sich nichts. Solch üble Gra- 
fik-Bugs habe ich übrigens selten gesehen: Wie 
sich die Clowns an zweidimensionalen Arenawän- 
den hochziehen können, frage ich mich bis heute 
noch. Was meinte 
Udo noch gleich? PRO & CONTRA 



Udo noch gleich? 
»Bist du der Bulle 
oder der Mann?« 
Weder noch: Der 
Bullemann soll 
dieses Machwerk 
holen! 



O Rettet Entwickler vor 
der Arbeitslosigkeit 

O Sprüche von Rodeo- 
Champ Don Gay nerven 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 117 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Heroes of M&M 3 

The Shadow of Death 



■ Hersteller: 3DO/lnfogrames ■ Testversion: Importversion 3.1 

■ Betriebssystem: Windows 95/98/NT 4.0 SP 4 ■ Sprache: Eng- 
lisch ■ Multi player: bis 8 (an einem PC, Netzwerk, Internet, Null- 
modern) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: Pentium/133, 
32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium/266, 
64 MByte RAM ■ www.3do.com 

Auf den Spuren eines bösen 
Necromancers - und alle Mons- 
ter sind schon (wieder) da ... 



/~\ 



E 



PATCH 

AUF CD B 




igentlich greift es zu 
kurz, wenn man »He- 
roes of Might & Magic 
3: The Shadow of 
Death« als Zusatz-CD im Stile 
von »Armageddon's Blade« 
bezeichnet. Denn das komplette 
Hauptprogramm samt Editoren 
und Pipapo ist ja enthalten, wes- 
halb der »Todesschatten« eigen- 
ständig gespielt werden kann. 

Und über den verlangten Voll- 
preis können im Grunde selbst 
Besitzer des Ur-Heroes 3 nicht kla- 
gen, denn vom Umfang her 
braucht sich »Shadow 
of Death« mit seinen 
sieben Kampagnen 
und fast 40 Solo-Sze- 
narien auch allein 
nicht zu verstecken. 
Trotzdem wäre natür- 
lich eine günstigere 
Einzelversion fair ge- 
wesen - und anders- 
herum fehlt für eine 




rundum überzeugende Kompila- 
tion das erwähnte Armageddon's 
Blade. Zumal dort Neuerungen ein- 
geführt wurden (etwa der Zufalls- 
generator für Karten oder die Con- 
flux-Stadt), auf die man nur bei 
installiertem Blade Zugriff hat. 
Abgesehen davon begeistert das 
Spiel auf Anhieb. Das alte Heroes- 
Problem der hammerharten Kam- 
pagnen wurde durch den jetzt auch 
hier verstellbaren Schwierigkeits- 
grad gelöst, und bestimmte Arte- 
fakte können nun kombiniert wer- 
den, um so ein besonders mäch- 
tiges Objekt zu schaffen. 



FAKTEN 



7 neue Kam- 
pagnen 

38 neue Einzelmis- 
sionen, davon die 
meisten auch im 
Mehrspieler- 
Modus spielbar 
Neue neutrale 
Kreaturen 
Kampagnen- und 
Missions-Editor 
inbegriffen 
Patch 3.1 bereits 
auf unserer 
Cover-CD 



JOE NETTELBECK 

Ich bin hin- und hergerissen. Dass da; 
toll ist, muss ich sicher nicht extra be_. 
ich den jetzt auch in Kampagnen einstellbaren Schwierig- 
keitsgrad nur aufs Schärfste begrüßen. Aber es gibt den- 
noch ein paar Dinge, die ich nicht verstehe: Warum zum 
Beispiel gilt die variable Schwierigkeit nur für die Sha- 
dow-Kampagnen, nicht aber für die des Hauptpro- 
gramms? Wieso wird der Titel nicht solo verkauft, son- 
dern nur im Bündle mit dem eigentlichen HoM&M3? 
weshalb (wenn man schon ein Sammelpack macht) v, 
die erste Zusatz- 
CD Armageddon's PRO & CONTRA 
Blade nicht dabei? 
Tja, so viele Fra- 
gen, so wenig Ant- 
worten. Egal, denn 
Shadows hat sei- 
nen Platz auf mei- 
ner Festplatte 
bereits sicher! 



O Variabler Schwierigkeits- 
grad auch in Kampagnen 
O Kombinierbare Artefakte 

O Etwas wirre 
Publishing-Politik 



Ansonsten werden sich Kenner der 
Materie sofort zurechtfinden, denn 
Steuerung und Präsentation sind 
praktisch gleichgeblieben. Aber auch 
Neulinge brauchen keine Probleme zu 
befürchten, ist das Spielprinzip dieser 
Fantasy-Rundenstrategie inzwischen 
doch ehrenvoll durchgereift. 

Zeitlich sind die thematisch ver- 
bundenen Feldzüge vor den Ereig- 
nissen des Hauptprogramms einge- 
ordnet; erzählt wird von einem 
hinterhältigen Necromancer, der die 
Herrschaft über Erathia erringen 
möchte. Hinterhältig ist er übrigens 
deshalb, weil er so tut, als sei er ein 
Necromancer-Feind - und sich auf 
diese Weise die Unterstützung ech- 
ter, braver Helden erschleicht. 

So, und nun muss ich Schluss 
machen - der Shadow of Death war- 
tet auf mich ... (jn) 



UHplayer 

WERTUNG 



Grafik 60 

Sound 70 

Einstieg 70 

Komplexität 70 

Steuerung 90 

Multiplayer 80 



PIELSPASS m 



118 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



SF-Simulation für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Kampf der Giganten: Die 
alliierte Yamato vernichtet 
ein russisches Trägerschiff 
der Czar-Klasse. 




■ Hersteller: Digital Anvil/Microsoft ■ Testversion: Beta vom April 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 

■ Sprache: Englisch (Deutsch in Vorbereitung) ■ Multiplayer: Nicht testfähig ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hard- 
ware, Minimum: Pentium 11/233, 32 MByte RAM, Direct3D-Karte ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 111/500, 
128 MByte RAM, 16MB-Direct3D-Karte ■www.digitalanvil.com 

Kalter Krieg, die Zweite: In knapp 200 Jahren 

streiten sich Russen und Amerikaner 
um die Vorherrschaft im Weltraum. 



FAKTEN 



Erstes Spiel 
von Digital Anvil 
samt der Roberts- 
Brüder 

12 steuerbare 
Schiffe 
24 Missionen 
Wenige Render- 
Zwischensequen- 
zen (rund 25 
Minuten) 



D 



as Warten hat ein 
Ende: Digital Anvils 
erstes Produkt ist end- 
lich da, die Gebrüder 
Roberts lassen ihre »Wing Com- 
mander«-Zeit bei Origin hinter 
sich. Aber eigentlich doch nicht. 
Ihr »Starlancer« ist nämlich 
nichts anderes als ein Quasi-Update 



von Origins erfolgreicher Weltraum- 
Saga - nur ohne verbindende 
Video-Sequenzen. Dadurch fehlt ein 
Ha upt-Unterscheidungs- Merkmal 
zur Konkurrenz, und um es gleich 
vorwegzunehmen: Zur Qualität von 
»Freespace 2« fehlt ein Stückchen; 
zwar nur ein winziges, aber deutlich 
erkennbares. 



Im Schatten 
des Sputnik 

Ob die Russen es niemals verwun- 
den haben, nicht die ersten auf dem 
Mond gewesen zu sein oder dass 
Anfang des dritten Jahrtausends 
der orbitale Schrotthaufen MIR der 
ISS weichen musste - man weiß es 
nicht genau. Jedenfalls schließen 
sie sich im 22. Jahrhundert mit ein 
paar anderen Staaten zur östlichen 
Koalition zusammen und greifen die 
Allianz der westlichen Länder Pearl- 
Harbor-mäßig an. 

Nachdem sich die Überreste der 
Flotte in den äußeren Planetenum- 
laufbahnen des Sonnensystems 
gesammelt haben, finden Sie eine 
neue Heimat auf der ANS Reliant, 
später auf der noch viel größeren 



120 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



? # A 




Yamato. Dort treten Sie der 45. Frei- 
willigen-Staffel bei. Anfangs piesa- 
cken Sie die Kommunisten noch mit 
Nadelstichen, doch schon bald 
nimmt die Bedeutung Ihrer Einsätze 
zu. Nach kurzer Zeit etwa stellt sich 
heraus, dass die Koalition Warp- 
Tore im ganzen Sonnensystem hat, 
mit der sie ohne Zeitverlust munter 
hin- und herfliegt. 

Kommunisten-Hatz 

Staffelführerin Maria Enriquez 
weist Ihnen die Einsatzziele zu. 
Eine ganze Menge Aufträge verlan- 
gen lediglich von Ihnen, böse 
Schiffe abzuschießen und gute zu 
beschützen. Vor allem Letzteres 
artet des öfteren in Stress aus, 
wenn vier Torpedobomber der 
Koalition ihre tödlichen Geschosse 
in Richtung Ihrer Schäfchen abfeu- 
ern. Da hilft nur eins: Nachbrenner 
an und hinterher, bevor die Torpe- 
dos einschlagen. Und so müssen 
Sie meist einfach nur die Naviga- 
tions-Punkte abhaken und alle Geg- 
ner zerstören. 

Trotzdem hat Digital Anvil auch 
ein paar schönere Missionen im 
Programm: So sollen Sie etwa die 
Kontrollstation eines Sprungtores 
vernichten, im Inneren eines Aster- 
oiden Unfug anstellen, ein im Dock 
befindliches Superschiachtschiff 
zerstören oder sich mit einer gigan- 
tischen Impulskanone herumär- 
gern. Je nach Ihrem Abschneiden 
steigen Sie auf diese Art im Rang 
auf, bekommen Orden und steuern 
bessere Schiffe (siehe auch Kasten 
auf Seite 123 »Jäger der Allianz«). 



In der Reliant und der Yamato navi- 
gieren Sie nur zwischen Ihrer Koje 
und dem Briefing-Room hin und 
her, und zwar in Render-Film- 
schnipseln, die sich zu allem Über- 
fluss nur mit der rechten Maustat- 
ste abbrechen lassen - da muss 
man erst mal drauf kommen. Mit 
anderen Personen können Sie nicht 
sprechen und Videos sehen Sie 
auch nur alle Nase lang. Vor dem 
Einsatz suchen Sie sich (fast) 
immer ein Schiff und die Bewaff- 
nung aus, dann geht es los. Inner- 
halb der Missionen laufen eben- 
falls Sequenzen in der Spielgrafik 



»Starlancer kann nicht 
mit der intensiven 
und packenden Atmo- 
sphäre von Freespace 2 
mithalten.« 

ab, die Sie genauso bis zum Ende 
ertragen müssen. Bei den ersten 
zwei, drei Malen ist das ja ganz 
nett, danach nervt's. 

Das tut übrigens auch die Story: 
[Achtung, Spoiler! Wer nichts 
über die Geschichte erfahren 
möchte, liest bitte erst im näch- 
sten Absatz weiter!] 

Die Handlung ist fast völlig linear 
und weist kaum Wendungen auf. Der 
typische Verräter taucht auf, und 
außerdem können Sie sich sicher 
sein, jeder Spruch wie »Verdammt 
friedlich hier!« oder »Hoffentlich gib- 
t's hier keine feindlichen Aktivitä- 
ten!« wird mit Angriffswellen nicht 
unter acht Schiffen bestraft. Und -> 




www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 121 



SPIELE-TEST 



Starlancer 



KEIN MULTI- 
PLAYER- 
MODUS? 

Außer der Möglichkeit, 
mit bis zu sechs Mann 
Missionen gemeinsam 
zu lösen, will Digital 
Anvil sechs verschiede- 
ne Deathmatch-Varian- 
ten für bis zu acht 
Leute einbauen. In der 
uns vorliegenden Test- 
version waren diese 
jedoch noch nicht kom- 
plett vorhanden, also 
verzichten wir auf eine 
Wertung und liefern 
diese dann nach. 




-> selbst Leuten mit heiterem Gemüt 
dürfte auf den Wecker gehen, wie 
niederträchtig und gemein der Russe 
im Allgemeinen und Nikolai Petrov, 
Black-Guards-Pilot, im Speziellen ist. 
Gut nur, dass sich die deutsche Vam- 
pire-Staffel unter dem Teutonen 
Klaus Steiner durch Rechtschaffen- 
heit und Ordnung hervortut. 

Kalter Weltraum, 
heiße Gefechte 

Per Jump-Funktion klappern Sie nun 
die Wegpunkte ab, an denen sich 
zumeist irgendwelche Koalitions- 




Jäger verbergen oder kurz nach Ihrer 
Ankunft dort eintreffen 

- und dann werden Marx und Engels 
die Flötentöne gelehrt. Hoffentlich, 



»Grafisch hat sich Digital Anvil 
mächtig ins Zeug gelegt.« 



denn bei den meisten Einsätzen flie- 
gen Sie nach Nicht-Erfüllen der Ziele 
gnadenlos raus. Nur wenige Aufträ- 
ge erlauben einen Teilerfolg, in 
denen Sie die Hauptziele erledigen, 
Ihnen aber kleine Faux-Pas passie- 
ren, wie etwa einen Kreuzer zu ver- 
lieren. Einen Haufen von Strahlwaf- 



SO SPIELT SICH STARLANCER 



■ In dieser Mission sollen Sie einen Asteroiden zerstören, der als Kon- 
trollstation für ein Warp-Sprungtor fungiert. Der Plan ist, zunächst den 
Funkturm auszuschalten, dann die Jäger, dann die Geschütztürme. 
Danach vernichten Sie die Abdeckung des Reaktor- Ventilschachts, um 
eine Rakete dort hineinzujagen. Folge: adios, muchachos. 



Ziel in Sicht! 



... wird besiegt 



Vorbesprechung 



Frachter vernichtet 





Und da ist er auch schon, der 
Asteroid, auf dem die Basis steht. 

Der Kommuni- 
kationsturm 



Doch unsere Torpedobomber 
machen kurzen Prozess. 

Die verwundbare Stelle 



Staffelführerin Maria Enriquez 
erklärt, wie Sie genau vorgehen. 
In diesem Menü wählen Sie auch 
Schiff und Bewaffnung aus. 

Zwischenspiel 




Doch was ist das? Am ersten 
Wegpunkt kreuzt ein Konvoi der 
Koalition! Schnell alle Schiffe 
zerstören, bevor sie um Hilfe 
rufen und Sie sich mit der halben 
russischen Flotte herumschlagen 
müssen. 



Tja, so ein Pech! Dieser Frachter 
fliegt nirgendwo mehr hin, höch- 
stens in die Luft ... oder ins All. 

Konvoi zerstört 






Auch dieser Truppentransporter 
muss daran glauben. In jedem Fall 
darf keins der Schiffe entwischen. Bei 
den Transportern ist es allerdings 
nicht so schwierig, ihnen die Trieb- 
werke wegzuballern und dann den 
Rest zu rösten. 




In drei Minuten müssen Sie die- 
sen Funkturm abschießen. 

Der Wächter ... 



Die Klappe vom Ventilations- 
schacht ist weggesprengt, also 
jagen Sie eine Rakete vom Typ 
»Jackhammer« hinein. 

Erfolg! 




Ungünstigerweise wird die Sta- 
tion vom Koalitions-Schlacht- 
kreuzer Badanov bewacht. 



So, das war's! Die Koalition hat 
ein Sprungtor weniger! Im 
Vordergrund schwebt das Wrack 
der Badanov. 



122 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




fen und Raketen baut die Allianz in 
Ihren Jäger ein, teils sitzen am Heck 
sogar kleine Geschütztürme, die 
jedoch der Computer steuert. Je 
nach Waffe haben Sie Probleme mit 
Überhitzung, können also nicht nach 
Gusto herumballern. Der Sprit für 
den Nachbrenner hält auch nicht 
unbegrenzt, ist er alle, bleibt Ihnen 
nur noch, Vollgas zu geben. Natür- 
lich verteilen Sie die Energie zwi- 
schen Schilden, Antrieb und Kano- 
nen. Trotzdem gestaltet sich das 
eigentliche Fliegen der Kisten merk- 
bar einfacher als bei Freespace oder 
»X-Wing Alliance«. Fette Kreuzer gei- 
stern ebenfalls durch die Gegend, 
die Sie erst der Schildgeneratoren 
und Triebwerke berauben, dann Ihrer 
Strahler. Hört sich alles sehr spaßig 
an, ist es auch, nur leider fehlen die 
Innovationen, ein Alleinstellungs- 
Merkmal, das nur »Starlancer« besit- 
zen würde. 

Alles so schön 
bunt hier 

Grafisch hat sich Digital Anvil mäch- 
tig ins Zeug gelegt. Die Schiffe wei- 
sen jede Menge Details auf, Explo- 
sionen samt Druckwellen sehen so 
schön aus, dass man allein schon 
dafür ein paar Jäger abknallen 
möchte. Durch die hochauflösenden 



Texturen verschwimmen die gefil- 
terten Pixel beim Näherkommen 
nicht allzu stark. 

Zerstörte Raumer hinterlassen 
eine Menge Schrott, allerdings 
manchmal auch tote Besatzungs- 



mitglieder, die Ihnen dann wie im 
Verhoeven-Film »Starship Troo- 
pers« gegen die Windschutzscheibe 
klatschen - das ist eigentlich nicht 
nötig, sondern schon fast ge- 
schmacklos. Trotzdem alles in -> 



ROLAND AUSTINAT 



Eigentlich ist Starlancer ein typisches Ro 
Die Beerdigungs-Szene fehlt ebenso wer 
Hangar rennenden Piloten, das typische Anfliegen von Nav- 
Punkten und die hemmungslosen Dogfights. Die Menüs und 
zahlreiche der russischen Bösewichte erinnern mich gar an 
Privateer 2. Alles feine Komponenten, doch eins fehlt Starlan- 
cer: die kinoartige Atmosphäre ä la Wing Commander. 
Wo sind Plaudereien mit meinen Kameraden zwischen den 
Einsätzen? Erst nach der siebten von rund 30 Missionen gibt's 
die erste, mäßig schöne Rendersequenz. Und meine Kabine? 
Mit Flugsimulator, Datenbank und Medaillenkiste ist die 
selbst für Kriegszeiten supersparsam ausgerüstet. Klar, Musik 
und Grafik sind rasant, doch das Gefühl, an richtig großen 
Schlachten mit riesigen Raumern teilzunehmen, bleibt aus. 
Freespace 2 ist in 
dieser Hinsicht PRO & CONTRA 

ungeschlagen und 
muss sich auch 
sonst nicht vor Star- 
lancer verstecken. 
Starlancer ist kein 
schlechtes Spiel - 
aber nicht der Wing- 
Commander-Erbe. 



O Knackige 

Raumschlachten 
O Gutes Fluggefühl 

O Flaue Atmosphäre 

O Detailarme Großraumer 



JAGER DER 
ALLIANZ 

Crusader 




Dieser leichte Jäger 
darf von Leutnants 
geflogen werden und 
ist mit zwei schwachen 
Kanonen bewaffnet. 

Predator 




Der Predator ist 
ebenfalls leicht 
geschützt, verfügt 
aber über eine gute 
Beschleunigung. 

Naginata 




Dieses auch für Leut- 
nants freigegebene 
Leichtgewicht ist sehr 
wendig, ansonsten 
unterdurchschnittlich. 

Grendel 




Verhält sich recht 
träge, beschleunigt 
aber gut und hat vier 
nach vorn gerichtete 
Kanonen. 

Coyote 




Sind Sie Oberleut- 
nant, nehmen Sie in 
diesem Jäger Platz, 
der lediglich zwei 
Bordkanonen hat. 



Mirage 4 




Als Flight Lieutenant 
steuern Sie dieses 
Schiff, das ebenfalls 
durchschnittlich ist. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 123 



SPIELE-TEST 



Starlancer 



Tempest 

Dieser schwere Jäger 
beschleunigt super, 
hat brauchbare 
Kanonen und Schutz- 
schilde und ist wie 
üblich gepanzert. 



Patriot 




Der mittlere Jäger 
nimmt zügig Fahrt 
auf, zeigt aber sonst 
nur mittlere Werte 
auf. Besitzt vier gute 
Kanonen. 

Wolverine 




Dieser gedrungene 
Brocken aus Deutsch- 
land hat starke 
Schilde und die beste 
Panzerung. 



Reaper 




Der schwere Jäger 
verfügt über eine gute 
Panzerung und Kano- 
nen, ist mittelmäßig 
schnell, hat dafür 
kräftige Schirme. 

Phoenix 




Dieser Prototyp mitt- 
lere Bauweise fliegt 
sehr schnell, ist wen- 
dig und hat vier 
Strahler. 

Shroud 




Der japanische Proto- 
typ ist zwar mäßig 
bewaffnet und 
schlecht gepanzert, 
verfügt dafür aber 
über starke Schilde. 



»Unkompliziert, 
spannend, 
schöne 
Missionen.« 

-Mallem sehr schön, allerdings 
macht Freespace 2 hier einen leicht 
besseren Eindruck. Die Schiffe 
haben dort einen Tick mehr Details, 
massive Raumschlachten mit Dut- 
zenden Teilnehmern machen den 
Spielablauf glaubhafter. 

Die gerenderten Filmchen zeigen 
bei Starlancer, dass hier Profis am 
Werk waren. Diese sehen auch bei 
der Volition-Konkurrenz nett aus, 
nur hätte man dort jemanden Regie 
führen lassen sollen, der auch 
etwas davon versteht. Oft machen 
die Videos in Freespace 2 nämlich 
keinen allzu dramaturgischen Sinn. 

Hier wie dort würden wir uns 
allerdings eine Identifikationsper- 



JSPLAYER GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH 



Starlancer kann nicht mit der 
intensiven und packenden 
Atmosphäre von Freespace 2 
mithalten. Formidable Grafik 
und tolle Missionen sorgen 
für den Erhalt der Krone. 
X-Wing Alliance mag nicht 
so schön sein, aber nirgend- 
wo sonst können Sie den 
Todesstern zerstören! 
Starlancer kombiniert un- 
komplizierte Bedienung mit 
spannenden Einsätzen, 
während das etwas betagte 
Conflict Freespace: The Great 
War immer noch durch Optik 
und viele Schiffe zu gefallen 
weiß. Opa Wing Commander 
Secret Ops muss Federn 
lassen, macht aber immer 
noch Spaß. 












i 




40 50 60 70 



son und Interaktion mit dem Rest 
der Mannschaft wünschen; schließ- 
lich hat dieses Element ja das ganze 
Genre begründet. Realfilme anstelle 
der spärlichen CGI-Animationen 




MARTIN SCHNELLE 



Unkompliziert, spannend, schöne Missi 
sich eigentlich einen guten Wing-Comm 
die Atmosphäre in Freespace 2 gestaltet sich unverkennbar 
dichter, die Raumgefechte empfinde ich dank der aktiv in die 
Kämpfe eingreifenden Schlachtschiffe und der höheren Zahl 
von Jägern deutlich intensiver. Zu den Flügelleuten baue ich 
hier kein Verhältnis auf, da es kaum Zwischensequenzen gibt 
und mir die Typen daher völlig egal sind. Die nicht abzubre- 
chenden Animationen vor und während der Missionen ner- 
ven ebenfalls. 

Davon abgesehen erwartet Sie aber ein fulminantes Vergnü- 
gen, viele Feinde Don o rnMTDA 
warten auf ihre Ver- rnv Ä %*\m I riÄ 
nichtung, und den 
ganzen Weltraum 
gilt es ebenfalls zu 
retten - so muss 
das sein. Auf Inno- 
vationen hoffen wir 
alle aber vergeblich. 



O Spaßige Space-Action 
O Hübsche Optik 

O Nervende Kleinigkeiten 
O Atmosphäre unstimmig 



80 



90 



wären wohl besser, wenn auch teu- 
rer gewesen, selbst mit Chris 
Roberts' mäßigem Regie-Talent - 
oder dem von irgendjemandem. 

Fazit: Ein gelungener Einstand 
und Rückkehr für die Gebrüder 
Roberts, doch die Spitze erreichen 
sie damit leider nicht, (mash) 




JSplayer 

WERTUNG 



Grafik 80 

Sound 80 

Einstieg 90 

Komplexität 60 

Steuerung 90 

Multiplayer nicht 
testbar 



PIELSPASS 



124 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




Rennspiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



-m 



0^9^ Need f or 
Speed Porsche 



ZWEIT-TEST 



DEUTSCHE 
VERSION 



■ Hersteller: Electronic Arts ■ Testversion: Verkaufsver- 
sion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (Modem), bis 8 (Netzwerk, 
Internet) ■ 3D-Grafik: Direct3D, Gilde ■ Hardware, 
Minimum: Pentium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte 

■ Hardware, Empfehlung: Pentium IN/600, 64 MByte 
RAM, 16 MByte-3 D-Karte ■www.needforspeed.com 




D 



ie deutsche Version 
ist schon seit einiger 
Zeit erhältlich, auf 
Grund der Güte des Titels 



liefern wir dennoch 
einen kleinen Nach- 
test. 

Egon Hoegen, der 
Sprecher des 7. Sinns, 
macht hier wieder den 
Kommentator. Auch 
wenn der Einsatz sei- 
nes Wohllauts spär- 
lich erfolgt und er 
keine ausführlichen 
Wagen besch reib un- 
gen mehr abliefert: 
Sein Organ gehört 
inzwischen zum Pro- 
gramm wie das Gaspedal zum 
Sportwagen. Auf kleine Unge- 
nauigkeiten im Haupttest 
(siehe PC Player 5/2000) wol- 



len wir auch hinweisen: Die 
verhüllten Wagen können 
nicht durch Rennsiege freige- 
schaltet werden, sondern wer- 
den hoffentlich schon bald 
zum Download im Internet 
bereitgestellt. 

Die Scheinwerfer der Fahr- 
zeuge besitzen kein Fernlicht. 
Und im Multiplayer-Spiel kön- 
nen sofort alle Fahrzeuge 
angewählt werden, eine Über- 
nahme aus dem Spielmodus 
»Evolution« erfolgt nicht. 



Die Mehrspieler-Wertung, im 
Haupttest noch nicht testbar, 
wird nun bei 80 Spielspaß- 
punkten angesetzt. Ein bitterer 
Fauxpas zum Schluss: Boxster 
wird mit »s« geschrieben, (uh) 



[JEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS 



UDO HOFFMANN 



Egon Hoegen ist schon seit Jahrzehnten das Gewis- 
sen der deutschen Autofahrer; diese Ikone wird nun 
aber von den Verantwortlichen unverständlicher- 
weise dazu gezwungen, den Spieler permanent zu 
duzen: Nicht sehr passend. Ansonsten hat man 
nichts falschgemacht. Alles gut übersetzt, selbst die 
kleinsten der vielen Tuning-Teilchen in der Werkstatt 
besitzen nun eine adäquate deutsche Erläuterung. 
Außerdem ist die deutsche Version ganze 30 Mark 
billiger als die Importversion, da wird man ruckzuck 
zum Liebhaber der pRQ & CONTRA 
deutschen Sprache. 
Anschnallen, Schul- 
terblick, losfahren. 
Gell, Egon? 



r alte Egon 
O Hoegen duzt?! 






www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 125 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Fortgeschrittene 



Virtual 
Skipper 




■ Hersteller: Duran/Ubi Soft ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Mul- 
tiplayer: bis 2 (Modem), bis 8 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: 
Direct3D, Glide, OpenGL ■ Hardware, Minimum: Pentium N/266, 
64MByte RAM, 8MB-Direct3D-Karte ■ Hardware, Empfeh 
lung: Pentium M/500, 128MByte RAM, 16MB-Direct3D-Karte 

■ www.virtualskipper.com 



Setzen Sie die Segel in der 
ersten Jacht-Simulation am 
PC - drei verschiedene Boote 
warten auf Sie! 



E 



FAKTEN 



3 verschiedene 
Boote 

5 Rennstrecken 
Erste Segel-Simu- 
lation 
Online-Rennen 



ine steife Brise im 
Gesicht, eine Tasse star- 
ken, heißen Grog in der 
Hand - so mögen wir 
das! Und so richtig Seemanns- 
Stimmung kommt auf, wenn 
man an einer Regatta teilnimmt. 
Doch vor den Erfolg haben die 
Götter den Schweiß gesetzt. 

Segeln für Anfänger 

Bevor Sie an einem Rennen gegen 
einen oder mehrere andere Kontra- 
henten antreten, lernen Sie im Trai- 
ning, wie Sie Ihr Boot richtig am 
Wind halten und dafür sorgen, dass 
die Geschwindigkeit möglichst hoch 







D -POSITIÜfT^— 


LA ^fc^i. 

^"*4j|^^ F A 6 L L A 1 


1 ^^^^^^1 ^^mmB? ?QA\ Q ^u ^^^^ 1 


■ 3\iimP inline ii'nntimT™ 1 

1 HESS £3nHf / BSm H ^1 !■ 'IIaT^I rif^l 1 


X^^ 1 * ^ N^/ 


An der roten Boje steht ein Wendemanöver an; jetzt nur nicht in 
den Windschatten geraten! (Direct3D, 1280x1024) 



bleibt. Außerdem fahren sich die 
drei Gefährte doch deutlich unter- 
schiedlich: Das kleine 24-Fuß-Boot 
ist wendiger, während die 45 Fuß 
langen Offshore-Racer etwas behä- 
biger reagieren. Mit den 70-Fuß- 
Rennbooten werden Sie aber wohl 
die meisten Probleme haben, da sie 



MARTIN SCHNELLE 

Schön gemacht, fällt mir spontan zu di 
dieser Eindruck bleibt. Alle interessante 
Segelrennen bilden die Programmierer nach; Flauten und 
frische Brisen wechseln sich realistisch ab. Und eine 70- 
Fuß-Jacht steuert sich weitaus träger als ein kleiner Flitzer. 
Drumherum passiert eine Menge, da fahren Ausflugsboote 
durch die Gegend und fliegen Hubschrauber, Flugzeuge 
oder Ballons am Himmel. 

Der Schwierigkeitsgrad ist jedoch - selbst in der niedrig- 
sten Einstellung - nicht ohne. Grafisch wäre sicherlich mehr 

2ZZZ*+ PR & CONTRA 

lung nicht die 
schnellste ist. Aber 
trotzdem ist Skip- 
per ein hübsches 
Programm, das 
Hobby-Seglern die 
Zeit auf dem Tro- 
ckenen vertreibt. 



O Ordentliche Segelei 

O Wind und Strömung 

schön nachgebildet 



O Nichts für Sonntagssegler | 
O Könnte hübscher sein 



sich am trägsten verhalten. Per Netz- 
werk oder Internet segeln Sie Regat- 
ten mit maximal acht Teilnehmern 
aus; für das Online-Spiel müssen Sie 
sich registrieren lassen unter 
www.virtualskipper.com, leider 
auch, um aktuelle Patches herunter- 
zuladen. Alles, was das Seglerherz 
sich wünscht, finden Sie hier: Die 
Original-Regeln müssen eingehalten 
werden und dank der einblendbaren 
Anzeigen wissen Sie immer, wo sich 
die beste Strömung und Brise be- 
finden, (mash) 



JSplayer 

WERTUNG 



Grafik 50 

Sound 60 

Einstieg 60 

Komplexität 80 

Steuerung 80 

Multiplayer 70 



PIELSPASS 



OD 



126 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Action-Adventure für Fortgeschrittene und Profis 



Messiah 




Hersteller: Shiny/Interplay ■ Testversion: Ver- 
kaufsversion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 
- ; j\ 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: 



ZWEIT-TEST 



DEUTSCHE 
VERSION 



3D-Grafik: 

Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium/233, 64 
MByte RAM, 3D-Karte ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 
Hl/450, 128 MByte RAM, 3D Karte ■ www.messiah.com 




Die Absätze der Texte sind willkürlich gesetzt. 




Als vor vier Monaten 
die Testversion von 
»Messiah« ins Haus 
schneite, hofften wir auf 
eine baldige Fertigstellung. 
Also nun, »bald« ist ein 
dehnbarer Begriff, doch 
inzwischen wur-de sowohl in 
Amerika als auch in Deutsch- 
land mit der Auslieferung 
begonnen. Nach wie vor wet- 
zen Sie als Engel Bob durch 
die 20 Level einer düsteren 
SF-Welt. Sie kämpfen quasi 
als Einzelkämpfer im Namen 



Gottes gegen das Böse, 
das sich immer weiter in der 
Stadt ausbreitet. Zu diesem 
Zweck darf man in beliebige 
Personen hineinschlüpfen 
und deren Spezialfertigkeiten 
nutzen. Neben diversen 
Hüpfeinlagen sind kleine 
Rätsel zu lösen und natürlich 
auch heiße Schießereien zu 
überleben. Mitgeliefert wer- 
den die englische, französi- 
sche und natürlich die deut- 
sche Version, wobei bizarrer- 
weise in allen Fällen die 
Sounduntermalung des Vor- 
spanns fehlt, (tw) 



[JEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS 



THOMAS WERNER 

Welche Wertung soll man in solch eine 
geben? Die deutsche Übersetzung ist stellenweise 
holprig, wenngleich annehmbar. Die deutschen Syn- 
chronstimmen wirken im Vergleich mit den engli- 
schen Sprechern mäßig und die Absätze der Texte 
orientieren sich an der englischen Version, so dass 
Sätze sinnlos zerrissen werden. Andererseits ist 
sowohl die englische als auch französische Version 
enthalten. Auch ansonsten macht das Spiel einen 
höllischen Spaß, 
wenngleich wir PRO & CONTRA 



wenngleich wir 
bei einigen Rech- 
nern leichte Pro- 
bleme unter 
Direct3D hatten. 
Fazit: Die Wer- 
tung bleibt gleich. 



O Mit englischer und 
französischer Version 



O Mittelprächtige 
Übersetzung 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 127 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Rally 

Masters 





00.03:7 



Durch die Schluchten Italiens: Mag der (Bitmap-)Berg auch leuchten, die Strecke lässt kein Auge für solch Schönheit, 
(alle Bilder 800x600, Direct3D) 



FAKTEN 



46 Strecken 
Circa 17 Wagen ... 
... in 3 Leistungs- 
klassen 

5 Fahrperspektiven 
5 Schwierigkeits- 
grade 

4 Spiel-Modi 
30 echte Fahrer 
als Gegner 
3D-Karte ist 
Pflicht 



Rallye fahren ist ein schöner 
Sport, aber die Einsamkeit des 
Langstreckenfahrers ist nichts 
für Sie? Dann aufgepasst! 



■ Hersteller: Digital lllusions/ Infogrames ■ Testver- 
sion: Beta vom März 2000 ■ Betriebssystem: Win- 
dows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 
(Netzwerk) ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Mini- 
mum: Pentium/233, 32 MByte RAM, 4-MByte-3D-Karte 

■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/333, 32 MByte 
RAM, 8-MByte-3D-Karte ■ www.rallymasters.com 



Unterhalten sich zwei 
Rallye-Fahrer: »Und 
dann, in Kurve 18, 
wäre ich beinahe mit 
dem Kotflügel an diesem Fels- 
block geraten.« Der andere: 
»Echt spannend.« Debattieren 
zwei »Rally Masters«-Piloten: 
»Und dann, in Kurve 18, hat 



mich Colin McRae von hinten 
gerammt und ich donnerte in 
den Straßengraben.« 

Der andere: »Hast du dem 
Unsympath das Fell gegerbt?« Der 
erste: »McRae ist recht kräftig.« Ja. 
So siehst's aus. Beim neuen Spiel 
des schwedischen Entwicklers Digi- 
tal Illusion fahren Sie zwar auch Ein- 



zeletappen, aber der ritterliche 
Kampf Mann gegen Mann steht im 
Mittelpunkt. 

Rennen der Champions 

Anno 1998 gehörte das famose 
»Motorhead«, ebenfalls von Digital 
lllusions, zu den am meisten unter- 
schätzten Rennspielen des Jahres. 



128 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




Welche Dynamik in diesem Bild liegt. Oder? Spektakuläre Drifts 
dank gutem Einbremsen sind kein Problem. 



Rally Masters wird dergleichen ver- 
mutlich nicht passieren, dafür sorgt 
schon die Marketing power von Info- 
grames, die den Schweden damals 
nicht zur Seite stand. Und auch 



»Masters Trophy« ist realen Rallyes 
nachempfunden: Sie fahren etliche 
Etappen gegen die Uhr, die dafür 
gebrauchte Dauer wird ausgerech- 
net und mit der Zeit der Gegner ver- 
glichen. »Rally Mas- 
ters« geht schon mehr 
zur Sache: Auf speziell 
Unkomplizierte!!.« für den Zweikampf aus- 
gelegten, zweispurigen 




Der K.o. -Modus ist erbar- 
mungslos. Gespeichert wird 
erst am Turnier-Ende. 



Beim »Challenge Cup« fahren Sie 
gleich gegen drei andere Konkur- 
renten auf normalen, einspurigen 
Rundkursen. Die zwei besten Piloten 
kommen in die nächste Runde, die 
Wagen werden vom Veranstalter 
vorgeschrieben, alle sitzen in den 
gleichen Fahrzeugen. Karambola- 
gen treten hier häufiger auf. Und 
der absolute Höhepunkt, zumindest 
was den Schwierigkeitsgrad betrifft, 
ist das »Rennen der Champions«. 
Ein Duell-Kurs auf Gran Canaria, 
den man am besten wie seine 
Hosentasche und die Farbe seiner 



»Der Charme des 



wenn der aktuelle Titel ein paar klei- 
ne Schwächen hat, so besitzt er 
doch abermals den Charme des 
unkomplizierten, aber schwer zu 
meisternden Actionrenners. 

Zunächst einmal hat Rally 
Masters Spiel-Modi ohne Ende. Sie 
können einfach gegen die Uhr fah- 
ren oder eine einzelne Etappe 
gegen die diverse Konkurrenz unter 
Rennbedingungen üben. Hauptsa- 
che sind die vier großen Spiel-Modi. 



Rundkursen - der Feind star- 
tet auf der einen, Sie hinge- 
gen auf der anderen Bahn 
- geht es gegen einen aus- 
gewählten Gegner. Die 
Kurse entsprechen den 
Super-Extra-Etappen von 
Väterchen »Colin McRae 
Rally« und Sie schalten wie 
bei einem Tennisturnier per 
K.o. -Modus verschiedene, 
immer bessere Gegner aus. 




MARTIN SCHNELLE 

Viele hübsche Autos samt halbwegs realis 
halten sorgen für länger anhaltenden Spielt, 
musste ich an meinem Rechner mit der Tastatur antreten, 
da weder Joystick noch Lenkrad von den Rallye-Meistern 
erkannt wurden. Aber auch mit diesem Handicap werden 
Sie fertig, denn durch passendes Bremsen schlittern Sie 
unbehelligt durch die Kurven. Kleiner Tipp: Grundsätzlich 
steht der Schwierigkeitsgrad auf schwer. Also, erst mal ein 
wenig herunterregeln. Bei den Rennen selbst fällt auf, dass 
sowohl die Stereo-Sounds anderer Fahrzeuge als auch de 
Turbo-Pfeifen des Motors vom Raumklang her falsch i 
stellt werden. Dafür wartet ein Haufen schöner und al 
wechslungsreicher DDft © OrtMTBA 
Strecken auf Ral- rttlß öt WN I KA 

lye-Aspiranten. 
Zwar kein Colin- 
McRae-Killer, ver- 
kürzt die Wartezeit 
auf den zweiten 
Teil der Codemas- 
ters-Simulation 
aber erheblich. 



O Langfristig spaßig 
O Optisch nett 

O Controller werden nicht 

immer erkannt 
O Sound schlecht gemixt 



Unterhose kennen sollte, fordert 
zum Kräftemessen gegen die besten 
Fahrer der Welt auf. Ganz ähnlich 
wie das Masters Trophy, aber der 
Kurs ist immer der gleiche und die 
Konkurrenz unglaublich gewieft. 
Zum Dank gibt es hier aber auch die 
schönsten Pokale für den Trophäen- 
schrank. Hinzu kommt noch, dass es 
in den Veranstaltungen auch noch 
jeweils drei verschiedene Leis- -> 




Strecken-Verzierungen wie 
dieser Bagger sind leider nur 
sehr selten. 



DIE 
VORBILDER 

In Rally Masters tre- 
ten Sie gegen gleich 
30 Großmeister des 
Rallye-Sports an. 




Colin McRae 
Diesen Herrn kennt 
jeder Computerspiel- 
Fahrer. 

Nationalität: Brite 
Alter: 31 
Wagen: Ford 




Carlos Sainz 
Ein zäher Bursche, 
einer der besten Pilo- 
ten überhaupt. 
Nationalität: Spanier 
Alter: 40 
Wagen: Toyota 



Tommi Mäkkinen 
Wurde als erster Fah- 
rer überhaupt dreimal 
nacheinander Welt- 
meister. 
Alter: 37 
Wagen: Mitsubishi 




Walter Röhrl 
Die deutsche Legen- 
de. Immer noch 
unvergessen. 
Alter: 53 
Wagen: Audi 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 129 



SPIELE-TEST 



Rally Masters 




DIE RENN- 
STRECKEN 

Jeder der sechs 
Schauplätze besitzt 
(natürlich) leicht 
unterschiedliche 
Anforderungen und 
neun verschiedene 
Strecken. Jeweils 
fünf normale Etap- 
pen, drei Rundkurse 
und ein Duell-Kurs. 
Eine Ausnahme ist 
Gran Canaria, wo 
sich nur ein Duell- 
Kurs befindet. 




Italien: Eine 
Mischung aus Schot- 
ter und Asphalt. 
Besticht durch seine 
landschaftlich schö- 
nen Strecken. 




Indonesien: Noch 
steht der Regenwald, 
genießen Sie ihn. 
Schotter und glibberi- 
ger Matsch warten 
schon. 



F1TTT 



Schweden: Mit sei- 
nen Eiswüsten 
bestraft die Heimat 
der Programmierer 
jeden Fahrfehler 
unbarmherzig. 



->tungsklassen gibt, das Recht, in 
die nächsthöhere aufzusteigen, 
müssen Sie sich erst durch Siege 
verdienen. 

Fahren wie die 
Champions 

mit Ihnen die 
Sache nicht zu 
icht fällt, 
sollten Sie 
eine ange- 
messene 
Schwierig- 
keitsstufe 
wählen, denn 
Schwer 
3 machen dop- 
pelt glücklich. Das Fahrverhalten 
der Boliden hilft Ihnen auf jeden Fall 
wo es nur kann, und ist für einen 
Actiontitel geradezu phänomenal. 
Im eisigen Schweden zum Beispiel 
ist es keine gute Idee, immer Voll- 
gas zu geben, die Räder drehen 
dann gerade bei Drifts durch Kurven 
permanent durch. Ein zartes Strei- 
cheln des Gaspedals sorgt für bes- 
sere Bodenhaftung und den mögli- 
cherweise entscheidenden Vorteil. 
Ein anderes Beispiel für die gute 
Fahrphysik: Mit der rechten Seite 
geraten Sie auf Schotter, die Reifen 
auf der linken Seite befinden sich 
aber noch auf Asphalt. Es kann nun 
ohne weiteres passieren, dass Sie 
mit stupidem Vollgasgeben 
den Wagen um 180 Grad 
herumreißen und etliche 
Sekunden verlieren. Klei 
ne Flugeinlagen über 
Buckel und die 
anschließende Lan- 
dung werden ebenso 
gut simuliert. 

Wenn das Fahrver- 
halten so gelobt wird, 
warum reden wir 
dann permanent von 



[jSplayer GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH 



mit guter Grafik und bis zu 20 
Minuten langen Etappen: 
Rally Championship von Ubi 
Soft. Altmeister Colin McRae 
Rally ist dank seines überra- 
genden Fahrgefühls immer 
noch eine Liebe wert. Der 
Rally Master richtet sich an 
Leute, die den Zweikampf 
mögen. Auch die Sega Rally 
ist im Grunde ein reiner 
Actionrenner. Sehr bunt, aber 
mit einem merkwürdigen 
Fahrgefühl. Von V-Rally 
erschien eine vielgelobte 
Fortsetzung auf der PlaySta- 
tion. Ob die PC-Umsetzung 
ähnlich gut wird? Teil 1 ist 
jedenfalls nicht mehr zu emp- 
fehlen. 



ampionship 




/ 




40 50 60 70 80 90 



einem Actiontitel? Nun, in vielen 
Bereichen haben die Programmie- 
rer einfach keinen Wert auf realitäts- 
nahe Umsetzung gelegt. So gibt es 
auf normalen Rallye- 
Etappen gerade mal 
drei Zeitmessungen, 
in denen sehr 
schlicht der Abstand 
zu den anderen Fahrern angezeigt 
wird. Das Schadensmodell ist eben- 
falls simpel gehalten. Sie können 
Ihre Reifen beschädigen, wodurch 
die Bodenhaftung nachlässt. Dann 
kann man noch 
die Motor- 



»Gutes Fahr- 
verhalten.« 



' 




00:29: 



Riskanter Fahrstil, was? Aber ob Sie es glauben oder nicht, das 
ist bei Rally Masters gar nicht so selten. 



leistung durch großangelegte 
Unfälle mindern oder einzelne 
Gänge im Getriebe verlieren. Das 
war es aber auch schon. Außerdem 
ist es so gut wie 
unmöglich, mit der 
halben Stunde Repa- 
raturzeit, die man 
(bei der Masters Tro- 
phy) zwischen den jeweiligen Etap- 
pen zur Verfügung hat, nicht auszu- 
kommen. Das Flair einer echten Ral- 
lye - Fahr bloß vorsichtig, der 
Wagen könnte auseinanderfallen, 
und was machen wir dann? Laufen? 
- wird deshalb nie erreicht. Statt- 
dessen wird immer voll Stoff gege- 
ben, in der nächsten Prüfung ist der 
Wagen ja sowieso wieder völlig in 
Ordnung. Wie auch der Tuning-Part 
selber kaum vorhanden ist. Aber 
gerade diese Aussicht mag den 
einen oder anderen reizen. 

Champions-Salat 

Immerhin: Ein Beifahrer ist 
in den meisten Veranstal- 
tungen dabei und voll auf 
der Höhe. Ein nüchterner 
Bursche zwar, aber der 
Informations-Overkill, der 
einem bei der »Rally Cham- 
pionship Edition 2000« bisweilen 
schwer aufs Getriebe geht, findet 
nicht statt. Und geht man mit sei- 
nem Wagen zu rüde um, ringt er 




130 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




Der Fernblick ist bisweilen 
bemerkenswert. 



sich sogar zu Rügen oder anderen 
Kommentaren durch: »Pass doch 
auf.« oder »Bleib locker.« Und die 
einzelnen Rennstrecken sind bis- 
weilen sehr abwechslungsreich. 
Gerade in Italien oder England füh- 
ren die Wege durch malerische 
Dörfchen, dann wieder runter auf 
einen Schotterweg, einen Berg 
hoch und wieder runter, über eine 
Brücke, durch einen Tunnel, an 
einem See vorbei und das alles auf 
einer Strecke. Beim heimatlichen 
Schweden selbst aber überkam die 
Jungs die große Depression. Da ist 
immer alles verschneit und außer 
einem Holzstapel abseits des 
Weges gibt es dort scheinbar kaum 




Einonn 



Verkeilen sich die Computergegner ineinander, sollte man das 
zum Überholen nutzen. 




Ein zünftiger Videorekorder darf 
selbstverständlich nicht fehlen. 



etwas zu sehen. Die Motorgeräu- 
sche sind nicht schlecht, gehen Sie 
etwa vom Gas, zündet der Motor 
prima nach, aber insgesamt sind 
sie sich zu ähnlich. Mehr als drei 
Standards gibt es nicht, falls wir 
uns verhört haben sollten, 
dann ist es auch nicht mehr 
der Rede wert. Auch die 
Fahrunterschiede sind nicht 
die Welt, einige Wagen sind 
etwas stabiler (liegt am 
Mehrgewicht) als andere, 
Allradfahrzeuge liegen in 
Kurven leicht besser, aber 
das fällt gar nicht so auf. Der 
Geschwindigkeitsvorteil sol- 
cher Superautos, wie des 
Audi S1 von Legende Röhrl, 
ist der deutlichste und dann 
aber auch unübersehbare 
Unterschied zu norma- 



UDO HOFFMANN 



■ 
■ 
■ 

3 

1 
5 

■ 
■ 

3 

) 


Bei Rally Masters bie 
Bleifuss-Titel von Mil 
und losgebrettert, oh 
fühl ist prima, die So 
Mitsubishi - wie heiß 
das sein? - also, den 
nicht klappen, muss 
wie das Programm e 
Gerade die kurzweili« 
fahrern, die echte Ge 
fühlen, Spielspaß-An 
»Schau nur, welch pr 
sie werden das 
Fahrverhalten 
loben. Vielleicht 
macht Digital lllu- 
sions in naher 
Zukunft auch so 
anspruchsvolle 
Simulationen wie 
Milestone. Das 
Können wäre da. 


tet sich ein Vergleich mit dem alten 
estone an. Flugs ans Steuer gesetzt 
ne sich groß zu sorgen. Das Fahrge- 
nne lacht, und diesen Kerl da vorne im 
t der Kniich, ach Mäkkinen, wer soll 
kriegen Sie auch noch. Und sollte es 
man nicht bekümmert sein, der ist, 
rläutert, der beste der Welt, 
jen Duelle liefern »normalen« Renn- 
gner brauchen, um sich glücklich zu 
reize. Nur Realisten rümpfen die Nase: 
imitives Schadensmodell!« Aber auch 

PRO & CONTRA 











len Rennern wie einem Renault 
Megane F2. 

Welches Urteil lässt sich fällen: 
Rally Masters ist die kurzweilige 
Alternative für Leute, die nur am Fah- 
ren interessiert sind, ohne sich lange 
über solche Dinge wie die richtige 
Reifenwahl oder Getriebeeinstellun- 
gen den Kopf zerbrechen zu wollen. 
Die Grafik ist geschmeidig und läuft 
auch auf kleineren Rechnern noch 
flüssig, mit einem normalen Pen- 
tium II lässt sich ein ordentliches 
Tempogefühl herauskitzeln. Und vor 
allem durch seine Masse an Spiel- 
Modi wird Rally Masters außerdem 
so schnell nicht langweilig, (uh) 




HSplayer 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 70 

Einstieg 80 

Komplexität 70 

Steuerung 80 

Multiplayer 70 



PIELSPASS-yf 



) 




England: In England 
regnet es gern, aber 
nicht nur. Unterschät- 
zen Sie die gemeinen 
Straßengräben nicht. 




Amerika: Sand, 
Schotter und Asphalt. 
Sand ist nicht gerade 
die griffigste Unterla- 
ge. Merkt man echt 
schnell. 




Gran Canaria: Hier 
wird nur im Rennen 
der Champions 
gefahren. Danach 
kennt man jeden Zen- 
timeter auswendig. 




... oder Niederlage. 
Im K.o.-Modus liegen 
die beiden Extreme 
dicht beieinander. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 131 



SPIELE-TEST 



Wirtschaftssimulation für Einsteiger 



Wall Street 

TVcoon 



■ Hersteller: Lumis/Ubi Soft ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multi player: Im Internet mit realen Kursen ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: Pentium/90, 16 MByte RAM ■ Hard- 
ware, Empfehlung: Pentium/166, 32 MByte RAM, Internet- 
Anschluss ■ www.ubisoft.de 



DAX, Daytrading und Diver- 
sifikation - digitale Kohle für 
jeden in Zusammenarbeit mit 
n-tv, b.i.s. und Citibank. 



Während das Aktien- 
fieber in den Stras- 
sen steigt und 
immer größere Men- 
schenmassen infiziert, könnte es 
vielleicht eine gute Idee sein, ein 
Börsenspiel für den Computer 
auf den Markt zu werfen. 

So wird man wohl bei Ubi Soft 
spekuliert haben - doch der »Wall 
Street Tycoon« krankt am selben 
Problem wie praktisch jeder Genre- 
kollege: Er ist eine Aktiensimula- 
tion. Dies bedeutet hier, dass man 
unter neun historischen Szenarien 
von den 20er Jahren bis zum Inter- 
net-Boom der jüngsten Vergangen- 
heit wählen kann; auch ein Zufalls- 
generator steht zur Verfügung. 

Mit jeweils 14 vorgegebenen 
Werten darf man dann handeln, 



FAKTEN 



9 historische 
Missionen 
Zufallsgenerator 
für Szenarien 
Jeweils 14 Werte 
können zu einem 
Portefeuille zu- 
sammengestellt 
werden 



MB N.J^HiK.Bj*. mjT- wrsi *ain irain 



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^ütartj iJ3iö3.H ^jterfec<Bfe 




Bill Gates, 199 7 



Die Mission ist fast 
gelöst, wie das nahe- 
zu komplettierte 
Billy-Bild beweist. 



£m:;uiii:r \ 
hlectnc 



■^FffiiKjßdi^jM, 



tffi I yroon (y) 1 1_> fl-T) | ghtyp«3na...|| .$ W: ill Tili H^:^C1^9 334 PM 



wobei die per Sprachausgabe vor- 
gelesenen Meldungen fix in Käufe 
oder Verkäufe umzusetzen sind. Je 
nach Tempo der Echtzeituhr kann es 
dabei hektisch zugehen. Die Missio- 
nen zeichnen sich durch variable 
Gebühren und Feinheiten wie Limit- 
orders aus. Trotz der angesagten 
Hektik reduziert sich die ganze 
Sache sehr schnell auf wenige 
Spielelemente, was natürlich die 
Spielspaß-Note enorm drückt. 

Online macht den 
Unterschied! 

Aber man kann auch Online spielen, 
und zwar unter Verwendung von 
realen Aktienkursen (wenn auch 
natürlich nur mit »Spielgeld«) - und 
das ist der eigentliche Clou des Pro- 



Cool oder 
Käse? 

Um es noch mal ganz 
eindeutig zu sagen: 
Die bescheidene 
Gesamtnote bezieht 
sich nur auf das »nor- 
male« Spiel ohne 
Internetverbindung! 
Sobald man jedoch 
anfängt, mit realen 
Kursen zu handeln, 
erfährt der Wall 
Street Tycoon einen 
ungeahnten Motiva- 
tionsschub! Wer also 
über eine Netzanbin- 
dung verfügt und sich 
für Aktien interes- 
siert, sollte sich von 
der Gesamtwertung 
keinesfalls abschre- 
cken lassen! 






JOE NETTELBECK 

Bisher ist mir noch nie ein Titel unterg. 
extrem in zwei Teile zerfällt wie Wall S. 
lange wir vom normalen Spiel am Solo-Computer reden, 
weckt er allenfalls kurzfristiges Interesse. Auch wenn sich 
die Hersteller erkennbar Mühe gegeben haben - Aktienhan- 
del ist eben Aktienhandel. Das Online-Spiel jedoch (wider- 
gespiegelt in der Online-Teilnote) entwickelt einen pack« 
den Reiz: Hier geht es um wirkliche Kurse, hier mac u * " 
virtuelle, aber doch 
»echte« Gewinne PRO & CONTRA 



»echte« Gewinne 
und Verluste. Und 
nicht zuletzt lässt 
sich dieser Teil als 
Trockenübung für 
Penunzen-Prakti- 
kanten verwenden 
- wer hier ge- 
winnt, wird auch 
im richtigen Leben 
nicht scheitern ... 



1 Interessante 
Internet-Missionen 

O Normales Spiel 

bald langweilig 
O Hat den grafischen 

Charme einer Tabelle 



gramms! Die weitaus schnellste 
Variante ist die Daytrader-Mission, 
wo Sie auf Kursänderungen sofort 
reagieren können. Das so erzielte 
Ergebnis stellt also ein realistisches 
Resultat dar. 

Andere Online-Einsätze, wie etwa 
die Verwaltung eines riesigen Porte- 
feuilles, erstrecken sich natürlich 
auch real über lange Zeit, weil man 
meist nur einmal am Tag hinein- 
schaut, um die Lage zu peilen, (jn) 




Die Daytrader-Mission mit 
echten Internet-Kursen. 



UHPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 10 

Sound 60 

Einstieg 80 

Komplexität 60 

Steuerung 80 

Online 80 



PIELSPASS --W 



132 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Fortgeschrittene und Profis 



Shogun: 

Total War 

■ Hersteller: The Creative Assembly/Electronic Arts ■ Testversion: Beta vom April 2000 ■ Betriebssystem: 
Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch (Deutsch in Vorbereitung) ■ Multiplayer: bis 8 (Netzwerk, Internet) ■ 3D- 
Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 
111/450, 64 MByte RAM, 3D-Karte ■www.totalwar.com 

Strategie im mittelalterlichen Japan - wählen Sie 
selbst, ob Sie nur rundenweise Ihr Reich vergrö- 
ßern oder auch Echtzeit 3D-Schlachten schlagen. 




M Ä 



FAKTEN 



Dynamische 
Kampagne 
8 Kriegsparteien 
6 historische 
Schlachten 
2 Spielebenen: 
Strategie und 
Taktik 

3D-Schlachten 
mit bis zu 
5000 Kämpfern 
Historische Bezüge 
85 Mehrspieler- 
und Solo-Karten 
Tutorial 



Strategie mit Brettspiel-Flair: Wer mag, kann die Kampagne aus- 
schließlich rundenweise absolvieren, (alle Bilder Direct3D, 800x600) 



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Horch wer kommt von drau- 


ßen rein, wird wohl ein 


Samurai sein! 



Auch wenn Japaner 
heute angeblich vor- 
wiegend durch Ent- 
kräftung im Büro 
umkommen, so waren sie einst 
ein ausgesprochen kampflusti- 
ges Volk. Schließlich haben sie 
das Kriegshandwerk nicht nur 
mit ihren entsetzten Nachbarn 
und sogar den Amerikanern 
ausführlich praktiziert, sondern 
schon vorher auf ihrer eigenen 
Insel ausgiebig geübt. 

Tatsächlich bot besonders das 16. 
Jahrhundert den Japanern reichlich 




Gelegenheit, um Erfahrungen für 
das fachgerechte Niedermetzeln 
gegnerischer Heere zu gewinnen, 
denn in Japan tobte ein grausamer 
Bürgerkrieg. Genau darum geht es 
auch bei »Shogun: Total War«: Meh- 
rere Fürstenfamilien ringen um die 
Vorherrschaft und nur der geschick- 
teste Feldherr hat die Chance, die 
sechs konkurrierenden Clans sowie 
unabhängige Rebellen zu schlagen. 

B wiesen und diese 

»Die 3D-SchlaChten fließen nur, wenn 

u - u ä-b- *%. - ■ die Wirtschaft 

Sllld eil! Spiel im Spiel.« brummt Keine 



Furchtlose Kämpfer erstür- 
men eine Festung. 



Obwohl bei Präsentationen die- 
ses Titels immer das dreidimensio- 
nale Schlachtfeld im Vordergrund 
stand, besitzt Shogun zwei Spiel- 
ebenen: Auf einer strategischen 
Karte Japans wird der Nachschub 
organisiert und werden Truppen 
verschoben, die Schlachten können 
auf Wunsch entweder automatisch 
berechnet oder in Echtzeit auf SD- 
Landschaften ausgefochten wer- 
den. Durch diesen Kniff werden 
sowohl Strategen mit Hang zur gro- 
ßen Perspektive als auch ausge- 
fuchste Taktiker bedient. 

Erkenne Dich selbst ... 

Zu Beginn der Kampagne entschei- 
den Sie sich für einen von sieben 
rivalisierenden Clans, die - ähnlich 
wie die Völker bei »Age of Empires« 
unterschiedliche Vorzüge besitzen. 
Dies macht sich insbesondere 
dadurch bemerkbar, dass je ein 
Kämpfertyp besonders günstig 
rekrutiert werden darf. Zudem unter- 
scheiden sich Lage und Zuschnitt der 
Provinzen voneinander. 

Die Kartenansicht mit der Auftei- 
lung Japans in verschiedene Provin- 
zen erinnert deutlich an die Präsenta- 
tion des Brettspiels »Risiko«. Spielfi- 
guren symbolisieren Armeen und 
Botschafter, aber auch Festungen 
sind hier zu erkennen. Nach dem 
Anklicken einer Provinz werden am 
unteren Bildrand die dort vorhande- 
nen Bauwerke angezeigt, und gerade 
die sind in der Kampagne fast genau- 
so wichtig wie Ihre Heere. Schließlich 
sind Sie auf Steuereinnahmen ange- 



136 PC PLAYER JUNI 2000 



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SPIELE-TEST 




iV : " r " Js SSKääS?**»"» ''' ' ''»ifmtM 




IM. 








O Stopp 
© Sammeln 
© Rückzug 
O Gruppieren 
Enge Formation 



© Lockere Formation 
© Keilformation 
© Nahkampf vermeiden 
Position halten 
© Angriff freigeben 



(D Formation halten 

© Feuer frei! 

Formationsbefehle aufrufen 

Übersichtskarte 

Ausgewählte Einheit 



Sorge, Sie müssen nicht noch Unter- 
nehmen managen, sondern ordnen 
die Errichtung von Minen oder Häfen 
an und verbessern beispielsweise 
den Ackerbau. Zudem legt man ein- 
mal jährlich den Steuersatz fest, der 
nicht nur den Geldfluss in Ihre Kriegs- 
kasse beeinflusst, sondern auch die 
Loyalität Ihrer Untertanen steigen 
oder sinken lässt. Deshalb Vorsicht: 
Aufstände können fast genauso 
unangenehm sein wie eine Invasion. 
Jede Spielrunde entspricht einer 
Jahreszeit, so dass bereits nach vier 
Runden ein ganzes Jahr verstrichen 
ist. Da Ihre Einheiten offenbar drei 
Monate benötigen, um von einem 
Landstrich zum nächsten zu tingeln 
und die Erstellung von Bauwerken 
mitunter Jahre beansprucht, will 
jeder Zug wohlüberlegt sein. 

... und kenne 
Deinen Feind ... 

In den Provinzen kann nur jeweils 
an einem Gebäude gewerkelt wer- 
den und mit dem Bau wird erst 



begonnen, wenn sich die Gesamt- 
summe der Kosten in Ihrer Schatul- 
le befindet. Zudem stehen nicht 
sofort sämtliche Gebäudetypen zur 
Verfügung, einige erfordern bei- 
spielsweise die Anwesenheit einer 
großen Burg. Auch die von Ihnen 
trainierbaren Soldatentypen hän- 



»Die Kartenansicht 
erinnert an 
ein Brettspiel.« 



gen von den Fortschritten beim 
Gebäudebau ab. Das Spektrum der 
16 Einheitengattungen reicht vom 
Samurai über Kavallerie und 
Kampfmönche bis hin zum Ninja. 
Letzter eignet sich besonders gut, 
um die Stärke feindlicher Truppen 
auszuspähen oder Attentate auf 
Abgesandte oder Heerführer auszu- 
führen. Eine besondere Geheimwaf- 
fe sind die Geishas, die sich flexibel 
als Diplomatin, Spionin und gedun- 



gene Mörderin einsetzen lassen. Mit 
Feuerwaffen ausgerüstete Teppu- 
Ashigaru und Musketiere stehen 
nur zur Verfügung, wenn Kontakte 
zu Europäern unterhalten werden. 
Ereignisse wie Erdbeben oder die 
Geburt eines Erben. 

Beim Test konnte festgestellt wer- 
den, dass sich manche 
Computergegner nur 
solange an Bündnisse 
und Friedensverträge hal- 
ten, bis sie wegen einer 
Schwäche die gute Gele- 
genheit zum Angriff wit- 
tern. Daher sollten auch Sie diplo- 
matische Abmachungen vorwie- 
gend benutzen um sich Luft zu ver- 
schaffen und in Ruhe den nächsten 
Eroberungsschlag vorzubereiten. 
Der gelingt jedoch nur, wenn Sie 
durch Spione wissen ob der Feind 
nicht doch mehr Truppen in der 
Hinterhand hat als vermutet. Die 
vom Computer gespielten Rivalen 
verfolgten höchst unterschiedliche 
Strategien und konzentrierten -> 



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PC PLAYER JUNI 2000 137 



SPIELE-TEST 



Shogun: Total War 




ranrara 



Nix für Ninjas: Bauherrenmodell 
nach Shogun-Art. 



SUN TZU 
UND DIE 
KUNST DES 
KRIEGES 

Shogun: Total War 
stützt sich auf die vor 
2400 Jahren von Sun 
Tzu aufgestellten 
Grundregeln der 
Kriegsführung. Sun 
Tzu, auch Sun Wu 
oder Sunzi genannt, 
machte eine rasante 
Karriere als Feldherr 
des chinesischen 
Königs Ho Lu. Die 
Legende berichtet, 
dass Sun Tzu vor sei- 
ner Berufung zum 
General vom König 
auf die Probe gestellt 
wurde: Er sollte seine 
militärischen Theo- 
rien durch den Drill 
von 120 Hofdamen 
unter Beweis stellen. 
Anfangs quittierten 
die Frauen seine für 




sie ungewohnten 
Kommandos mit 
Kichern und Geläch- 
ter. Daraufhin ließ er 
als Abschreckung die 
beiden als Offiziere 
fungierenden Lieb- 
lingskonkubinen des 
Königs - gegen den 
Einspruch des Herr- 
schers - enthaupten. 
Motiviert durch die- 
sen Anblick klappte 
dann der Drill wie 
geschmiert und der 
König war endgültig 
von den Fähigkeiten 
Sun Tzus überzeugt. 
Wer mehr wissen 
will, liest Sunzis 
Buch »Die Kunst des 
Krieges« (Droemer 
Knaur Verlag; 
ISBN: 3-426-27081-1; 
16,90 Mark). 



->sich mal 

auf Wirtschaft, mal 
offensiv auf die Pro- 
duktion neuer Rek- 
ken. 

... dann ist 
der Sieg 
Dein! 

Optischer Höhe- 
punkt von Shogun 
sind jedoch die 
dreidimensionalen 
Echtzeit-Schlachten 
mit bis zu 5000 teilnehmenden Män- 
nern. Diese Schlachten werden viele 
als Beiwerk betrachten, da sie nicht 
selbst ausgefochten werden müs- 
sen, doch sie sind sozusagen ein 
fast eigenständiges Spiel im Spiel. 
Speziell in höheren Schwierigkeits- 
stufen empfiehlt es sich, die Trup- 
pen eigenhändig zu dirigieren - es 
sei denn, Sie besitzen eine deutliche 
Übermacht. Allerdings sollten takti- 
sche Grundkenntnisse vorhanden 
sein - die Designer von Shogun 
empfehlen die Lektüre von Sun 
Tzus »Die Kunst des Krieges«, des- 
sen Grundsätze zur Taktik in die Pro- 
grammierung einflössen. 

Zunächst ist es wichtig, die Eigen- 
schaften der Truppengattungen 
genau zu kennen, denn der Kampf- 
Algorithmus basiert auf dem »Stein- 
Schere-Papier«-Prinzip. So sind 
Bogenschützen besonders gut 
gegen herannahende Fußsoldaten 
einzusetzen. Nahen jedoch Reiter, 
bricht unter ihnen schnell Panik aus. 
Leider war auch zu beobachten, wie 
drei berittene Samurais eine ganze 
Abteilung von 40 Bogenschützen in 
Schach hielten - eine Schwäche des 



JSPLAYER GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH 



Age of Empires ist für alle 
Freunde historisch ange- 
hauchter Echtzeitstrategie 
die Referenz. Allerdings ist 
Shogun: Total War deutlich 
authentischer, wenngleich 
darunter auch der Spielspaß 
etwas leidet. Die Brettspiel- 
umsetzung Risiko 2 ist ein 
strategisch flacher Spaß für 
Einsteiger. In die Welt der 
Azteken entführt Sie das 
etwas umständliche Theo- 
cracy. Absolut enttäuschend 
war das schottische Brave- 
heart, bei dem die gleiche 
irundidee von Shogun 
stümperhaft und überkom- 
pliziert umgesetzt wurde. 




9 

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40 



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Das Erklimmen eines Hügels 
in voller Kampfmontur ist 
wahrlich kein Spaß. 



ansonsten gut ausbalancierten 
Kampf Systems. 

Sie kommandieren nicht die indi- 
viduellen Soldaten, sondern schik- 
ken immer ganze Regimenter in die 
Schlacht. Von großer Wichtigkeit ist 
die dabei gewählte Formation. Sie 
können mit wenigen Mausklicks 



THOMAS WERNER 

Seit ich vor 15 Jahren in der Fernsehserie Shogun erste 
Brocken Japanisch aufgeschnappt habe, fasziniert mich 
diese Kultur. Ja, auch ich esse seither Sushi - wenngleich 
lieber mit Tunfisch als mit Garnelen. Und genauso geht es 
mir mit Shogun: Die aufwändigen Echtzeit-Schlachten 
mitsamt 3D-üblicher Orientierungsprobleme sind zwar 
hübsch anzusehen und bekommen bestimmt auch einigen 
Feinschmeckern, aber mir sagt eher der rundenbasierte 
Part zu - sozusagen der Tunfisch dieses Spiels. Umso 
erfreulicher, dass diese beiden Bestandteile je nach Belie- 
ben unabhängig voneinander oder in Kombination zu 
genießen sind. Der brettspielähnliche Strategiepart mit sei- 
nem Risiko-Flair ist 

einfach spaßiger PRO & CONTRA 

als das Schlai ' " 
getümmel. Dafür 
bieten die SD- 
Gefechte erstaun- 
lichen Realismus 
mit eingängiger 
Bedienung, doch 
geht Realismus 
bekanntlich nicht 
immer mit hohem 
Spielspaß einher. 



O Japanisches Flair 
O Zwei verschiedene 

Spiel-Modi 
O Realistische Schlachten 
O Eingängige Bedienung 

O 3D-Schlachten erfordern | 
erfahrene Taktiker 



50 



60 



70 



80 



90 



sogar das gesamte Heer in neue 
Schlachtordnungen zwingen, wobei 
sich die Männer je nach Strategie 
offensiv oder defensiv positionieren 
und Kavallerie, Bogenschützen 
sowie Schwertkämpfer automatisch 
ideal anordnen. Dennoch ist mitun- 
ter viel taktisches Geschick vonnö- 
ten, um den Gegner in die Knie zu 
zwingen. Auf einer Anhöhe postier- 
te Bogenschützen und in einem 
Wäldchen versteckte Reiter können 
überraschend den Flanken auch 
großer Heere zusetzen. Entsteht erst 
einmal Panik auf der Gegenseite, 
ermüdet der Gegner oder kann gar 
ein feindlicher General aus dem 
Sattel gekippt werden, so ist der 
Sieg nah. 

Seltsamerweise gibt es kein Bela- 
gerungsgerät zur Erstürmung feind- 
licher Festungen und zudem wirken 
auch die Landschaften ein wenig zu 
kahl. Taktisch wichtige Elemente 
wie Flussläufe und Brücken sind 
vorhanden, zudem gibt es Wetteref- 
fekte wie Schnee, Regen oder 
Herbstnebel, die den Verlauf beein- 
flussen. Sowohl die sechs nachvoll- 
ziehbaren historischen Schlachten 
als auch die Mehrspieler-Partien 
beschränken sich übrigens rein auf 
die Echtzeitgefechte, (tw) 



UHplayer 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 70 

Einstieg 70 

Komplexität 80 

Steuerung 80 

Multiplayer 80 



PIELSPASS7?. 



138 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Einsteiger 



Strategiespiel für Fortgeschrittene und Profis 



Mühle 3D 



■ Hersteller: CDV ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0 ■ Betriebs- 
system: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 
(Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Minimum: P/60, 16 
MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: P/90, 32 MByte RAM 



die Wahl zwischen vier 
Schwierigkeitsgraden, 
wobei Sie auch im höch- 
sten Modus noch Chan- 
cen gegen den Computer 
haben, denn der ist für 
Kenner des Spiels nicht 
die große Herausforde- 
rung. 

»Mühle 3D« ist das 
richtige Programm, um im 
Büro zwischen Frühstück 
und Kaffeepause den 
Moorhuhn-überdrüssigen 
Angestellten zum kurzen 




E 



rmüdet Sie der Stan- 
dard-Computer-Stra- 
tegiekram? Dann 
gönnen Sie sich doch mal 
ein altbackenes Brettspiel 
auf Ihrem Rechner. 

Eines gleich vorweg: 3D- 
Grafik gibt es hier trotz des 
Titelnamens nicht. Lediglich 
drei verschiedene Renderbild- 
chen befinden sich in dem 30 
Mark teueren Strategiespiel. 
Im Optionsmenü haben Sie 



Nachdenken anzuregen. Aber 
im Gegensatz zur hektischen 
Gockeljagd wird es viel 
schneller langweilig, (dk) 



[JSPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS^D 



Earth 2150 Version 2.0 

dmp J J -t//X B Hersteller: Topware Interactive ■ Testversion: Ver- 
fjlp^ \^i\ kaufsversion 2.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 
2 21 *22\ , ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 2 (Modem), bis 

Tjl^ 16 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: Direct3D, Glide, 
OpenGL ■ Hardware, Minimum: Pentium/200, 
32 MByte RAM, 3D-Karte ■ Hardware, Empfehlung: Pen- 
tium IN/450, 64 MByte RAM, 3D-Karte ■www.earth2150.de 



Karten wurden zu 
den ursprünglich 20 
Solo- und Mehrspie- 
ler-Karten hinzuge- 
fügt. Höhepunkt ist 
die Möglichkeit, jetzt 
über einen Internetanschluss 
am »EarthNet« teilzunehmen. 
Dort können sich Earth2150- 
Spieler treffen, gegeneinander 
antreten und sich in Ranglisten 
verewigen. Besitzer einer alten 
Earth-Version brauchen jetzt 
nicht nervös den Geldbeutel zu 
zücken, die Version 2.0 ist auch 
als Patch verfügbar, (tw) 




E 



rfreulich: »Earth 

2150« lebt - die Bugs 
sind jetzt weitgehend 
ausgemerzt und neue Funk- 
tionen sollen auch Zauderer 
endlich von den Qualitäten 
dieses Echtzeit-Strategie- 
spiels überzeugen. 

Neu ist der Forschungs- 
stammbaum, durch den Sie 
sich anzeigen lassen können, 
welche Technologien zur Verfü- 
gung stehen. Sechs zusätzliche 



DEMO 

AUF CD B 



[JSPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS £T7 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 139 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Fl 2000 

■ Hersteller: EA Sports ■ Testversion: Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 

■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: bis 8 (Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Mini- 
mum: Pentium/233, 64 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium IN/600, 128 MByte RAM, 3D-Karte mit 
8 MByte RAM ■www.easportsf12000.com 

Electronic Arts hat entschieden: Ein kurzfristiger 
Verkaufserfolg lohnt den Imageverlust für die 
EA-Sports-Reihe allemal. 




FAKTEN 



Simuliert die 
Saison 2000 ... 
... mit ihren 
17 Rennstrecken ... 
... und den 22 
Originalfahrern 
14 Fahrper- 
spektiven 
Etliche TV- 
Ansichten 
Pro Spieler eine 
CD im Multiplay er- 
Modus nötig 



Kein Zweifel, die For- 
mel 1 ist in Deutsch- 
land immer noch in. 
BMW liefert seinen 
neuen Freudenmotor, Nick Heid- 
feld darf ein wenig hinterher- 
fahren. 

Und über 12 Millionen Zuschauer 
haben Sonntagnachmittags nichts 
besseres zu tun, als bei schönstem 
Sonnenschein vor dem Fernseher 
zu hängen. Ja, wenn es denn lohnt. 
Na gut. Ob man aber mit »F 1 2000« 
vor dem Monitor hocken sollte? 
Nein. Es gibt bessere Spiele. 

Zunächst die Vorzüge 

Die Fernsehwerbung hat an EA 
Sports neuestem Titel nichts zu 
meckern. Als einziges PC-Spiel bie- 
tet man die 17 Strecken der aktuel- 




len Saison an, den hochinteressan- 
ten, neuen Kurs von Indianapolis 
gibt es nirgendwo sonst. Und da als 
Basis die Engine von »Sports Car 
GT« (siehe PC Player 7/99) verwen- 
det wurde, ist das Fahrverhalten 
nicht schlecht. Es gibt zehn 



»Vom zahmen Pony 
zum wilden Hengst.« 



zuschaltbare Fahrhilfen, die man als 
Standard bei Formel-1-Spielen mitt- 
lerweile gewohnt ist. Haben Sie alle 
Hilfen aktiviert, kommt man sich vor 
wie ein Ponyreiter: Ohne die gering- 
sten Probleme gleitet man durch 
sämtliche Schikanen und hat für 
nicht viel mehr zu sorgen, als die 
Zügel - Pardon, das Lenkrad - in die 



richtige Richtung zu halten. Ohne 
diese Begünstigungen verwandelt 
sich das zarte Babypony plötzlich in 
einen feurigen Hengst mitten in der 
Brunftzeit, der überall hinwill, nur 
dem Pfad der Rennstrecke folgt er 
nicht. Ein wenig zu viel mit den 
Zügeln geschnackelt - sprich: Gas 
gegeben - und der bockige Wagen 
schlägt gerade in den ersten beiden 
Gängen nach allen Seiten hin aus 
und kracht in die nächste Bande. 
Insbesondere Fahrer, die es schwie- 
rig lieben (»Ja, gib es mir, mein stol- 
zer Hengst.«), sind angetan. 

Jetzt aber die 
Nachteile 

Es gibt viele Aspekte, die diese gute 
Basis verderben. So ist die Grafik 
mäßig und wirkt gerade in Fahrt 
schlechter als auf Screenshots. 
Selbst in der Auflösung 640 mal 480 
kommt ein Pentium Ml/500 an seine 
Leistungsgrenzen, bei einer fehlen- 
den 3D-Kartenunterstützung sieht 
die Grafik noch viel fieser aus. 
Besitzen Sie noch einen Pentium 
M/400 oder kleiner (soll 
es ja noch geben), ver- 
ringern Sie unbedingt 
die Sichtweite. Sonst 
führt die fehlende 
Rechenpower dazu, dass das Fahr- 
verhalten leidet. Beim Start etwa 
sinkt die Frame-Rate unverhältnis- 
mäßig stark ab und es wird sehr 
schwierig, in der ersten Kurve, 
wenn das Feld noch dicht beisam- 
men ist, einen Crash zu vermeiden. 
Für die Computergegner ist kaum 
noch Prozessorkraft übrig und die 



140 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




hinter einem liegenden Fahrer kra- 
chen Ihnen auf manchen Strecken 
fast immer ins Heck. 

Überhaupt, die Kl: Viele Piloten 
sind scheinbar betrunken und fah- 
ren immer wieder grundlos in 
Schlangenlinien. An einfachen Stel- 
len, wie etwa bei der Einfahrt auf 
die Start-und-Zielgerade in Monza 
(statt noch mitten in der Parabolica, 
was einsichtig wäre), machen sie 
grundlos Fahrfehler. Außerdem 
sind die Unterschiede im fahreri- 
schen Können und in der Motorleis- 
tung der einzelnen Rennställe nur 
rudimentär ausgeprägt. Es gewinnt 
zwar eher ein Schumacher als ein 
Salo, aber eine schnellste Runde 
von Nick Heidfeld mitten im Ren- 
nen ist nichts Ungewöhnliches. 
Was hat man von den aktuellen Sai- 



sondaten, wenn sie nur ansatz- 
weise mit der Realität übereinstim- 
men? Außerdem sieht jedes Cock- 
pit gleich aus, klingt jeder Wagen 
identisch und fährt sich auch so. 

Wo wir gerade 
dabei sind 

Es ist ein lösbares Problem, mit 
einem gebrochenen Spoiler halb- 
wegs mit den anderen Wagen mit- 
zuhalten, was natürlich der reine 
Blödsinn ist. Die Rennstrecken wir- 
ken ganz allgemein zu schmal und 
sind nur ungefähr der Realität nach- 
gebildet. Sämtliche wichtigen 
Anzeigen sind am Lenkrad des 
Wagens zu finden. Steuern Sie aber 
nicht in der Ich-Perspektive, son- 
dern von schräg hinten, haben Sie 
keine Informationen mehr. Das 



UDO HOFFMANN 



e in vielen Beziehungen unausgereifte Form 
imulation wird von EA Sports schnell auf den Mar 
eschmissen, um dem übermächtigen Gegner »Grand 
Prix 3«, der in wenigen Monaten erschienen wird, zuvor- 
zukommen. Und das Traurige daran: Das Konzept ist 
aufgegangen. Fast alle wichtigen Testmagazine erhielten 
eine Version erst, als das Spiel bereits zum Verkauf im 
Laden stand, in den Charts steht das Programm im 
Moment auf Platz 2. 

Wir hoffen, Sie konnten sich noch bis zu unserem Test 
gedulden. Eins ist auf jeden Fall klar: Der Vergleich mi + 
Geoff Crammonds bevorstehendem Meisterwerk ist n 
mals einer g 



sen, sondern 
eine Marketing- 
Idee, mit der man 
unverdiente Auf- 
merksamkeit erha- 
schen wollte. Wie 
würden Sie das 
nennen: Raffiniert 
oder böswillig? 



PRO & CONTRA 



O Fahrverhalten o.k. 
O 2000er-FIA-Lizenz 



O Gokart-Grafik 

O Hardwareanforderung! 

O Schlechte Kl 



»Insgesamt 
unausgereift.« 



Mechaniker-Menü ist im Vergleich 
zu den Branchenführern (immer 
noch »Racing 
Simulation 2« 
und »Grand Prix 
2«) ein schlechter 
Witz, die Auswir- 
kungen nicht 

erheblich. Der Streckensprecher 
sollte mal Kreide fressen, im Stil 
eines Rekrutenausbilders wieder- 
holt er mit »stahlharter« Stimme 
immer wieder seine Standardsätze. 
Puuh. Und so weiter. Die Liste der 
kleinen Mängel ließe sich fast noch 
beliebig verlängern. Schade, EA. 

Für eine Simulation reicht es 
nicht. Und im Actionspielbereich 
gibt es viel bessere Titel wie etwa 
»Need for Speed Porsche« aus glei- 
chem Haus. Da ist die Abwechslung 
mindestens doppelt so hoch wie bei 
den - seien wir doch mal ehrlich - 
insgesamt doch recht eintönigen, 
echten Rennstrecken, (uh) 




Hier hingegen ist sie verwa- 
schen und plump. Die weißen 
Flecken sollen Rauchwolken 
darstellen. 



HSplayer 

WERTUNG 



Grafik 50 

Sound 50 

Einstieg 80 

Komplexität 60 

Steuerung 70 

Multiplayer 60 



PIELSPASS ryj 




Die Kurvengeschwin- 
digkeiten auf den 
Übersichtskarten wer- 
den auch in der deut- 
schen Version in 
Meilen angegeben. 




21 

Drei Beispiele aus 
dem Spektrum der 
14 Fahrperspekti- 
ven. Schön sind sie 
nicht. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 141 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Fortgeschrittene 



Rollcage 
Stage 2 




■ Hersteller: Psygnosi s/Take 2 Interactive ■ Testversion: Verkaufs- 
version 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: bis 4 (Split-Screen, Netzwerk) ■ 3D-Grafik: 
Direct3D, Glide ■ Hardware, Minimum: Pentium N/233, 32 MByte 
RAM, 4 MByte Direct3D-Karte ■ Hardware, Empfehlung: Pentium 
Hl/500, 128 MByte RAM, TNT2 oder GeForce ■ www.take2.de 

Teil Eins begeisterte durch 
Rasanz, Zerstörung und 
32Bit-Rendering. Und was hat 
»Stage 2« zu bieten? 




Mehrspieler-Spaß an einem Bildschirm gibt es im 4- 
Spieler-Split-Screen-Modus. 




&'0r. 

VI :■ 






Oft dreht sich der 
Spieß kurz vor 
Schluss noch mal 
um und Sie verlie- 
ren ein paar Plätze. 




uau 



E 



Eine Hintergrundge- 
schichte gibt es nicht. 
Ist ja auch egal. 
Schließlich haben wir 
es hier mit einem actionlastigen 
Rennspiel zu tun. 

Das spielt in der Zukunft und lässt 
Sie in dreiste Karossen einsteigen, 
deren Räder so hoch sind, dass Sie 
jedes Gefährt auch im Kopfstand 
fahren können und dabei den Drang 
nach einer weißen Tüte entwickeln. 
Rasanz wird in »Rollcage Stage 2« 



FAKTEN 



16 unterschiedli- 
che Spiel-Modi 
20 verschiedene 
Autos 

Insgesamt 60 
Strecken 
25 Moto-Cross- 
Pisten 

Zwölf Waffen 
Sechs Gegner 
Soundtrack von 
Fatboy Slim 



JOCHEN RIST 

Wer den ersten Teil mochte 
die Strecken plötzlich so en 

unauffällig geworden sind. Teil Zwei überrollt den Spieler 
anfangs zwar mit einer motivierenden Palette an Spiel- 
Modi - im Kern jedoch versteckt sich hinter der niedlichen 
Grafik und der launischen Breakbeat-Musik ein simples 
Rennspiel. Hauptsache Sie schlängeln sich brav über die 
Beschleunigerfelder, heimsen möglichst viele Extras ein 
und hoffen auf die Tollpatschigkeit anderer. Die Fahrphysik 
führt mit der Zeit absichtlich zu Hirnverknotungen - etwas 
mehr Kontrolle 

über das Fahrzeug PRO & CONTRA 
hätte da ein paar 
Punkte gut ge- 
macht. Trotz der 
Spiel-Modi fehlt es 
auf Dauer an Ab- 
wechslung und 
das Spiel landet 
schnell im Regal. 



1 Hübsche Grafik 
O Motivierende Spiel-Modi 

O Simples Fahrverhalten 
O Je schneller desto 
verzwickter 



groß geschrieben. Steuern Sie ihren 
Ofen auf ein Beschleunigerfeld, so 
heizen Sie der Konkurrenz davon - 
und wenig später in die nächste 
Bande. Bevor Sie jedoch die Schrau- 
ben frühzeitig zusammenkramen, 
ermöglicht Ihnen die Spielphysik 
eine Fahrt entlang der Wände oder 
sogar an Tunnel-Decken entlang. Auf 
den Pisten warten jede Menge 
Extras, mit denen Sie entweder 
schneller vorankommen oder den 
Gegnern eins überbraten. An Spiel- 
Modi steht eine ganze Palette parat. 
In die späteren Turniere haben Sie 
am Anfang noch keinen Einblick, 
denn die müssen Sie sich erst noch 
»frei fahren«, (jr) 



UHplayer 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 70 

Einstieg 70 

Komplexität 60 

Steuerung 60 

Multiplayer 70 



PIELSPASS 



142 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Actionspiel für Einsteiger 



Die Rache der 
Sumpfhühner 

■ Hersteller: Koch Media ■Testversion: Verkaufsversion 1 .0 ■ Betriebs- 
system: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: - ■ SD-Gra- 
fik:- ■ Hardware, Minimum: P/133, 16 MByte RAM ■ Hardware, Emp- 
fehlung: P/166, 32 MByte RAM ■www.kochmedia.com 




witzige 
Sumpf- 
huhn 
unten in 
der Bild- 
mitte will 
Ärger. 
Kann es 
haben. 
(640x480) 



Was soll ich Ihnen 
denn groß erzäh- 
len: In periodi- 
schen Abständen gibt es 
Modewellen. 



Nach einiger Zeit klingen sie 
wieder ab, was man für ge- 
wöhnlich daran erkennt, dass 
die öffentlich-rechtlichen Sen- 
der darüber als brandneue Sen- 



sation berichten oder Nachah- 
mer auftreten. Diese Freunde 
der schnellen Kasse sind aber 
nur sehr selten so gut wie das 
Original. 

Ähnliches nun bei der Moor- 
huhn-Epidemie. Ein Sumpf- 
huhn-Plagiat bietet diesmal fünf 
verschiedene Hintergrundbil- 
der, durch die Sie mit der Maus 
scrollen und allerlei Objekte 
abschießen. Das Objekt (Fisch, 
Insekt, Huhn, Flugzeug) röchelt 
dann noch mal heiser oder lässt 



seinen letzten Kot fallen und Sie 
bekommen Punkte. Haben Sie 
genügend zusammen, startet 
ein neuer Level. Haben Sie vom 
Spiel genug, starten Sie die 
Deinstallation, (uh) 



[JEPLAYER 

WERTUNG 



NHlHJiW.* 



UDO HOFFMANN 

Die deutschen Moorhuhn-Meisters 
allen Ehren. Aber wer ist wirklich b 
Hintergrundbildschirme, auf denen verschiedenfarbi- 
ge Sprites auf und ab gurken, 30 Mark zu zahlen? 
Eine Kopie wird zudem durch unnütze Ideen nicht 
aufgewertet. Verschiedene Waffen oder bestimmte 
Ziele, die ich unbedingt treffen muss, um den nächs- 
ten Level zu erreichen, bieten einfach keinen zusätz- 
lichen Lustgewinn. Der Erfolg des Originals erl 
sich durch seine -*-* Ä A **.#*».—_. 

Einfachheit die PRO & CONTRA 

schönen Zeichnun- 
gen und vor allem 
die Tatsache, dass 
es überall umsonst 
angeboten wurde. 



Sumpfhühner 
schießen zurück 

O Nicht kostenlos 

O Unnütz verkompliziert 



liziert I I 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 143 



SPIELE-TEST 



SF-Simulation für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



Allegiance 



>y attack Thelamon 



FAKTEN 



Nur online 
spielbar 
Hervorragende 
Präsentation 
4 Fraktionen mit 
eigenen Schiffen 
und Stationen 
4 Forschungs- 
richtungen, 
wichtig für den ... 
... strategischen 
Conquest-Modus 
18 Scout- und 
Kampf schiffe 
16 Großraumer 
mit Geschütz- 
türmen 

20 Waffensysteme 
Viele Kamera- 
perspektiven 
Deutsche Anlei- 
tung auf CD 
Sowohl kosten- 
lose Server ... 
... als auch teurer 
Allegiance-Zone 
($9,95 pro Monat) 



on£tWEtw|lL£SS?EVAIL!): I'r 



n667 (WE WILL PRE JaILI): Need r 



JILLPREVAIL!) 



. santod? I * 
' Jit5224 ♦■ 
Arnnno p. 
3 -L-5E60 

te 50 | 



♦ ■' ' 



1. Sektorenkarte 

2. Abgeschossener Pilot 

3. Gratismunition 

4. Feindlicher Jäger 

5. Aktuelle Aufträge 

6. Bordkommunikation 

7. Aktuelles System 

8. Schub/Geschwindigk. 

9. Hüllen/Schildstatus 

10. Treibstoff /Energie 

11. Erfaßter Gegner 

12. Gegner sieht mich 

13. Bordwaffen/Lader. 

14. Statusmeldungen 

15. Gegnerdetails 

16. Aleph (Sprungtor) 



, "TJ3k/l! 





.• 1- 135^2 231 : jfiSF*-^ | 21S36S31S 

' '" 16 * Jkfr Ahdfc*»a S forcedtAieÄbv'&nto S 9 14 

Die Schlacht um die Heimatbasis ist in vollem Gange — doch das blaue Team kämpft einen aus- 
sichtslosen Kampf, (alle Bilder Direct3D, 800 mal 600 Punkte) 



■ Hersteller: Microsoft Research/Microsoft ■ Testversion: Importversion 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 
95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multiplayer: bis 32 (Netzwerk), bis 420 pro Mehrspielersitzung (Internet) 

■ 3D-Grafik: Direct3DB Hardware, Minimum: Pentium N/266, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: 
Pentium M/300, 64 MByte RAM, 3D-Karte ■ www.zone.com/allegiance 

SimRaumschlacht: Kämpfen Sie mit 420 Piloten 
rund um den Globus um Rohstoffe, Ruhm und Ehre. 



»Man fühlt sich 

wie in einem 

Kinofilm.« 



Gleich zwei Weltraum- 
Abenteuer in einem 
Monat, und dann auch 
noch von der gleichen 
Software-Firma - das hat es 
schon lange nicht mehr gegeben. 
Doch anders als das ballerwütige 
»Starlancer« punktet »Allegian- 
ce« durch komplexe strategische 
Elemente. 

Die Story ist 
schnell erzählt: Am 
13. März 2140 stürzt 
ein Bergbau-Astero- 
id durch eine Fehl- 
funktion des An- 
triebs auf die Erde. Die gute Nach- 
richt: Der Triebwerk-Hersteller 
braucht keine Konventionalstrafe zu 



zahlen. Die schlechte Nachricht: Es 
gibt niemanden, der danach fragt, 
denn die Erde wurde bei diesem 
Unglück völlig zerstört. Terranische 
Kolonien, Außenposten und Raum- 
schiffbesatzungen müssen der Kata- 
strophe hilflos zusehen. Kurz nach 
dem ersten Schrecken beginnen die 
Kämpfe um Macht und Einfluss. 

Ab in die Zone! 

Bevor Sie sich ins Online-All wagen, 
sollten Sie zwei Dinge erledigen: Das 
Tutorial absolvieren (es macht Sie 
mit den Grundlagen in Sachen Steu- 
erung und Kampfeinsatz eines 
Raumschiffs vertraut) und sich bei 
Microsofts Internet Gaming Zone 
anmelden. Wenn Sie in einer speziel- 




Durch diese Sprungtore geht 
es in benachbarte Sektoren. 



len »Allegiance Zone« Ihre Abschüs- 
se gerne auf dem Zonen-Server ver- 
ewigen möchten oder in registrierte 
Staffeln einschreiben wollen, kostet 
das den etwas heftigen Betrag von 
zehn Dollar pro Monat - es gibt aber 
auch einige kostenlose Server. 

Nun kann's losgehen: Sechs Spiel- 
varianten für bis zu sechs Teams ste- 
hen Ihnen zur Auswahl: Im »Death- 
match«-Modus schießen Sie mög- 
lichst viele Feinde ab, in »Count- 
down« gibt es dafür einen festgeleg- 
ten Zeitrahmen. Das Team, welches 



144 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




zuerst eine bestimmte Summe 
erwirtschaftet, gewinnt bei »Prospe- 
rity«. In »Capture the Flag« erbeuten 
Sie gegnerische Flaggen, während 
bei »Artifacts« die Hatz nach wertvol- 
len Relikten im Vordergrund steht. 
Am meisten Spaß macht jedoch die 
»Conquest«-Option, in der Ihre 
Mannschaft versucht, die Herrschaft 
über alle Systeme an sich zu reißen. 
Je nach Anzahl der Mitspieler und 
der gewünschten Spiellänge suchen 
Sie sich eine der neun Sektorenkar- 
ten aus. 

Hallo! Commander? 

Wenn bis zu 70 Piloten gegen 350 
andere kämpfen, braucht es jeman- 
den, der die Übersicht behält: den 
Commander. Der Anführer eines 
Teams koordiniert alle Aktionen sei- 
ner Piloten und ist für die strategi- 
sche Planung verantwortlich. Dazu 
gehört nicht nur die Koordination 
von Großangriffen oder die Erfor- 
schung unbekannter Sektoren, son- 
dern auch das Aussenden von Gru- 
benfahrzeugen, die den Rohstoff 
Helium3 abbauen und beim Haupt- 
quartier oder einer Raffinerie ablie- 
fern. So sprudelt neues Kapital in 
Ihre Kriegskasse, die entweder vom 
Commander selbst oder von einem 
Investor verwaltet wird. Mit dem 
Geld finanzieren Sie neue Stationen 
und Ihre Forschungsaktivitäten - 
dazu später mehr. 

Steht Ihnen der Sinn nach Action, 
klemmen Sie sich als Pilot hinter 
das Steuer diverser Raumschiffe. 
Aufklärer durchsuchen die Sektoren 
nach Alephen (stationären Sprung- 
toren) und setzen Spähsonden oder 
Minenfelder ab, Jäger geben Gru- 
ben- oder Konstruktionsschiffen 
Geleitschutz, Bomber und Groß- 
kampfschiffe nehmen gegnerische 
Basen auseinander. Die letztge- 



nannten sind durch ihre Größe 
recht langsam, besitzen aber meh- 
rere Geschütztürme, die diesen 
Nachteil wettmachen. Wir empfeh- 
len gerade Einsteigern, sich als 
Schütze zu melden. Sie bekommen 
schnell ein paar Abschüsse und 
können sich während des Zielan- 
flugs mit den Kontrollen unter 
Gefechtsbedingungen vertraut 
machen. Cool: Mit dem Schubregler 
des Joysticks zoomen Sie weit ent- 
fernte Punkte heran. 

Piloten gesucht 

Es zahlt sich aus, die eigene Mann- 
schaft zu spezialisieren: Eine Staffel 
Abfangjäger kümmert sich bestens 
um gegnerische Gruben- und Kon- 
struktionsraumer, in der Höhle des 
Löwen platzierte Tarnkappenjäger 




beobachten, ob feind- 
liche Bomberstaffeln 
in Richtung Ihres Hei- 
matsektors aufbre- 
chen. Rettungsflieger 
sammeln abgeschos- 
sene Piloten ein, die 
sonst in Rettungskap- 
seln quälend langsam 
zur nächsten Station 
kriechen würden, 

während Patrouillen- 
schiffe Jagd auf Ein- 
dringlinge machen. Nicht zu verges- 
sen: Geleitschutz. Ohne den kommt 
selbst ein Bomber nicht besonders 
weit. Und denken Sie immer daran: 
Ein fairer Kampf ist ein verlorener 
Kampf - gehen Sie ruhig mit einer 
Staffel auf einen einzelnen Gegner 
los. Der Umkehrschluss: Flucht vor 
einer Übermacht ist keine Schande. 
Nutzen Sie aus, dass Sie viele Mit- 
spieler haben. Wenn jeder nur hin- 
ter dem nächstbesten Feind her- -> 




»Ein fairer 
Kampf 
ist ein 
verlorener 
Kampf.« 



MARTIN SCHNELLE 

Allegiance beweist sehr eindringlich, dass es keinen Grund 
für Online-Titel gibt, so auszusehen wie Spiele aus der Prä- 
Grafikbeschleuniger-Ära. Die Optik hält locker mit Starlan- 
cer mit, doch die Atmosphäre ist viel dichter. Das liegt ein- 
mal an den vielen Spielarten (besonders gelungen ist der 
Conquest-Modus!), aber natürlich auch daran, dass mit 
Ihnen und gegen Sie reale Menschen fliegen. 
Das Erlebnis wird leider durch die hohen Zonen-Kosten 
getrübt, da Sie, wenn Sie dort kämpfen wollen, zusätzlich 
zum Kaufpreis des Titels noch rund zwanzig Mark extra im 
Monat abdrücken müssen. Und die Mitgliedschaft gesta 
sich nicht ganz problemlos, wie unseren stundenlangen 
Anmelde- und Ein- 
logg-Prozeduren p RQ & CONTRA 



logg-Prozeduren 
gezeigt haben. Ist 
diese Hürde jedoch 
überwunden, 
erwartet Sie die 
beste Online-Raum- 
kampf-Simulation, 
die Sie auf den Ser- 
vern dieses Plane- 
ten finden können. 



O Klasse Atmosphäre 
O Schicke Grafik 



O Hohe Kosten 
O Internet-Zone nicht sehr | 
einsteigerfreundlich 




Wählen Sie weise: Die 
ichtige Forschungsrich- 
ung ist lebenswichtig. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 145 



SPIELE-TEST 



Allegiance 






->jagt, ist das Spiel 
schon so gut wie ver- 
loren. 

Forschung und 
Technik 

Während im All die 
Post abgeht, grübeln 
Commander und Inve- 
stor über die nächsten 
Investitionen. Ein tak- 
tisches Labor auf 
einem Silizium-Aste- 
roiden entwickelt 
Tarnkappenjäger und Ausrüstung 
wie Anti-Radar-Raketen und -Schir- 
me. Damit dringen Sie tief in gegne- 
risches Territorium vor. Uran ist der 
Grundstoff für einen Expansions- 
komplex, der Abfangjäger und Trup- 
pentransporter produziert, mit 
denen Sie gegnerische Basen über- 
nehmen und nutzen können. Im 
Kohlenstoff-abhängigen Raumbe- 



JSPLAYER GESAMTWERTUNG IM VERGLEICH 



Freespace 2 und X-Wing Alli- 
ance bieten beide große 
Raumschlachten für Einzel- 
spieler, bei der die übrigen 
Schiffe nicht bloß Staffage 
sind. Starlancer hat hier leich- 
te Probleme: Das alte »Flieg 
den Nav-Punkt ab und elimi- 
niere alle Feinde«-Prinzip aus 
Wing Commander ist etwas in 
die Jahre gekommen. Ohne 
Offline-Spielarten schafft es 
Allegiance nicht ganz in den 
Gold-Player-Bereich, setzt 
jedoch mit seinem Conquest- 
Modus und toller Präsentation 
Maßstäbe für andere Online- 
Titel. Das abgewertete Sub- 
space überzeugt mit 2D- 
Raumgefechten im Asteroids- 
Look heutzutage nicht mehr. 



herrschungszentrum (nun ja) laufen 
verbesserte Jäger vom Band, mit 
denen Sie schnell große Raumge- 
biete einnehmen können. Richtig 
rund geht es auf dem Raumdock: 
Hier konstruieren Sie Fregatten und 
Kreuzer, die mit Atomraketen geg- 
nerische Schutzschilde knacken - 
gegen eine hehre Geldsumme, ver- 
steht sich. Die meisten Schiffe und 
Ausrüstungsgegenstände kosten 
kein zusätzliches Geld, Großraumer 
allerdings schon. Auch Spezialmu- 
nition wie Naniten-Miniroboter, die 
Aufklärer zu Reparaturzwecken auf 
angeschlagene Verbündete abfeu- 
ern, sind nicht gerade billig. Ihre 
Heimatbasis baut derweil Raffine- 
rien und Außenposten in entfernten 
Systemen, zu denen die Piloten mit 
Hilfe von Transporterplattformen 
weit schneller als durch die Alephe 
gelangen. 




Die Forschungsarbeiten 
für neue Schiffe laufen 
auf Hochtouren. 







ROLAND AUSTINAT 

Kollegen, die mir beim Testen über die Schulter schauten, 
konnten es kaum glauben, hier ein Online-Spiel zu sehen: 
Allegiances Grafik und Sound degradieren viele Einzelspie- 
ler-Titel zu kümmerlicher Shareware. Wirklich brillant und 
eine echte Herausforderung ist der Conquest-Modus, der 
auch Nicht-Strategen anspricht: Neben den feindlichen 
Attacken setzt Sie oft genug das eigene Team unter Druck, 
das nach besseren Waffen und Teleporter-Plattformen 
schreit oder meckert, dass Ihre Grubenraumer untätig her- 
umsitzen. Schade nur, dass die Mehrspieler-Varianten nicht 
offline geübt werden können. 

Unterm Strich gefällt mir Allegiance sogar einen Tick b 
ser als Starlancer - auch wenn rund 20 Mark im Monat 
die Allegiance- 
Zone nicht gerade PRO & CONTRA 



Welche Raumschiff- 
Upgrades dürfen es als 
nächstes sein? 



Zone nicht gerade 
geschenkt sind. 
Für den Preis sollte 
Microsoft noch 
mehr als nur die 
Bestenliste, regis- 
trierte Schwadro- 
ne, Medaillen und 
ein paar nebulöse 
»unique events« 
bieten. 



O Unglaubliche Spieltiefe 

O Tolle Präsentation 

O Extrem suchterzeugend 

O Steile Lernkurve 
O Hoher Zonen- 
Zwangsumtausch 



50 



60 



70 



80 



90 



Wie Sie auf den Bildschirmfotos 
schon erkennen, muss sich Allegi- 
ance nicht vor einem »normalen« 
Spiel verstecken: Die Präsentation 
gehört zur Spitzenklasse der Welt- 
raumtitel. Explosionen sehen sogar 
noch besser als bei »Starlancer« 
aus. Auch die Musik, die sehr leise 
(auf Wunsch auch lauter) im Hinter- 
grund brodelt, sorgt für eine drama- 
tische Stimmung. Sie hören sogar 
Stimmen: Eine Fülle von Komman- 
dos, Hilferufen und dummen Sprü- 
chen ertönt auf Tastendruck bei 
Ihren Mitspielern, was eine einzigar- 
tige Stimmung erzeugt. Wenn ein 
Bomberpilot »I need turret gunners 
now!« brüllt und jemand »TN be on 
your turret in a few seconds« ant- 
wortet, fühlt man sich wie in einem 
Kinofilm, (ra) 




Hier entsteht just ein Raum- 
beherrschungszentrum. 



UHPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 80 

Sound 90 

Einstieg 70 

Komplexität 90 

Steuerung 80 

Multiplayer 90 



PIELSPASS 



146 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Denkspiel für Fortgeschrittene und Profis 



Twisted 
Minds 2 

■ Hersteller: Bananasoft/Modern Games ■ Testversion: Verkaufsver- 
sion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Deutsch 

■ Multiplayer: bis 10 (Hotseat) ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, 
Minimum: Pentium/200 MMX, 32 MByte RAM ■ Hardware, Emp- 
fehlung: Pentium/233, 32 MByte RAM 




Vor fast genau einem 
Jahr konnte der Vor- 
gänger Bonuspunk- 
te einheimsen. Diesmal 
jedoch sind es nur 75 
Level (statt 100), die noch 
dazu nicht mehr so ausge- 
feilt wirken, und am Spiel 
selbst hat sich praktisch 
nichts geändert. 

Schön, die Grafik mit ihren 
fünf verschiedenen Stein- 
chen-Sets geht bis auf die in 
schwer unterscheidbaren 
Brauntönen gehaltene Gru- 
sel-Version in Ordnung, und 
auch die Sprachausgabe 
wurde verbessert. Aber spie- 
lerisch ist »Twisted Minds« 
nach wie vor Twisted Minds ... 

In der Praxis bedeutet dies 
ein Herumgeschiebe von 
Steinchen, welche sich in 



Mauern verwandeln, 
wenn genügend 

gleichartige Klötze in 
einer Reihe stehen. 
Sobald es nur noch 
Mauern gibt, ist der 
Level gelöst. Etliche 
Schikanen (wie etwa 
unsichtbare Körper 
oder Zeitlimit) ma- 
chen das Aufräumen 
interessanter, wenn 
die nicht gerade in 
Steinchenmassen 
untergehen. 

Zum Ausgleich 
darf der Spieler mit 
dem Mauszeiger Extras auf- 
nehmen, die in unregelmäßi- 
ger Folge an wechselnden 
Stellen des Spielbretts kurz 
erscheinen. Zeitboni gibt es 
da, Continues, Sonderpunkte 
oder »Entkleber«. 

Ein Editor ermöglicht eige- 
ne Problemstellungen, ge- 
speichert werden darf jeder- 
zeit und ein Tutorial erleich- 
tert den Einstieg in das mit 
einem Preis von 35 Mark im 
Low-Budget-Sektor angesie- 
delte Spiel, (jn) 



SEPLAYER 

WERTUN G 
SPIELSPASS 3fj 



JOE NETTELBECK 



Ich kann mich an anregendere Knobelspiele erin- 
nern, etwa an »Think Cross«, ein Frühwerk von Max 
Design. Der Spielspaß bei einem Grübler hängt 
nämlich nicht unbedingt davon ab, dass möglichst 
viele Steine auf dem Brett sind, auch wenn Banana- 
soft das zu glauben scheint. Viel interessanter ist's, 
wenn weniger Objekte ausgeklügeltere Strategien 
erforderlich machen. Klasse statt Masse, sozusagen. 
Aber Kniffel- 
Freunde haben ja PRO & CONTRA 



Freunde haben ja 
nicht die große 
Auswahl, deshalb 
dürfte sich für sie 
ein Griff ins Regal 
wohl trotzdem 
lohnen. 



O Fünf Grafik-Sets 



O Stürzt gern ab 
O Anwahl von Grafik-Sets 
nur beim Spielstart 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 147 



SPIELE-TEST 



Wirtschaftssimulation für Fortgeschrittene und Profis 



UEFA Manager 

2000 



■ Hersteller: Bubball Systems/Infogrames ■ Testversion: Beta 
vom April 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: bis 4 (an einem PC) ■ 3D-Grafik: 
Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM 

■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/300, 64 MByte RAM 

Mit der UEFA hat dieser Fuß- 
ball-Manager wenig gemein. 
Denn Teams und Spieler tre- 
ten nicht unter ihrem origina- 
len Namen an und stammen 
auch nicht alle aus Europa. 

Offensichtlich wollte 
Bubball Systems bei 
seinem Erstlingswerk 
kein Geld für Lizen- 
zen verschwenden. Warum 
auch, können Sie doch dank des 
Editors bequem Ihre Lieblings- 
vereine und -spieler nachtragen. 
Ansonsten erwartet Sie ein kom- 
plexer Fußballmanager, der jeden 
Aspekt dieses Berufs abdeckt. 100 
Nationalteams sowie rund 400 
europäische Clubmannschaften aus 
neun Ländern stehen für die beiden 
Spiel-Modi »Laufbahn« oder »Ver- 
ein« zur Verfügung. Dazu kommen 
acht Szenarien, in denen Sie etwa 
eine überalterte Mannschaft in 
obere Tabellengefilde hieven sollen. 



FAKTEN 



400 europäische 
Vereins- 
mannschaften 
100 National- 
mannschaften 
21 Ligen aus 
9 Ländern 
Namens-Editor 
8 Szenarien 
Karriere-Modus 
und freies Spiel 
Drag&Drop 
-Bedienung 
Wahlweise 
3D- oder 2D- 
Match-Darstellung 
Online-Hilfe 




Auch der Spielbetrieb klotzt mit 
einer imponierenden Funktionsviel- 
falt. Und dies gilt sowohl für die 
Nebentätigkeiten als auch für das 
Mannschaftsmanagement. Mit von 
der Partie sind auch Trainingspro- 
gramme, Vertragsverhandlungen, 
Talentsucher, Stadionausbau, Mer- 
chandising, ... das Übliche halt. Als 
Strafe für die Vielfalt müssen Sie 
sich an zahllose kryptische Mini- 
Icons gewöhnen - und die Präzision 
verlangende Drag-and-Drop-Bedie- 
nung macht die Sache nicht eben 
leichter. Aber Sie dürfen viele Tätig- 
keiten Hilfskräften aufhalsen. Und 



MANFRED DUY 

Den Cup der Verlierer nannte Kais* 
Cup. Stimmt auch hier, denn trotz , 

der UEFA-Manager gegen den Genre-Champion Anstoss 3 
eine deutliche Niederlage ein. Geboten wird ein echtes 
Wechselbad der Gefühle: Beispielsweise werden Spiele und 
Ergebnisse zwar realitätsnah in Echtzeit berechnet, dies führt 
jedoch zu nervigen Ladezeiten. Und allzu sehr scheinen sich 
selbst radikalste taktische Änderungen nicht auf das laufen- 
de Spiel auszuwirken. Die mitreißende deutsche Kommentie- 
rung lässt den Adrenalinspiegel sicherlich in lichte Höhen 
steigen, aber wie das mit feierlichen Klassik-Klängen häm- 
meren soll, bleibt 
das Geheimnis des PRO & CONTRA 

Entwicklers. Ein 

Spiel halt, wie die 
derzeitigen Leistun- 
gen der deutschen 
Nationalelf, einige 
Höhen - aber leider 
ebenso viele Tiefen. 



O Prima Kommentierung 
O Funktionsvielfalt 

O Lendenlahme Engine 
O Amateur-Optik 



sei es nur, um sich besser auf das 
Spiel zu konzentrieren. Das wird in 
Echtzeit berechnet und wahlweise 
in 2D oder 3D abgespult - was kei- 
nen allzu großen Unterschied 
macht, denn die 3D-Darstellung ist 
von ergreifender Schlichtheit, (md) 



<:-\-\i- . . -. 








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3Epfi 



Die Aufstellung ist übersicht- 
lich, denn das Team passt 
komplett auf den Schirm. 



UHPLAYER 

WERTUNG 



Grafik 40 

Sound 60 

Einstieg 60 

Komplexität 80 

Steuerung 60 

Multiplayer 60 



PIELSPASS 



148 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Reaktionstest für Hartgesottene 



Füll Strength 

Strongman Competition 

■ Hersteller: Cat Daddy Games/Head Games ■ Testversion: Verkaufsversion 
1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multi- 
player: bis 2 (an einem PC); bis 6 (per Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Emp- 
fehlung: Pentium/200, 64 MByte RAM ■www.strongmangame.com 




Frauen stemmen: Ehrlich, das hier ist 
kein verspäteter Aprilscherz. 



Kennen Sie Riku Kiri? 
Der ist nicht etwa 
der Bruder von Hara 
Kiri, sondern ein Schwerge- 



wichtler, der sein 
Geld mit bizarren 
Kraftmeiereien 
verdient. 

Als da wären: 
Motorblock (12 Zy- 
linder) tragen, Fels- 
block schleppen 
(drei Stück), Truck 
ziehen (viele Ach- 
sen), Bauernlauf 
(scheinbar mit zwei 
Bombenblindgän- 
gern aus dem letz- 
ten Krieg), Fass- 
(Bier?) und Autorei- 
fen-Wurf so-wie Auto rollen 
und Frauen stemmen. Oder war 
das Frauen rollen und Auto 
stemmen? Egal. Denn auch die 



Bedienung fordert den IQ der 
Akteure und Zuschauer nicht 
über Gebühr: auf mehr als drei 
Tasten müssen Sie sich nicht 
konzentrieren. So hämmern 
Sie bei Wurf-Aktionen - wie 
beim seligen »Decathlon« - auf 
die Links- und Rechts-Tasten 
und drücken 

in Augenblicken höchster Kon- 
zentration die Leertaste. Mit 
den beiden Pfeilen steuern Sie 
auch Motorblock-Träger; fast 
schon anspruchsvoll die reflex- 



betonte »Hau im rechten 
Moment druff!«-Methode der 
Roll- und Hebespielchen. 

Was für ein Spaß. Wieder 
eine Stunde meiner kostbaren 
Lebenszeit dahin, (ra) 



[JEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS J 3 



ROLAND AUSTINAT 

In meinen knapp sieben Jahren bei PC Player 
habe ich schon so manchen Schotter gesehen. 
Aber an die Füll Strength Strongman Competi- 
tion kommt so schnell nichts ran. Ich fürchte nur, 
die Szenen aus dem Intro waren nicht gestellt: 
Solche hirnverbrannten Gladiatorenspiele scheint 
es in entlegenen Winkeln der Erde noch wirklich 
zu geben. Ich dachte, die seien mit dem römi- 
schen Reich untergegangen. Und da wundern 



sich manche Zeitge- 
nossen, dass mut- 
maßliche Außerirdi- 
sche einen weiten 
Bogen um die Erde 
machen? 


O Das Spiel nach der Party 

O Simpelst-Wettkampf 
O Nur eine Saison 







www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 149 



SPIELE-TEST 



Strategiespiel für Fortgeschrittene 



Starship 
Soldiers 



■ Hersteller: Silicon Dreams/Take 2 Interactive ■ Testversion: 
Beta vom April 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Spra- 
che: Deutsch ■ Multiplayer: Bis 2 (Modem), bis 8 (Netzwerk, Inter- 
net) ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: P/100, 32 
MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: P N/300, 64 MByte RAM, 
3D-KarteB www.take2.de 

Wie in einem bekannten Film 
mit ähnlichem Titel benehmen 
sich auch hier böse Riesen- 
käfer ganz schön daneben. 





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Vor den Missionen decken 
ie sich mit Waffen und 
oldaten ein. 



Die Wahl des Titels ist 
den Entwicklern alles 
andere als leicht gefal- 
len. Erst hieß das 
Spiel »Dogs of War«, dann 
»Warmonkeys« und jetzt hört 
es auf den Namen »Starship 
Soldiers«. Mit der dritten Taufe 
meinen die Designer, jetzt ein 
kaufkräftiges Bild für ihr Pro- 
gramm zu vermitteln. Doch 
macht so ein Streich ein Spiel 
wirklich besser? 

Der jetzige Titel lässt die Hinter- 
grundgeschichte jedenfalls ein bis- 
schen erahnen. Der »Imperiale 
Orden« ist eine militant orientierte 
Föderation mit einer beträchtlichen 
Anzahl von Planeten. Schnell noch 




die bösen Jungs erwähnt: Die hei- 
ßen hier »Warmonkeys« und sind 
eine kleine Gruppe von Rebellen mit 
schrottreifer Ausrüstung. Beide sind 
auf die Kontrolle des Planeten Pri- 
mus scharf, da dort ein seltener 
Rohstoff für die Waffenproduktion 
abgebaut werden kann. Dummer- 
weise stieß man dabei aber auf die 
ausgestorben geglaubten Riesenkä- 
fer Mantai - deswegen wahrschein- 
lich auch die Ähnlichkeit mit dem 



FAKTEN 



Drei verschiedene 

Völker 

30 Missionen 

Komplett in 3D 

Direkte Steuerung 

der Einheiten im 

»Action-Modus« 



DAMIAN KNAUS 

Ein neues Echtzeit-Strategiespiel, 

Nein, die Entwickler setzten auf m. 

te Einheitskost und statteten die Missionen dafür mit einer 

extrem überlegenen Feindesanzahl aus. Schon nach einigen 

Levels wird der Schwierigkeitsgrad richtig knackig. Die 

direkte Steuerung der Einheiten ist ein netter Gimmick, der 

auch für etwas Abwechslung sorgt, aber bei der Beseiti 

der Käferplage ist er in etwa so hilfreich wie eine löchri 

Fliegenklatsche. 

Stehen Sie auf PRO & CONTRA 



Stehen Sie auf 
Echtzeit-Strategie, 
Riesenkäfer und 
schrecken auch vor 
harten Spiele-Bro- 
cken nicht zurück, 
dann greifen Sie 
zu. Ansonsten 
benutzen Sie lieber 
Fliegenfänger und 
Insektenspray. 



O Direkte Steuerung 
Ihrer Einheit, ... 

O ... die aber nicht 
unbedingt nötig ist. 

O keine wirklich neuen 
Innovationen 



Filmtitel »Starship Troopers«. Das 
Ungeziefer pfeift auf die Weltan- 
schauungen beider Gruppen und 
unterscheidet Imperiale und War- 
monkeys wahrscheinlich nur darin, 
wie lange sie im Magen liegen. In 
den insgesamt 30 Missionen (zehn 
für jede Gruppe) kämpfen oder 
beschützen Sie Ihre Städte, erobern 
feindliche Stellungen oder befreien 
Gefährten. Eine besondere Funktion 
des Programms erlaubt es Ihnen, 
einen Blick über eine Einheit Ihrer 
Wahl zu werfen. Diese steuern Sie 
dann direkt mit den Cursor-Tasten 
und fahren mit ihnen durch das 
Areal, um die Feinde gezielter zu 
erledigen, (dk) 



UHplayer 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 60 

Einstieg 60 

Komplexität 60 

Steuerung 60 

Multiplayer 60 



PIELSPASS 



ÜÜ 



150 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Rennspiel für Einsteiger 



Jugular Street 
Luge Racing 

■ Hersteller: n-fusion Interactive/Head Games ■ Testversion: Verkaufs- 
version 1 .0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ 
Multi player: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pen- 
tium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/266, 64 
MByte RAM, 4MB-Direct3D-Karte ■ www.headgames.net 



fen oder bessere Kleidung 
ausgeben. 

Die Kontrollen lassen 
leider nur eine Bewegung 
gleichzeitig zu, Sie können 
also etwa nicht beim Kur- 
venfahren bremsen. Weni- 
ge Polygone und Kurse, 
die nur 20 Meter voraus 
berechnet werden, über- 
zeugen nicht wirklich. 
Dafür spielt die Band »Off- 
spring« acht Lieder, die als 
Audiotracks vorliegen. 
Nichts großartiges, aber 
für 40 Mark ganz nett, (mash) 




Zwei Kontrahenten noch, dann 
ist der Sieg Ihrer! 
(Direct3D, 1024x768) 



E 



ine Art Bob mit 
Rädern für die Straße 
sind die »Street 
Luges«. So ein Ding steuern 
Sie hier gegen bis zu fünf 
Gegner über acht Strecken. 
Gute Platzierungen bringen 
Ihnen Geld, das Sie für ein 
neues Gefährt, schnellere Rei- 



[JEPLAYER 

WERTUNG 



SPIELSPASS : 



-JZJ 



Strategiespiel für Einsteiger 



Shadow Watch 

■ Hersteller: Red Storm Entertainment/Take 2 Interactive ■ Testver- 
sion: Beta vom März 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Spra- 
che: Englisch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: - ■ Hardware, Mini- 
mum: Pentium/133, 32 MByte RAM ■ Hardware, Empfehlung: Pen- 
tium/200, 64 MByte RAM ■ www.take2.de 



Schritt bewegen Sie sich 
abwechselnd mit Ihren Geg- 
nern im Gebäude und wer 
zuerst den anderen vernichtet, 
gewinnt. Dabei sollten Sie auf- 
passen, nicht den Hausalarm 
auszulösen, denn sonst wer- 
fen Ihre Feinde gezielt ein 
Auge auf Sie. Das eigentliche 
Spiel wird durch die schlecht 
durchdachte Rundenschiebe- 
rei zur äußerst langatmigen 
Angelegenheit. Ein weiterer 
Motivationskiller ist die vom 
20 Jahre alten Spectrum-Com- 
puter inspirierte Grafik, die 
aus heutiger Sicht keinen Blu- 
mentopf mehr gewinnt, (dk) 




Verbrechensbekämp- 
fung ist kein leichtes 
Spiel. Als Anführer 
einer Anti-Terror-Truppe 
haben Sie die Aufgabe, die 
Welt von schießwütigen 
Schergen zu befreien. 

Trotz des Brachial-Themas 
läuft »Shadow Watch« jedoch 
nicht in Echtzeit, sondern im 
Runden-Modus ab. Schritt für 



HEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS '6 -J 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 151 



SPIELE-TEST 



Sportspiel für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Triple Play 
2001 

■ Hersteller: Treyarch/Electronic Arts ■ Testversion: Verkaufsversion 1 .0 

■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: Englisch ■ Multiplayer: 
bis 2 (an einem PC; per Modem, Netzwerk, Internet) ■ 3D-Grafik: Direct3D 

■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 32 MByte RAM ■ Hardware, Emp- 
fehlung: Pentium N/300, 64 MByte RAM, 3D-Karte ■ www.easports.com 




Die Baseballer bewegen sich in 
diesem Jahr noch schöner als 
bisher. (Direct3D, 1024x768) 



Schlägertypen vor: 
»Triple Play 2001« 
bringt flotte Base- 
ball-Action auf den heimi- 
schen Monitor. 

So gut wie in der aktuellen 
Version sah die Jagd auf dem 
»grünen Diamanten« noch nie 
aus. Dieses Jahr gibt's zusätz- 



lich zu den bekannten Spiel- 
Modi (Einzelspiel, Saison und 
Playoffs) das Big League Chal- 
lenge, in der die größten Stars 
der Liga gegeneinander antre- 
ten. Ne-ben allen Spielern und 
Stadien (auch das brandneue 
Pacific Bell Stadium in San 
Francisco fehlt nicht) sind erst- 
mals 20 Legenden wie Babe 
Ruth und Willie Mays im 
»Home Run Legends«-Modus 
dabei. 

Die Spieler schauen durch 
brandneues Motion-Capturing 
besser aus als im letzten Jahr, 
und wie bei den NFL- und 
NBA-Geschwistern dürfen Sie 
Ihr Porträt auf selbstgebastelte 
Recken setzen. Zudem sorgen 
neue Kamerawinkel und kna- 
ckige Melodien für Dramatik 
- im Wertungskasten würden 
bei Grafik und Sound eine 80 
respektive 90 stehen. Jedoch 
wurde das alte »Problem« 
nicht behoben: Ihr Team geht 
nach einer Saison in Rente 
und wird erst in »Triple Play 
2002« wieder aktiv, (ra) 



[JEPLAYER 

WERTUN G 

SPIELSPASS -J: 



ROLAND AUSTINAT 

ball: Zwei Teams werfen sich nacheinander klei- 
tälle um die Ohren. Sie versuchen, die weißen 
Kugeln so weit wie möglich wegzuschlagen, damit 
die Gegner sie nicht einfach so fangen können. Wäh- 
rend ein Ball noch durch die Luft segelt, rennen die 
Burschen flink drei markierte Stellen, die Bases, ab. 
Pflücken die Kontrahenten den Ball aus der Luft, 
während die Jungs sich zwischen zwei Bases befin- 
den, landen sie im Aus. Ansonsten gibt es pro Mann 
und geschafften Bases einen Punkt. Glückwunsch - 
jetzt können Sie sich an das actionlastige Triple Play 
2001 wagen. 
Simulations- und PRO & CONTRA 

Manager-Aspekte 

suchen Sie besser 
woanders. Die 
80er- Wertung 
daher auch. 




O Spieler im Eigenbau 
O Optionsvielfalt 

O Nur eine Saison 



152 PC PLAYER JUNII 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



Adventure für Einsteiger und Fortgeschrittene 



Der Fluch der 

Azteken 

■ Hersteller: Cryo Interactive/Ravensburger Interactive ■ Testversion: 
Verkaufsversion 1.0 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Sprache: 
Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Graf ik: - ■ Hardware, Minimum: Pen- 
tium/1 66, 32 MByte RAM, 2MB-Grafikkarte ■ Hardware, Empfehlung: 
Pentium N/266, 64 MByte RAM, 4MB-Grafikkarte ■ www.ravensburger.de 




Kann Ihnen diese Frau weiterhelfen? 



Paranioa unter Pyra- 
miden - zumindest 
unter den azteki- 
schen. In grauer Vorzeit 
bringen der Soldat »Kopf 
des Berges« und seine 
Spießgesellen einen Edel- 
mann um. 

Und sie wollen die Tat dem 
Jäger »Kleine Schlange« in 
die Schuhe, äh, unter den 
Lendenschurz schieben. Sie 
entführen seine Eltern, um 
ihn so aus der Reserve zu 
locken. Parallel dazu stirbt ein 
Dichter ebenfalls eines unna- 
türlichen Todes. So geht es 
Kleine Schlange also darum, 
eine großangelegte Ver- 
schwörung aufzudecken. 

Das alles präsentiert sich in 
Cryos bekannter Omni3D- 
Engine, Sie gehen schrittweise 



vorwärts und können 
sich an den jeweiligen 
Render-Örtlichkeiten 
um 360 Grad drehen. 
Auf einer Karte wählen 
Sie Ihr Ziel auch direkt 
an, leider geht dies nur 
grob und ist keine 
echte Hilfe. Die Rätsel 
beschränken sich auf 
»Bringe dies zu dem«, 
grafisch erwarten Sie 
ebenfalls keine Höhen- 
flüge, sondern allen- 
falls mäßig animierte 
Gesichter und krümeli- 
ge Bilder, (mash) 




Dahinten sind, ganz klein, 
Menschen! Leider können 
Sie diese nicht erreichen 
oder ansprechen. 



HEPLAYER 

WERTUNG 



mmM 



MARTIN SCHNELLE 

Alljährlich beglückt uns Cryo mit einem neuen »his- 
torischen« Abenteuer. Obwohl von der gleichen 
Machart wie Versailles und Verrat in der verbotenen 
Stadt sind die Systemanforderungen nun höher, 
der Langeweile-Faktor aber bleibt der gleiche. Die 
Story um Kleine Schlange wird unspannend, die 
Umherklickerei mit dem wenig gelungenen Karten- 
Modus bald sehr ermüdend. Interessieren Sie sich 
für die Azteken, finden Sie eine Menge Infos - ein 
Fachbuch indes dürfte billiger und erschöpfender 
sein. So könnte 

Der Fluch der PRO & CONTRA 

Azteken übler 
ausfallen: Mon- 
tezumas Rache 
jedenfalls ist 
schlimmer. 



> Nett aufbereitete Infos 



fi Langweilig 

fi Steuerungs-Probleme 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 153 



SPIELE-TEST 



Denkspiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis 



You don't know 

Jack 3 - Abwärts 



■ Hersteller: Berkeley Systems/Take 2 Interactive ■ Testversion: 
Beta vom April 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 ■ Spra- 
che: Deutsch ■ Multi player: bis 3 an einem PC ■ 3D-Grafik: - 

■ Hardware, Minimum: P/60, 16 MByte RAM ■ Hardware, 
Empfehlung: P/100, 32 MByte RAM ■ www.take2.de 



Die schrägste PC-Quizshow 
ist wieder da und begeistert 
selbst aktive Spiele-Hasser. 



Vor gut zwei Jahren 
wurde die erfolgreiche 
amerikanische Spiel- 
serie - eine eigentlich 
simple Quiz-Show - zum ersten 
Mal für den deutschen Markt 
umgesetzt. 

Jack unterzog sich während sei- 
ner einjährigen Pause einer kleinen 
grafischen Frischzellenkur und die 
Macher brüteten während dieser 
Zeit etwa 800 
neue Fragen 
aus. Im aktuel- 
len Teil werden 
aber nicht wie 
bisher per Zu- 
fall alle Fragen 
aus Jacks Re- 
pertoire in der 
S p i e I r u n d e 
verteilt, son- 
dern Sie ent- 
scheiden sich 
zu Beginn in 
einer Art Mas- 






Für die deut- 




sche Version 




WENN SIE 60RBMSCHÜWS POLITIK DER 


wurden fast 




PERESTROIKA AUF IHRE RESENKJWMER 
ANWENDEN WOLLEN, WAS MÜSSEN SIE DANN 
TUN? MÜSSEN SIE ... 


alle Fragen 

neu 

geschrieben 


D 


EHRE BE5ENK4MMER MÜNDLICH KEHREN 


und im 




9siE FINANZIELL SUBVENTIONIEREN 0^ 


Profi-Studio 
aufgenom- 


H 


PERMANENT DARÜBER SINGEN 
QSIE UMBAUEN 


men. 


■LCjggl^^ö 





terfrage für eine von 70 Kategorien 
- und die heißen typischerweise, 
»Sex« oder »Kalter Krieg«. Die Auf- 
gabenstellung hat nicht unbedingt 
was mit dem Inhalt der Fragen zu 
tun, sie dient aber immer als Vor- 
wand, um sehr humorvoll an ein 
Thema heranzuführen. 

Vor jeder Aufgabe rattert ein 
Zufallsgenerator, der alle Fragen und 
Geldbeträge der Kategorie in hoher 
Geschwindigkeit durchjagt. Ein aus- 
gewählter Spieler drückt zum richti- 
gen Zeitpunkt die Taste, um den Ein- 
satz auszuwählen. Natürlich fehlen 
auch die Sonderfragen wie »Sekt 
oder Selters«, bei der Sie Begriffe 
richtig zuordnen müssen oder die 
»Jack Attack« nicht. 

Neu hinzugekommen ist eine Art 
Bingo-Spiel, bei dem Sie aus den 



FAKTEN 



Dritter Teil der 
Kult-PC-Quizshow 
Etwa 800 Fragen 
Leicht verbesserte 
Grafik 
Neue Spiel- 
elemente 
Gag-Werbespots 
der beiden 
Vorgänger als 
Audio-Tracks 



DAMIAN KNAUS 



Auch im dritten Teil hat die Serie 
verloren. Wenn Sie Ihre Freundin . 
Computerspiele begeistern möchten - hier ist Ihre Chance. 
Jack ist aber nicht nur pure Blödelei. Viele Fragen erfordern 
ein gesundes Maß an Allgemeinbildung. Vom Talent des 
Moderators, unterhaltsam zu einem nüchternen Thema zu 
kommen, sollte sich mancher Pädagoge eine Scheibe 
abschneiden. Aber Vorsicht: Der Humor des Spiels verläuft 
manchmal sehr weit unterhalb der Gürtellinie. Wenn S 
mit Ihrer neuen 

PRO & CONTRA 



Flamme vor 
Computer sitzen 
und Jack gerade in 
Zoten-Laune ist, 
kann das geplante 
abendliche Date 
schon mal in die 
Hose gehen. 



O Toll ausgedachte Fragen 

O Super-Sprecher 

O Zu dritt einfach klasse 

O Grafisch etwas schlicht 



ifAS KONNTEN SIE EIGENTLICH SELBST ALS 
EINGEFLEISCHTE« VEGETARIER ESSEN, WEIL ES 

iTRENHENMMEH KEIN FLEISCH ENTHÄLT? 



Deine ddsewhisms 

Seine BiFi-MiMisuAm 

HSWHETTI B1LBGNE5E 
EKelpsauthit SPECISTBEIFEH 



Die Autoren stellten aus allen mög- 
lichen Bereichen knackige Fragen 



Anfangsbuchstaben verschiedener 
Antworten einen Begriff vervoll- 
ständigen müssen. 

Die toll gestellten Fragen, die 
schrägen Kommentare des Mode- 
rators sowie die abgefahrenen 
Extra-Spiele machen den dritten 
Teil der virtuellen Quizshow erneut 
zum potenziellen Partyknaller. (dk) 



JSplayer 

WERTUNG 



Grafik 40 

Sound 80 

Einstieg 90 

Komplexität 60 

Steuerung 70 

Multiplayer 90 



PIELSPASS 3-1 



154 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 



De 



*r 



enkspiel für Profis 4 I 

LemmingsJ 
Revolution 



■ Hersteller: Tarantula Studios/Take 2 ■ Testversion: Beta vom April 2000 ■ Betriebssystem: Windows 95/98 

■ Sprache: Deutsch ■ Multiplayer: - ■ 3D-Grafik: Direct3D ■ Hardware, Minimum: Pentium/166, 

32 MByte RAM, 4 MByte-3D-Karte ■ Hardware, Empfehlung: Pentium N/333, 64 MByte RAM, 8 MByte-SD- 
Karte ■ www.take2.de 

Kann denn Dummheit Sünde sein? Nicht unbe- 
dingt, denn wenn sich die Lemminge nicht immer 
so völlig deppert anstellen würden, gäbe es die- 
ses Spiel gar nicht. 




FAKTEN 



I Alte Idee nun in 
Semi-3D (Zylinder- 
förmige Level) 

I 101 Spielstufen 

I 3 Lemmingvölker 
(Normal, Wasser, 
Lava) 

I 8 Original-Lem- 
mings-Fähigkeiten 

I 8 neue Lemmings- 
Fähigkeiten 

I Etliche Monster 
und Fallen 

I 3D-Karte ist Pflicht 



Lemminge sind ein nettes 
Volk. Wohnen in Höhlen, 
buddeln nach Edelstei- 
nen, hören keine Volks- 
musik. Sind außerdem blöd wie 
Hacke und müssen ständig 
beaufsichtigt werden, denn 
anderenfalls mutieren sie ruck- 
zuck zum unfreiwilligen Selbst- 
mordkommando. 

Jedoch: Gerade das macht sie so 
sympathisch. Damit kam Verona 
schließlich auch immer gut an. Aber 
es kann der Dümmste nicht in Frie- 
den leben, wenn es dem bösen 
Nachbarn nicht gefällt. Die Wiesel, 



freche Makaberlinge, machen sich 
sogar einen Spaß daraus, die Lem- 
minge in 101 Zylinder einzusperren. 
Können Sie das zulassen? 

Das tödliche Gefängnis 

Eins ist klar: Ohne Ihre Hilfe werden 
die Wichte niemals aus den 
geschickt arrangierten Behältern 
herausfinden und deshalb eines 
schrecklichen Todes sterben. Der 
Spielablauf ist immer gleich: In 
jedem Zylinder befindet sich ein 
Kasten, aus dem die Gefangenen 
herauspurzeln und sogleich in die 
eine oder andere Richtung dackeln. 




d£5^ 






Zurück :um Hnuplmnriä 



Kein Halmaspiel, sondern die 
Level-Karte. Je weiter rechts, 
desto schwerer. 



Wartet in dieser Richtung ein Lava- 
See oder eine Monsterkrabbe, ist 
das auch egal, die Lemminge traben 
unbeirrt weiter, selbst wenn es ihr 
Leben kostet. 

Damit das nicht passiert, müssen 
Sie eingreifen. Am linken Bild- 
schirmrand findet sich eine Leiste 
mit acht begrenzt verfügbaren 
Manövern, zu denen Sie die Lem- 
minge zwingen können. Damit zum 
Beispiel nicht alle dem Lava-See 
entgegenmarschieren, wird einer 
als Wache postiert, der die nachfol- 
gende Wuselschar aufhält. Der Lem- 
ming unmittelbar vor dem Stopper 
baut derweil eine Brücke, ist er fer- 
tig, wird die Wache in die Luft 
gesprengt (anders geht es nicht!) 
und die nachfolgende Meute pas- 
siert das Gewässer unversehrt. 

Dieses einfache Spielprinzip 
wurde seit nunmehr zehn Jahren 
(das Ur-Lemmings erschien 1990 für 
den Amiga) immer wieder neu auf- 
gelegt. Und anders als beim über- 
frachteten »Lemmings 3D« hat man 
sich diesmal stark am Original 




156 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




orientiert. Doch durch die geschick- 
te Kombination von (begrenzt ver- 
fügbaren) Spezialfähigkeiten und 
einem durchdachten Level-Aufbau 
wird dabei ein Schwierigkeitsniveau 






Vorsicht! Krabben mögen 
Lemmingfleisch. 



und ein Knobelpotenzial erreicht, 
das im umgekehrt proportionalen 
Verhältnis zum IQ der niedlichen 
Protagonisten steht. 

Nur für Tüftler 

Während in den ersten Spielstufen 
im Grunde nicht mehr getan wird, 
als die einzelnen Fähigkeiten einzu- 



führen, hat man bereits ab dem 30. 
Level ausgelacht. Ohne taktisches 
Geschick und gründliches Absu- 
chen des Zylinders geht dann 
wenig. Wer nicht bereit ist, viel zu 
überlegen und auszuprobieren, 
wird nach einigen Fehlversuchen 
das Handtuch werfen und die Lem- 
minge ihrem Schicksal überlassen. 
Wer durchhält, wird allerdings 
belohnt mit neuen Fallen, kleinen 
Hebeln, die Mauern bewegen, Tele- 
portern, Ventilatoren und ähnlichen 
Spaßen, die für erfreulich viel Kurz- 
weil sorgen. Besonders haarig wird 
es, wenn die zwei neuen Völker 
(Wasser- und Lava-Lemminge) die 
Zylinder betreten und eventuell 
sogar zeitgleich mit den anderen 
Stämmen herumstolpern. Und spä- 
ter erwarten Sie noch acht neue 
Fähigkeiten wie der Laternen-Lem- 
ming, der stockdunkle Zylinder 
beleuchtet oder der Trampolin-Lem- 
ming, auf dessen Konstruktion die 
Artgenossen sogar dann unbescha- 
det landen, selbst wenn sie aus gro- 
ßer Höhe fallen. 



UDO HOFFMANN 



Ein widersprüchlicher Name: »Lemmii. 
alles andere, nur kein harter Bruch mit 
Die wurde nur ganz behutsam aufpoliert und mit netter 
Musik, zeitgemäßer Grafik und einigen anderen Neuerun- 
gen versehen. 

Ob das Spiel aber eine Chance hat, im Zeitalter von 3D- 
Shooter-Wundern oder gewaltigen Strategie-Epen noch 
groß aufzutrumpfen, mag getrost bezweifelt werden. Die 
Welt der PC-Spiele hat sich zu sehr verändert, als dass sie 
über einige dumme Wichte, und mögen sie noch so nied- 
lich aussehen, in Verzückung gerät. Wer aber auf grund; 
de, hammerharte 

Denkspiele mit PRO & CONTRA 

hohem Putzig- 
keits-Faktor steht, 
braucht nicht län- 
ger zu suchen. Da 
seh ich die Köpfe 
schon rauchen. 
Wohl bekommts. 



O Für die Härtesten 
O Gutes Level-Design 



O Fieselige Steuerung 
O Unübersichtlich 



Nur die Ruhe 

Die alten Probleme der Lemminge 
wurden belassen. So ist die Steue- 
rung bisweilen eine ganz haarige 
Angelegenheit und fordert Millime- 
ter-Gespür. Wehe, man hat nur 
einen Sekundenbruchteil zu spät 
mit dem Brückenbau begonnen, 
dann ist fast immer ein Neustart 
nötig, weil ein Entkommen nicht 
mehr möglich ist. Man entwickelt 
für so was mit der Zeit aber ein 
gutes Auge. Oft muss auch nach 
dem Verfahren Learning-by-dying 
vorgegangen werden; ein Zeitlimit 
lässt überlegtes Vorgehen kaum zu 
und gerade die späteren Level sind 
ohne zahlreiche Wiederholungen, 
mit denen man sich Schritt für 
Schritt zur Lösung vortastet, kaum 
zu meistern, (uh) 



LEMMINGE 

Sag Messner zu 
mir: Der Kletter- 

Lemming kommt jede 

Wand hinauf. 

Nenn mich Mary 
Poppins: Der 
Regenschirm-Lemming 
fliegt jeden Abgrund 
hinunter. 

Nur über meine 
Leiche: Der Stop- 
per-Lemmimg lässt nie- 
manden vorbei. 

B Genau wie ein 
Politiker: Der 
Spitzhacken-Lemming 
wühlt gern im Verbor- 
genen. 




HSplayer 

WERTUNG 



Grafik 70 

Sound 60 

Einstieg 70 

Komplexität 80 

Steuerung 60 

Multiplayer - 



PIELSPASS TA 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 157 



RUBRIKEN 



Was soll ich spielen? 



Aktuelle Empfehlungen der Redaktion 



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Kl 

1 


SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


Battlezone 2 88 


12/99 


Half-Life: Opp. Force 88 


1/2000 


SWAT 3 83 


2/2000 



Budget-Tipp: Battlezone (30 Mark) 



4/98 



Rennspiele 




1 SPIELENAME 



WERTUNG TEST IN 



Superbike 2000 


89 


4/2000 


Driver 


86 


11/99 


Need for Speed 5 


86 


5/2000 



Budget-Tipp: Speed Busters (25 Mark) 



82 



2/99 



Sport (Action) 




SPIELENAME 



WERTUNG TEST IN 



FIFA 2000 


90 


12/99 


NHL 2000 


90 


11/99 


NBA 2000 


89 


1/2000 



Budget-Tipp: NHL Hockey 99 (40 Mark) 89 



11/98 



Strategie (Runden) 





SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


Jagged Alliance 2 87 


6/99 


Panzer General 4 86 


11/99 


Hernes of M&M 3 85 


6/99 



Budget-Tipp: Panzer General 3D (10 Mark) 80 



12/97 



Action-Adventures 



r%HSHI 


SPIELENAME 


WERTUNG 


TEST IN 


V 

■ 


System Shock 2 


92 


10/99 


Dark Project 2 


87 


5/2000 


Messiah 


86 


2/2000 



Budget-Tipp: Dark Project (45 Mark) 



86 



2/99 



Adventures & Rollenspiele 



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SPIELENAME WERTUNG 


TEST IN 


Planescape: Torment 89 


2/2000 


Ultima 9 (deutsch) 83 


5/2000 


The Longest Journey82 


4/2000 



Budget-Tipp: Baldur's Gate - Die Saga (50 Mark) 



2/99 



Simulationen^ 








TEST IN 




Güifflftfa! 


SPIELENAME WERTUNG 


Gunship! 87 


5/2000 


Falcon 4.0 87 


2/99 


Mech Warrior 3 86 


7/99 




Budget-Tipp: European Air War (30 Mark) 84 


12/98 



Strategie (Echtzeit) I 










SPIELENAME 


WERTUNG 


TEST IN 




, 


Age of Empires 2 


88 


11/99 


Earth 2150 


87 


12/99 


Earth 2150 




Star Trek: Armada 


82 


5/2000 




Budget-Tipp: Starcraft (45 Mark) 


84 


6/98 



Wirtschaft & Aufbau 




SPIELENAME 



WERTUNG TEST IN 



Civilization Call to Power 88 


5/99 


Pharao 87 


12/99 


Die Siedler 3 85 


1/99 



Budget-Tipp: Caesar 3 (45 Mark) 



83 



12/98 



Topp oder Flop 



Jeder Redakteur darf an die- 
ser Stelle per Pfeilwertung 
ausdrücken, ob ihn ein Spiel 
privat interessiert. Diese Wer- 
tungen sind völlig subjektiv 
und spiegeln daher auch Gen- 
revorlieben wieder. Bei Aus- 
gaben mit einem umfangrei- 
chen Testteil beschränken wir 
uns auf die wichtigsten Titel. 



• 



<fr 




Earth 2150 2.0 87 139 

Messiah (deutsch) 86 127 

Need for Speed 86 125 

Porsche (deutsch) 

Allegiance 83 144 

Starlancer 83 120 

Heroes of M&M 3: 82 118 

The Shadow of Death 

You don't know Jack 3 81 154 

Rally Masters 78 128 

Shogun: Total War 78 136 

Triple Play 2001 78 152 

Rainbow Six: Rogue 77 114 

Spear - Urban Operations 

Lemmings Revolution 72 156 



Business Tycoon 
Rollcage 2 
Virtual Skipper 
Twisted Minds 2 
Starship Soldiers 
F1 2000 

UEFA Manager 2000 
Wallstreet Tycoon 
Jugular Street 
Luge Racing 
Mühle 3D 



70 116 

68 142 

66 126 

65 147 

63 150 

62 140 

62 148 

52 132 

48 151 

40 139 



Fluch der Azteken, Der 35 153 



Shadow Watch 
Rache der 
Sumpfhühner, Die 
Extreme Rodeo 
Füll Strength 



31 151 
28 143 



25 117 
16 149 



Strongman Competition 



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Stefan war wäh- 
rend dieser Ausgabe 
im Dauer-Urlaub. 



Die besten Spiele der letzten drei Ausgaben 



Spielename 


Genre 


Punkte 


Ausgabe 


Planescape: Torment (dt.) 


Rollenspiel 


89 


3/2000 


Superbike 2000 


Rennspiel 


89 


4/2000 


Battlezone 2 (deutsch) 


Strategie-Action 


88 


4/2000 


Virtual Pool Hall 


Flipper 


88 


3/2000 


Dark Project 2: The Metal Age 


Action-Adventure 


87 


5/2000 


Gunship! 


Flugsimulation 


87 


5/2000 


Anstoss 3 


Wirtschaftssimulation 


86 


3/2000 


Need for Speed Porsche 


Rennspiel 


86 


5/2000 


Civilization: Call to Power (DVD) 


Wirtschaftssimulation 


85 


5/2000 


Final Fantasy 8 


Rollenspiel 


85 


3/2000 


Siedler 3 Gold 


Wirtschaftssimulation 


85 


5/2000 


C&C 3: Feuersturm 


Strategie 


84 


5/2000 


Ultima 9 (deutsch) 


Rollenspiel 


83 


5/2000 


Longest Journey, The 


Adventure 


82 


4/2000 


Metal Fatigue 


Strategie 


82 


4/2000 


Nox (deutsch) 


Action-Rollenspiel 


82 


4/2000 


Star Trek: Armada 


Strategie 


82 


5/2000 


Warcraft battle.net 


Strategie 


82 


4/2000 


Star Wars: Force Commander 


Strategie 


81 


5/2000 


Sims, The 


Simulation 


80 


3/2000 


Soldier of Fortune 


Action 


80 


5/2000 


Risiko 2 


Strategie 


78 


4/2000 




158 PC PLAYER JUNI 2000 




mmm 



Ultima 



Online 

Einmal durchgezockt und ab in die Ecke 
- das ist das übliche Dilemma mit den 
Computerspielen. Anders sieht es bei 
»Ultima Online« aus. Durch Interaktion 
und ständige Innovationen bleibt dieser 
Veteran immer eine reizvolle Alternative 
zur kurzlebigen Konkurrenz. 




ose Zungen behaupteten schon 
während der Beta-Testphase, 
»Ultima Online« sei nicht mehr 
als eine Kreuzung aus »Ultima 
7« und einem Internet-Relay-Chat-Klien- 
ten. So ganz ist das nicht von der Hand 
zu weisen, doch muss man diese Bemer- 
kung durchaus auch positiv verstehen. 

Genau wie das Einzelspieler-Epos um das 
Phantasiereich Britannien schaffte Ultima Onli- 
ne nämlich eine enge Verbindung zwischen 
dem Spieler und seinen Bildschirmkamera- 
den. Nicht zuletzt entstand diese Beziehung 
durch das sehr detaillierte Fähigkeitssystem 
und das individuell einstellbare Äußere des 
ganz persönlichen Avatars. Von arkanen Kün- 
sten über rohes Waffen ha nd werk hin zum 
geschickten Umgang mit Nadel und Faden 
stellte Origins Online-Rollenspiel mehr Fertig- 
keiten zur Verfügung, als sich ein vernünftiger 
Mensch wünschen konnte. Dubioserweise 
führte dieses breit gefächerte Angebot dazu, 
dass ganze Horden von Recken ihre Freizeit 




statt zur Monsterhatz dazu nutz- 
ten Körbe zu flechten, Fische zu 
fangen oder auch Städte von 
Katzen und Ratten zu befreien, 
um deren Fleisch beim näch- 
sten Metzger zu verhökern. Raus in die Wildnis 
trauten sich damals nur die wirklich Starken. 
Denn neben gefährlichen Monstern konnten 
hinter jeder Biegung und Abzweigung tödliche 
Player-Killer lauern, Spieler, die sich dem Plät- 
ten menschlicher Zeitgenossen verschrieben 
hatten. Das war eben die Gefahr, wenn man 
sich in einer Welt mit Tausenden von realen 
Mitbürgern aufhielt. Da die Heldenaufzucht 
ähnlich einem Tamagotchi eine Menge Arbeit 
machte, gab es unzählige Makros, welche 
unangenehme Aufgaben übernahmen, wie 
etwa das wilde Einprügeln auf einen hölzernen 
Sparringpartner, um die entsprechende 
Kampffähigkeit zu steigern. Dies hat sich so 
weit entwickelt, dass Sie heutzutage nur noch 
die Account-Gebühren selbst zahlen müssen. 
Es fällt schwer, Ultima Online in der Hall of 
Farne eine rückblickende 
Besprechung zukommen zu 
lassen. Denn dies vermittelt 
das Gefühl einer Beerdigung, 
auf welcher der vermeintliche 
Leichnam von innen an den 
Sarg klopft und »Ich bin noch 
nicht tot!« ruft. Zu groß ist 
nämlich noch immer die Grup- 
pe der Leute, die gerade in die- 
sem Moment, in dem Sie die 
neuste Ausgabe der PC Player 




Izurmo Lake Superior Napa Valley Oceania Pacific 




in der Hand halten, die Welt Britanniens durch- 
streifen und ihren Helden auf dem Weg vom 
kleinen Hosenmatz zur sagenumwobenen 
Legendengestalt begleiten. 
(Volker Schütz/mash) 

WUSSTEN SIE... 

... dass es mehrere Versuche gab, das aufs 
Internet beschränkte Produkt ins heimische 
Netz zu holen? Und zwar mit Erfolg, wenn 
man sich »Emulatoren« wie U0X3 
(http://uox.stratics.com/) oder TUS 
(http://www.menasoft.com/tus/) anschaut. 
Mit diesen verwalten Sie selbst als über- 
mächtiger Spielmeister eigene Königreiche. 
U0X3 kommt sogar mit freiem Quellcode 
daher. 

... dass es ein hilfreiches Werkzeug namens 
UoTrace (www.uo.com/downloads.html) 
gibt, welches Internet-Verbindungen und 
deren Geschwindigkeiten durchtestet? 

... dass Lord British einst einem heimtücki- 
schen Attentat, das auf einem Bug basier- 
te, während einer Ansprache zum Opfer 
fiel, woraufhin der 23-jährige Mörder Rainz 
(Ravens of Fate) aus Britanien verbannt 
wurde? 



Ultima Online 



■ Erstveröffentlichung: '97 

■ System: PC 

■ Hersteller: Origin 

■ Historisch wertvoll, weil ... 

... es das erste Online-Rollenspiel war, das 
man auch als solches erkannte. Gescheiterte 
Ehen und fristlose Kündigungen zierten 
seinen Weg wie bei kaum einem anderen 
Programm ... mit Ausnahme der Moorhuhn- 
jagd vielleicht. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 159 



RUBRIKEN 



Budgets & Spielesammlungen 



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Sparschwein 

Unser Sparschwein platzt aus allen Nähten. Aus die- 
sem Grund haben wir die beliebte Rubrik erweitert 
und stellen Ihnen fortan wesentlich mehr Budget-Titel 
vor. 



Half-Life - Generation Pack Baldur's Gate - Die Saga 




Viele 3D-Shooter leiden an 
einer schwachen Story. Nicht 
so »Half-Life« (deutsche Ver- 
sion). Auf einem geheimen 
Versuchsgelände kommt es 
nach einem Zwischenfall zu 
einer Dimensionsöffnung. 
Allerlei ekliges Gewürm spa- 
ziert aus der Parallelwelt und 
macht sich über die Forscher 
her. Wenn Sie nach zahlrei- 
chen der Katastrophe Herr 



wurden, machen Sie sich an 
die Mission-CDs »Opposing 
Force« heran. Hier schlüpfen 
Sie in die Rolle eines Regie- 
rungssoldaten aus dem 
Hauptprogramm und müssen 
das alienverseuchte Gebiet 
erkunden. Die dichte Atmo- 
sphäre bescherte dem Spiel 
damals einen Platin-Player. 
Nun gibt es Hauptprogramm 
plus Missions-CD im Genera- 
tion Pack für etwa 80 Mark. 
Genre: 3D-Action 
Hersteller: Havas Interactive 
Preis: Circa 80 Mark 
Getestet in PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 92 



SBRUITBI BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS £)2 




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Interplays »Baldur's Gate« 
wird wohl ewig für die 
Renaissance des Rollenspiels 
stehen. Eine plötzlich auftau- 
chende Eisenknappheit und 
eine merkwürdige Metall- 
ermüdung bereiten an der 
Schwertküste Kopfzerbrechen. 
Waffen und Werkzeuge sind 
auf einmal unbrauchbar und 
Nachschub ist auch nicht in 
Sicht. Mit einer bunten Truppe 



durchforsten Sie das riesige 
Spielareal und erledigen zahl- 
reichen Nebenmissionen. Und 
möchten Sie noch tiefer in die 
Welt von Baldur's Gate eintau- 
chen, installieren Sie die bei- 
liegende Missions-CD »Legen- 
den der Schwertküste«. Diese 
führt zwar die Hauptgeschich- 
te nicht weiter, bietet aber 
noch zusätzliche Aufträge. 
Das Rollenspiel mit Erweite- 
rung gibt es jetzt für 50 Mark. 
Genre: Rollenspiel 
Hersteller: Black Isle/Interplay 
Preis: circa 50 Mark 
Getestet in PC Player 2/99 
Damalige Wertung: 85 



SEnmat budget 

WERTUN G 

SPIELSPASS 'Y\ 



Commandos - Director's Cut Gorky 1 7 







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Strategie mal 
etwas anders: 
Commandos 



Fast zwei Jahre ist es her, dass 
die noch unbekannte Program- 
miertruppe Pyro einen wirklich 
außergewöhnlichen Echtzeit- 
Strategie-Hit ablieferte. Als 
sechsköpfige Soldatentruppe 
im Zweiten Weltkrieg durchfor- 
sten Sie in herrlich geänder- 
ten Landschaften feindliches 
Gebiet um beispielsweise des- 
sen Einrichtungen zu sabotie- 
ren. Die deutschen Wachpos- 



ten schlafen aber natürlich 
nicht und inspizieren ständig 
das Terrain. Werden Sie ent- 
deckt, schlagen diese sofort 
Alarm. Das neue Spielprinzip 
erregte damals so großes Auf- 
sehen, dass bald eine Mis- 
sions-CD nachgereicht wurde. 
Wenn Ihnen »Commandos« 
bisher entging, haben Sie jetzt 
die Gelegenheit, Spiel und 
Missions-CD für zusammen 
etwa 50 Mark zu erstehen. 
Genre: Echtzeit-Strategie 
Hersteller: Pyro/Eidos Interactive 
Preis: Circa 50 Mark 
Getestet in PC Player: 7/98 
Damalige Wertung: 85 



ZEPLMER BUDGET 

WERTUNG 



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In Polen passie- 
ren merkwürdi- 
ge Dinge. 



JL 



Eine geheime russische For- 
schungseinrichtung namens 
»Gorky 17« wird aus unbe- 
kannten Gründen bombar- 
diert und kurz darauf meldet 
eine ähnliche Einrichtung in 
Polen merkwürdige Vor- 
kommnisse. Eine dynamische 
NATO-Truppe macht sich 
daran, im Land der Krakauer 
Würstchen der Sache auf den 
Grund zu gehen. Dabei erfah- 



ren sie allmählich den wah- 
ren Grund für die Existenz 
der Einrichtung. Die nette 
Hintergrundgeschichte macht 
Gorky 17 kurzfristig interes- 
sant. Das Programm ist in 
seinem Umfang für ein Rol- 
lenspiel allerdings sehr 
knapp geraten. Für den Preis 
von circa 50 Mark lässt sich 
in der aber drüber hinweg- 
sehen. 

Genre: Rollenspiel 
Hersteller: Metropolis/ 
Topware Interaktive 
Preis: Circa 50 Mark 
Getestet in PC Player 12/99 
Damalige Wertung: 73 



^PLAYER BUDGET 

WERTUNG 



160 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



RUBRIKEN 



Extreme Assault 




Blue Byte setzte vor drei Jah- 
ren mit ihrer 3D-Engine in der 
Hubschrauber-Simulation 
»Extreme Assault« neue Maß- 
stäbe. Das DOS-Spiel ist sehr 
action-orientiert und bietet 
über 57 Missionen, in denen 
Sie außerirdische Besatzer 
wegschießen. Sehr schick ist 
der kernige CD-Soundtrack 
von Chris Hülsbeck, dem 
deutschen Vorzeige-Kompo- 




Monopoly 



nisten für Computer-Musik. 

Genre: Action 

Hersteller: Blue Byte/ak-tronic 

Preis: 20 Mark 

Getestet in: PC Player 6/97 

Damalige Wertung: 70 



[JEPLAYER BUDGET 

WERTUNG 




SPIELSPASS 






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Mech Commander 



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Die kampfstarken Roboter 
geben in dem hochdekorier- 
ten Spiel ihr Strategie-Debüt. 
Sie steuern die Metallscher- 
gen durch 30 abwechslungs- 
reiche Missionen. Dazwischen 
haben Sie die Möglichkeit, die 
Blecheimer mit allerlei neuen 
Gimmicks auszustatten. Für 
das motivierende Taktik-Spek- 
takel gab es damals einen 
Gold Player. 




Genre: Echtzeit-Strategie 
Hersteller: Hasbro 
Interactive/ak-tronic 
Preis: 20 Mark 
Getestet in PC Player 8/98 
Damalige Wertung 83 



[JSPLAYER BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS m 



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Wer kennt das Gesellschafts- 
spiel nicht? In der PC-Umset- 
zung der Westwood-Studios 
finden sich nette Renderani- 
mationen der Spielfiguren. 
Jedoch ersetzt der PC nicht 
das gemütliche Beisammen- 
sein. Dafür aber haben Sie die 
Möglichkeit, über das Internet 
zu spielen und von Möchte- 
gern-Managern aus aller Welt 
Mieten zu verlangen. 



Oddworld - Abe's Oddysee Imperium Galactica 



L 
ir 




Genre: Brettspiel-Umsetzung 

Hersteller: Westwood/Hasbro 

Interactive/ak-tronic 

Preis: 20 Mark 

Getestet in PC Player 6/97 

Damalige Wertung: 65 



HBPUWBl BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS 30 



Die Siedler 2 - Gold Edition 




Als Herrscher der legendären 
Völker aus der Mülheimer 
Softwareschmiede sind Sie 
damit beschäftigt eine funk- 
tionierende Infrastruktur auf- 
zubauen. Sobald Sie über 
genügend Rohstoffe verfügen, 
machen Sie Ihren Gegner den 
Erdboden gleich. Die »Gold 
Edition« enthält neben der 
Missions-CD auch noch 130 
Bonuskarten. 




Genre: Strategie 

Hersteller: Blue Byte/ak-tronic 

Preis: 20 Mark 

Getestet in PC Player 6/96 

Damalige Wertung: 80 



HEPLAYER BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS S6 




Der sympathische Antiheld 
Abe ist Sklave in einer 
Fleischfabrik und versucht im 
2D-Action-Adventure seiner 
eigenen »Ausschlachtung« zu 
entkommen. 

Das frech gestaltete Level- 
Design, der charismatische 
Held und die putzige Grafik 
laden selbst nach zwei Jahren 
noch zu einem Besuch auf die 
Oddworld ein. 




Genre: Action-Adventure 

Hersteller: GT Interactive/ 

Hemming 

Preis: 15 Mark 

Getestet in PC Player 1/98 

Damalige Wertung: 85 



ÜBPIATCR BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS £jü 




In ferner Zukunft besiedeln 
Sie fremde Planeten und 
erforschen neue Technolo- 
gien, die Sie gegen Ihre Fein- 
de einsetzen. Der DOS-Titel 
bietet für heutige Verhältnisse 
eine ziemlich üble Grafik, aber 
auch hohe Komplexität und 
unterhält Strategie-Freunde, 
die nicht zu sehr auf Echtzeit- 
Strategie stehen, für eine 
ganze Weile. 




Genre: Strategie 

Hersteller: GT Interactive/ 

Hemming 

Preis: 15 Mark 

Getestet in PC Player 7/97 

Damalige Wertung: 70 



USPLAYBR BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS '66 



PC PLAYER JUNI 2000 161 



RUBRIKEN 



Budgets & Spielesammlungen 



N. 


1. C. E. 


2 










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Vor eineinhalb Jahren über- 
raschte die Entwicklerfirma 
Synetic die Fahrfreunde mit 
einem abwechslungsreichen 
Autorennspiel. Auf verschie- 
denen Meisterschaftsrennen 
gewinnen Sie Preisgelder und 
kaufen sich davon immer 
schnellere Vehikel oder rüsten 
Ihre alte Blechkutsche auf. Die 
flotte 3D-Grafik sieht auch 
heute noch hübsch aus. 



.mcs'B 






Genre: Rennspiel 
Hersteller Synetic/ak-tronic 
Preis: 20 Mark 
Getestet in PC Player 12/98 
Damalige Wertung: 81 



^PLAYER BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS m 



JL 



Total Annihilation 




In einer fernen Galaxie kämp- 
fen Roboterarmeen von zwei 
ausgelöschten Zivilisationen 
um die Alleinherrschaft ihres 
mittlerweile abgestorbenen 
Planeten. Die unterschied- 
lichen Höhenstufen des Echt- 
zeit-Strategiespiels haben 
einen erheblichen Einfluss auf 
das Spielgeschehen, so dass 
andere Taktiken als sonst 
üblich erforderlich sind. 




Genre: Echtzeit-Strategie 

Hersteller: GT Interactive/ 

Hemming 

Preis: 15 Mark 

Getestet in PC Player: 11/97 

Damalige Wertung: 90 



SSPIAYER BUDGET 

WERTUNG 



SPIELSPASS 



öo 



Schleichfahrt 




In einer Endzeit-Unterwasser- 
welt sind Sie mit einem schi- 
cken Mini-U-Boot unterwegs, 
nehmen Handelsaufträge an 
und rüsten mit den Einnah- 
men Ihr Unterwassergefährt 
auf. Während Ihrer Frachttran- 
sporte kommt es zu actionrei- 
chen Überfällen von Piraten, 
die es auf Ihre Ware abgese- 
hen haben. Das Unterwasser- 
Szenario schafft auch heute 




ir 



noch eine beeindruckende 

Atmosphäre. 

Genre: Simulation 

Hersteller: Blue Byte/ak-tronic 

Preis: 20 Mark 

Getestet in PC Player: 12/96 

Damalige Wertung: 83 



ßSPLAYER BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS -J J 




Balls 

of 

Steel 



Fünf Flip- 
pertische 
mit bis zu 
vier Spie- 
lern ste- 
hen in 

»Balls of Steel« zur Wahl - 
vollgepackt mit allerlei Extras. 
Bis zu fünf Kugeln gleichzeitig 
machen sich auf einem der 
Tische breit. Ein Level wurde 
dem Action-Darsteller »Duke 
Nukem« gewidmet und mit 
Motiven aus dem 3D-Shooter 
entsprechend gestaltet. Balls 
of Steel ist zwar kein Flipper- 
Meilenstein, macht kurzweilig 
aber trotzdem Spaß. 




Genre: Geschicklichkeit 

Hersteller: GT Interactive/ 

Hemming 

Preis: 15 Mark 

Getestet in PC Player: 2/1998 



^PLAYER BUDGET 

WERTUN G 

SPIELSPASS 33 



Incubation 




In dem rundenbasierten Stra- 
tegie-Titel ziehen Sie mit 
schwergepanzerten Soldaten 
durch dreidimensionale Level, 
um Ihre Gegner auszuschal- 
ten. Nach jedem Abschnitt 
kaufen Sie nach Herzenslust 
neue Extras für Ihre Soldaten, 
um die insgesamt 40 Level 
leichter zu bewältigen. Fas- 
zinierende Knobelei, die stun- 
denlang fesselt. 




Genre: Strategie 

Hersteller: Blue Byte/ak-tronic 

Preis: 20 Mark 

Getestet in PC Player: 11/97 

Damalige Wertung: 79 



Dark Earth 




Meteoriteneinschläge haben 
auf der Erde der Zukunft 
unsere bisherige Zivilisation 
ausgelöscht und die Sonne 
verdunkeln lassen. Nur weni- 
ge Orte auf der Welt werden 
noch von lebensspendendem 
Licht heimgesucht. Als Echt- 
zeit gerenderter 3D-Held 
bezwingen Sie die zunehmen- 
de Dunkelheit und finden ein 
Gegenmittel für Ihre Vergif- 




tung, die Ihnen Ihre Feinde 

bescherten, (dk) 

Genre: Action-Adventure 

Hersteller Microprose/ak-tronic 

Preis: 20 Mark 

Getestet in PC Player: 11/97 

Damalige Wertung: 75 



162 PC PLAYER JUNI 2000 



RUBRIKEN 



Sparschwein-Liste 

Damit Sie immer auch ältere, preisgünstige Wiederveröffentlichungen auf einen Blick parat haben, 
wurden die wichtigsten Titel und Spielesammlungen in dieser nützlichen Liste zusammengestellt. 


Aktuelle Budget-Titel 


Titel 


Genre 


Test in Ausgabe 


Hersteller 


Wertung 


Preis 


Player-Kauftip 


Age of Empires 


Strategie 


12/97 


Microsoft 


86 


50 Mark 


o 


Airline Tycoon - First Class 


Wirtschaftssimulation 


10/98 


Infogrames 


60 


30 Mark 


z> 


Anno 1602 Königs-Edition 


Wirtschaftssimulation 


5/98 


Infogrames 


82 


65 Mark 


o 


Baldur's Gate - Die Saga 


Rollenspiel 


2/99 


Interplay 


83 


50 Mark 


o 


Baphomets Fluch 2 


Adventure 


10/97 


Virgin/aktronic 


79 


25 Mark 


o 


Battlezone 


Action-Strategie 


4/98 


Activision 


90 


30 Mark 


o 


Colin McRae Rallye - Classic 


Rennspiel 


10/98 


Codemasters 


79 


30 Mark 


o 


Command & Conquer Megabox 1 


Strategie 


8/95 


West wo od/Electronic Arts 


68 


30 Mark 


z> 


Command & Conquer Megabox 2 


Strategie 


12/96 


Westwood/Electronic Arts 


72 


65 Mark 


z> 


Commandos - Director's Cut 


Strategie 


7/98 


Pyro/Eidos 


83 


50 Mark 


o 


Creatures 2 


Strategie 


10/98 


Mindscape 


65 


40 Mark 


z> 


Dark Earth 


Action-Adventure 


11/97 


Microprose/ak-tronic 


75 


20 Mark 


o 


Dark Project Gold 


Action-Adventure 


2/99 


Eidos 


91 


45 Mark 


o 


Dark Reign 


Strategie 


11/97 


Activision 


85 


20 Mark 


o 


Dethkarz 


Action 


12/98 


Melbourne House 


80 


30 Mark 


o 


Diablo 


Action-Rollenspiel 


2/97 


Blizzard/aktronic 


86 


20 Mark 


o 


Diablo + Hellfire 


Action-Rollenspiel 


2/97 


Blizzard/Havas Interactive 


85 


40 Mark 


o 


Dungeon Keeper Gold 


Strategie 


12/97 


Bullfrog/Electronic Arts 


76 


30 Mark 


o 


Dynasty General Classic 


Strategie 


11/98 


Mindscape 


83 


40 Mark 


o 


European Air War 


Flugsimulation 


12/98 


Microprose/Hasbro Interactive 


84 


50 Mark 


o 


Fallout 2 


Rollenspiel 


1/99 


Interplay 


85 


50 Mark 


o 


FIFA '98 


Sport 


1/98 


EA-Sports/ak tronic 


89 


20 Mark 


o 


Flightsimulator '98 Classic 


Simulation 


12/97 


Microsoft 


60 


50 Mark 


o 


Forsaken 


Action 


5/98 


Acclaim 


83 


50 Mark 


o 


Gorky 17 


Rollenspiel 


12/99 


Metropolis/Topware Interactive 


75 


50 Mark 


o 


Grim Fandango 


Adventure 


1/99 


LucasArts/THQ 


89 


50 Mark 


o 


Grand Prix 2 


Rennspiel 


9/96 


Microprose/Hasbro Interactive 


84 


30 Mark 


z> 


Grand Prix Legends 


Rennspiel 


11/98 


Sierra/Havas Interactive 


84 


45 Mark 


o 


GTA 


Action 


12/97 


Take 2 


75 


50 Mark 


z> 


Half-Life-Generation Pack 


Action-Adventure 


12/98 


Havas Interactive 


92 


80 Mark 


o 


Heart of Darkness 


Action 


8/98 


Infogrames 


70 


30 Mark 


z> 


Heretic 2 


Action 


1/99 


Activision 


82 


25 Mark 


o 


Incoming 


Action 


5/98 


Rage/CDV 


65 


50 Mark 


o 


Industriegigant Gold 


Wirtschaftssimulation 


9/97 


Infogrames 


65 


30 Mark 


z> 


Jagged Alliance 2 


Strategie 


6/99 


Sir-Tech 


87 


40 Mark 


o 


Jedi Knight & Mysteries of Sith 


Action 


4/98 


LucasArts/THQ 


84 


45 Mark 


o 


Kurt 


Sport 


3/99 


Heart Line 


81 


35 Mark 


J> 


Links LS 1998 


Sport 


10/97 


Access/Eidos 


75 


35 Mark 


3 


Little Big Adventure 2 Classic 


Action-Adventure 


9/97 


Electronic Arts 


83 


30 Mark 


o 


Mech Commander 


Strategie 


8/98 


Hasbro Interactive/ak-tronic 


82 


20 Mark 


o 


Monkey Island 3 Classic 


Adventure 


1/98 


LucasArts/THQ 


83 


45 Mark 


o 


NBA Live '99 


Sport 


1/99 


EA Sports 


88 


40 Mark 


o 


NHL Hockey '99 


Sport 


11/98 


EA Sports 


89 


40 Mark 


o 


N.I.C.E2 


Rennspiel 


12/98 


Magic Bytes/ak-tronic 


80 


20 Mark 


o 


Nitro Riders Classic 


Action 


5/98 


Activision 


83 


25 Mark 


o 


Oddworld: Abe's Exodus 


Action 


1/98 


GT Interactive 


80 


40 Mark 


o 


Oddworld: Abe's Oddysee 


Action-Adventure 


1/98 


GT Interactive/Hemming 


80 


15 Mark 


o 


Pizza Syndicate Classic 


Wirtschaftssimulation 


4/99 


Software 2000 


82 


50 Mark 


z> 


Populous: The Beginning 


Strategie 


12/98 


Bullfrog/Electronic Arts 


80 


30 Mark 


o 


Powerslide - Replay 


Rennspiel 


1/99 


GT Interactive 


83 


30 Mark 


o 


Pro Pinball: Big Race USA 


Flipper 


12/98 


Empire Interactive 


71 


45 Mark 


o 


Railroad Tycoon 2 Gold Edition 


Wirtschaftssimulation 


12/98 


Take 2 


81 


50 Mark 


o 


Rebellion (StarWars) 


Strategie 


6/98 


LucasArts/THQ 


63 


50 Mark 


3 


Red Baron (incl. Missions) 


Flugsimulation 


2/98 


Sierra/Havas Interactive 


76 


25 Mark 


3 


Road Rash 


Rennspiel 


11/96 


Electronic Arts/Green Pepper 


55 


10 Mark 


3 


Rouge Squadron 


Action 


2/99 


LucasArts/THQ 


72 


50 Mark 


z> 


Seven Kingdoms 


Strategie 


12/97 


Interactive Magic 


75 


25 Mark 


z> 


Shadows of the Empire 


Action 


11/97 


LucasArts/THQ 


78 


30 Mark 


o 


Siedler 2 Gold Edition 


Wirtschaftssimulation 


6/96 


Blue Byte/ak-tronic 


75 


20 Mark 


o 


Siedler 3 und Amazonen 


Wirtschaftssimulation 


1/99 


Blue Byte 


85 


85 Mark 


o 


Silver 


Action-Adventure 


5/99 


Infogrames 


72 


35 Mark 


3 


SimCity 2000 -Classic 


Wirtschaftssimulation 


3/94 


Electronic Arts 


75 


30 Mark 


o 


Speed Busters 


Action 


2/99 


Ubi Soft 


84 


25 Mark 


o 


Starcraft-Softprice 


Strategie 


6/98 


Blizzard/Havas Interactive 


88 


45 Mark 


o 


Tomb Raider 2 


Action 


12/97 


Eidos/ak tronic 


75 


20 Mark 


o 


Tomb Raider 2 Director's Cut 


Action-Adventure 


12/97 


Eidos 


75 


45 Mark 


o 


Total Annihilation 


Strategie 


11/97 


GT Interactive 


86 


15 Mark 


o 


Turok 2 Classic 


Action 


2/99 


Acclaim 


73 


50 Mark 


z> 


Unreal 


Action 


8/98 


GT Interactive/ak tronic 


85 


20 Mark 


o 


Viper Racing 


Rennspiel 


2/99 


Sierra 


69 


30 Mark 


3 


Warcraft 2 Battlechest 


Strategie 


1/96 


Blizzard(Havas Interactive 


80 


40 Mark 


o 


Warhammer - Dark Omen 


Strategie 


4/98 


Electronic Arts 


76 


30 Mark 


o 


Wing Commander Prophecy Classic 


Action 


2/98 


Electronic Arts 


85 


30 Mark 


o 


X - Beyond the Frontier 


Action 


8/99 


THQ 


78 


50 Mark 


o 


X-Wing Alliance 


Action 


5/99 


LucasArts/THQ 


85 


50 Mark 


o 


X-Wing vs. TIE Fighter 


Action 


7/97 


LucasArts/THQ 


70 


50 Mark 


z> 



164 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



RUBRIKEN 



Aktuelle Spielesammlungen 




Titel 


Inhalt 


Hersteller 


Preis 


Player-Kauftipp 






Adventure Hall of Farne 1 


Die by the Sword, Fallout, Baphomets Fluch, 
Baphomets Fluch 2, Stonekeep 


Interplay 


50 Mark 


O 






All you can play - Racing Pack 2 


Test Drive Off-Road 2, N.I.C.E. 1, Grand Prix Rally, 
Pod mit Backto Hell, Evil Knievel, PC Rally Racing, 
Final Racing, Speedboat Attack, D.O.G., Speedrage3 


Swing Entertainment 


40 Mark 


O 






Five Pack Vol. 1 3 


Rally Championship, Carmageddon Civilisation, 
Earthworm Jim, F-16 Aggressor 


Beau Jolly/ 
Virgin Interactive 


70 Mark 


O 






Five Pack Vol. 2 4 


Screamer Rally, Nitro Riders, Ultimate Race Pro, 
Transport Tycoon, Pitfall 


Beau Jolly/ 
Virgin Interactive 


70 Mark 


O 






Game Gallery 5 
Millennium Edition 


Shadow Man, Re-Volt, Racing Simulation, Test Drive off Road 2, 
Seven Kindoms Ancient Adversaries, Siedler 2, Spearhead, 
Air Warrior 3, Gex 3D, Snow Wave Avalanche, Machines, Turok 2 


Swing Entertainment 


50 Mark 


O 






Game Gallery Vol. 1 6 


Anstoss 2, Forsaken, Rent-A-Hero, Constructor, 
Hernes of Might & Magic 2, Castrol Honda Superbike, 
Test Drive 4, Jack Nicklaus 5, Turok, Deadlock 2, Judge 
Dredd Pinball, Uprising, Johnny Herbert's Grand Prix, 
F/A-18 Hörnet 3.0, Vermeer 


Swing Entertainment 


70 Mark 


O 






Gold Games 3 7 


Tomb Raider, Links LS 98, Flying Corps, Panzer General 3D, 
Imperialismus, War Wind 2, Bundesliga Manager 97 Gold, 
Virtua Fighter 2, P.O.D., Subculture, World Football, 
G-Nome, Joint Strike Fighter, Pro Pinball, Timeshock, 
Soldiers at War, Have a Nice Day, Demon World, Pazifik 
Admiral, Warbirds, Biingü 


Top wäre 


30 Mark 


O 





*;*:(* 




4 '0 

^ - 









Gold Games 4 8 


3D Ultra Pinball, Caesar 2, Conflict Freespace: The Great War, 
Diablo, Die by the Sword, DSF Fußballmanager 98, Fallout, 
Fallout 2, Knights & Merchants, Leisure Suit Larry 7, 
M.A.X. 2, Might & Magic 6, Pandemonium 2, Police Quest 
SWAT 2, Pro Pilot 98, Rayman, Redline Racer, Robo Rumble, 
S.C.A.R.S., Uprising 2, V 2000 


Top wäre 


70 Mark 


O 


GT Collect 1 9 


Carmageddon (deutsch), Destruction Derby 2, Formula 1 '97, 
Grand Theft Auto, Rollcage, Wipeout 2097 


GT Interactive 


70 Mark 


O 


10 

Legenden der Antike 


Caesar 3, Pharao 


Sierra 


130 Mark 


O 


Might & Magic Sixpack 1 1 


Might & Magic (Teil 1 bis 6) und diverse Making-of-Videos 


Ubi-Soft 


50 Mark 


O 


Pepper Pack 3 12 


Battlezone, Earthworm Jim, Heavy Gear, Stunt Driver, Pinball 


Novitas 


30 Mark 


O 


Play the Games, Vol. 1 13 


KKND 2, Bleifuss Fun, Floyd, NHL Powerplay 98, 
Bleifuss Rally, FIFA 98, C&C 1, Dungeon Keeper 2, 
Lands of Lore 2, Industriegigant, FIFA Soccer Manager, 
Need for Speed 2, Nuclear Strike, F-22 ADF, Seven Kingdoms 


Infogrames/ 
Electronic Arts 


65 Mark 


O 


Play the Games, Vol. 2 14 


C&C, Warhammer: Dark Omen, Sid Meier's Gettysburg, 
Superbike WCS, Future Cop L.A.P.D., Heart of Darkness, 
V-Rally, Herrscher der Meere, Airline Tycoon, Die Schlümpfe, 
Gangsters, Tomb Raider 2, Deathtrap Dungeon, Flight 
Unlimited 2, World League Soccer 


Infogrames/ 
Electronic Arts 


70 Mark 


O 


15 

Tomb Raider Trilogy 


Tomb Raider 1 bis 3 


Eidos Interactive 


noch nicht 
bekannt 


O 


Tycoon Collection 16 


Railroad Tycoon 2, Rollercoaster Tycoon, 
Transport Tycoon Deluxe 


Microprose/Hasbro 
Interactive 


80 Mark 


O 


Ultima World Edition 17 


Ultima 9 - Ascension/Ultima Online - The Second Age 


Electronic Arts 


80 Mark 


O 













pfzm^ 




13 





166 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



RUBRIKEN 




A, B oder C? 



Die Führerscheinprü- 
fung - Fahrkarte ins 
Stau-Paradies, größte 
intellektuelle Lebens- 
leistung vieler Absol- 
venten und Vermö- 
gens-Killer. 

Zielsicher steuerte die Berufs- 
sparte der Fahrlehrer auf die 
Krise zu: Die geburtenschwa- 
chen Jahrgänge ließen die LMZ 
(Leidensfähige Menge an Zahlern) 
schrumpfen. Doch die EU wusste Rat. 
Die Anzahl der zu absolvierenden 
Pflichtstunden wurde erhöht, desglei- 
chen die Menge der Fragen in der theo- 
retischen Prüfung. 

Ähnlich wie bei der Rente wird 

das Fahrlehrer-Einkommen nun 

von weniger Schultern getragen, 

die sich noch mehr anstrengen 

müssen. Das ist nur recht und 

billig wie auch ganz im Sinne 

des Generationenvertrags. 





C~"> 


Falsch 2 

CA 


Verhalten im Verkehr 
Vorfahrt / Vorrang 
Verkehrszeichen 


rvi 


1 ^MmM 


\ 1 


u 

0> 


V JJ 17 


Umwelt / Eignung 
Technik/ Betrieb 


Frage / wie oft geprüft / davon falsch 


i 


A 43 01 01 
| 102 01 01 


Nur Klasse T 


\j 


128 02 00 
1 11 01 00 


Alle Fragen 


■aT^H^F 


1 13 01 00 

▼ 16 01 00 


zurück 


< W 




Ein Statistik-Part ist unverzichtbar, wenn EU im Titel steht. 



Wirtschaftsförderung 

In ihrer Weitsicht subventionierte die EU 
zugleich die Wachstumssparte der Computer- 
lernprogramme. Nutznießer ist der innovati- 
ve Franzis-Verlag, der auf diese Zukunftsbran- 
che aufsprang und nun, übersichtlich geord- 
net, 30 Fragebögen und einen Statistik-Part 
anbietet. Das Bürokraten-Ambiente ist vor- 
bildlich: 1. Mal bloß nicht zu viel Aufwand. 
2. Staubtrocken und schlicht sei die Aufma- 
chung. 3. Soundunterstützung? Die gibt es 
bei den echten Fragebögen doch auch nicht. 
4. Gleich ist Mittagspause. 

Rührend die neuen Fragen, die dem Redak- 
teur ins Gedächtnis rufen, wie raffiniert sie 
angelegt sind. Eine typische Frage lautet etwa 
wie folgt: Zwanzig blinde Bettler versuchen 
auf einem Zebrastreifen die Straße zu über- 
queren. Wie verhalten Sie sich? A: Die Zebra- 
streifenmarkierung ist schon sehr verblasst, 
ich brauche sie nicht zu beachten und gebe 
Gas. B: Die Arbeitslosenversicherung ist 
überlastet. Ich versuche, möglichst viele zu 
erwischen. C: Ich bremse ab und warte gedul- 
dig, bis alle die Straße überquert haben. Wer 
in diesem Fall nicht C ankreuzt, ist vermutlich 
selbst ein blinder Bettler. 



Kontrastprogramm 

Aber immerhin, es sind dreißig Fragen pro 
Bogen, und mehr als drei Fehler sind töd- 
lich. Es gibt echte Klippen: »Ein sechsachsi- 
ger Gefahrgut-Hubhänger der Risikoklasse 
1 (radioaktiver Müll) darf nur überholt wer- 
den, wenn A: Der Fahrer unter Alkoholein- 
fluss steht, wie an den Schlan- 
genlinien des Fahrzeugs zu 
erkennen ist. B: Ihr Hintermann 
bereits drängelt. C: Sie die 
Sicherheitsbroschüre 
7632. 2/f dabei haben, in 
der genau erklärt wird, 
wie man sich im Ver- 







.K.-wt:; vi' 


I 


Typische Prüfungsbogen-Qualität: 
Autos aus den 70'ern im Wisch i- 
Waschi-Look. 



Strahlungsfall zu verhalten hat. Hm. Gar 
nicht einfach. 

Dank solcher Fragen darf man sicher sein, 
dass von 100 Führerscheinbesitzern 99 bei 
einer erneuten Theorieprüfung durchfallen 
würden. Von der praktischen Prüfung ganz zu 
schweigen, erkennt man Fahrschulfahrzeuge 
im Straßenverkehr doch immer daran, dass 
sich hinter ihnen lange Schlangen bilden. 
Eine Erkenntnis, zu der dieses Programm 
erheblich beitragen wird, (uh) 



Euroführerschein 2000 



■ Hersteller: DMV/Franzis 

■ Preis: ca. 30 Mark 

■ Hardware, Minimum: 486/33, 16MByte 
RAM, Windows 95/98/NT 

■ Praktischer Nutzen: Gering, außer Sie 
lesen gerne Fragebögen am Monitor. 

■ Originalitätsfaktor: Ungefähr so witzig wie 
die Sicherheitsbroschüre 7632. 2/f. 

■ Mögliche Folgeschäden: Sie finden Multi- 
ple-Choise-Verfahren plötzlich richtig geil. 

■ Das PC-Player-Fazit: Von führenden Büro- 
kraten empfohlen. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 167 



SPECIAL 

Mini-Spielchen 




Mittagspausen- 

Killer 

B 



Wer kennt sie nicht, die lustigen 
kleinen Mini-Spielchen, die oft 
mehr Spaß machen als manches 
überkomplexes Strategiespiel? 



ekommen Sie 

ausschließlich ge- 
schäftliche E-Mails? 
Oder schickt Ihnen 
nicht manchmal jemand als 
Anhang ein witziges Pro- 
gramm wie die »Moorhuhn- 
jagd«? Alptraum jedes Vorge- 
setzten und Netzwerk-Admi- 
nistrators sind diese netten 
Anhängsel, die gern per 
elektronischer Post ver- 
schickt werden. 

Vom Spielprinzip her norma- 
lerweise sehr simpel, haben 
diese Programme einige klare 
Vorteile: Sie brauchen keinen 
superschnellen High-End-Rech- 
ner, belegen wenig Platz auf Ihrer 
Festplatte und sind normaler- 
weise kostenlos. 



Millionen Megabyte 

Um die ganze Welt laufen täglich 
Unmengen von E-Mails mit 
»Attachments«, die von echten 
oder vermeintlichen Freunden 
kommen. Aber neben peinlichen 
MPEG-Dateien und heiteren Bild- 
chen bekommt man doch ab und 
zu mal ein kleines Spielchen. 

Nicht erst seit der populären 
Moorhuhnjagd sorgen solche 
Attachments für glühende Inter- 
net-Verbindungen. Das virtuelle 
Abschießen der schottischen 
Federviecher hat ganze Mail- 
Server lahm gelegt und wurde 
allein von der Hersteller-Websi- 
te millionenfach heruntergela- 
den. Sogar der »Bild«-Zeitung 
war das Werbespiel eine Titel- 
story wert. 



Daneben gibt es noch eine 
Heerschar weiterer Programme 
ähnlicher Machart. Wir haben 
das Internet ein wenig durchstö- 
bert und stellen Ihnen acht 
Exemplare dieser Spezies vor. 
Für einige dieser Spiele benöti- 
gen Sie übrigens »Shockwave«. 
Diese Multimedia-Erweiterung 
für Ihren Rechner können Sie 
von der Hersteller-Seite umsonst 
herunterladen: 
www.macromedia.com. 

Die Bewertung 

Natürlich kann man bei derarti- 
gen Spielen nicht die gleichen 
Bewertungsmaßstäbe anlegen 
wie bei »normalen« Program- 
men, die Sie für 80 Mark im 
Geschäft kaufen. Als Qualitäts- 



merkmale diente uns zum Bei- 
spiel die Präsentation. Hier 
spielen Grafik, Animationen, 
Musik und Geräusche eine Rolle. 
Der Punkt Motivation spiegelt 
wieder, ob der Titel auch nach 
ein paar Wochen noch Laune 
macht, und Spielspass gibt an, 
wie lustig das Programm ist. 

Natürlich verraten wir Ihnen 
auch, unter welcher Internet- 
Adresse Sie den Kandidaten fin- 
den können und wie groß der 
Download ist - nicht jeder hat 
eine ADSL-Verbindung. In punk- 
to Kindertauglichkeit geben wir 
eine Empfehlung, ob die lieben 
Kleinen sich den Spaß ebenfalls 
gönnen dürfen oder ob Sie das 
Programm lieber vor ihnen ver- 
stecken sollten, (mash) 



168 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPECIAL 



Bimbes-Kanone 



Vegen der nicht ganz gerin- 
gen Steuerrückforderung 
an die CDU versucht Helmut 
Kohl hier, »Bimbes« zu sam- 
meln. So steht er (also Sie) mit 
seinem Spendenpanzer vor 
dem Brandenburger Tor und 
verschießt Bimbes-Koffer mit 
Bargeld. Dazu haben Sie 150 
Sekunden und 60 Geldköffer- 
chen. Trifft er dabei Manfred 
Schäuble oder sich selbst, 
steigt das Vermögen. 

Erwischt es jedoch Angela 
Merkel oder Wolfgang Thierse, 
werden sofort größere Sum- 
men vom Spendenkonto abge- 
zogen. Ihren Highscore dürfen 



Sie bei bestehender Internet- 
Verbindung auch auf der Web- 
site abspeichern. 



BIMBES-KANONE 

WERTUNG 

Für Kinder: Ja 
Größe: 1,6 MByte 

www.bimbesrepublik.com 



Präsentation: 
Motivation: 



SPIELSPASS M 




Frog Bender 2000 



icht zur realen Nachah- 
mung eignet sich dieses 
Programm. Da ist ein Mixer. 
Und darin schwimmt ein 
Frosch, der Sie verhöhnt. Na ja, 
was kann man da tun? Richtig, 
den Mixer einschalten. Das 
Küchengerät hat zehn Stufen 
und bei der höchsten Stufe ... 

Gut, es ist schon eher unappe- 
titlich und nicht für Kinder geeig- 
net. Eine große Langzeit-Motiva- 
tion hat das Spielchen zudem 
nicht, denn wenn Sie einmal 
gesehen haben, was passiert, 
wird's langweilig. Aber die diebi- 
sche Freude, es dem blöden 
Frosch richtig zu zeigen, bringt 



Sie dann doch wieder dazu, es 
an alle möglichen und unmög- 
lichen Freunde weiterzuleiten. 



FBOG BENDEB 2000 

WERTUNG 

Für Kinder: Nein 
Größe: 0,7 MByte 
www.joecartoon.com 



Präsentation: 
Motivation: 



SPIELSPASS 




Chocobo World 



ins der Mini-Spielchen aus 
»Final Fantasy 8« können 
Sie von der offiziellen Webseite 
herunterladen. Hier steuern Sie 
mit der Tastatur einen der Cho- 
cobo-Vögel und laufen über 
eine Karte. Dort finden Sie 
anderes Viechzeugs, das meist 
ein paar Gegenstände hat. Nach 
einem kurzen Kampf können 
Sie diese dann mitnehmen. In 
FF8 lassen sich die Utensilien 
dann an Ihre Charaktere weiter- 
geben, bei diesem Spiel geht 
das leider nicht. Die Optik ist 
alten LCD-Spielen nachempfun- 
den und sieht somit natürlich 
erbärmlich aus. Aber die nett 



herumdudelnde Hintergrund- 
musik rettet die Präsentation 
des Mini-Rollenspiels. 



CHOCOBO WOBLD 

WERTUNG 

Für Kinder: Ja 
Größe: 1,2 MByte 
www.finalfantasy.com 



Präsentation: 
Motivation: 



SPIELSPASS 





Killer Bees 



in klassischer »Space Inva- 
ders«-Ableger ist »Killer 
Bees«, bei dem Sie mittels einer 
Sprühflasche mit Insekten- 
schutzmittel aggressive Bienen 
und anderes geflügeltes Zeug 
abwehren müssen. Die Sprüh- 
dose lässt sich mit der Maus 
nach links und rechts bewegen, 
im weiteren Spielverlauf versu- 
chen die Viecher nicht nur Sie 
zu rammen, sondern schießen 
auch mit Stacheln. Die Haut- 
flügler ruckein dabei vom Rech- 
ner unabhängig über den Bild- 
schirm, zuweilen bekommen 
Sie eine neue Dose, auf dass 
die Insekten-Hatz weitergehen 



möge. Recht langweilig und das 
Ganze sieht auch alles andere 
als toll aus. 



KILLER BEES 



WERTUNG 



Für Kinder: Ja 
Größe: 0,3 MByte 
Internet: - 



Präsentation: 
Motivation: 



SPIELSPASS 





www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 169 



SPECIAL Mini-Spielchen 



M 


i 


nesweeper 


















in Klassiker unter den Mini- 
Spielen dürfte »Mineswee- 
per« sein, das mit dem 
Betriebssystem Windows aus- 


erwischen, wird die Zeit festge- 
halten, die Sie benötigt haben, 
um das Spielfeld zu räumen. 


geliefert wird. Im Prinzip 
besteht das Spielareal aus einer 
bestimmten Anzahl von ver- 
deckten Feldern, unter denen 
eine ebenfalls vordefinierte 
Zahl von Bomben steckt. De- 
cken Sie ein Feld auf, zeigt 
Ihnen eine Zahl, wie viele 
Minen in den angrenzenden 
Feldern versteckt sind. So kön- 
nen Sie errechnen, wo die 
explosiven Niederträchtigkeiten 
sind und sie entsprechend mar- 
kieren. Falls Sie keine Bombe 


MINESWEEPER 

WERTUNG 


Für Kinder: Ja 
Größe: 0,025 MByte 
Internet: - 


Präsentation: Sj 
Motivation: %) 


SPIELSPASS Ü3 






PJ |^T- MineSweeper 


BBC 


Wo sind 


Spiel ? 




denn nur 
die Bom- 
ben ver- 
steckt? 
Dank der 
Ziffern 
sehen 
Sie, wie 
viele 
Minen an 
das Feld 
grenzen. 


ras [7^] 

Www Häl | 




1 




















































1 
























































1 








































































































































































































































































i 










H 














































i 




























































































































































































































































































































































































































- 

























































Pie Bill Gates 



Snowball 



[igentlich nicht mehr ganz in 
diese Jahreszeit passt die- 
ses Spiel. Jedes Team hat drei 
Figuren, die Schneebälle werfen 
können. Per rechten Mausklick 
bewegen Sie Ihre digitalen Ver- 
treter, mit der linken Maustaste 
werfen Sie Schneebälle. Und je 
länger der Knopf gedrückt 
bleibt, desto weiter fliegen die 
Geschosse. Wird ein Spieler 
getroffen, kann er sich ein paar 
Sekunden nicht bewegen, und 
wenn er dann noch mal erwischt 
wird, scheidet er aus der Runde 
aus. Wer zuerst alle Figuren des 
Gegners erledigt, gewinnt. Das 
alles sieht sehr niedlich aus und 



macht eine Menge Spaß; tat- 
sächlich finden sich sogar Echt- 
zeit-Strategie-Elemente. 



SNOWBALL 



WERTUNG 



Für Kinder: Ja 
Größe: 1,0 MByte 
Internet: - 



Präsentation: 
Motivation: 



^ 



SPIELSPASS 








Einer vom 
roten 
Team 
liegt am 


i i^ 




Boden. 




Anleihen 






an Calvin- 




o 


and- 


St 


er» * 


Hobbes- 


r 4 


Comics 
lassen 




~-r <h 


sich 

nicht ver- 
bergen. 



er sich schon immer mal 
für die lustigen Windows- 
Fehlermeldungen und die blau- 
en Bildschirme am ehemaligen 
Microsoft-Chef Bill Gates 
rächen wollte, kann dies jetzt 
tun, ohne sofort dafür einge- 
sperrt zu werden. Hier tauchen 
digitalisierte Konterfeis von 
Gates auf, die Sie dann per Ziel- 
fadenkreuz mit Torten bewerfen 
können - dafür haben Sie 30 
Sekunden Zeit. Auch hier lässt 
die Grafik zu wünschen übrig, 
aber ein kurzweiliger Zeitver- 
treib ist es allemal. Die Anima- 
tionen könnten aber raffinierter 
sein: Wir würden uns zumin- 



dest wünschen, dass die Sahne- 
überreste nicht nur auf Gates' 
Gesicht kleben bleiben. 



PIE BILL GATES 

WERTUNG 



Für Kinder: Ja 
Größe: 0,5 MByte 
Internet: - 



Präsentation: 
Motivation: 



SPIELSPASS ü 




Score: j j| j'-jM Time: }■ 




Wie oft schaf- 



fen Sie es, 
Bill Gates 
Kopf mit 
einer Torte zu 
treffen? Das 
Bild von Bill 
scheint übri- 
gens schon 
etwas älter zu 



Virtuelle Moorhuhnjagd 



uf keinen Fall darf hier die 
»Virtuelle Moorhuhnjagd« 
fehlen. Obwohl dies ein Werbe- 
spiel für eine Whisky- Marke ist, 
kommen Freizeit-Jäger absolut 
auf ihre Kosten. Vergessen Sie 
das umständliche Anlocken der 
Beute. Über einen scrollbaren 
Bildschirm flattern besagte 
Moorhühner und ergeben bei 
Abschuss je nach Entfernung 
unterschiedliche Punkte. Ihre 
Schrotflinte muss von Zeit zu 
Zeit mit der rechten Maustaste 
nachgeladen werden. Außer 
den normal durch die Gegend 
fliegenden Federviechern hän- 
gen einige an einer Windmühle. 



Grafisch witzig, spielerisch gut 
ausbalanciert, macht das eine 
Menge Spaß. 



VIRT. MOORHUHNJAGD 

WERTUNG 

Für Kinder: Ja 
Größe: 3,3 MByte 
www.moorhuhnjagd.de 



Präsentation: 
Motivation: 



SPIELSPASS 





170 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



SPIELE-TEST 




LKJ TESTS 
L» von 2000 



Spiel 



Ausgabe Wertung Seite 



1/2000 



2/2000 
2/2000 
1/2000 
1/2000 
4/2000 
1/2000 
2/2000 

1/2000 
2/2000 
1/2000 
5/2000 
3/2000 
2/2000 



12 o'clock High: 

Bombing the Reich 
24 Stunden von LeMans 
Action-Man: Jagd auf Dr. X 
■'-■> Age of Empires 2 (deutsch) 
Age of Wonders 
Age of Wonders (deutsch) 
Afpha Centauri Missions-CD 
Alpha Centauri: 

Alien Crossfire (deutsch) 
AMA Superbike 
America s Toughest 1 8 
Army Men: Toys in Space 
Ancient Conquest 
■— Anstoss3 
Asheron's Call 
Asterix und Obelix gegen Caesar 2/2000 
Atari Arcade Hits 1 4/2000 

Atlantis 2 2/2000 

Attack of the Saucerman 3/2000 

Attila 1/2000 

Autobahn Total 3/2000 

Axis & Allies: Iron Blitz Edition 4/2000 
* Battlezone 2 (deutsch) 4/2000 

BHunter 1/2000 

Bfris 2/2000 

Bowlda Dash 1/2000 

Bowling, Darts, Minigolf 3/2000 

Bust-a-move 4 2/2000 

C&C 3: Feuersturm 5/2000 

Carnivors 2 1/2000 

Championship Manager 99/00 4/2000 
Chess Master 7000 1/2000 

- Civilization: Call to Power (DVD) 5/2000 
Close Combat 4: Battle of the Bulge 2/2000 



Cluedo Der Rätselmeister 
Cool Pool 
Creatures 3 
Croc2 

Crusader of Might and Magic 
> Dark Project 2: 
The Metal Age 
Days of Oblivion 2 
Deer Hunter 3 
Delta Force 2 
Demolition Racer 
Descent 3: Mercenary 
Devil Inside 
Die Hard Trilogy 2 
Diplomacy 

Disciples Sacred Lands 
Dracula - Resurrection 
Dr. Brain: Aktion Reaktion 
Dr. Brain: Der helle Wahnsinn 
DSF World Fußball Manager 
Duck Hunter Pro 
Earthworm Jim 3D 
Eisenbahn.exe 
Enemy Engaged: 
Comanche vs. Hokum 
Everest 
Evolva 

Extreme Boards & Blades 
Extreme Bullriding 
Extreme Tennis 
Extreme Watersports 
Extreme Wintersports 
F/A-18E Super Hörnet 
- Final Fantasy 8 
Flanker 2.0 
Flughafen Manager 
Ford Racing 
Formel 1 99 

6 Freespace 2 (deutsch) 
Fritz 6 
Funk Flitzer 

Fünf Freunde auf Schatzsuche 
Gabriel Knight 3 
Gabriel Knight 3 (deutsch) 
Grand Prix World 
■ ! '- Gunship! 

■'*■ Half-Life: Oppsoing Force 
Hang Sim 
Harley Davidson Race 



2/2000 
2/2000 
1/2000 
4/2000 
2/2000 
5/2000 

1/2000 
1/2000 
1/2000 
4/2000 
2/2000 
5/2000 
5/2000 
2/2000 
3/2000 
4/2000 
2/2000 
2/2000 
5/2000 
4/2000 
1/2000 
4/2000 
5/2000 



52 152 

64 164 

23 146 

88 192 

73 130 

76 167 
80 184 
61 122 

77 153 
52 135 

59 140 
43 135 

86 96 
80 154 
19 114 

50 151 

61 128 
38 109 
28 155 
17 114 
58 168 
88 152 

19 148 
15 114 

54 155 

23 114 
32 163 

84 120 

51 154 

38 131 

80 166 

85 151 
70 112 

62 147 

55 122 
75 142 
70 164 
66 161 

87 102 

28 152 

39 163 
82 122 
57 150 

81 121 

52 160 
55 141 
38 157 
69 142 
68 128 

60 122 
42 122 
57 132 

20 141 
72 190 

24 163 
75 124 



3/2000 


35 


108 


5/2000 


76 


112 


4/2000 


17 


130 


1/2000 


24 


164 


4/2000 


35 


130 


1/2000 


11 


148 


4/2000 


24 


169 


3/2000 


66 


207 


3/2000 


85 


90 


1/2000 


37 


149 


4/2000 


58 


170 


2/2000 


47 


131 


2/2000 


55 


150 


2/2000 


86 


117 


1/2000 


90 


166 


2/2000 


67 


151 


3/2000 


61 


137 


1/2000 


80 


114 


2/2000 


80 


163 


4/2000 


70 


142 


5/2000 


87 


148 


1/2000 


88 


186 


2/2000 


63 


119 


1/2000 


38 


147 



Spiel 



Ausgabe Wertung Seite 



across America 
Hazard 

Hidden & Dangerous Missions-CD 
High Tech Start-Up 
Hype - The Time Öuest 
Ibiza Comic Poker 
Imperium Galactica 2 

■■* Indiana Jones und 

der Turm von Babel 
Interstate '82 
Invictus 
Jane'sF/A-18 
Karpov Schachschule 
Käfer total 
Killer Loop 
King of Dragon Pass 
Klomanager, Der 
Lego Racer 
Lego Rock Raiders 

S Links LS 2000 

Linux - Spiele & Games 

Little Kings 

Live Wire 

Longest Journey, The 

Lula Flipper 

MaddenNFL2000 

Mah Jongg 2 

Majesty 



3/2000 


37 


105 


1/2000 


73 


146 


1/2000 


68 


112 


1/2000 


73 


141 


4/2000 


17 


132 


3/2000 


74 


138 


1/2000 


85 


176 


1/2000 


81 


94 


3/2000 


68 


106 


3/2000 


75 


102 


2/2000 


58 


123 


4/2000 


68 


154 


2/2000 


70 


156 


5/2000 


39 


157 


5/2000 


33 


131 


1/2000 


42 


144 


1/2000 


42 


183 


2/2000 


86 


152 


5/2000 


41 


122 


3/2000 


46 


114 


4/2000 


55 


171 


4/2000 


82 


124 


3/2000 


41 


111 


1/2000 


75 


162 


3/2000 


68 


116 


5/2000 


72 


128 




Mankind 1.5 

Mech Warrior 3 Pirate's Moon 

Mensch ärgere Dich nicht 

- Messiah 
Metal Fatigue 
Metal Knight 

Michelle Kwan Figure Skating 
Microsoft Baseball 2000 
Microsoft Flight Simulator 

2000 Professional Edition 
Might & Magic 8 
Mini Golf 

Missile Command 
Monopoly Jahrtausend-Edition 
Morpheus 

Myst: Masterpiece Edition 
Nacht der Schurken, Die 
Nacht der Vampire, Die 

* NBA 2000 

Q Need for Speed Porsche 

Nerf Arena Blast 

Nettron 

New Tetris 

Nox 

Nox (deutsch) 

Operational Art of War (deutsch) 

Operation Mittel meer 

Othello de Luxe 

Outrage 

Parkan: Die imperialne Chroniken 

Passion Pinball 

Phoenix 

Pinball Revolution 

■* Planescape: Torment 

- Planescape: Torment (dt.) 



2/2000 


22 


126 


2/2000 


83 


144 


5/2000 


53 


163 


2/2000 


85 


138 


4/2000 


82 


136 


4/2000 


41 


169 


4/2000 


30 


169 


2/2000 


70 


165 


1/2000 


77 


161 


5/2000 


75 


108 


5/2000 


49 


130 


4/2000 


65 


151 


3/2000 


67 


117 


1/2000 


45 


183 


2/2000 


68 


135 


2/2000 


68 


127 


5/2000 


21 


130 


1/2000 


89 


100 


5/2000 


86 


136 


3/2000 


65 


144 


1/2000 


30 


139 


1/2000 


65 


192 


3/2000 


82 


120 


4/2000 


82 


167 


1/2000 


69 


154 


5/2000 


32 


130 


3/2000 


43 


114 


1/2000 


59 


167 


5/2000 


31 


123 


4/2000 


23 


132 


1/2000 


72 


156 


2/2000 


63 


146 


2/2000 


85 


108 


3/2000 


89 


115 



Spiel 



Pro Pinball 

Puzzle Trouble 

Q*bert 

Rally Championship 

Ran Trainer 3 

Renegade Racers 

Respect Inc. 

Risiko 2 

Rising Sun 

Roland Garros French 

Open Paris 1999 
Ronja Räubertochter 
RTL Box Manager 
Rubik's Games 
Satanica 
Schach 2000 
Scrabble 
Seafight 2 
Septerra Core 

Seven Kingdoms 2 (deutsch) 
Shanghai: 2nd Dynasty 

Q Siedler 3 Gold 

Sikolene Honda Motocross GP 

Sims, The 

Skat 2000 

Skispringen 2000 

Skydive 

Slamtilt Resurrection 

Slave Zero 

Soldier of Fortune 

South Park: Chefs Luv Shack 

South Park Rally 

Space Clash 

Speedy Eggbert 

Spec Öps 2 

Spiritof Speed 1937 

Sprechender Schachweltmeister 

Star Trek: Armada 

Star Trek: Der Aufstand 

Star Wars: Force Commander 

Star Wars: Pit Droids 

Stone Age 

i Superbike 2000 

Supreme Snowboarding 

SWAT 3 Close Quarters Battle 

Tarzan 

Team Alligator 

Tennis Duo 

Test Drive 6 

Thandor 

Theme Park World 

Theocracy 

Tie Break Tennis 2 

Tiger Woods PGA Tour Golf 2000 

Tiny Tiger 

Tomb Raider 4 

Tonic Trouble 

Top Shot 

ToyStory2 

Traitors Gate 

Trivial Pursuit 

Jahrtausend-Edition 
Tzar 

UEFA Championsleague 99/2000 
Ultima 9 

Ultima 9 (deutsch) 
United States Air Force 
Urban Chaos 
Verkehrsgigant, Der 
Vikings 

Q Virtual Pool Hall 
Völker Mission Pack 
Warcraft 2 battle.net 
Warcraft battle.net 
Westfront: Operation Sealion 
Wheel of Time 
Wild Wild West: 

The Steel Assassi n 
Wings of Destiny 
Word Up 
Y2K 
Zeitmaschine: 

Die neuen Abenteuer 
Zug um Zug 



Ausgabe 


Wertung 


Seite 


2/2000 


75 


120 


4/2000 


50 


157 


3/2000 


68 


108 


1/2000 


82 


150 


2/2000 


33 


132 


4/2000 


61 


153 


2/2000 


48 


132 


4/2000 


78 


160 


4/2000 


63 


152 


2/2000 


65 


129 


5/2000 


60 


130 


4/2000 


41 


123 


1/2000 


58 


165 


4/2000 


52 


162 


4/2000 


37 


132 


3/2000 


66 


116 


1/2000 


28 


164 


1/2000 


75 


126 


1/2000 


78 


148 


1/2000 


74 


182 


5/2000 


85 


162 


4/2000 


44 


149 


3/2000 


80 


126 


1/2000 


44 


164 


3/2000 


40 


116 


4/2000 


32 


130 


5/2000 


68 


151 


2/2000 


74 


130 


5/2000 


80 


144 


2/2000 


70 


118 


3/2000 


65 


141 


4/2000 


48 


150 


5/2000 


50 


163 


1/2000 


77 


184 


2/2000 


42 


117 


2/2000 


70 


123 


5/2000 


82 


154 


1/2000 


65 


158 


5/2000 


81 


92 


1/2000 


76 


98 


1/2000 


39 


154 


4/2000 


89 


144 


1/2000 


77 


138 


2/2000 


83 


98 


2/2000 


69 


116 


3/2000 


72 


112 


3/2000 


35 


137 


2/2000 


45 


131 


2/2000 


74 


158 


1/2000 


82 


104 


4/2000 


69 


158 


4/2000 


13 


132 


5/2000 


75 


153 


1/2000 


50 


164 


2/2000 


80 


102 


1/2000 


77 


110 


4/2000 


25 


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65 


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43 


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3/2000 


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5/2000 


71 


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79 


90 


5/2000 


83 


100 


1/2000 


79 


136 


2/2000 


73 


124 


4/2000 


74 


120 


5/2000 


25 


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1/2000 


57 


154 


1/2000 


81 


118 


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73 


116 


1/2000 


48 


139 


1/2000 


43 


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60 


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5/2000 


56 


163 



2/2000 



65 115 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 



HARDWARE 



Im Rausch 
der Spiele 



Soll ich jetzt mein aktuelles Lieblingsspiel 
zocken, mir den neuesten Titel im Laden 
holen oder doch einen Evergreen aus 
dem Archiv hervorkramen? Sicher stellen 
Sie sich auch ab und zu dieselbe Frage. 
Doch bei mir kommt es in letzter Zeit ein 
bisschen zu oft vor. Und woran liegt das? JOCHEN RIST 
Ganz einfach - es gibt zu viele Spiele. Pri- 
vat werde ich geradezu überschwemmt mit Titeln, die alle 
um meine Gunst ringen. Wie soll man sich denn da auf 
einen Titel konzentrieren, wenn sich wenig später schon 
ein genauso interessanter ankündigt? Eigentlich könnte 
ich jeden Abend damit verbringen, die ganzen Spiele anzu- 
testen -wären da nicht noch ein Privatleben und sonstige 
Verpflichtungen. Da hilft nur noch eins: Die Spezialisierung 
auf ein bestimmtes Genre. Doch alles halb so wild, denn 
vor zehn Jahren war der Spielemarkt auch schon von zahl- 
reichen guten Games bevölkert. Anders sah das jedoch bei 
der Hardware aus. Da gab es die Maus, den Joystick, eine 
Tastatur und damit basta. Doch dann fing allmählich der 
große Aufrüst-Zirkus an. Ein Ende ist bis heute nicht in 
Sicht. Wir werden mit einem ganzen Haufen Gamepads, 
Lenkräder, Grafikkarten und sonstigem Krempel überhäuft 

- insbesondere PC-Einsteigern wächst anfangs der Hals, 
wenn sie mit einem Fragmaster von Thrustmaster in ihrer 
Flugsimulation dauernd abstürzen. Tja, so kommt's - aber 
wieso kommt's überhaupt so weit? Das liegt wiederum an 
den vielen unterschiedlichen Genres. Die Devise heißt: 
jedem Genre sein Eingabegerät. Microsoft zum Beispiel 
führt im Herbst mit dem Sidewinder Strategie Commander 
ein speziell auf Echtzeit-Strategiespieler zugeschnittenes 
Gerät ein. Dort hat man schon die Richtung erkannt, die 
Spieler einschlagen. Sie fixieren sich auf ein Genre, das 
ihnen am besten liegt und spielen es beinahe bis zur Per- 
fektion. Starcraft, Q3A, Homeworld und Age of Empires 2 

- um nur ein paar wenige zu nennen. Um den LAN-Kon- 
kurrenten oder Online-Feinden eins auszuwischen, ent- 
scheidet meist die verwendete 

Hardware in letzter Instanz. 

| Für Ego-Shooter-Fans 

haben wir deshalb in dieser 

Ausgabe ein Special über 

ideale Eingabegeräte 

ersonnen. 



Kommt im Oktober: 
der Strategie Comman- 
der von Microsoft. Und 
warum? Weil sich immer 
mehr Spieler auf ein Lieblings- 
Genre konzentrieren. 



Hardware-Inhalt 

Seite 174 Erster Test: GeForce 2 GTS 

Seite 176 Ideale Eingabegeräte für Ego-Shooter-Spieler 

Seite 182 Vergleich: Aktuelle Grafikkarten mit 

TV-Ausgang 
Seite 186 Im Test: Logitech Wingman Gaming 

Mousepad, Saitek GM2 Action Päd & 

Game Mouse Pro Digital 
Seite 187 Im Test: Gravis Xterminator Dual Control, 

Razer Boomslang 1000, Interact Raider 
Seite 188 Technik Treff 
Seite 190 LAN-Player 



Aktuelle Kauftipps der Redaktion 

Hardwa 

Konkrete Tipps für die PC-Aufrüstung: 



Vielleicht haben Sie auch 
schon dasselbe Dilemma 
erlebt: DVD-Laufwerke 
sind gerade so hoch im Kurs, 
dass Sie im Versandhandel ent- 
weder nicht zu bekommen sind, 
oder Sie sich mit einem Lauf- 
werk eines unbekannten Herstel- 
lers (oder einem No-Name-Pro- 
dukt) abgeben müssen. Bei 
brandneuen Laufwerken kommt 
zusätzlich das Problem des fes- 
ten Region-Codes hinzu, der 
sich meist nur noch durch ein 
Flashrom-Update verscheuchen 



lässt. Doch meist warten Sie 
sich bei neuen Laufwerken 
einen Bart. Eine nützliche Liste, 
die Sie über Firmware-Updates 
auf dem Laufenden hält, finden 
Sie unter www.firmware.com.bi. 
Bei den Mäusen gab es diesmal 
endlich den seit zwei Monaten 
erwarteten Neuzugang: die Intel- 
MMouse Optical von Microsoft. 
Sie setzte sich in der Gesamt- 
bewertung neben der Intelli- 
Mouse Explorer auf eine Stufe 
und gehört ab dieser Ausgabe 
zu den besten Nagern, (jr) 



Boxen 

. Creative Desktop Theatre 5.1 DTT 2500 Digital 
Ca. Preis: 440 Mark 
Test in: 5/2000 

!. Creative Four Point Surro 
Ca. Preis: 320 Mark 
Test in: 5/2000 

I. Labtec APX-4620 
Ca. Preis: 350 Mark 
Test in: 2/1999 (86 Punkte 

■ Creative Four Point Surroi 
üCa. Preis: 160 Mark 
gTest in: 3/1999 (84 Punkte) 

DVD- Laufwerk 





1- Pioneer DVD-A04SZ 
Ca. Preis: 260 Mark 
Test in: - 

L Aopen DVD1040-Pro 
Ca. Preis: 290 Mark 
Test in: - 

t. LG DRD-8080B 
Ca. Preis: 250 Mark 
Test in: - 

m Toshiba SD-M1302 
Hj Ca. Preis: 200 Mark 
m Test in: - 



Monitor 



1- Samsung Syncmaster 950p (19-Zoll) 
Ca. Preis: 950 Mark 
Test in: 4/2000 (87 Punkte) 

2. liyama Vision Master 451 (19-Zoll) 
Ca. Preis: 1000 Mark 

Test in: 4/2000 (85 Punkte) 

3. Samsung Syncmaster 900 NF (19-Zoll) 
Ca. Preis: ca. 1000 Mark 

Test in: 4/2000 (81 Punkte) 

gj Videoseven N95S 
h| Ca. Preis: 740 Mark 
älTest in: 4/2000 (70 Punkte) 




172 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



HARDWARE 



re Hitliste 

unsere Käufern pf eh lungen in den wichtigsten Hardware-Kategorien. 



2D/3D-Beschleuniger 



1 . Asus AGP-V6800 Deluxe 
Ca. Preis: 680 Mark 

Test in: 4/2000 (94 Punkte) 

2. Elsa Erazor X 2 

Ca. Preis: 700 Mark 

Test in: 4/2000 (93 Punkte*) 

3. Hercules 3D Prophet DDR-DVI 
Ca. Preis: 800 Mark 

Test in: 4/2000 (93 Punkte*) 

13| 3Dfx Voodoo3-3000 
HJCa. Preis: 330 Mark 
gEjTest in: 4/2000 (80 Punkte) 

CD-Recorder 





f$^ 



1. Plextor Plexwriter 12/4/32 (SCSI) 
Ca. Preis: 700 Mark 
Test in: - 

2- Sony CRX140E 8/4/32 (ATAPI) 
Ca. Preis: 660 Mark 

Test in: - 

3- Plextor Plexwriter 8/4/32 (ATAPI) 
Ca. Preis: 610 Mark 

Test in: - 

j HP CD-Writer+ 821 Oi 4/4/24 (ATAPI) 
sj Ca. Preis: 400 Mark 
S| Test in: - 



Soundkarte 



. Creative Labs Soundblaster Live! Platinum 
Ca. Preis: 450 Mark 
Test in: 5/2000 (90 Punkte) 

. Creative Labs Sound Blaster Live! Player 1024 
Ca. Preis: 140 Mark 
Test in: 5/2000 (85 Punkte) 

. Videologic Sonic Vortex 2 
Ca. Preis: 160 Mark 
Test in: 5/2000 (75 Punkte) 

I Yamaha Waveforce 192 XG 
Ca. Preis: 80 Mark 
JTest in: 5/2000 (54 Punkte) 




Maus 




Microsoft IntelliMouse Explorer 
Ca. Preis: 130 Mark 
Test in: dieser Ausgabe 

Microsoft IntelliMouse Optical 
Ca. Preis: 110 Mark 
Test in: dieser Ausgabe 

Microsoft Intelli Mouse with Intelli Eye 
Ca. Preis: 110 Mark 
Test in: dieser Ausgabe 

Logitech Pilot Wheel Mouse 
Ca. Preis: 50 Mark 
Test in: - 



Joystick 



1. Microsoft Sidewinder Precisio 
Ca. Preis: 120 Mark 
Getestet in: 9/1999 (86 Punkte 

2. Gravis Xterminator Dual Cont 
Ca. Preis: 100 Mark 

Test in: dieser Ausgabe 

3. Thrustmaster Top Gun Platim 
Ca. Preis: 90 Mark 

Test in: 9/1999 (80 Punkte) 

läj Logitech Wingman Attack 
HE Ca. Preis: 40 Mark 
^Test in: 2/2000 (71 Punkte) 





1. Logitech Wingman Gamepad 
°a. Preis: 50 Mark 

estet in: 11/1999 (85 Punkte) 

crosoft Sidewinder Gamepad 
i. Preis: 70 Mark 
est in: 11/1999 (82 Punkte) 

nteract HammerHead FX 
Ca. Preis: 100 Mark 
Test in: 1/2000 (81 Punkte) 

Logitech Wingman Gamepad 

Ca. Preis: 50 Mark 

Test in: 11/1999 (85 Punkte) 



Force-Feedback-Lenkrad 

1 . Saitek R4 Force Wheel 
Ca. Preis: 400 Mark 
Getestet in: 5/1999 (87 Punkte) 

2. Microsoft Sidewinder Force Feedback Wheel 
Ca. Preis: 300 Mark 
Test in: - 

3. Logitech Wingman Formula Force 
Ca. Preis: 400 Mark 
Test in: 5/1999 (72 Punkte) 

I3| Guillemot Force Feedback Racing Wheel 

H Ca. Preis: 250 Mark 

§| Test in: 2/2000 (82 Punkte) 

Lenkrad 





1 . Thrustmaster NASCAR Pro Digital 
Ca. Preis: 200 Mark 
Getestet in: 2/2000 (88 Punkte) 

2. Saitek R4 Racing Wheel 
Ca. Preis: 180 Mark 
Test in: 10/1999 (83 Punkte) 

3. Fanatec Le Mans 
Ca. Preis: 150 Mark 
Test in: 10/1999 (82 Punkte) 

Mad Catz Andretti Racing Wheel 

Ca. Preis: 150 Mark 

Test in: 3/2000 (82 Punkte) 



www.pcplayer.de 



* Neue Bewertung 



PC PLAYER JUNI 2000 173 



HARDWARE 



GeForce-Nachfolger im Test 



GeForce 2 GTS 

Mit Müh und Not hat man sich gerade das Geld für eine GeForce-Karte 
zusammengespart, da wird auch schon der Nachfolger angekündigt. 





Wir testeten die brandneue Grafikkarte 
mit einem Pentium 111/700, 256 MByte 
RAM und einem ASUS P3B-F Board. 



ach guter Geheimhaltung und 
jeder Menge heraufgebrodelter 
Gerüchte ist es nun endlich 
publik: Der Nachfolger der 
GeForce 256 heißt 

Ein knappes halbes Jahr nach der Einfüh- 
rung der GeForce mit ihren neuen Fähigkeiten 
- wie Transform&Lighting oder dem cleveren 
GPU-Prinzip, welches den Haupt-Prozessor 
entlastet - steht nun die GeForce2 in den Start- 
löchern. Was haben sich die erfolgreichen 
Köpfe bei Nvidia diesmal ausgedacht, damit 
sie auch in Zukunft der Konkurrenz (3Dfx, S3, 
ATI) Paroli bieten können? 

Ein neuer Rekord 

Einen Spitzenwert schafft Nvidia mit dem 
neuen Prozessor. Denn die GeForce2 GTS hat 




Grafikkarte 


w 

Q3 800x600 HQ 


Q3 1024x768 HQ 


Q3 1152x864 HQ 


GeForce2 GTS 


88.5 


75.2 


62.5 


GeForce256 
(DDR-RAM) 


83.6 


68.5 


51.4 





Titel 


Entwickler/Vertrieb 


Termin 


Battle Isle 4 


BlueByte Software 


Sommer 2000 


Black & White 


Lionhead/EA 


Zweites Quartal 


Diablo 2 


Blizzard/Sierra 


Drittes Quartal 


Halo 


Bungie 


Sommer 2000 


Loose Cannon 


Digital Anvil/Microsoft 


Viertes Quartal 


Pool of Radiance 2 


Mattel Interactive 


Viertes Quartal 


Return to Castle 
Wolfenstein 


Grey Matter 

I nteractive/Activision 


Viertes Quartal 


Stonekeep 2 


Interplay 


Viertes Quartal 


Tribes 2 


Dynamix/Havas Interactive 


Viertes Quartal 


Warbirds 3.0 


Interactive Magic 


Zweites Quartal 



(zumindest auf dem Blatt) eine Leistung von 
800 Megapixel pro Sekunde. Zum Vergleich: 
Der Vorgänger brachte es auf einen Wert von 
480 Megapixel und eine 3Dfx Voodoo5-5500 
stellt (voraussichtlich) eine Leistung von 733 
Megapixel an den Start. Wie es scheint, macht 
vorerst also wieder einmal Nvidia das Rennen. 
Natürlich brüten die Hirne bei Nvidia schon 
über der nächsten Generation, doch bis zur 
Veröffentlichung dauert 
es -zum Glück- noch ein 
halbes Jahr. Doch zurück 
zurGeForce2 GTS ... 

An wirklich neuen 
Eigenschaften konnten 
wir auf den ersten Blick 
nur wenig ausmachen. 
Jedenfalls geht die 
Transform&Lighting 
Fähigkeiten in die zweite 
Runde und der Chip hat 
mit einer Taktfrequenz 
von 200 MHz haupt- 
sächlich eine höhere 
Leistung als der Vorgän- 
ger. Der aufgebaute 
DDR-Speicher (333 
MHz) war 32 MByte 
groß - eine Variante mit 
64 MByte soll folgen. 
Nvidia selbst behauptet, 
dass der Chip etwa dop- 



3D Mark 2000 Pro Benchmark A 








hleli-HDetail 


Adv.-M Detail 


Adv. HDetail 


Grafikkarte/Auflösung 3DMarks 


Heli-MDetail 


GeForce2 GTS/800x600 5584 


84.0 


15.0 


61.3 


36.1 


GeForce256 (DDR-RAM)/800x600 5090 


77.7 : 


39.8 


59.4 


35.1 


GeForce2 GTS/1 024x768 4446 


64.8 : 


32.5 


57.7 


35.2 


GeForce256 (DDR-RAM)/1 024x768 3862 


56.8 


28.5 


51.9 


33.3 


GeForce2 GTS/1 280x1 024 301 7 


40.3 


19.9 


46.3 


31.9 


GeForce256 (DDR-RAM)/1 280x1 024 2543 


34.7 


17.3 


39.2 


28.2 





Die GeFor- 
ce2 GTS 
stößt die 
bisher 
schnellste 
Grafikkarte 
(GeFor- 
ce256 
DDR) vom 
Beschleuni- 
ger-Thron. 



pelt so schnell ist wie der der GeForce256. In 
unseren Benchmark-Ergebnissen unter Q3A 
und 3D Mark 2000 Pro konnten wir das nicht 
bestätigen, doch das lag natürlich auch an den 
Treibern. Wir verwendeten die 5.13-Detona- 
tor-Treiber, die zwar nicht offiziell von Nvidia 
zertifiziert sind, aber dennoch eine Unterstüt- 
zung für den GTS-Chip enthalten. Wenn Sie 
diese Zeilen lesen, wird es sicherlich schon 
einen optimierten Treiber geben, der die 
Benchmark-Resultate noch etwas besser 
dastehen lässt. Für Nvidia scheint momentan 
eine Phase in Spielen erreicht zu sein, die 
durch Cube-Environment-Mapping, Lichteffek- 
te und hochauflösende 32-Bit-Texturen sehr 
weit fortgeschritten ist. Nun liegt es an der 
Zeit, die Geschwindigkeit in Spielen bei vielen 
dargestellten Details zu erhöhen oder im Ideal- 
fall konstant zu halten. Während eine normale 
GeForce noch vier Texelmappings pro Takt 
bewältigt, ist der Nachfolger bereits in der 
Lage, gleich acht Texel durchzuschleusen. 
Zwei weitere neue Eigenschaften sind das Per 
Pixel Shading, welches die Bildqualität ver- 
bessern soll. Und das können wir nur bestäti- 
gen. Jedenfalls machte sich die gesteigerte 
Bildqualität bei einem Q3A-Spielchen sofort 
bemerkbar - es waren wesentlich mehr Details 
zu erkennen, die bei einer normalen GeForce 
gar nicht auffielen. Das Full-Screen-Anti- 
Aliasing, wie es uns auch künftige Voodoo- 
Karten versprechen, wird ebenfalls gemeistert. 
Durch die Verwendung der 0.18 Mikro- 
meter-Technologie sinkt praktischerweise 
der Stromverbrauch um die Hälfte, ver- 
glichen mit bisherigen GeForce-Karten. 
Von einer Bewertung der Karte sahen wir 
vorerst ab, da wir lieber auf die endgülti- 
gen Platinen mit ausgereiften Treibern der 
Hersteller Guillemot (Hercules 3D Prophet 
II GTS 32 MB) und Creative warten. Ein 
wenig später folgen dann auch schon die 
Karten von Elsa, ASUS und ABit. (jr) 



174 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



HARDWARE 



Ideale Hardware für Ego-Shooter-Spieler 




Werkzeuge für 

Shooter-Spieler 



Ehrgeizige Ego-Shooter-Spieler geben sich 
schon lange nicht mehr mit zweitklassiger 
Hardware ab. Wir zeigen Ihnen, womit die 
Perfektion isten spielen. 



N 



ormalerweise schenkt man als 
Normalspieler den Innereien 
eines neuen Computers keine 
große Beachtung. Eine Rolle 
spielen da gerade noch der Prozessor 
und die Größe des Monitors. Für die 
Spieler unter Ihnen, die sich noch etwas 
tiefer in die Materie knien, sind zusätz- 
lich die verwendete Grafik- und Sound- 
karte wichtig. 

Aber was kommt danach? Das stellt sich 
meist erst dann heraus, wenn man sich inten- 
siv mit Computerspielen beschäftigt und sich 
in bestimmten Spielen bis zur Perfektion 
hochgearbeitet hat. Insbesondere bei Spie- 
lern mit Vorliebe für Ego-Shootern passiert es 
dann, dass der limitierende Faktor für zusätz- 



liches Können nicht an der eigenen Reak- 
tionszeit, sondern an der verwendeten Hard- 
ware liegt. Und aus diesem Grund haben wir 
in diesem Schwerpunkt solcherlei Profi-Hard- 
ware etwas genauer unter die Lupe genom- 
men. Dazu gehören neben einer schnellen 
Grafikkarte auch eine Prozessor-entlasten- 
de Soundkarte. Als ausgesprochen wichtig 
stellen sich auch die Mäuse heraus, die je 
sensitiver sie sind, den Perfektionisten umso 
besser spielen lassen. Doch das ist noch nicht 
der Weisheit letzter Schluss. Zuguterletzt 
testen wir noch eine Handvoll Profi-Maus- 
pads, die in der Shooter-Szene inzwischen 
zur Grundausstattung gehören. Bestimmt 
sehen Sie Ihre bisherige Hardware nach die- 
sem Artikel in einem anderen Licht, (jr) 



Grundausstattung 



Für Ego-Shooter-Perfektionisten spielen auch 
Hauptprozessor, Arbeitsspeicher und die ver- 
wendete Hauptplatine eine enorm wichtige 
Rolle. Derzeit empfehlen wir Ihnen, bei der 
Neuanschaffung eines PCs in punkto Prozes- 
sorgeschwindigkeit nicht unter 600 MHz zu 
gehen. Ob Sie sich für einen Pentium- oder 
Athlon-Chip entscheiden, spielt im Endeffekt 
keine Rolle, obwohl Intel-Prozessoren bei der- 
selben MHz-Zahl meist ein Quäntchen schnel- 
ler sind. Von einem Mainboard mit i820-Chip- 
satz (für Pentium CPUs) raten wir Ihnen aus 
Gründen der Kompatibilität und wegen der 
astronomischen Rambus-Preise vorerst ab 
- da greifen Sie besser zu den bewährten 
Boards mit BX-Chipsatz. Athlon-Besitzer hal- 
ten hingegen nach Mainboards mit dem 
KX133-Chipsatz von VIA Ausschau. Idealer- 
weise rüsten Sie Ihren Rechner gleich noch 
auf satte 256 MByte Arbeitsspeicher auf. Q3 
und insbesondere Unreal Tournament werden 
es Ihnen mit kürzeren Ladezeiten danken. 
Apropos Ladezeiten: Falls Sie schon im Besitz 
eines Mainboards mit der UDMA/66-Schnitt- 
stelle sind, dann greifen Sie auch gleich zu 
einer entsprechenden Festplatte. 



176 PC PLAYER JUNI 2000 



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HARDWARE 




ASUS AGP-V6800 Ultra Deluxe 



AGP-V6800 Ultra Deluxe von 
ASUS. Sie ist mit dem viel- 
gepriesenen GeForce-256- 
Chip und schnellen DDR- 
RAM-Bausteinen (32 
MByte) gewappnet. In 
unseren Vergleich- 
N \^\ tests übertrifft der- 
1^ \ zeit keine andere 



Besonders 
bei der Grafikkarte 
sollten Ego-Shooter-Spieler kei- 
nesfalls ans Sparen denken. Aus 
Erfahrung lässt sich sagen, dass 
mit steigender Anzahl der Bilder 
pro Sekunde auch die Leistung 
und Reaktionszeit des Spielers 
zunimmt. Und da positioniert sich 
momentan an erster Stelle die 



Grafikkarte die 
OpenGL- 
Geschwindig- 
keit der AG P-V6800 
Ultra. Auch unter Direct3D 
gehört sie zu den flottesten Plati- 
nen. In der Deluxe-Ausführung 
liegt noch eine 3D-Brille bei. 
Wenn Sie darauf verzichten kön- 
nen, dann holen Sie sich die 
ASUS AGP-V6800 Ultra für etwa 



100 Mark weniger. Auch in der 
Software-Ausstattung brilliert die 
Karte: Mit dem Tweak-Utility las- 
sen sich Chip- und Speichertakt 
von 120/300 auf maximal 135/340 
hochschrauben. Dank des aufge- 
bauten Aktivkühlers kitzelten wir 
einen Wert von 135/332 aus der 
Karte. 

Fazit 

Die AGP-V6800 ist unter OpenGL 
nicht nur die derzeit schnellste 
Grafikkarte - nein, sie kommt 
auch mit einer Ausstattung daher, 
von der sich andere Karten eine 
dicke Scheibe abschneiden dür- 
fen. In Sachen Software liegen 
alle wichtigen Treiber und Pro- 
gramme bei. Auch die Ein- und 



Ausgangsanschlüsse für S-Video 
sind herzlich willkommen. 
www.asuscom.de 



[JHPLAYER 

WERTUNG 

ASUS AGP-V6800 ULTRA DELUXE 
ca. 660 Mark ■ Grafikkarte 



Pro: 

Schnellste OpenGL-Karte 

für Spieler 

Fabelhafte Direct3D-Karte 

Top-Ausstattung 

Contra: 

Stolzer Preis 



GESAMTURTEIL 



Creative Soundblaster Live Player 1024 




jndkar- 
te sollten 3D-Action-Spieler kei- 
nesfalls beim nächstbesten 
Schnäppchen zuschlagen. Da es 
beim Spiel auf möglichst schnelle 
Reaktionszeit ankommt und der 



Rechner nicht unnötig überlastet 
werden soll, ist die Wahl einer 
Soundkarte mit geringer Prozes- 
sorbelastung angesagt. In dieser 
Disziplin geben die Karten von 
Creative ein hervorragendes Bild 
ab. Zwar gibt es noch die Sound- 
blaster Live Platinum, doch 
dabei handelt es sich lediglich 
um eine in der Ausstattung 
1 aufgepeppte Karte - unterm 
iPGliJflVJlH > Stricn werkelt dieselbe 
A Sound-CPU. Wenn Sie 
noch etwas Musik- 
Ambitionen mitbringen, dann 
empfehlen wir einen Blick auf die 
450 Mark teure Platinum-Version 
zu werfen. Ansonsten greifen Sie 
besser zur Live Player 1024, die 
Sie gerade einmal 150 Mark 



ärmer macht. Auch der Software- 
Support von Creative gehört zu 
den besten: Schließlich wollen 
Sie bei späteren Betriebssyste- 
men keine halbe Ewigkeit auf 
geeignete Treiber warten. 

Fazit 

In unserem Vergleichstest der 
letzten Ausgabe belegte die Crea- 
tive Soundblaster Live Player 
1024 den zweiten Platz. Auf Platz 
Eins positionierte sich die Plati- 
num-Version, die für Nur-Spieler 
jedoch auf Grund ihrer Ausstat- 
tung und des damit verbundenen 
Preises etwas überdimensioniert 
ist. Wegen des guten Treiber-Sup- 
ports, der Enviromental-Audio- 
Fähigkeit und der geringen Pro- 



zessorbelastung greifen Ego- 
Shooter-Spieler am besten zur 
Soundblaster Live Player 1024. 
www.soundblaster.com 



SEplayer 

WERTUNG 

CREATIVE LIVE PLAYER 1024 
ca. 150 Mark ■ Soundkarte 



Pro: 

Geringe CPU-Belastung 
Prima Treiber-Support 
Environmental Audio 
Extensions (EAX) 

Contra: 



IflttMIMÜH 



Everglide Giganta 




von Ratpadz.com. Ein paar Leser 
schrieben uns ihre Erfahrungen 
mit den Everglide-Pads und 
kamen zu folgenden Resultaten: 
Nach ein paar Monaten intensi- 
\ ven Spielens bemerkten sie, 
dass die Grobheit der Ober- 



Das Everglide Giganta ist die grö- 
ßere Ausführung des Everglide 
Large-Attack-Pads. Es besitzt eine 
breitere und höhere Oberfläche 
als letzteres, ist aber nicht ganz 
so umfangreich wie das Ratpad 



fläche mit der Zeit etwas 
nachließ und somit die 
Bewegungen nicht 
mehr so präzise wie 
anfangs ausgeführt 
werden konnten. Es scheint 
also, dass Everglide doch kein 
Mauspad für die Ewigkeit schuf, 
sondern die Käufer unabsichtlich 
bei der Stange hält. Das gilt der- 
zeit für alle Everglide-Pads, da sie 
alle dieselbe Oberflächenbeschaf- 
fenheit vorweisen. Zweiter Kritik- 



punkt: Einige Leser bemängelten 
die zum Teil unebene Unterseite 
der Pads. Prüfen Sie unbedingt 
vor dem Kauf, ob das Brett auch 
plan auf dem Tisch liegt. 

Fazit 

Alle Vorzüge des Large-Attack- 
Pads sind im Giganta vereint 
- aber auch ein kleiner Nachteil: 
Die Kerbe, auf welcher der Hand- 
rücken aufliegt, hätte nämlich 
ruhig ein wenig breiter ausgear- 
beitet sein dürfen. Ansonsten 
bekommen Sie ein Päd, das zwar 
nicht für die Ewigkeit bestimmt 
ist, aber dennoch eine professio- 
nelle Alternative zu normalen 
Mausunterlagen darstellt. Einzig 
das Ratpad übertrifft mit seiner 



besseren Oberflächenbeschaffen- 
heit noch die beiden Everglide- 
Pads. 
www.everglide.de 



^PLAYER 

WERTUNG 

EVERGLIDE GIGANTA 

ca. 50 Mark ■ Profi-Mauspad 



Pro: 

Große Oberfläche 
Hält (fast) ewig 

Contra: 

Unterseite vor dem 

Kauf prüfen 

Kleine Handrücken-Kerbe 



GESAMTURTEIL 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 177 



HARDWARE 



deale Hardware für Ego-Shooter-Spieler 




Zu den ersten professionellen 
Mauspads, die Mausunterseiten 
beschnuppern durften, gehörte 
das Large-Attack-Pad von Ever- 
glide. Seine Form ist recht un- 
typisch für Mauspads und er- 
weckt unter Nicht-Eingeweihten 
zunächst Misstrauen. Doch es 
handelt sich dabei um ein weite- 



Everglide Large Attack Päd 



res »gewöhnli- 
ches« Profi-Maus- 
pad, das diesel- 
ben Eigenschaf- 
ten aufweist wie 
sein größerer Bru- 
der, das Giganta. 
Die Oberfläche ist 
genauso beschaffen und 
kommt ebenfalls nicht ganz 
an die Qualität eines Ratpads 
heran, was aber noch lange nicht 
heißt, dass es sich damit nicht 
vorzüglich spielen lässt. Auch hier 
gilt: Die Schicht verliert nach ein 
paar Monaten an Halt und lässt 
die Maus nicht mehr ganz so 
exakt darüber gleiten. Ebenso 
sollten Sie vor dem Kauf prüfen, 
ob das Päd ohne zu wippen auf 



einer Oberfläche schlummern 
kann. 

Fazit 

Wenn Sie bisher auf einem nor- 
malen Mauspad gespielt haben, 
dann stellen Sie sich schon mal 
auf eine kleine Umgewöhnungs- 
Phase mit dem Large-Attack-Pad 
ein. Denn durch die schmale 
Kerbe und die kleine Pad-Oberflä- 
che wird Ihr Handballen dazu 
gezwungen, auf dem Tisch (und 
nicht auf dem Mauspad) Platz zu 
nehmen. Probleme werden Sie 
bekommen, wenn Ihre Maus-Sen- 
sitivität normalerweise recht nied- 
rig ist, denn der Platz zum Manöv- 
rieren der Maus ist doch recht 
eingeschränkt. Nachdem Sie sich 



aber daran gewöhnt haben, grei- 
fen Sie nie wieder zu einem nor- 
malen Mauspad. 
www.everglide.de 



HEPLAYER 

WERTUNG 

EVERGLIDE LARGE ATTACK PÄD 
ca. 40 Mark ■ Mauspad 



Pro: 

Weitaus besser als 
normale Mauspads 
Ein Blickfang 

Contra: 

Abnehmende Porosität 
Zum Teil unebene Unterseiten 



Kärna LLC: Razer Boomslang 2000 




Mit groß angelegter Inter- 
net-Werbung versucht Kärna die 
Hardcore-Spieler zur Boomslang- 
2000-Maus zu locken. Dabei han- 
delt es sich nämlich um den bis- 
her sensitivsten Nager unter den 
Standard-Mäusen mit integrier- 
tem Ball. Doch was ist an der 
Boomslang eigentlich so 



besonders anders? Zum 
einen bietet sie zusätz- 
liche Funktionen an 
und zum anderen 
glänzt sie mit 
einer qualitativ 
hochwertigen 
(und teuren) 
Verarbeitung. 
Anders als bei 
normalen Mäu- 
^^^ sen befindet sich 
der Mausball nicht etwa 
in der Mitte, sondern im hinteren 
Drittel des Mausgehäuses. Wir 
testeten die Boomslang zwar 
über einen längeren Zeitraum hin- 
weg, konnten uns aber einfach 
nicht an die eigenwillige Form 
gewöhnen. Wenn Sie noch nie 
eine Maus in Ihren Händen gehal- 



ten haben, dann wird Ihnen die 
Boomslang gefallen. Sollten Sie 
jedoch schon lange Zeit spielen, 
dann versprechen wir Ihnen, dass 
Sie sehr schnell wieder zu Ihrer 
alten Maus greifen werden, da 
die Gewöhnungs-Phase einfach 
zu lange dauert. Auch die Buttons 
fallen aus der Rolle und werden 
des Öfteren unabsichtlich 
gedrückt. Angestöpselt wird die 
Boomslang entweder an den 
USB- oder an den PS/2-Port. 

Fazit 

Die Boomslang soll eigentlich eine 
Maus für Profis darstellen. Ist sie 
aber nicht. Nach vielen verlorenen 
One-on-One-Duellen kramen Sie 
gern wieder Ihre alte Nagerin her- 
vor. Kärna reißt sich hoffentlich am 



Riemen und scheucht ein Form- 
verbessertes Mäuschen aus den 
Löchern. Technik: o.k., Rest: ver- 
besserungswürdig. 
www.razerzone.com 



[JHPLAYER 

WERTUNG 

KÄRNA LLC: RAZER BOOMSLANG 2000 
ca. 200 Mark ■ Maus 



Pro: 

Gute Treiber-Software 
Hohe Sensitivität 

Contra: 

Zu lange Eingewöhnungs- 
Phase 
Zu leichter Button-Druckpunkt 



GESAMTURTEIL 



Logitech Wingman Gaming Mouse 




Die Wingman-Gaming-Mouse von 
Logitech gibt es zwar schon 
etwas länger, sie gehört aber 
ebenso in die Riege der empfoh- 
lenen Hardware für Ego-Shooter- 
Liebhaber. Wie Sie vielleicht wis- 
sen, arbeiten Mäuse ebenfalls mit 



einem Leistungswert, der 
Refresh-Rate (in Hz). Diese 
bestimmt, wie sensitiv Sie die 
Maus über den Desktop oder 
in einem Spiel über den Bild- 
schirm flitzen lassen können. 
Nun gibt es im Internet ein 
paar Programme (zum Beispiel 
PS/2-Rate), welche die Hz- 
Geschwindigkeit einer PS/2-Maus 
erhöhen und somit ein genaueres 
Zielen in Ego-Shootern zulassen. 
Ein solches Programm liegt der 
Treiber-Software der Wingman- 
Gaming-Maus bei: Mit ihm dürfen 
Sie die Hz-Rate auf 40, 60, 80, 
100 und 200Hz einstellen. Aller- 
dings wäre hier eine schrittweise 
Einstellung wünschenswert 
gewesen. Die Mausform wurde 



übrigens vom Mouse-Man-96 
abgeschaut, einem Modell, das in 
der Spielerszene sehr viele 
Anhänger fand und leider wieder 
eingestellt wurde. Doch Logitech 
hat die Klagen der Profi-Spieler 
erhört und schickte die Wingman- 
Gaming-Mouse als Nachfolgerin 
ins Rennen. 

Fazit 

Nur wegen der Treiberoption zur 
Veränderung der Refresh-Rate 
sollten Sie die Wingman-Gaming- 
Mouse nicht kaufen, denn die 
Software gibt es auch umsonst 
im Internet. Vielmehr sollten Sie 
ein Probespiel beim Händler 
unternehmen, da die Form zeitlos 
gut, aber nicht jedermanns Sache 



ist. Letztendlich entscheidet Ihr 
persönlicher Geschmack, ob Sie 
mit der Maus klar kommen. 
www.logitech.de 



ÜBPLAYER 

WERTUNG 

LOGITECH WINGMAN GAMING MOUSE 
ca. 80 Mark ■ Maus 



Pro: 

Zeitlos gute Form 
Geringes Gewicht 

Contra: 

Keine schrittweise Einstellung 
der Refresh-Rate 
Kein Mausrad 



GESAMTURTEIL 



178 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



HARDWARE 



Microsoft IntelliMouse Explorer 




Mit der IntelliMouse-Explorer stell- 
te Microsoft die erste Maus ohne 
gewöhnlichen Mausball vor. Viel- 
mehr integrierte man einen Sensor 
(das IntelliEye), der wie eine digita- 
le Kamera die Oberfläche mit 1500 



Bildern pro Sekunde abtastet, 
wodurch die Genauigkeit der 
Maus unter Spielen und Anwen- 
dungen enorm zunimmt. Das 
Explorer-Modell besitzt 
neben den beiden Stan- 
dard-Maustasten noch eine 
dritte, die zudem als 
Mausrad dient. Dazu kom- 
men noch zwei Buttons, 
die Sie in vielen Spielen mit 
zusätzlichen Funktionen bele- 
gen können. Unter Windows die- 
nen die beiden zusätzlichen Maus- 
tasten standardmäßig als Back- 
und Forward-Button. 

Fazit 

Stellen Sie sich vor, Ihre Maus nie 
wieder vor einem Duell putzen zu 



müssen. Denn die IntelliMouse- 
Explorer ist so konstruiert, dass 
sie immer mit derselben Genauig- 
keit funktioniert - was man von 
normalen Mäusen nicht behaup- 
ten kann. Auf beinahe jeder Ober- 
fläche (bis auf Glas, extrem wei- 
ßen oder pechschwarzem Unter- 
grund) ist die Explorer-Maus ein- 
setzbar. Doch zwei Verbesserun- 
gen hätten gut getan: Erstens ist 
die Form eher zum Arbeiten und 
nicht zum Spielen geeignet. Klei- 
nere Hände umfassen zudem die 
Maus nicht ganz, was keine voll- 
kommen sensible Steuerung (wie 
bei der Optical-Maus) zulässt. 
Zweitens werden Spieler, die mit 
niedriger Maus-Sensitivität spie- 
len, eine Ungenauigkeit bei allzu- 



schnellen Bewegungen der Maus 
(zum Beispiel bei einem Rocket- 
Jump) feststellen. 
www.microsoft.de 



[JHPLAYER 



MICROSOFT INTELLIMOUSE EXPLORER 
ca. 130 Mark ■ Maus 



Pro: 

Exakte Steuerung 

Nie wieder die Maus putzen 

Contra: 

Ungenau bei schnellen 

Bewegungen 

Nicht für kleine Hände 



msm 



Microsoft IntelliMouse with IntelliEye 




Die so genannte IntelliMouse 
with IntelliEye lehnt sich an die 
beliebte Form der Mouse 2.0 von 
Microsoft an und hat genauso 
wenig Funktionen. Sie müssen 
anders als bei den beiden aufge- 



I 



motzten IntelliEye-Mäusen auf die 
zwei zusätzlichen Buttons ver- 
zichten. Somit dürfen Sie 
gerade einmal auf zwei 
Tasten und ein Mausrad 
mit Taste zugreifen, was 
für die Direktbelegung in 
Ego-Shootern doch ein 
bisschen wenig ist. Den- 
noch besitzt die Maus 
dieselbe exakte Technolo- 
gie, welche in den neuesten 
Mäusen von Microsoft sitzt. 
Den IntelliMäusen liegt zusätzlich 
noch ein PS/2-Adapter bei. 

Fazit 

Das IntelliEye verrichtet auch hier 
eine hervorragende Arbeit, die 
lediglich bei schnellen Bewegun- 



gen durcheinander gerät. Da hilft 
es, die Maus-Sensitivität etwas 
nach oben zu schrauben - wer 
sich aber schon seit langem an 
dieselbe Maus-Empfindlichkeit 
gewöhnt hat, der kämpft anfangs 
mit Schwierigkeiten. Doch wenn 
Sie es einmal geschafft haben, 
sich mit der IntelliEye-Technologie 
anzufreunden, spielen Sie immer 
mit derselben Präzision - andere 
Mäuse verschmutzen auf Dauer 
und arbeiten nie mit denselben 
Eigenschaften. Auch hier gilt 
natürlich: Kein Verschleiß und Ein- 
satz auf beinahe allen Oberflä- 
chen. Die IntelliMouse hält sich 
zwar an die erfolgreiche Form der 
Microsoft Maus 2.0 und besitzt 
die verschleißfreie IntelliEye-Tech- 



nologie, übernimmt aber gleich- 
zeitig deren begrenzte Funktiona- 
lität. Profis suchen sich besser 
eine Maus mit mehr Funktionen. 
www.microsoft.de 



[^PLAYER 

WERTUNG 

MICROSOFT INTELLIMOUSE WITH 
INTELLIEYE ca. 110 Mark ■ Maus 


Pro: 

Perfekte Steuerung 
Kein Verschleiß 

Contra: 

Weniger Funktionen als bei 
den anderen IntelliEye-Mäuse 


mm\i\ \\\i IM 




Microsoft IntelliMouse Optical 




Die Käufer der Microsoft Intelli- 
Mouse-Explorer bemängelten, dass 
die Form der Maus für kleine 
Hände zu groß und somit eine 
exakte Steuerung nur noch einge- 



schränkt möglich war. 
Das ließen sich die 
Redmonder nicht 
zweimal sagen und 
stellten uns für diesen Test 
prompt ihre neueste Schöpfung 
zu Verfügung. Die Intelli- 
Mouse-Optical ist in erster 
Linie für kleinere Hände und 
sowohl für Rechts- als auch 
für Linkshänder geschaffen. 
Insgesamt haben Sie Zugriff 
auf fünf Buttons, wovon einer 
zusätzlich als Mausrad dient. An 
der äußeren linken und rechten 
Seite befinden sich zwei Buttons, 
die unter Windows und manchen 
Spielen individuell mit Funktionen 
belegbar sind. Die Maus-Technolo- 
gie basiert ebenfalls auf dem Intel- 



liEye, das mit 1500 Bildern pro 
Sekunde die Unterlage abtastet 
und eine sehr hohe Sensitivität 
zulässt. Auch der Optical-Maus 
liegt ein PS/2-Adapter bei. 

Fazit 

Zu den Top-Mäusen zählen die 
IntelliMouse-Explorer und die 
IntelliMouse-Optical. Sollten Sie 
sehr große Hände haben, dann 
empfehlen wir Ihnen die Explorer- 
Version. Als Linkshänder oder als 
Spieler mit kleinen Händen grei- 
fen Sie besser zur Optical-Ausfüh- 
rung, die ihnen gleich viel besser 
in der Hand liegen wird. Interes- 
senten, die mit dem Kauf einer 
Optical-Mouse liebäugeln, sollten 
diese vorher testen, da die Posi- 



tion der seitlichen Buttons sicher- 
lich nicht jedermanns Geschmack 
treffen. 
www.microsoft.de 



^PLAYER 

WERTUNG 

MICROSOFT INTELLIMOUSE OPTICAL 
ca. 110 MarkB Maus 



Pro: 

Die Präzisionswaffe 
Fünf Buttons 
Verschleißfrei 

Contra: 

Nicht für große Hände 
gedacht 



GESAMTURTEIL 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 179 



HARDWARE 



Ideale Hardware für Ego-Shooter-Spieler 




Ratpadz.com: Ratpad 



Nach dem Erfolg 
der Mauspads von 
Everglide dauerte es nicht sehr 
lange, bis die ersten Nachahmer 
hinterher zogen. Einen deutschen 
Vertrieb hat das Ratpad bislang 
allerdings noch nicht. Zu bestellen 
gibt es das Päd über die US-Web- 



seite www.ratpadz.com, wo Sie 
jedoch nur mit einer Kreditkarte 
einkaufen dürfen. Das Ratpad ist 
etwas größer als das Everglide 
Giganta und vorerst nur in 
schwarzer Farbe verfügbar. An 
der Unterseite sind neun 
Gummifüße angebracht, 
die ein Wegrutschen 
des Pads verhindern. 
Zwar sind an den 
Everglides nur 
fünf (Giganta) 
beziehungsweise sechs 
(Large-Attack-Pad) Noppen ange- 
bracht, doch ein Verrutschen ist 
auch dort nur unter höchster Kraft- 
aufwendung möglich. Die Oberflä- 
che des Ratpads ist nicht ganz so 



grob wie die der Everglide Maus- 
pads. In unseren Tests konnten wir 
mit dem Ratpad trotzdem etwas 
genauer spielen als mit den Ever- 
glides. Durch die glättere Oberseite 
ist eine minimal sensitivere Steue- 
rung möglich, die sich insbesondere 
beim Hantieren mit der Railgun in 
Q3 bemerkbar macht. 

Fazit 

Unter allen Mauspads spielt es sich 
mit dem Ratpad am besten. Doch 
der Unterschied zu den Everglides 
liegt bis auf die Größe (verglichen 
mit dem Large-Attack-Pad) lediglich 
in der Oberflächenbeschaffenheit. 
Den Unterschied bemerken Sie 
erst bei sehr präzisen Manövern 



-wenn Sie sich zu den Profispie- 
lern zählen, dann liegen Sie mit 
dem Ratpad goldrichtig. 
www.ratpadz.com 



SBPumR 

WERTUNG 

RATPADZ.COM: RATPAD 
ca. 50 Mark ■ Mauspad 



Pro: 

Große Oberfläche 
Besser als Everglide 

Contra: 

Beansprucht viel Platz 



nTwMiMffl 



Rists 
Resümee 




Wer in Ego-Shootern 
gern ehrgeizig an ein 
Spiel herangeht, der JOCHEN RIST 

will keinesfalls, dass die 
Hardware an einem verlorenen Spiel die 
Schuld trägt. Erst wenn die Eingabegerä- 
te und wichtige Komponenten wie Gra- 



rte, Soundkarte und der Prozessor 
imit sind, können verlorene Spiele 
lie eigene (und in dem Fall verbesse- 
swürdige) Geschicklichkeit zurück- 
hrt werden. Wenn Sie sich ebenfalls 
en Idealisten unter den Ego-Shooter- 
ilern zählen, dann empfehle ich 
n folgende Produkte: Die schnellste 
orafikkarte ist gerade gut genug, in dem 
Fall eine ASUS AGP-V6800. Die Sound- 
karte sollte wegen der geringen Prozes- 
sorbelastung eine Soundblaster Live 



Player 1024 sein. Bei den Mäusen und 
Gamepads gehen die Meinungen aber 
auseinander. Während die eine Partei 
nach wie vor zu normalen Nagern mit 
Mausball greift und diese über ein Hart- 
plastik-Mauspad scheucht, schwört die 
andere Fraktion auf die IntelliEye-Tech- 
nologie. Diese macht ein Mauspad quasi 
überflüssig und durch die verschleißfreie 
Verarbeitung haben Sie das Thema Maus 
für die nächsten Jahre abgehakt. Doch 
nicht jeder Spieler kommt damit zurecht. 



Ideale Hardware für Ego-Shooter-Spieler 



Hersteller Produktbezeichnung Preis Internet 



Pro 



Contra 



Gesamturteil 



Grafikkarte 

ASUS AGP-V6800 Ultra Deluxe 660 Mark www.asuscom.de 



Schnellste OpenGL- 
Karte für Spieler 
Fabelhafte Direct3D-Karte 
Top-Ausstattung 



Stolzer Preis 



94 



Soundkarte 

Creative Sound Blaster Live 

Player 1024 



Mäuse 

Microsoft IntelliMouse Explorer 



150 Mark www.soundblaster.com 

130 Mark www.microsoft.com 

Microsoft IntelliMouse Optical 110 Mark www.microsoft.com 

Microsoft IntelliMouse with IntelliEye 110 Mark www.microsoft.com 

Logitech Wingman Gaming Mouse 80 Mark www.logitech.de 



Geringe CPU-Belastung 
Prima Treiber-Support 
Environmental Audio 
Extensions (EAX) 

Exakte Steuerung 

Nie wieder die Maus putzen 

Die Präzisionswaffe 
Fünf Buttons 

Verschleißfrei 

Perfekte Steuerung 
Kein Verschleiß 

Zeitlos gute Form 
Geringes Gewicht 



85 



Ungenau bei schnellen 

Bewegungen 

Ungeeignet für kleine Hände 

Nicht für große 

Hände gedacht 

Weniger Funktionen 
als bei den anderen 

IntelliEye-Mäusen 

Keine schrittweise 
Einstellung der 
Refresh-Rate 
Kein Mausrad 



87 
~83 



Kärna LLC 


Razer Boomslang 2000 


200 Mark 


www.razerzone.com 


Gute Treiber-Software 
Hohe Sensitivität 


Zu lange Eingewöh- 
nungs-Phase 
Zu leichter Button- 
Druckpunkt 


70 


Mauspad 

Ratpadz.com 


S 
Ratpad 


50 Mark 


www. ratpadz. com 


Große Oberfläche 
Besser als Everglide 
Hält ewig 


Beansprucht viel Platz 


88 ^ 


Everglide 


Giganta 


50 Mark 


www.everglide.de 


Große Oberfläche 
Hält (fast) ewig 


Unterseite vor dem 

Kauf prüfen 

Kleine Handrücken-Kerbe 


85 r 


Everglide 


Large Attack Päd 


40 Mark 


www.everglide.de 


Weitaus besser als 
normale Mauspads 
Ein Blickfang 


Abnehmende Porosität 
Zum Teil unebene 
Unterseiten 


83 





180 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



HARDWARE 



Spiele und DVDs auf dem Fernseher 




26 Zoll zum 

Nulltarif 



Der günstigste Großbild-Monitor steht schon 
im Wohnzimmer. Dank TV-Out-Anschluss eini- 
ger Grafikkarten können Sie nämlich auch pro- 
blemlos am Fernseher zocken oder DVD- 
Videos anschauen. 



Der Fernseher als Monitor - 
macht das Sinn? Ja und nein! 
Natürlich liegen Bildqualität, 
Auflösung (etwas unter 800 
mal 600) und Bildwiederholrate (50 Hz) 
weit unterhalb dessen, was Sie von 
einem brauchbaren PC-Monitor erwarten. 
Andererseits erfreuen sich Spielkonsolen 
außerordentlicher Beliebtheit, wobei kaum 
jemand über die mäßige Bildqualität meckert 
Und immerhin verwenden die ja ausschließ- 
lich den Fernseher als Monitor. Textverarbei- 
tung, (vernünftiges) Surfen im Internet oder 
gar Grafikanwendungen disqualifizieren die 
Glotze als Monitor eindeutig. Anders sieht es 
aber mit Spielen und per PC abgespielten 
DVDs aus, ganz zu schweigen von der Sache 
mit dem - verbotenen - Premiere-Software- 
dekoder (siehe PC Player 7/1999). 



Was aber für den Fernseher spricht, ist die 
Größe der Bildröhre. Immerhin entspricht 
eine TV-Bilddiagonale von 66 cm umgerech- 
net 26 Zoll! Für einen solchen Monitor müs- 
sten sie den Preis eines Kleinwagens auf den 
Ladentisch legen. 

Viele aktuelle Grafikkarten bieten daher 
einen TV-Anschluss, alternativ oder zusätzlich 
zur Monitorausgabe. In diesem Beitrag erfah- 
ren Sie, wie Sie den Fernseher richtig anschlie- 
ßen, wo die Qualitätsunterschiede aktueller 
Grafikkarten (nur in Bezug auf den TV- 
Anschluss) liegen und was Sie mit der kleinen 
Buchse sonst noch alles machen können. 

Eine Frage der Verbindung 

Die meisten TV-Anschlüsse von Grafikkarten 
liefern ein so genanntes Composite-Video- 
Signal. Dabei werden die drei Grundfarben 



einfach auf eine Leitung zusammengeführt. 
Der Standardanschluss für Composite-Video 
ist eine Cinch-Buchse, ähnlich wie für eine 
Audio-Leitung. Manche Grafikkarten bieten 
ausschließlich oder zusätzlich eine S-Video- 
Buchse. S-Video führt Chrominanz- und 
Luminanz-Signale auf getrennten Leitungen 
und erfordert einen entsprechenden 
Anschluss am Videorekorder oder Fernseher 
(selten). Allerdings haben manche Hersteller 
auch das Composite-Signal aus Platzgründen 
auf die S-Video-Buchse gelegt. In diesem Fall 
ist noch ein Adapter nötig, der idealerweise 
der Grafikkarte beiliegt. 

Die allermeisten Fernseher und Videore- 
korder verfügen allerdings über keine Cinch- 
Buchse für den Video- und Audio-Eingang. 
Vielmehr liegen die entsprechenden 
Anschlüsse (zusammen mit einigen anderen) 
auf einer Euro-AV-(Scart-)-Buchse. Adapter 
für den Anschluss von Cinchkabeln (Ein- oder 
Ausgänge) an eine Scart-Buchse bekommen 
Sie in den verschiedensten Ausführungen im 
Video- oder Elektronikfachhandel. Die gün- 
stigsten kosten nicht einmal 10 Mark. Grafik- 
karten liegen solche Adapter in der Regel lei- 
der nicht bei. 

Ein kleines Problem stellt das Thema Ton 
dar. Der TV-Out-Anschluss der Grafikkarte lie- 



182 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



HARDWARE 



fert nämlich nur das Bild für den Fernseher. 
Der Ton muss dem Ausgang der Soundkarte 
entnommen und über ein separates Kabel 
dem TV-Gerät oder Videorekorder zugeführt 
werden. Entsprechend finden sich am ver- 
wendeten Scart-Adapter oder am jeweiligen 
Gerät selbst Audio-In-Buchsen (eine für den 
linken, eine für den rechten Kanal). Das Pro- 
blem ist, dass der Line-Out-Anschluss der 
Soundkarte normalerweise schon durch die 
PC-Lautsprecher belegt ist. Hier hilft nur ein 
Y-Adapter, der das Tonsignal auf jeweils 
zwei Leitungen aufteilt. Eleganter sind 
natürlich Audio-Umschaltboxen, die 
man ebenfalls im Elektronikhandel 
bekommt. 

Wer seine Soundkarte an 
einen HiFi-Verstärker an- 
schließt, hat noch eine wei- 
tere Möglichkeit: Über 
einen Record-Out-An- 
schluss für ein Tapedeck 
(viele HiFi-Verstärker 
haben davon zwei) kann 
man mit dem Aufnahme- 
wahlschalter sogar den Ton 
für den Fernseher ein- oder aus- 
schalten. 

Doppeläugig 

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal 
unterschiedlicher TV-Out-Lösungen ist der 
Dualmode. Er bedeutet, dass auf Fernseher 
und PC-Monitor gleichzeitig ein Bild darge- 
stellt wird. Was an sich recht simpel und 
selbstverständlich klingt, hat in der Praxis 
seine Tücken. Zum einen verträgt ein Fern- 
seher keine höheren Auflösungen als 800 
mal 600. Und selbst das liegt schon ein gan- 
zes Stück über den PAL-Spezifikationen. Ein 
PAL-Fernsehbild liefert nämlich nur 724 mal 
568 Punkte. Das größte Problem ist, dass der 
PC-Monitor mit Bildwiederholfrequenzen 
arbeitet, mit denen ein (normaler) Fernseher 
nicht klarkommt. Für den Rechnerbildschirm 
liefert die Grafikkarte (bestimmt durch die 
Programmierung des RAMDAC-Chip) eine 
Bildwiederholfrequenz von mindestens 70 
Hz. Fernseher benötigen dagegen einen 
Interlaced-Modus mit 50 Halbbildern pro 
Sekunde (respektive 60 Hz bei amerikani- 
schen NTSC-Modellen). 

Grafikkarten mit TV-Out lösen das 
Dilemma, je nach Modell, auf drei ver- 
schiedene Arten: 

1. Die simpelste Lösung: entwe- 
der ist der Monitor oder der Fern- 
seher aktiv. Der jeweils andere Bild- 
schirm bleibt dunkel. Einfach, aber 
nicht sehr praktisch. Zum Beispiel 
möchten Sie vielleicht erst das Menü 
der DVD-Software bedienen oder Ein- 
stellungen am Spiel treffen. Mit dem 
mageren Auflösungsvermögen des Fernse- 
hers kann das bei kleineren Schriften leicht 
zum Ratespiel werden. 

2. Bei aktiviertem TV-Out bleibt das Moni- 
torbild zwar erhalten. Die Ausgabe wird 
jedoch an beiden Ausgängen auf 50 Hz her- 
untergefahren (bzw. 60 Hz für NTSC). Das 
sieht zwar am PC-Monitor nicht schön aus 
(extremes Flimmern und meist kleines Bild- 
format wegen »Underscan«), ist aber immer 
noch besser als ein völlig dunkler Bildschirm. 



Allerdings kommen manche Monitore mit 
einer so niedrigen Refresh-Rate nicht zurecht 
und schalten automatisch auf Dunkel. Im 
Gegensatz zu einer zu hohen Bildwiederhol- 
rate können Sie den Bildschirm mit einer zu 
niedrigen Refresh-Rate aber nicht beschädi- 
gen. Ob Sie sich beim Aktivieren des TV-Aus- 
gangs um den Auflösungswechsel 
(zum Beispiel herunterschalten 
von 1024 mal 768 auf 800 mal 




ym Bj^ Für den Anschluss 

[ ^F der Grafikkarte an TV 

^^^ oder Videorekorder 

benötigen Sie in aller Regel 
noch einen Scart-Adapter (Cinch-Buch- 
sen und Scart-Stecker). Entweder kau- 
fen Sie eine Ausführung, die als Eingang 
beschaltet ist, oder einen umschaltba- 
ren. 

600) selbst kümmern müssen, hängt nur vom 
jeweiligen Grafikkartentreiber ab. 

3. Die Grafikkarte ist in der Lage, Monitor 
und TV gleichzeitig mit verschiedenen 
Wiederholfrequenzen, Farbtiefen und sogar 
unterschiedlichen Auflösungen zu steuern. 
Diese Lösung ist natürlich die eleganteste, da 
Sie keinerlei Abstriche in punkto Bildqualität 
beim Monitorbild machen müssen. Aller- 
dings ist der technische Aufwand hierfür 




Für den gleichzeiti- 
gen Anschluss von Videore- 
korder und Fernseher an TV-Out 
muss eines der beiden Geräte zwei 
Scart-Buchsen haben oder Sie besorgen 
sich eine Scart-Weiche. Im Bild eine 
sehr flexible Anschlussbox (Elektronik- 
fachhandel, etwa 60 Mark). 



auch sehr hoch. Bis dato beherrschen nur die 
Matrox G400-Karten dieses Doppelspiel. 

Trauerränder 

In punkto Bildqualität am Fernseher bieten 
alle Grafikkarten mit TV-Out in etwa die glei- 
che Kost. Die Unterschiede liegen woanders, 
nämlich bei der Bildgröße. Abhängig 
sowohl von der Digital-Analog- 
Elektronik des TV-Out- 
Moduls als auch 
vom Treiber entste- 
hen mehr oder 
weniger große 
schwarze Ränder 
| um das Bild. Besse- 
re Treiber erlauben 
eine flexible Anpas- 
sung der Bildlage und 
-große, idealerweise bis 
zur vollkommen bild- 
schirmfüllenden Darstel- 
lung. Bei anderen Karten 
kann man gegen die Trauer- 
ränder jedoch gar nichts machen 
(siehe Tests auf Seite 184 ff.). 

Kabellos ins Nebenzimmer 

Nicht ganz billig aber pfiffig ist eine Lösung, 
die es Ihnen erlaubt, etwa DVD-Filme auch in 
einem anderen Zimmer zu sehen, ohne dass 
eine Kabelverbindung zwischen dem dorti- 
gen Fernseher und dem PC am Arbeitsplatz 
nötig wäre. 

Ab etwa 200 Mark gibt es im Elektronik- 
Fachhandel (etwa bei Saturn oder Conrad 
Elektronik) Funksysteme für Audio- und Vide- 
osignale. Eigentlich sind diese dafür gedacht, 
Bild und Ton von einem entfernt stehenden 
Videorekorder oder Sat-Receiver an TV-Gerä- 
te in einem anderen Zimmer zu übertragen. 
Aber wer sagt, dass die Audio/Video-Quelle 
nicht auch der TV-Ausgang einer Grafikkarte 
sein darf? 

Die Sendeleistung dieser Geräte ist ausrei- 
chend für eine störungsfreie Funkübertra- 
gung bis zu etwa 30 Metern innerhalb eines 
Gebäudes oder einer Wohnung. Lediglich 
Wände aus Stahlbeton können für die Wellen 
ein Hindernis darstellen, müssen 
aber nicht: Beim Autor 
dieses Artikels steht 
der Sender sogar 
direkt an einer Stahl- 
betonwand. 

Noch einen Schritt 
weiter geht es mit 
einem Rückkanal. Da 
das Computerbild schon 
auf dem Fernseher im 
Nebenzimmer dargestellt 
wird, brauchten Sie nur noch 
Tastatur und Maus für eine 
komplette Fernbedienung. So 
ließen sich Spiele starten oder Sie 
könnten auch im Wohn- oder 
Schlafzimmer durchs Internet surfen. 
Auch dafür gibt es eine Lösung, genau 
genommen sogar zwei: 
Wenn Sie Maus und Tastatur mit Funk- 
übertragung besitzen (etwa Logitechs Cord- 
less-Modelle), können Sie beides natürlich 
auch einfach ins Nebenzimmer tragen. Gren- 
ze ist auch hier die maximale Reichweite 



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PC PLAYER JUNI 2000 183 



HARDWARE 



Spiele und DVDs auf dem Fernseher 



unter Berücksichtigung der Wohnungs- 
Architektur. Im Test klappte die Übertra- 
gung mit dem Logitech-System (und ^ 
neuen Batterien) problemlos auf ^M 
eine Entfernung von etwa 12 ^a 
Metern mit zwei Stahlbeton- 
wänden dazwischen. 

Noch sicherer und stö- 
rungsfreier geht's per Infra- 
rot. Die angesprochenen 
Video-Funkübertrager gibt 
es für ein paar Mark mehr 
auch mit Infrarotsender und - 
empfänger sowie einem 
Funk-Rückkanal. Eigentlich ist 
dieses System dafür gedacht, beispiels- 
weise die Fernbedienung des Videorekor- 
ders, von dem aus das Signal gesendet wird, 
auch am Funkempfänger zu verwenden. Letz- 
terer wird durch einen Infrarotsensor ergänzt, 
der die Lichtsignale von der Fernbedienung 
aufnimmt und über einen zweiten Funkkanal 
zum Videosender zurückschickt. Dort steht 
ein Infrarotsender direkt vor dem Sensor des 
Geräts (etwa des Videorekorders), der die 
Signale wieder als Licht weiterleitet. Das 
ganze klappt eben nicht nur mit Fernbedie- 
nungen, sondern auch mit Infrarot-Tastaturen 
und -Mäusen (die in diesem Fall ja ganz 
genauso funktionieren). 

Natürlich muss man beim derart fernbe- 
dienten PC gewisse Abstriche vor allem in 
Bezug auf die Bildqualität machen. Am PC 
sollte man eine Auflösung von maximal 640 
mal 480 Punkten einstellen. Dennoch dürfte 
es wegen der mangelnden Auflösung und 
Wiederholfrequenz der TV-Bildröhre mühsam 
sein, kleine Texte etwa auf Webseiten zu 
lesen. Für ein Actionspiel reicht die Darstel- 
lung aber in der Regel aus. 

DVDs auf Video 

Eine weitere Einsatzmöglichkeit des TV-Aus- 
gangs der Grafikkarte ist der Anschluss 
eines Videorekorders anstelle eines Fernse- 
hers (oder auch per Scart-Verteiler oder 
Doppelscart-Anschluss beide gleichzeitig). 
Zum einen können Sie so natürlich (bei 
gleichzeitig aktivem Fernseher oder Moni- 



IJI.IJ.LUUIIJ.|iJ.IJ.H.HM:mHWM 

Allgemein | Grafikkarte | Bildschirm | Leistungsmerkmale | Farbverwaltung 
EU Anzeige | EU Farbe | EU OpenGL | E3 Direct 3D | EU Optionen 







Schema 


|TV 




W * 


Schnelltaste : 


|Strg + F12 


Löschen I 










El 



Q 



J Üben 



OK Abbrechen Hilfe 



Praktisch: Die Fury-Karten von ATI 
erlauben ein schnelles Umschalten zwi- 
schen Monitor- und TV-Ausgabe (oder 
beides gleichzeitig) mit einer frei defi- 
nierbaren Tastenkombination. 



Unter 

einer harmlos 
klingenden Bezeich- 
nung wie »Videostabilisator« 
bekommen Sie einen Kopierschutzde- 
coder, der das Macrovision-Störsignal 
aus VHS-Videos und DVDs filtert, damit 
Sie diese auf Band aufnehmen können. 




« 33 -<M 



aa«; 





1 1 -' J VJ 1 A 1 a 





« 



Bessere Grafikkartentreiber (hier: ATI 
Rage Vivo) erlauben die Einstellung von 
Bildlage und -große am Fernseher, um 
schwarze »Trauerränder« zu vermeiden. 

tor) interessante Spielesessions auf Band 
mitschneiden. Wesentlich interessanter 
dürfte dagegen das Aufzeichnen von auf 
dem PC abgespielten DVD-Videos auf Video- 
kassette sein. Dem ganzen haftet zwar nach 
wie vor ein anrüchiger Ruf an. Doch das 
deutsche Urhebergesetz - da sind sich auch 
die meisten Juristen einig - erlaubt die 
Anfertigung privat genutzter Kopien auch 
von Leih-DVDs. Haben Sie eine DVD gekauft, 
kann Ihnen ohnehin keiner das Kopieren auf 
Band verbieten, solange sie jenes nicht ver- 
leihen, verschenken, verkaufen oder öffent- 
lich aufführen. 

Im Wesentlichen ist von der Technik her 
nichts dabei. Einfach gesprochen, landet 
das, was auf dem PC-Monitor dargestellt 
wird (oder werden würde, wenn der Moni- 
torausgang bei aktivem TV-Out abgeschaltet 
wird) auch auf dem TV-Out-Signal. Sie brau- 
chen also lediglich den Videorekorder statt 
des Fernsehers über die Scart- oder Cinch- 
Buchse mit dem TV-Ausgang der Grafikkarte 
zu verbinden und am Recorder als Aufnah- 
mekanal »AV« oder »0« einstellen. Mit Hilfe 



einer Videoweiche (Scart-Verteiler oder 

Umschaltbox) oder über einen zweiten 

Scart-Anschluss am Recorder können Sie 

den Fernseher zur Kontrolle auch 

mitlaufen lassen. 

Manche DVD-Produktionen 
legen dem Kopierer allerdings 
einen massiven Stein in den Weg. 
Die Rede ist vom Macrovision- 
Kopierschutz, der auch bei vielen 
Kauf- oder Leihvideos (VHS-Casset- 
ten) zum Einsatz kommt. Macrovision 
ist eine Technik, die dem Videosignal 
periodisch starke sehr kurze Spitzenpe- 
gel hinzufügt. Diese stören beim Anse- 
hen des Videos überhaupt nicht, bringen 
aber die Aufnahmeautomatik eines ange- 
schlossenen Videorekorders kurzzeitig aus 
dem Tritt. Beim Kopierversuch von einer mit 
Macrovision geschützten Videokassette oder 
DVD ist das Ergebnis ein Bild-Zusammen- 
bruch, der alle paar Sekunden auf der Kopie 
stattfindet. 

Bei VHS-Originalkassetten ist das Störsig- 
nal mit auf dem Band aufgezeichnet. Wo aber 
kommt es bei DVDs her, die ja nur digitale 
Daten enthalten, ein analoges Störsignal also 
gar nicht erzeugen können? 

TV-Out getestet 

Bei allen Grafikkartentests findet die Qualität 
eines eventuell vorhandenen TV-Out- 
Anschlusses respektive dessen Treibersteue- 
rung kaum Beachtung. Und dies, obwohl es 
sehr deutliche Unterschiede bei den einzel- 
nen, entsprechend ausgestatteten Grafikkar- 
ten gibt. Daher haben wir einmal ausschließ- 
lich die Video- und TV-Ausgänge aktueller 
Grafikkarten unter die Lupe genommen. SD- 
Leistung oder andere Kriterien der jeweiligen 
Karten wurde dabei absolut nicht berücksich- 
tigt. Daher gibt es in diesem Fall auch keine 
klassische Punktwertung und keine Goldplay- 
er- oder Preistipp-Prädikate. Hier das Ergeb- 
nis unserer Beobachtungen: 

ATI Rage Fury 

Einige Karten der Fury-Serie von ATI (nicht 
zum Beispiel die Maxx) verfügten von Anfang 
an über einen recht guten TV-Ausgang. Bei der 
aktuellsten Serie wird hierfür allerdings ein 
anderer Chip verwendet (siehe nächster Test). 

Etwas lästig ist, dass die Grafikkarte wäh- 
rend des Bootens (bis Windows vollständig 
geladen ist) unabänderlich mit 50 Hz läuft, 
wenn ein Fernseher oder Videorekorder mit 
angeschlossen ist. 

Die Ausgabequalität selbst ist sehr gut, nur 
die Farben wirken teils etwas matschig. Aller- 
dings bietet der ATI-Treiber eine ganze Reihe 
von Einstelloptionen bezüglich Bildlage, - 
große (etwas Rand bleibt jedoch), Farbanteile 
und mehr. Sehr gut gelöst ist das Ein- und 
Ausschalten des TV-Outs (und Umschalten 
der Bildwiederholfrequenz der Monitoraus- 
gabe, die auch mit TV-Out aktiv bleiben kann) 
per selbst definierbarem Hotkey ohne 
Umweg über Konfigurations-Dialoge. 

ATI Rage Vivo/ 
All In Wonder 128 

Die neuesten ATI-Grafikkarten lassen die TV- 
Ausgabe von einem anderen Chip erledigen, 
der auch einen Video-Eingang (etwa zum 



184 PC PLAYER JUNI 2000 



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HARDWARE 




Digitalisieren von analogen Videos) besitzt. 
Die Darstellungsqualität erscheint sogar noch 
ein wenig besser als bei der »alten« Fury- 
Serie. Treiber, Steuerung und Einstelloptio- 
nen sehen aber ganz genauso aus. Auch hier 
wird der Monitor (bei angeschlossenem Fern- 
seher oder Videorekorder) beim Booten 
zunächst mit 50 Hz betrieben, bis der Grafik- 
treiber geladen ist. 

3Dfx Voodoo 3-3000 

Der TV-Anschluss an die Voodoo 3-3000 
erfolgt über eine S-VHS-Buchse 
und einen mitgelieferten 
Cinch-Adapter. Der 
Fernsehausgang 
lässt sich erst 
a kti vi e ren , 
nachdem zu- 
sätzlich zum 
Treiber auch noch 
die 3Dfx-Tools von der 
CD installiert wurden. 
Dann finden sich die entspre- 
chenden Einstellungen tief ir 
einem Dialog der Anzeige-Eigen- 
schaften. Ob der Monitor bei aktivier- 
tem TV-Out ebenfalls das PC-Bild anzeigt 
(Dualmode), können Sie hier einstellen. Die 
Bildqualität ist gut, subjektiv entsteht aber ein 
wenig mehr »Schnee« als bei anderen Karten. 
Neben der Bildlage lässt sich auch die Größe 
des Bildes einstellen, allerdings in sehr groben 
Schritten. Je nach Fernseher kann es sein, 
dass Sie die richtige Einstellung zwischen 
etwas schwarzem Rand und »Overscan« (zu 
großes Bild) nicht treffen können. 

Asus AGP V-6600, 
AGP V-6800 

Keinen Dualmode bietet der TV-Out der Asus- 
Karten mit GeForce-Chip. Die Anzeige läuft 
also exklusiv entweder über den Monitor 
oder über den Fernseher. Der Anschluss 
erfolgt wahlweise über einen vollwertigen S- 
Video-Anschluss oder über eine Cinch-Buch- 
se (Composite). Die Bildwiederholrate wird 
beim Umschalten (etwas umständlich über 
einen hierarchisch tief eingegrabenen Dialog) 
automatisch angepasst. 

Die Bildqualität ist sehr gut vor allem in 
punkto Farbtreue. Allerdings lässt sich nur 
die Bildlage aber nicht die -große anpassen. 
Die Ränder um das Fernsehbild sind aber 
sehr gering. 

Guillemot Cougar 
Video Edition 

Der TV-Out-Anschluss der Guillemot-Karte 
ist eine S-VHS-Buchse, die aber auch ein 
normales Composite-Signal transportiert. 
Ein entsprechender Adapter liegt der Karte 
bei. Leider war der Testkarte auch nach einem 
Treiber-Update nichts auf dem TV-Out- 
Anschluss zu entlocken. Die mitgelieferte 
Dokumentation ging darauf überhaupt 
nicht ein; die Guillemot-Hotline blieb auch 
nach zwei Tagen unerreichbar. Erst ähnliche 
Probleme bei der Hercules-Karte aus 
gleichem Hause (siehe nächster Test) er- 
laubte die Nutzung des TV-Anschlusses. 
Steuerung und Bildqualität entsprechen 
genau den Ergebnissen der Hercules Prophet 
DDR-DVI. 



Ganz 
pfiffig ist 
die Verwendung 
eines Video-Funk- 
übertragungssystems 
(Elektronikhandel, ab 
etwa 200 Mark). An den 
TV-Out der Grafikkarte angeschlossen, 
können Sie so beispielsweise per PC 
abgespielte DVDs auf einem Fernseher 
in einem anderen Raum ansehen. 



Hercules 3D Prophet DDR-DVI 

Zumindest als Markenname ist Hercules wie- 
der aufgetaucht; nunmehr unter der Schirm- 
herrschaft von Guillemot. Treiber, Dialoge 
und Einstell-Optionen des TV-Out der Prophet 
DDR-DVI mit GeForce-Chipsatz ähneln denn 
auch auffällig denen der Guillemot Cougar. 
Und - wer hätte das gedacht - auch hier war 
es zunächst unmöglich, den TV-Out zu akti- 
vieren. Schließlich konnte das Problem lokali- 
siert werden: Ob ein Fernseher angeschlos- 
sen ist, wird durch eine Mes- 
sung des Ausgangswider- 
standes am Videoanschluss 
ermittelt. Dabei ist die Tole- 
ranz so gering, dass ein 
zwischengeschalteter Scart- 
Umschalter eine Erkennung 
verhinderte. Ein Direktan- 
schluss mit einem anderen 
Kabel erlaubte plötzlich die 
Aktivierung des TV-Out. Aus 
gleichem Grunde verbietet 
sich übrigens auch das 
Zwischenschalten eines 
Macrovision-Kopierschutz- 
dekoders. Die Bildqualität ist 
gut, bei 640 mal 480 Punkten 
Auflösung verfügt sie aber 
über einen deutlichen 
schwarzen Rand. Dualmode- 



fähig ist die Karte nicht, bei aktivem TV-Out 
bleibt der PC-Monitor also schwarz. 

Elsa Victory X 2 

Elsa's Flaggschiff mit GeForce-Chip bietet 
einen TV-Out-Anschluss über eine S-Video- 
Buchse, respektive 
einen mitgeliefer- 
ten Cinch-Adap- 
ter. Eine simultane 
Darstellung auf 
Monitor und TV 
unterstützt sie 
nicht, prüft aber 
wenigstens vor 
dem Umschalten, 
ob überhaupt ein 
Fernseher ange- 
schlossen ist 
(Widerstandsmessung 
am Kabel). Die Bild- 
qualität ist sehr gut 
und weist nur 
geringe Ränder 
auf. Allerdings 
lässt sich nur die 
Bildlage, nicht 
aber die -große ein- 
stellen. Die Dialogbox 
zum Umschalten erreicht 
man mit zwei Mausklicks über 
das Elsa-Tool, welches in der 
Systray sitzt. 

Matrox Marvel G400 

Der TV-Out-Anschluss alleine ist vermutlich 
kein Grund, sich die doch recht teure Marvel 
von Matrox anzuschaffen. Deren externe Box 
mit den Video-Buchsen bietet auch einen 
Video-Eingang, über den sich Videos im 
MJPEG-Format (volle PAL-Auflösung) digita- 
lisieren lassen. Aber auch der TV-Out bietet 
eine Besonderheit: Dank Dualhead-Technik 
lassen sich an die Marvel nämlich nicht nur 
zwei PC-Monitore anschließen und getrennt 
steuern, sondern auch ein Monitor und ein 
Fernseher. Für beide lassen sich unterschied- 
liche Auflösungen und Wiederholfrequenzen 
einstellen, so dass im Dualmode-Betrieb das 
Monitorbild flimmerfrei bleibt. Die Bildqua- 
lität auf dem Fernseher ist zudem sehr gut; 
sowohl Bildlage als auch -große lassen sich 
in ausreichendem Maß einstellen. 
(Stefan Wischner/jr) 




An Matrox-Garfikkarten 

(hier: Marvel G400) lassen sich ein Monitor und ein 

Fernseher getrennt anschließen und steuern. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 185 



HARDWARE 



Kurztests 



Logitech Wingman Gaming Mousepad 



^v 




■-Sc 



Das Vorbild des 

Gaming Mousepads ist das 

3M-Pad, eine der ersten profes- 
sionellen Mausmatten. Beide 
zeichnen sich durch die von nor- 
malen Mauspads gewohnten nie- 



drigen Oberflächen aus. Anders 
bei den Everglide und Ratpad- 
Brettern, denn hier liegt 
das Mauspad etwas 
höher und 
nimmt außer- 
dem weitaus 
mehr Platz ein. 
Nicht so bei der 
Logitech-Matte, 
die mit weniger 
Platz auskommt. Die 
Oberfläche ist mit 
Nylon-artigem Stoff bezo- 
gen, der sich gleichmäßig 
über die ganze Fläche er- 
streckt. Bei einem Test kamen 
auch die IntelliEye-Mäuse wun- 
derbar damit zurecht. Weitere 
Pads mit derselben Oberfläche 
gibt es nur noch vom Lizenzgeber 



3M, denn der hat schlauerweise 
ein Patent darauf angemeldet. 

Fazit 

Zwar wartet das Wingman Gaming 
Mousepad mit der griffigsten 
Oberfläche auf, doch das ist nicht 
für jedermann gleichzeitig ein Vor- 
teil. Denn manche Spieler- insbe- 
sondere diejenigen, die sich schon 
an die Everglide-Pads gewöhnt 
haben - werden erst nach einer 
langen Eingewöhnungsphase 
damit zurechtkommen. Außerdem 
ist die Haltbarkeit des Wingman 
Mousepads doch arg begrenzt. Da 
halten die aus Hartplastik beste- 
henden Everglides und Ratpads 
länger. Ein großer Vorteil des Pads 
aber ist (bedingt durch seine gerin- 
ge Höhe), dass man es entweder 



hochkant oder leicht schräg legen 
kann. Das ist bei den Hartplastik- 
Brettern wiederum nicht möglich. 
(jr) 
www.logitech.de 



ÜEPLAYER 

WERTUNG 

LOGITECH WINGMAN GAMING 
MOUSEPAD ca. 25 Mark ■ Mauspad 



Pro: 

■ Gleichmäßige Oberfläche 
Niedrige Höhe 

Contra: 

Auf die Dauer Abnutzung 
Bremsende Schicht 



GESAMTURTEIL 7 



Saitek GM1 Game Mouse 


^d 


Fazit 


4t^^ ^^^. 


-ür normale Windows-Anwen- 


^^^^^^ ,^^H ^^^. 


dungen ebenfalls geeignet, spielen 


W W ^ ^ 


Sie mit der Saitek-Maus einfach 


r ^^ 


besser. Der Vier-Wege-Schal- 




^^ ter macht sich sowohl 


l 


bei 3D-Shootern als 


^^ t 


auch Strategie-Spie- 


^ 


^^ len positiv bemerk- 


^ x 


...,;kk bar, und mecha- 


^ 


ä^ftjja&stt 1 nisch gibt's, wie 
n|HHI immer bei Sai- 
V teks Hardware, 


<■ ^Sw| :&!iis 


^^^M 


Uf keine Beanstan- 


Eine Maus, \^ '^^bHsIh 


^m düngen. 


nur zum Spielen ^H ^^^^P 


^^^^r Legen Sie jedoch 


- Saitek steigt jetzt ^^ 


^^r keine Funktionen auf 


auch in den Nager- ^^^^^^^ 


den Coolie-Hat, die Sie alle 


Markt ein. Die GM1 sieht der 


zwei Zehntel Sekunden benötigen, 


alten Microsoft-Maus sehr ähn- 


da Sie sonst bald den Daumen 


lich, ist aber ein wenig höher und 


\/erkrampfen. Trotz der guten Ergo- 


kürzer. Auch die Neigung zur 


nomie fällt das Gerät aber recht 


rechten Seite hin ist deutlich stär- 


<urz und hoch aus, womit nicht 


ker ausgeprägt. Zwei Knöpfe und 


eder zurecht kommen dürfte. 


ein Scrollrädchen zieren die 


Also, erst einmal ein bisschen 


Vorderseite, das Rad lässt sich 


Probe spielen, (mash) 


wie bei der Konkurrenz drücken. 


www.saitek.de 


Der besondere Clou an dieser 




Maus ist ein seitlich links ange- 


Mpuoer 




brachter Coolie-Hat, den die Ergo- 






nomien von Saitek mit den Funk- 
tionen »Bild oben/unten« sowie 


WERTUNG 




»Position 1« und »Ende« belegt 


SAITEK GM1 GAME MOUSE 




haben. Kann die Knopfbelegung 


ca. 70 Mark ■ Maus 




in einem Spiel variiert werden, 


Pro: 




stellt dies eine interessante 


Gute Ergonomie 




Ergänzung dar, da dann insge- 


Sinnvolle Zusatzfunktionen 




samt sieben Knöpfe zur Verfü- 


Contra: 


gung stehen. Das Gerät kann 


Etwas kurz und hoch 


sowohl über USB als auch einen 
seriellen Port angeschlossen und 






GESAMTURTEIL 34 




problemlos angemeldet werden. 







Saitek GM2 Action 
Päd & Game Mouse 




Speziell an Freunde der 3D-Shoo- 
ter wendet sich das GM2, eine 
Kombination aus der »GM1«- 
Maus und einer Art Tastaturersatz 
für die linke Hand. Diese Mini- 
Tastatur verfügt über sechs Knöp- 
fe, eine »Shift-Taste« für Doppel- 
belegungen, einen Acht-Wege- 
Schalter und ein Scrollrad, das Sie 
seitwärts bewegen. Das alles ist 
voll programmierbar, weswegen 
sich hier (inklusive Maus) maximal 
40 Funktionen vereinigen. Unter 
dem Gerät wickeln Sie Saitek- 
typisch überschüssiges Kabel auf, 
wobei die Strippe zum Rechner 
durchaus länger sein könnte. Sie 
benötigen übrigens unbedingt 
einen USB-Anschluss an Ihrem 
Computer, die Maus lässt sich 
auch nur in Kombination benut- 
zen. Wie bei der GM1 dürfen Sie 
aber noch einen »normalen« 
Nager gleichzeitig anschließen. 



Fazit 

Ob der »Space Orb«, 
der »Fragmaster« oder 
andere völlig unnütze 
Patentlösungen für Action- 
spiele - das Saitek GM2 ist die 
einzige brauchbare Alternative zur 
bewährten Kombination Maus- 
Tastatur. Die Buttons sollten jedoch 
einen schöneren Druckpunkt 
haben, außerdem ist eine gewisse 
Einarbeitungszeit nötig. Danach 
verbessern sich Ihre Überlebens- 
chancen aber merklich, (mash) 
www.saitek.de 



EBPuarER 

WERTUNG 

SAITEK GM2 ACTION PÄD & GAME MOUSE 
ca. 130 Mark ■ Mouse + Add-On 



Pro: 

Maus sehr gut 
Brauchbares Zusatzgerät 

Contra: 

Druckknöpfe unschön 
Nur als USB-Variante 



GESAMTURTEIL 



186 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



HARDWARE 



Kurztests 



Kärna LLC Razer Boomslang 1 000 




Im Gegensatz 

zum High-End-Modell Razer 

Boomslang 2000 arbeitet die 



Boomslang 1000 mit 1000 dpi 
Im direkten Vergleich mit der 
Boomslang 2000 (Test in 
PC Player 2/2000) 
macht sich der Sensi- 
tivitäts-Unterschied 
[ sofort bemerkbar. 
Aber trotz des redu- 
zierten dpi-Werts 
ist die Boomslang 
1000 dennoch eine 
sehr exakte Maus. An 
Treibersoftware lag die 
Version (1.0.3.1) bei, 
(ein Blick auf die Inter- 
netseite ergab, dass 
bereits die Version 2.0 zur 
Verfügung stand) die wir auch 
gleich für das 2000er Modell ver- 
wenden konnten. Leider krankt 
auch die 1000er Boomslang an 
den Mankos, die wir schon bei 



der 2000er kritisiert hatten. Durch 
die Verlagerung des Schwerpunk- 
tes auf den hinteren Bereich steu- 
ert sich die Maus derart merkwür- 
dig, dass sie für Profi-Spieler erst 
nach einer sehr langen Eingewöh- 
nungsphase in Frage kommt. Zum 
Spielen mag die Maus ja noch aus- 
reichend sein, aber spätestens auf 
dem Windows-Desktop wünschen 
Sie sich wieder Ihre alte Maus 
zurück. 

Fazit 

Eigentlich gelten für die Boom- 
slang 1000 die gleichen Verbesse- 
rungsvorschläge, die wir auch 
schon der Boomslang 2000 mit- 
gegeben haben. Das Prinzip »eine 
Maus für Profis« ist gut gemeint, 
aber nur dürftig umgesetzt. Wer 
die lange Gewöhnungsphase auf 



sich nimmt, spielt mit einer tech- 
nologisch hochwertigen Maus, 
die nur noch von den Intelli-Mäu- 
sen (keine Verschmutzung, kein 
Verschleiß) übertroffen wird, (jr) 
www.haudenlukas.de 



HEPLAYER 

WERTUNG 

KÄRNA LLC RAZER BOOMSLANG 1000 
ca. 150 Mark ■ Maus 


Pro: 

Sehr genaue Steuerung 
Gute Treibersoftware 

Contra: 

■ Missratene Form 

Deplatzierte, seitliche Buttons 


LifilMüllMI 



Interact Raider Pro Digital 



1 




Wie der im letzten Heft getestete 
Cyclone Digital ist auch der Raider 
Pro Digital ein Joystick, der für 
Linkshänder geeignet ist. Doch 
letztere müssen, wenn sie den 
Schubregler bedienen wollen, 
umständlich auf die linke Seite 
greifen, da auf der rechten kein 
Regler, sondern lediglich eine 
Power-LED (warum eigentlich?!) 
sitzt. Was die Buttons angeht, ste- 
cken auf der Unterseite vier recht 
große Knöpfe, die man aber auch 
auf jeder Seite hätte doppelt 
anbringen können. Somit wäre aus 
dem Raider Pro Digital ein vollwer- 
tiger Rechts- und Linkshänder- 
Joystick geworden. Der Schubreg- 
ler steckt ein bisschen zu tief im 
Gehäuse und dürfte etwas weiter 
aus der Unterseite herausragen. 
Am Stick selbst befinden sich ein 
Coolie-Hat und zwei weitere But- 
tons. Auf der Joystick-Unterseite 



sitzen noch vier Saugnäpfe, die 
ein Verrutschen erfolgreich ver- 
hindern. 

Fazit 

Kleinere Hände, die fest auf 
der Handballenauflage sitzen, 
erreichen nur durch Strecken 
der Hand den Coolie-Hat am 
oberen Ende des Knüp- 
pels. Außerdem hat der 
Coolie-Hat eine arg 
rutschige Oberflä- 
che, was die Kon- 
trolle damit 
etwas ungenau 
macht. Insgesamt 
gesehen gehört die 
Handballenauflage eine Winzig- 
keit größer, der Coolie-Hat griffiger 
und die Anzahl der Buttons ver- 
doppelt. Positiv fielen uns hinge- 
gen die Größe der Buttons und die 
rutschfesten Saugnäpfe auf. (jr) 
www.interact-europe.de 



HEplayer 

WERTUNG 

INTERACT RAIDER PRO DIGITAL 
ca. 60 Mark ■ Joystick 



Pro: 

Große Buttons 
USB-Adapter 

Contra: 

Zu wenig Buttons und 
Funktionen 

Für Linkshänder einge- 
schränkt verwendbar 



MTURTEIL 




Gravis Xterminator 
Dual Control 

Nachdem es im Joystick-Lager 
von Gravis in letzter Zeit etwas 
mager aussah (den Blackhawk 
Digital testeten wir in PC Player 
9/99, 68 Prozent), gibt es jetzt 
Nachschub zu vermelden 
den Xterminator Dual 
Control. Er ordnet 
sich jedoch nicht 
wie das letzte 
Modell im 
Joystick- 
Mittelfeld, son- 
dern in der Oberliga ein. Zum 
Preis von gerade einmal 100 
Mark erhalten Sie einen Knüppel, 
an dessen Stick vier Buttons und 
ein (etwas zu klein geratener) 
8-Wege-Coolie-Hat sitzen. Am 
unteren Joystick-Gehäuse stehen 
Ihnen fünf Knöpfe und ein Schub- 
regler zur Verfügung. Die linke 
Seite bedienen Sie brav mit der 
linken Hand, wobei der Daumen 
auf das so genannte »proportio- 
nale D-Pad« zugreift. Dabei han- 
delt es sich um einen beinahe 
analogen Mini-Joystick, der 
jedoch erst bei vollem Anschlag 
eine analoge Feinjustierung 
zulässt. Dem Xterminator Dual 
Control liegt ein Adapter bei, 
damit Sie den Stick auch an den 
USB-Port anschließen können. 

Fazit 

Die Installation bewältigten wir 
innerhalb weniger Sekunden 
- ohne eine Aufforderung die 
Windows-CD einzulegen oder 
sonstiger Mätzchen. Die Ergono- 



mie gehört zu 
den besten, die 
derzeit im Nicht-Force- 
Feedback-Lager herumturnen. 
Einzig die Größe dürfte ein paar 
Spieler nerven. Mit dieser Aus- 
gabe platziert sich der Xtermina- 
tor Dual Control auf dem zweiten 
Platz unserer Joystick-Rangliste. 
Lediglich der Sidewinder Preci- 
sion Pro übertrifft ihn. (jr) 
www.gravis.com 



[ZEPLAYER 



GRAVIS XTERMINATOR DUAL CONTROL 
ca. 100 Mark ■Joystick 



Pro: 

Top-Ergonomie 

Perfekte Button-Anordnung 

Viele Funktionen 

Contra: 

Beansprucht viel Platz 



ESAMTURTEIL 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 187 



HARDWARE 



Technik 

Treff 



3 



Hardware-Experte 
Henrik Fisch 

beantwortet Ihre 
Technik- 
Fragen. 



1 




Sie fragen, wir antworten: Tipps & Tricks rund um den PC. 



■ Riva TNT2 

Wofür steht eigentlich das »M64/PRO« 
bei einer Grafikkarte mit dem Riva- 
TIMT2-Chip? Ist die M64 besser oder die 
normale Karte? (Sebastian Butzek) 

Die TNT2-Chips mit dem Zusatz »M64« haben 
einen kleineren Datenbus für die Grafikdaten. 
Sprich: Der Chip ist langsamer. Speziell bei 
hohen Auflösungen über 800 mal 600 Pixel, 
macht sich das bemerkbar. Wenn Sie sowieso 
keine höheren Auflösungen benutzen, ist der 
Chip für Sie dagegen o.k. 

■ Defragmentierung 

Ich bin Besitzer eines Pentium Hl/500 
mit 128 MByte RAM. Meine Festplatte 
ist inzwischen bis über beide Lautspre- 
cher fragmentiert. Bei sämtlichen Ver- 
suchen meinen Rechner zu defragmen- 
tieren, bekomme ich die Fehlermeldung 
»Für die Defragmentierung Ihres 
Systems steht zu wenig Arbeitsspei- 
cher zur Verfügung, bitte beenden Sie 
andere Programme und wiederholen 
Sie den Vorgang erneut. Kennwort: 
Defrag 009«. Ich hoffe doch inständig, 
dass wir noch nicht soweit gekommen 
sind, mehr als 128 MByte RAM für eine 
popelige Defragmentierung zu benöti- 
gen. Woran liegt es also? 
(Andre per E-Mail) 

Ich vermute mal, dass hier nicht das RAM, 
sondern der verfügbare Festplattenplatz für 



die Auslagerungsdatei von Windows nicht 
ausreicht. Und der wird eben auch für eine 
Defragmentierung beansprucht. Schaffen Sie 
wieder Platz auf Ihrer Festplatte (bei Ihrem 
RAM-Ausbau mindesten 256 MByte) und 
schauen Sie nach, ob die Einstellungen im 
»System/Virtueller Arbeitsspeicher« richtig 
gesetzt sind (normalerweise: »Windows ver- 
waltet die Einstellungen für den virtuellen 
Arbeitsspeicher«). 

■ Voodoo-Rush-Treiber 

Ich habe mir vor kurzem eine Skywell 
»Voodoo Rush« mit 6 MByte RAM 
gekauft. Treiber wurden jedoch leider 
nicht mitgeliefert, und im Internet habe 
ich auch nichts gefunden. Es scheint, 
als würde diese Firma gar nicht mehr 
existieren. Wisst Ihr, wo ich noch einen 
Treiber herbekommen könnte? Die 
»Voodoo Rush«-Referenztreiber haben 
irgendwie auch nicht funktioniert. Der 
PC sagt immer, dass die für den Treiber 
erforderliche Hardware nicht im PC 
steckt. (Christoph Rank) 

Wir würden das Teil freundlich aber bestimmt 
mit dem Hinweis auf fehlende Treiber dem 
Händler um die Ohren pfeffern. Schliesslich 
kann man nicht immer darauf hoffen, dass 
Windows die passenden Treiber dabei hat. 
Speziell bei den Rush-Karten gab es in der 
Vergangenheit auch immer mal wieder Pro- 
bleme, so dass man sich auch leider nicht auf 
die Referenz-Treiber verlassen konnte. 







Wer im Moment 






über die 


m 




Anschaffung 


,.'' Jp ä €s' ■ ', 




einer GeForce- 




3^^^_ 


Karte nachdenkt, 
sollte noch 


^v^BB^ftwsfc^HiK "** "••3 •*!. ' > 


0£^0^^^^^f' r --T-r--. 


etwas warten. 




*v«f -~~^b /."^S^-.j^^to 


Voodoo-5 steht 


^^^ : 


§^*** r^ A§f W*$lt7 


in den Startlö- 
chern und auch 




^^^^^^^p 


nVidias neuer 




Chip mit dem 




Namen »GeForce 




^^y 


2 GTS« lässt 




nicht mehr lange 






auf sich warten. 



3D-SOUND 



Bekommt man »echten« 3D-Sound 
in PC-Spielen (EAX/A3D) auch dann 
zu hören, wenn man den digitalen 
Ausgang neuerer Soundkarten, zum 
Beispiel Terratec »DMX« oder Crea- 
tive »SB Live«, mit einem Dolby- 
Digital-System (zum Beispiel Boston 
Accoustic Digital Theatre 6000) ver- 
bindet, oder geht das nur mit zwei 
separaten, aktiven Lautsprechersys- 
temen, welche man über die Line- 
Out-Buchsen anschließt? (Ralf Micke) 

Grundsätzlich nein. Die Sounds in Spie- 
len sind nicht nach Dolby-Digital-Norm 
kodiert (zumindest kennen wir noch kei- 
nes). Ein Decoder kann mit dem Digital- 
signal der Soundkarte (das ja normaler- 
weise von einem DVD-Spieler kommen 
sollte) meistens nichts anfangen. Anders 
sieht es aus, wenn ein Spiel das »Dolby 
Surround«-Logo trägt und der Decoder 
auch »Dolby Surround« oder »Dolby Pro- 
Logic« beherrscht. 



■ GeForce statt TNT2 

Ich bin zur Zeit etwas unschlüssig, ob 
der Kauf einer »GeForce«-Karte bei mei- 
nem System Sinn macht. Ich besitze 
einen Pentiumlll/500 mit 256 MByte 
RAM und einer »Erazor III« von Elsa 
(TNT2). Leider kenne ich niemanden, der 
eine TNT2- durch eine GeForce-Karte 
ersetzt hat. Lohnt sich bei meinem 
System zirka 500 Mark locker zu 
machen und eine »GeForce«-Karte ein- 
zubauen? (»Rat« per E-Mail) 

Im Moment würden wir noch abwarten, was 
denn die neuen Voodoo-5-Karten bezie- 
hungsweise der »GeForce 256«-Nachfolger 
mit den Namen »GeForce 2 GTS« (ehemali- 
ger Codename »NV 15«, Vorstellung in dieser 
Ausgabe) so bringt. Entsprechende Karten 
könnten eventuell schon in den Regalen der 
Händler liegen, wenn Sie dieses Heft in den 
Händen halten. Einen entsprechenden Test, in 
dem Sie die neuen Chips mit den alten ver- 
gleichen können, liefern wir nach. 



188 PC PLAYER JUNI 2000 



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HARDWARE 



■ Große Festplatte 

Ich möchte meinen Computer mit einer 
neuen Festplatte aufrüsten. Mir schwebt 
eine Größe von 19,1 GByte vor, nur 
weiß ich jetzt nicht, ob mein BIOS das 
verkraftet. Die Angaben zum BIOS habe 
ich beigelegt. (V. Stubbra) 

Ihr BIOS datierte vom 19.11.97. Das dürfte 
für die Unterstützung großer Platten schon 
ausreichen. Ein BIOS-Update bekommen Sie 
darüber hinaus nur vom Motherboard-Her- 
steller (meistens auf der Web-Site im Inter- 
net). Mit der genauen Motherboard-Bezeich- 
nung finden Sie dort auch das passende 
BIOS. 

■ CD-Rs für Audio 

Vor einiger Zeit kaufte ich mir einen HP 
»CD-Writer plus 9210i«, um mit diesem 
meine eigenen Musik-CDs zu erstellen. 
Von einem Freund erfuhr ich nun, dass 
man dafür unbedingt die speziell 
gekennzeichneten Audio-CDs verwen- 
den sollte, um Inkompatibilität und 



CD-Rs für Audio unterscheiden sich 
technisch nicht von CD-Rs für Compu- 
terdaten. Allerdings bekommen fairer- 
weise die Musiker per GEMA-Gebühr 
noch etwas von dem Kuchen ab. 



Lesefehlern vorzubeugen. Dummer- 
weise kosten diese CDs etwa doppelt so 
viel wie normale CD-Rs. Sollte ich es 
jetzt einfach mal auf einen Versuch 
ankommen lassen (und eventuell einen 
Rohling zerstören), oder muss ich doch 
die teuren Audio-CDs kaufen? 
(Dirk Zehetmaier) 

CD-Rs für Audio unterscheiden sich von den 
normalen (und günstigeren) CD-Rs grund- 
sätzlich nur in einem Punkt: eben dem (vor 
allem durch die GEMA-Gebühren verursach- 
ten) höheren Preis. Ansonsten ist die Technik 
exakt dieselbe. Der etwas höhere Preis 
kommt aber auch dadurch zustande, dass es 
bei den Audio-CD-Rs fast keine No-Name- 
Ware gibt und bekannte Marken kosten nun 
mal immer etwas mehr. Generell würden wir 
für Audio-CDs allerdings nur Markenware 
nehmen (egal, ob Audio-CD-R oder Compu- 
ter-CD-R). Bei Audio-CDs gibt es nämlich 
weniger Bits für die Fehlerkorrektur. Sprich: 




Wenn mal ein Lesefehler auf der CD ist (durch 
billige Rohlinge), ist die Chance der Korrektur 
geringer als bei Computer-CDs. Sie hören 
also eventuell mal einen Knackser. Ob das 
nun wieder für CDs im Auto (wo die Fahrge- 
räusche einiges überdecken) oder bei typi- 
scher Dance-Musik (die ja nun sowieso je 
nach Stilrichtung alle möglichen Arten von 
Störgeräuschen enthält) relevant ist, muss 
jeder für sich entscheiden. Ich sage: Wo es 
wirklich mal knackst und mich das stört, gebe 
ich gerne auch nochmal zwei, drei Mark für 
den zweiten Rohling aus und brenne eine 
neue CD. 

Wer ganz fair gegenüber den Musikern ist 
(und fair sind wir doch alle, oder?), kauft aber 
doch die Audio-CDs. Denn dann bekommen 
die Musikschaffenden über die GEMA doch 
noch ein paar zusätzliche Pfennige für ihre 
Leistung - zumal die meisten Hobby-Musiker 
(so wie ich) für jede Mark dankbar sind. 

■ Voodoo- 1 

Mein Freund sagt mir, dass die Diamond 
»Monster 3D«-Karte eine Auflösung von 
800 mal 600 Pixel unterstützt. Aber bei 
mir kann ich nur eine Auflösung von 
640 mal 480 Pixel darstellen. 
Warum? (Allen Smitty) 

Ja, die allerersten Voodoo-Karten boten 
auch eine Auflösung von 800 mal 600 
Pixel. Allerdings muss das zum einen der 
Treiber unterstützen, zum anderen das 
Spiel. Wenn das bei Ihnen nicht angeboten 
wird, unterstützt das Spiel die Auflösung 
schlichtweg nicht. 

■ Registry per Hand säubern 

Ich wollte fragen, ob ich die mit der Zeit 
arg angeschwollene Software-Registrie- 
rungsliste »per Hand« säubern kann? 
Manche Software hat noch einen Ein- 
trag, ist aber schon lange nicht mehr auf 
der Festplatte. (Frank Klimisch) 

Klar geht das: Informationen zum Thema 
Software werden unter 

HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE 
und 

HKEY_CURRENT_USER/Software 
abgelegt. Dort sind die ehemals installierten 
Programme (meistens) fein säuberlich nach 

So erreichen Sie uns 

Brennt Ihnen eine Frage zu den 

Mysterien der PC-Technik auf der 

Zunge? Versiegt die Spiele-Lust im 

Hardware-Frust? 

Schreiben Sie uns; wir versuchen 

Ihre Fragen in der nächsten 

Ausgabe unterzubringen. 



1 20-MBYTE-DISKETTEN 



Ich habe ein ziemliches Problem mit 
meinem »LS 120«-Laufwerk. Nach 
der erfolgreichen Installation des 
Laufwerks und des Treibers funktio- 
nierte es tadellos. Ich konnte in dem 
Laufwerk die 120-MByte-Disketten 
beschreiben und in meinem norma- 
len Diskettenlaufwerk die Standard- 
1 ,44-M Byte-Disketten. Beschreiben 
kann ich diese Disketten im LS- 120- 
Laufwerk ebenfalls, nur in den »nor- 
malen« Diskettenlaufwerken lassen 
sie sich nicht lesen. Warum? 
(Kurt Heibig) 

Sieh an, es gibt also doch noch Leute, die 
solch ein Diskettenlaufwerk besitzen. In 
diesem Fall scheint das LS-120-Laufwerk 
allerdings dejustiert zu sein. Das richtet 
der Hersteller wieder. Also ab damit zum 
Händler. 

Der Fehler tritt bei den 120-MByte- 
Medien nicht auf, weil diese eine auf der 
Magnetschicht aufgebrachte optische 
Führungsspur besitzen, die das Laufwerk 
abtastet. Der Lesekopf wird dort also wie 
bei den Fahrbahnmarkierungen auf der 
Autobahn geleitet (weshalb übrigens 
überhaupt so viele Daten auf die Disket- 
ten passen). Bei den normalen Disketten 
gibt es so etwas nicht, weshalb es zu Pro- 
blemen kommen kann. 



Hersteller sortiert eingetragen. Damit auch 
die Uninstall-Informationen verschwinden, 
müssen Sie noch die Einträge unter 

HKEY_LOCAL_MACH INE/SOFTWARE/ 

Microsoft/Windows/CurrentVersion/ 

Uninstall 
suchen und entfernen. 

Viele Programme tragen allerdings auch für 
Datei-Endungen Startbefehle ein, damit per 
Doppelklick automatisch das zugehörige Pro- 
gramm losläuft. Diese Einträge finden sich 
unter 

HKEY_CLASSES_ROOT 
Aber Vorsicht: Einmal im falschen Moment 
geniest und dabei die Löschtaste gedrückt 
und Windows läuft eventuell nicht mehr, (hf) 



Unsere Adresse: 

Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort: »Technik Treff« 
Rosenheimer Str. 145h 
81671 München 

oder per E-Mail an 
techniktreff@pcplayer.de 




Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Zeitgründen keine individuellen Ratschläge ertei- 
len können. Bitte schicken Sie also weder Rückporto noch frankierte Umschläge. Außerdem 
ganz wichtig: Bitte, bitte fügen Sie der E-Mail Ihren vollen Namen hinzu. 



Technik-Hotline für PC Player, 

Mo-So 7-24 Uhr (0190) 882 - 419 - 43 (3,63 Mark/Minute) 






www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 189 



HARDWARE 



Netzwerk- Partys 




/ 



Netzwerkspieler im Frühling lieber an 



Wer denkt, dass 



die frische Luft gehen, der hat sich geschnitten. Ein 
Blick in die Karte und Tabelle von PlanetLAN zeigt 
Ihnen die künftigen LAN -Partys. 



Wieder einmal beglückten uns 
die Jungs von PlanetLAN 
mit der neuesten LAN-Karte. 
Sie zeigt Ihnen auf einen 
Blick, wo denn in Ihrem Umkreis die 
nächste größere LAN-Party stattfindet. 

Außerdem werden Sie gleich mit Informa- 
tionen über das Eintrittsgeld und die Anzahl 




der maximal zulässigen Teilnehmer versorgt. 
Wir empfehlen Ihnen, nicht blind zur Party 
anzureisen, sondern vorher einen Blick auf die 
Homepage der Party-Betreiber zu werfen, da 
meist ein Sitzplatz reserviert werden muss. 



Party ausser Rand 
und Band 



Weitere Details zur nächsten gigantischen 
LAN-Party namens DarkBreed (28. bis 30. 
Juli in Wiesbaden) rutschten zu uns durch: 
Auf jeden Fall wird die »DarkBreed - 
breaking Normality«, wie der Name schon 
andeutet, den bisherigen Besucher-Rekord 
von LAN-Partys sprengen. Mit der beträcht- 
lichen Anzahl von 2000 Leuten soll die 
Party alles bisher dagewesene auf die hin- 
teren Plätze verweisen. Unseres Wissens 
wird es die weltweit bisher größte LAN- 
Party überhaupt werden. Weitere Details: 
Vier Hallen (inklusive einer Raucher-Halle) 
mit jeweils einer Leinwand, 20 Kilometer 
Netzwerkkabel, Anmeldestart: 4. Mai 2000, 
Anmeldung nur über die LANcard 
(www.darkbreed.net). Zutritt haben nur Per- 
sonen ab 18 Jahren. Bisher haben die Dark- 
breed-Orgas mit NetGames und Cabletron 
zwei starke Sponsoring-Partner gewonnen - 
weitere sind willkommen. 




Wichtige LAN-Party-Termine von Mai bis September 2000 



Nr. 


Datum 


Party 


Ort 


Gäste 


Eintritt 


URL 


01 


05.05.2000 


EuropeNet 


Schwäbisch 
Gmünd - Bargau 


224 


25 Mark 


europenet.planetlan.de/ 


02 


05.05.2000 


G-P-L 01/2000 


Marzahn 


240 


42 Mark 


www.g-p-l.de/index.php3? 
do=showpage&page=31 


03 


12.05.2000 


[FraglGate to Hell 


Weidenberg bei Bayreuth 


230 


25 Mark 


keine Webseite vorhanden 


04 


12.05.2000 


PlaNETiNS0MNiA7 


Seevetal/Hittfeld 


404 


39 Mark 


www.planet-insomnia.de/ 


05 


13.05.2000 


Gamesession XXL2 


Hameln 


200 


25 Mark 




06 


13.05.2000 


Evolution 


Puschendorf bei Fürth 


200 


200 Mark 


e 


07 


13.05.2000 


Bullet Hail NEtwork 


Riedstadt/Leeheim 


200 


25 Mark 


\ 


08 


13.05.2000 


VHS LAN Party 


Gladbeck 


200 


35 Mark 




09 


19.05.2000 


LANWARS Episode 3 


Kuchen (BW) 


400 


30 Mark 




10 


19.05.2000 


Gigahertz LAN Party: Phase III 


Karlsruhe (Mehrzweckhalle) 


230 


35 Mark 




11 


19.05.2000 


JOYRIDE 


Kamen (bei Dortmund) 


200 


OMark 




12 


02.06.2000 


END of DAYS 


Celle 


450 


30 Mark 




13 


02.06.2000 


RuhrpottRuler- 
the first Contact 


Eissporthalle Dorsten 


500 


40 Mark 


www.ruhrpott-ruler.de/ 


14 


09.06.2000 


MultiMadness 8 


Seevetal - Maschen 


200 


25 Mark 


www.m 


15 


16.06.2000 


Circus Internus 04/2000 


Appenweier 


222 


30-35 Mark 


V 


16 


17.06.2000 


LANbada Convention 


Reutlingen 


350 


30 Mark 


www.lanbada.de/ 


17 


17.06.2000 


Lan-M@TriX 


Lengerich 


220 


30 Mark 


www.lan-matrix.de/ 


18 


23.06.2000 


LANSTRIKE 


Stadthalle Uelzen 


500 


30 Mark 




19 


23.06.2000 


TeraFusion 2K 


Autalhalle Niedernhausen 


560 


35 Mark 


www.terafusion.de/ 


20 


23.06.2000 


The Final IMPACT 3 - LAN meets ART 


Documenta-Halle Kassel 


300 


35 Mark 




21 


24.06.2000 


me and my gun - my gun and me 


Gemünden - Sporthalle 


400 


35 Mark 




22 


28.06.2000 


ErrorNet Y2K 


Airfield Fulda - Sickels 


350 


19-29 Mark 




23 


30.06.2000 


Frag da LAN Vol.3 


Toscana Festhalle, Leichlingen 


400 


35 Mark 


www.frag; 


24 


28.07.2000 


DarkBreed - breaking normality 


Rhein Main Hallen Wiesbaden 


2000 


50 Mark 




25 


15.09.2000 


Lan-Conference 


Dresden 


1000 


45 Mark 


www.lancon.de 



190 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



HARDWARE 



Das grosse Beben 2 



Eine LAN-Party mit mehr als 600 
Teilnehmern kann nie problem- 
los ablaufen - ein Zitat, das man 
seit Anfang April besser nicht 
mehr in den Mund nimmt. Keine Strom- 
ausfälle und ein sehr schnelles Netzwerk 
waren die herausragenden Merkmale 
beim »Großen Beben 2«, das am letzten 
März-Wochenende in Erfurt stattfand. 

Mit 800 Spielern aus ganz Deutschland 
erobern die Organisatoren vom Großen 
Beben beim Wettrennen um die größte Party 
Deutschlands den zweiten Rang und platzie- 
ren sich damit direkt hinter der Mammut- 
Veranstaltung »Gamers Gathering«. 

Mit seinen 1600 Gästen führt das Gamers 
Gathering (LAN-Player 3/2000) bisher 
allerdings nicht nur unangefochten die Teil- 
nehmer-Hitliste an, sondern auch die Pan- 
nen-Statistik. Zahlreiche Stromausfälle und 
eiserne Kälte raubten vielen Spielern den 
letzten Nerv. Kaum jemand glaubte nach den 
Problemen noch daran, dass es jemals eine 
riesige LAN-Party geben wird, die ohne Pro- 
bleme über die Bühne geht. Genau hier setz- 
te das Große Beben 2 (die größte Party Ost- 
deutschlands) neue Maßstäbe. 



i Wlj ? H ^rrsrn»jgTFTrrtcT 



atoren 
gründen Dachverband 



Am 22. April haben sich über 100 LAN- 
Party-Organisatoren in einem Bochumer 
Hotel getroffen, um einen Dachverband für 
die deutsche LAN-Party-Szene zu gründen. 
Der Dachverband Deutscher LAN-Party 
Veranstalter (DDLV) soll zwar in erster 




Linie die Szene vor der Presse vertreten, 
erhält aber zusätzlich noch diverse andere 
Kompetenzen. So sollen beispielsweise 
Fortbildungsseminare für Organisatoren 
ausgerichtet und ein Sponsorenpool ins 
Leben gerufen werden. Außerdem ist 
geplant, jungen Organisations-Teams mit 
einer Starthilfe zur Seite zu stehen. 
Bereits heute werden Mittel mit einem 
zweistelligen Millionenwert von Sponsoren 
und Veranstaltern bei LAN-Partys in 
Deutschland eingesetzt. Seit Anfang 1999 
boomen LAN-Partys und ein Ende des 
Wachstums ist bisher nicht abzusehen. 
Wirft man einen Blick in die USA, wird 
erkennbar, was für ein Potenzial überhaupt 
in LAN-Partys steckt. 

Die Initiative zur Gründung eines Dachver- 
bands wurde von PlanetLAN ins Leben 
gerufen und wird unerstützt vom Deut- 
schen Provider Network (DPN), dem 
Gamers Network und der Bodis AG i. Gr. 
Weitere Informationen gibt es unter 
www.ddlv.de. 




Noch von der letzten Ausgabe des Bebens 
war den meisten Teilnehmern der Ort des 
Geschehens gut bekannt. Die »Thüringer 
Halle« hatte sich schon im letzten August als 
eine sehr gute Lokalität für knapp 500 Zocker 
erwiesen. Selbst für 800 Besucher standen 
an diesem Wochenende immer noch genü- 
gend Park- und Schlafplätze zur Verfügung. 
Aber nicht nur die Wahl der richtigen Halle 
unterschied das Großen Beben 2 von vielen 
anderen großen Partys. Jegliche Anlaufpro- 
bleme am ersten Tag blieben aus und jeder 
konnte nach dem Anschluss seines Compu- 
ters ohne Zeitverzögerung gemäß dem 
Motto »Plug-and-Play« loszocken. 

Netz der Netze 

Auch das aufgebaute Netzwerk verdiente 
sich ein besonderes Lob: Verglichen mit 
anderen Partys dieser Größenordnung war 
es in punkto Schnelligkeit das beste LAN, in 
das die meisten Zocker jemals ihre Daddel- 
maschinen gestöpselt hatten. Ähnliches 
kann man auch von der 2-MBit-Standleitung 




Im Hintergrund werkelten 40 Server 
mit jeweils einem 500er Celeron und 
256 MByte RAM. 



behaupten, mit der sich jeder Gast kostenlos 
ins Internet einwählen konnte. 

Da die Party ein Mindestalter von 18 Jah- 
ren vorschrieb, gab es keine rechtlichen Pro- 
bleme mit minderjährigen Gästen. Wer sich 
auf den 40 gleichzeitig laufenden Game-Ser- 
vern austoben wollte, hatte genug zu tun. 
Auch an Wettbewerben herrschte alles ande- 
re als ein Mangel: Für so ziemlich jedes Mul- 
tiplayer-fähige Spiel wurde ein Turnier ange- 
boten. Über das ganze Wochenende war die 
Stimmung in der Halle dementsprechend gut 
bis großartig. Jeder konnte ohne Netz- oder 
Stromausfälle seiner Lieblingsbeschäftigung 
nachgehen. Egal, ob »Starcraft« oder »Coun- 
terstrike« - es wurde alles beinahe bis zum 
Umfallen gezockt. 

Die perfekte Party also? Das zweite Große 
Beben gehört sicherlich zu den besten Partys 
Deutschlands, doch zur »perfekten Party« 
reicht es noch nicht. Dazu fehlte ein wenig 
der Community-Treff der Spieler-Szene - das 
Große Beben war mehr eine Party zum 
»Hardcore-Daddeln« als zum Treffen von 
Bekannten. Denn einige Spieler reisten nur 
an, um sich mit anderen Online-Größen zu 
messen. Doch was nicht ist, kann ja noch 
werden. Im Oktober diesen Jahres soll Erfurt 
zum dritten Mal von einem Großen Erdbeben 
erschüttert werden. (Michael Wegner/jr) 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 191 



FETISCH.COM 



Perry Rhodan 

Firestorm 



Deutschlands bekanntester Terraner erfreut 
sich immer noch einer ungebrochenen Vita- 
lität: Wer sonst könnte schon behaupten, dass 
zwei verschiedene Trading-Cards-Spiele auf 
seinen Namen hören? 




Ein abgekartetes Spiel - echt mit Aliens aus dem Weltraum 



Das neu erschienene »Fire- 
storm« ist weder identisch 
noch kompatibel mit dem 
schon etwas älteren »Perry 
Rhodan: Das Sammelkartenspiel«. Wäh- 
rend letzterem allerdings nur ein mäßi- 
ger Erfolg beschieden war, könnte Fire- 
storm sich zu einem echten Highlight 
entwickeln. Denn die Spieldesigner 
haben sich mit ihrem Regelwerk ziem- 
lich eng an die ultimative Vorlage 
»Magic: The Gathering« gehalten - und 
da Magic nach wie vor wohl der Genre- 
vertreter mit dem klarsten und durch- 
dachtesten Spielprinzip ist, handelt es 
sich dabei um eine gute Nachricht. 

Was Spielhintergrund und -ziel betrifft, so 
sei den Rhodan-Unkundigen gesagt, dass es 
hier um die Eroberung einer fremden Galaxis 
geht, wobei bis zu vier Machtblöcke (sprich 
Spieler) aus der heimischen Milchstraße um 
die Vorherrschaft ringen. Insider wird viel- 



leicht noch interessieren, dass es sich bei 
dem zur Disposition stehenden Territorium 
um die Überreste des Tolkander-Reiches im 
Kugelsternhaufen 47 Tucani handelt (siehe 
Rhodan-Hefte 1800-1899). Neben der Liga 
Freier Terraner sind auch das arkonidische 
Kristallimperium, die Galactic Guardians und 
das Forum Raglund am Wettlauf um Macht 
und Einfluss beteiligt. 

Klares Regelwerk 

Vom Ablauf her gibt es wenige Überraschun- 
gen: Die Karten teilen sich in Planeten und 
Ressourcen auf (also ganz ähnlich wie die 
Länder und Zaubersprüche bei Magic), wobei 
die ersteren in Form von Punkten das ökono- 
mische und technische Potenzial für den 
»Bau« der letzteren liefern. Unter Ressourcen 
versteht man hier sowohl Raumschiffe als 
auch Ausrüstungsgegenstände oder beson- 
dere Ereignisse. Pro Runde können die 
Spieler nun jeweils einen neuen Planeten 



Firestorm zu gewinnen 

Damit Sie sich mit etwas Glück zum 
Nulltarif ein eigenes Bild von Firestorm 
machen können, verlosen wir unsere 
Rezensionsexemplare, und zwar zwei 
Mal drei Starterpacks. Wenn Sie zu 
den beiden glücklichen Gewinnern gehö- 
ren wollen, sollten Sie uns eine Postkar- 
te zuschicken, auf dem Sie den Namen 
des wohl bekanntesten Mausbibers die- 
ses Universums notieren. Der Rechts- 
weg ist wie immer ausgeschlossen, Ein- 
sendeschluss (Poststempel) ist der 30. 
Juni 2000. Unsere Adresse lautet: 
Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Stichwort Firestorm 
Rosenheimer Str. 145h 
81671 München 



auslegen sowie mit den daraus resultieren- 
den Punkten ihre Ressourcen ins Spiel brin- 
gen. Das Rückgrat der eigenen Streitkräfte 
sind natürlich die Raumschiffe, welche zum 
Angriff auf gegnerische Welten oder zur Ver- 
teidigung der eigenen Planeten verwendet 
werden können. Die Stärke der Schiffe und 
auch der einzelnen Kolonien wird dabei durch 
Zahlenwerte angegeben - welche durch 
Zusatz-Ausrüstungen oder Ereignisse (so 
genannte Effekte) veränderbar sind. Sogar 
die Vernichtung von Einheiten durch 
Unglücksfälle oder der Stopp für ganze Feld- 
züge liegen im Bereich des Möglichen. 

Solche Effekte werden also nicht selten 
vom Verteidiger genutzt, um dem Gesche- 
hen überraschende Wendungen zu geben. 
Derartige Winkelzüge kennt man ja auch von 
den vergleichbaren Spielsystemen. Ganz 
generell liegt sogar ein nicht geringer Reiz 
darin, die Möglichkeiten und Grenzen einzel- 
ner Karten in der Praxis auszuloten, vor 
allem auch in Kombination mit anderen 
Motiven. Nicht selten ergibt es sich nämlich, 
dass zwei für sich genommen nicht sonder- 
lich tolle Karten im Zusammenspiel plötzlich 
sehr stark werden. Ein offensichtliches und 
gewolltes Beispiel dafür wäre hier etwa die 
Möglichkeit, mit Hilfe von Spionen 
Ressourcen zu verwenden, die eigentlich 
ausschließlich dem Gegner zur Verfügung 
stehen. Aber allein schon wegen der großen 
Zahl der Karten existieren bei diesen Spielen 
immer auch andere, von den Designern 
nicht vorhergesehene Kombinationen, die 
dem Spieler bei geschickter Verwendung 
klare Vorteile verschaffen können ... (jn) 



Wo? Wie? Wie viel? 

Firestorm ist erschienen bei Fantasy Pro- 
ductions, Postfach 1416, 40674 Erkrath. 
Das Spiel ist direkt dort oder im Fach- 
handel zu den handelsüblichen Preisen 
von ca. 17 bis 20 Mark (Starterpack) 
beziehungsweise 5 bis 6 Mark (Booster) 
erhältlich. Die Starterpacks enthalten 70 
Karten (davon 48 zufällige), die Booster 
jeweils 15. Die gesamte Serie umfasst 
312 Motive, www.fanpro.de 



192 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 




FETISCH.COM 



Das Spiel 



Schöne neue Medien- 
welt: Kaum kreiert 
RTL 2 eine neue Sen- 
dung mit bisher nie 
gesehenem Trash- 
Faktor, schon schiebt 
die Industrie ein 
Brettspiel zum Thema 
nach ... 

Und dieses Thema beschäftigt 
momentan trotz aller vorange- 
gangener Unken- und Schmäh- 
rufe die Gemüter. Dies wird 
schon daraus ersichtlich, dass morgens 
in der Redaktion immer erst mal ein ganz 
bestimmter Gesprächsstoff verhandelt 
wird: Big Brother! 

Sicher, längst nicht alle mögen die Sen- 
dung, und manche aus der Pro-Fraktion 
schauen sie nur, weil sie vor lauter Niveau- 
losigkeit fast schon wieder gut ist. Aber 
immerhin - gleichgültig bleibt anscheinend 
niemand. 

Auch das Spiel bietet offenbar wenig Raum 
für Gleichgültigkeit. Denn die Regeln sind 
kompakt, verständlich und sichtlich durch- 
dacht. Und das Geschehen selbst bietet genü- 
gend Reibungspunkte für einen spaßigen 
Abend: Man stelle sich bis zu sechs Teilneh- 
mer vor, die sich möglichst einigermaßen 
kennen sollten und mit Hilfe von zwei Würfeln 
einen Felder-Parcours durch das Big-Brother- 
Haus zu bewältigen haben. Jedes einzelne 
Feld ist dabei von Bedeutung, es gibt also 
keine Ruhepausen! 

Am häufigsten kommen gelbe Plätze vor. 
Wer dort landet, muss eine der über 150 
»Konfrontationskarten« ziehen - die ihn bei- 
spielweise dazu auffordern könnte, denjeni- 
gen aus der Gruppe zu benennen, der sich am 
deutlichsten gegen die Todesstrafe aus- 
spricht, der am wenigsten Probleme damit 
hätte, einem Baby die Windeln zu wechseln, 
oder der am perfektesten kocht. Der so 
ermittelte Glückspilz bekommt dann ein 
Stimmkärtchen in die Wahlurne geworfen. 
Andere Felder sorgen ebenfalls auf diese oder 
jene Weise für Urnenfüllung, und die zwei 
Spieler, die am Ende einer Runde die wenigs- 
ten Stimmen erhalten haben, sind für's Aus- 
scheiden nominiert - wer tatsächlich gehen 
muss, wird in einer Zwischenrunde ermittelt. 
Sind schließlich nur noch zwei Kandidaten 




Big Brother - Das Spiel: Hier in voller Aktion. 



übriggeblieben, wird mit drei weiteren Kon- 
frontationskarten der Sieger gekürt. Jeder 
Spieler kann hier seine Stimmen abgeben 
(auch wenn er bereits ausgeschieden ist) und 
am Ende gewinnt, wer die meisten Stimm- 
kärtchen in der Urne hat. 

Schnelles Spiel 

Big Brother ist ein schnelles Spiel, das allen- 
falls 30 bis 60 Minuten dauern dürfte. Die 
hauptsächliche Motivation liegt dabei wohl 
darin, dass ähnlich wie beim realen Vorbild 
peu ä peu einer nach dem anderen abtreten 
muss - und dass sich eine Situation durch die 



WIR NIMMT DU HERAUSFORDERUNG AN? 




unberechenbaren Fragekarten innerhalb kür- 
zester Frist grundlegend wandeln kann. Ande- 
re Aspekte, wie etwa die im TV sehr schön zu 
beobachtende Gruppenbildung bis hin zu 
Nominierungsabsprachen konnten in diesem 
Rahmen wohl nicht simuliert werden. Trotz- 
dem dürfte für gelegentlichen Pfeffer gesorgt 
sein, denn in bestimmten Situationen kennen 
die Regeln auch negative Charakterisierungen 
wie etwa die Frage nach dem größten 
Schwätzer, Trunkenbold oder Schleimer in der 
Runde. Da übt sich der Betroffene dann am 
besten in heiterer Gelassenheit. So oder so ist 
»Big Brother - Das Spiel« übrigens auch für 
Leute geeignet, die mit der Sendung nichts 
am Hut haben, da es seinen Reiz durchaus 
eigenständig entwickelt. 

Das Material besteht aus einem aufklapp- 
baren Brett aus sehr stabilem Karton, sechs zu 
groß geratenen Papp-Silhouetten, welche die 
Spielfiguren darstellen sollen, circa 170 Kon- 
frontations- und Kamerakarten, 120 Stimm- 
Markern, einer Plastik-Urne, zwei Würfeln und 
anderem Beiwerk. Alles in allem nicht gerade 
wenig, aber natürlich ist der geforderte Preis 
auch klar am oberen Ende der Skala anzusie- 
deln, (jn) 



Wo? Wie? Wie viel? 

Big Brother wurde produziert von Jumbo 
International und ist im Spielwarenhan- 
del für etwa 60 Mark erhältlich. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 193 



FETISCH.COM 



Kurzgeschichte 



Tattoo-Sue 

von Joe Nettelbeck 



acchus Morgenthau liebte Tat- 
'toos über alles - abgesehen 
vielleicht von gebratenen Hühn- 
chen (aber das ist eine andere 
Geschichte). Er besaß zwar keine 
auf eigener Haut, aber das würde 
sich womöglich bald ändern, denn 
oft sah man ihn stundenlang um 
Tätowierstudios herumschleichen, 
während er die Vor- und Nachteile 
gegen den ästhetischen Reiz eines 
solchen hautnahen Kunstwerks 
abwog. 

Eines Tages im Herbst war es 
dann tatsächlich so weit: Ein Jahr- 
markt kam in die Stadt und auf 
dem weitläufigen, mit dicht 
gedrängt gehenden Menschen 
erfüllten Gelände erspähte Bac- 
chus einen Stand, der dem tradi- 
tionellen Pferdewagen nachemp- 
funden war. Auf einem Holzschild 
über den Eingangsstufen stand in 
blauen, schlangengleich geform- 
ten Lettern, die sich beinahe zu 
bewegen schienen, der Name der 
Besitzerin: Tattoo-Sue. 

Um Bacchus war es geschehen. 
Wie in Trance stolperte er die 
schmale Stiege herauf. Ein von 
düster glimmenden Lampen 
erhellter Innenraum, ein Arbeits- 
tisch, von Punktstrahlern beleuch- 
tet, dahinter eine Frau von viel- 
leicht zwanzig Jahren, in den Halb- 
schatten nur schemenhaft erkenn- 
bar. 

Sie winkte ihn mit der Hand 
heran und deutete auf den Stuhl 
vor dem Tisch. Bacchus setzte sich 
und krempelte den rechten Ärmel 
des Hemdes hinauf, während er 
sich in einem versteckten Winkel 
seines Ichs darüber wunderte, was 
hier geschah. Das Mädchen sagte 
kein einziges Wort, während es 
seine Arbeit vollbrachte. Bacchus 
erhaschte zwischendurch ein oder 
zwei Blicke auf das Gesicht: dun- 
kel, schmal und schön und irgend- 
wie ... wild? 



Er erinnerte sich nicht an die 
weiteren Ereignisse - sein Be- 
wusstsein setzte erst wieder ein, 
als er am Morgen in seinem Bett 
erwachte. Er schob das Erleb- -> 



Münchhausen 
im Netz 

Lügenboldgeschichten satt bietet die eng- 
lischsprachige »Weekly World News«, 
deren Internetseiten immer mal wieder 
einen Besuch wert sind. 
Ob es nun um die Frau in einem Bremer 
Sanatorium geht, die angeblich richtige Eier 
legt, ob eine andere Dame mit sage und 
schreibe 3000 Pfund Lebendgewicht ver- 
handelt wird, oder ob sich der Beelzebub 
persönlich auf den neuerdings ja sehr volu- 
minösen Festplatten moderner Rechner 
breit macht, um dort in altmesopotami- 
schen Dialekten zu fluchen - den begnade- 
ten Einfallsreichtum der Redakteure müs- 




Gewichtige Tatsachen ... 

sen wir wirklich jedes Mal aufs Neue 

bewundern! 

www.weeklyworldnews.com 




Die Wahrheit ist dort 
draußen 



UFOs über Torfmoorholm? 



Auch Ihnen ist neulich mal ein UFO über den Weg geflo- 
gen? Dann haben wir die richtige Adresse für Sie, näm- 
lich die des »German UFO Research Club (GUFORC)«. 
Der GUFORC versteht sich als Interessensgemeinschaft 
für UFO-Fragen und sammelt eifrig diesbezügliche 
Daten wie Materialien. 

Die Website zeigt sich freilich thematisch eher weit 
gefächert. Neben Sichtungen finden sich hier auch ein 
umfangreicher Ausflug zur Area 51 oder etliche Sonderseiten zum »SETI@Home«-Projekt (Sie 
wissen schon, dieser hübsche, als Bildschirmschoner getarnte Hilfsdienst für unterbudgetier- 
te US-Forscher). Ein Globus samt Positionsanzeiger für Raumfahrzeuge (wie etwa der russi- 
schen MIR, der Internationalen Raumstation oder des Hubble-Teleskops) und Beiträge zu den 
Riesenfiguren auf den Osterinseln runden das Angebot ab. Die ideale Seite für Freunde von 
Mulder & Scully also - und wer weiß, vielleicht ist die Wahrheit ja wirklich dort draußen ... 
www.guforc.com 



Gentlewo- 
men und 
anderes 
Geschleckt 

Sicherlich kennen Sie noch 
diese kuriosen Bedie- 
nungsanleitungen für Rei- 
sewecker aus Taiwan, die 
man am liebsten ein Leben 
lang aufbewahren möchte, die dann aber 
doch nach dem nächsten Aufräumen für 
immer verschwunden sind. Keine Panik, die 
Rettung naht: Ob es sich um Toilettenschil- 
der auf thailändischen Bahnhöfen handelt 
(»Gentlemen« und »Gentlewomen«), um 




Sensazionell Modell 



die bereits erwähnten 
Anleitungen oder etwa um 
Computer-Fehlermeldun- 
gen, hier bleibt kein Auge 
trocken. Ein kleiner Aus- 
zug aus dem Manual für 
elektrische Weihnachts- 
kerzen belegt das ein- 
drucksvoll: 

»Mit sensazionell Modell 
Sie bekomen nicht teuto- 
nische Gemütlichkeit fuer trautes Heim nur, 
auch Erfolg als moderner Mensch bei ande- 
res Geschleckt nach Weihnachtsganz auf- 
gegessen und laenger, weil Batterie viel 
Zeit gut lange ... « 
www.pommesbu.de 







m Voll klickbar 



Vom Segen der modernen Technik. 



Der erste »voll-klickbare Entschuldigungs- 
zettel der Welt« - na, wenn das nicht mal 
ein Fortschritt in der Menschheitsgeschich- 
te ist! Endlich gibt es keinen Raum für 
Missverständnisse mehr, denn »mein 
Sohn hat wegen Gewaltandrohung durch 
Großbrand keinen Schlaf gefunden«, so 
eine der vielfältig kombinierbaren Möglich- 
keiten der Entschuldigung. Das muss doch 
einfach auf einen mitfühlenden Klassenleh- 
rer treffen, oder? 
www.entschuldigungszettel.de 



194 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



FETISCH.COM 



Und nun zu etwas ganz anderem 

Die offizielle Monty-Pythons-Website (www.pythonline.com) gehört zu den klassischen 
Absonderlichkeiten dieser Welt, bietet aber derzeit nicht sehr viel mehr als Digi-Shops und 

dergleichen. Interessanter sind da schon ein paar 
(englischsprachige) Fan-Pages zur kuriosesten Komi- 
ker-Truppe der Welt, von denen wir nachfolgend eine 
kleine Auswahl zusammengetragen haben. 

• www.pythonline.com 

• www.mwscomp.com/python.html 

• user.mc.net/~manos424/python 

• www.geocities.com/TheTropics/3370/python.htm 

• www.geocities.com/Hollywood/Cinema/2020 

• www.starbase21 .com/looney 

• www.primenet.com/~novak/python.html 

Die Montys und ihr Fuß am Draht. 




Welt am Zähle 

Wie viele Menschen leben in di 
Sekunde auf der Welt? Wie viel 
am 28. Mai 1975? Weltbewege 
dieser Größenordnung können e 
beantwortet werden, und zwar 
von Tabellen oder sogar interakt 
kerungszählern. Wir haben ein r_ 
schlägige Adressen gesammelt 

• metalab.unc.edu/lunarbin/i 

• www.census.gov/cgi-bin/ii: 
popclockw 

• www.census.gov/ipc/www 
worldpop.html 


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eser 

e waren es 
nde Fragen 
?xakt 
mit Hilfe 
iven Bevöl- 
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3=^—-^-' — — 



Parascope 



a t :§ v ei s 



"ttcmtfrimmm 




■■ " --■■ - : --- 



Parascope weiß, wie's wirklich war! 

Etwas Merkwürdiges geht hier vor - »some- 
thing stränge is happening« ist der Untertitel 
dieser in Englisch gehaltenen Site, auf der Ver- 
schwörungstheoretiker und Freunde des Mel- 
Gibson-Films »Fletchers Visionen« ihr Paradies 
finden. Ob Kennedy-Attentat oder Neues zu 
den llluminati - Parascope bleibt keinem Thema 
von Bedeutung etwas schuldig ... 
www.parascope.com 



Der Mann im 
Nordpol 

Okay, okay, Weihnachten ist schon eine 
ganze Weile vorbei, aber mit Sicherheit 
kommt es wieder. Weihnachtsgepflogen- 
heiten rund um die Welt gibt es daher 
hier, ein Grußwort von Santa persönlich 
und unter anderem eine Liste häufig 
gestellter Fragen. Endlich erfährt man 
jetzt, ob Rentier Rudolph immer vorn ein- 
gespannt wird (ja, meistens - wegen der 
hübschen roten Nase) ... 
northpole.net 




Das Haus am Ende der Welt. 



a a 's :i 




■jrrt-it _isa ■ -EfM 



Dirty Harry 



Harald, der Vorreiter der Gleichberechtigung . 



Harald Schmidt spaltet die Nation - die 
einen lieben seine Show, die anderen has- 
sen ihn. Egal, denn mit dieser fast schon 
klassischen Seite kommen beide Parteien 
auf ihre Kosten. Geboten werden etwa die 
besten Kalauer des jeweils gestrigen 
Abends, eine Vorschau auf die aktuellen 
Gäste des Tages oder ein Archiv mit Video- 
files aus der Sendung. Wir finden: Das Erfri- 
schendste an ihm ist immer noch, dass er 
vor nichts und niemand halt macht! 
www.harald-schmidt-show.de 



Kurzgeschichte 



->nis auf Halluzinationen durch zu 
viel Alkohol und freute sich auf ein 
gemütliches Frühstück - schließ- 
lich war Sonntag. 

Der Spiegel im Badezimmer 
belehrte ihn eines Besseren: Mit- 
ten auf seinem rechten Oberarm 
prangte ein fliegender Drache von 
der Größe eines Fünfmarkstücks. 
Ein prächtiger Drache, nicht im 
üblichen Blau, sondern gelblich 
und rötlich schillernd, beinahe 
schien er zu leben. 

Bacchus hätte sich jedenfalls 
nicht gewundert wenn er tatsäch- 
lich begonnen hätte, mit den Flü- 
geln zu schlagen. Nun, es gab 
Schlimmeres, entschied Bacchus 
nach einer eingehenden Begut- 
achtung des Fabelwesens auf sei- 
nem Arm. 

Dennoch sollte ihm das Früh- 
stück nicht vergönnt sein, denn 
etwas begann ihn zu rufen. Nicht 
wirklich eine Stimme, sondern 
eher ein Drang, eine Rastlosigkeit. 
Er musste sich bewegen, auf die 
Straße ... 

Der Bus zum Zoo kam gerade 
die Allee herunter, als Bacchus das 
Haus verließ. Der Bus zum Zoo 
war der, den er nehmen musste, er 
war ganz sicher! Dann auf das 
Tierpark-Gelände selbst. Hier links, 
dort rechts. 

Es gab keinen Zweifel: Auf 
einem kleinen Platz inmitten der 
Gehege saß sie auf einer Bank, mit 
gefrorenem Lächeln. Und andere. 
Wie Bacchus strömten sie von 
allen Seiten auf den Platz zu. Sie 
lächelte. Ein Lächeln wie ein 
Vipernbiss. Sie stand auf und ging. 



Bacchus Morgenthau fand einen 
Arzt, der die Tätowierung mit einer 
Laserbehandlung entfernen woll- 
te. Es war schmerzhaft. Es dauerte 
mehrere Wochen. Und nach der 
Behandlung kam der Drache 
zurück. Schemenhaft erst, dann 
immer deutlicher, bis er wieder in 
voller orange-roter Pracht zu 
sehen war. 

Nicht lange danach kam der 
Abend, an dem Bacchus wusste, 
dass er bald das Haus verlassen 
musste. Er packte seinen Ruck- 
sack. Kleidung, Schuhwerk, Pro- 
viant nach dem Augenmaß. Denn 
diesmal würde es eine lange Reise 
werden ... 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 195 



RUBRIKEN 




MAILBOX 

Hallöchen, und willkommen zum monatlichen 
Griff in die Postkiste. Endlich erfahren Sie, 
ob Sie eine handsignierte PC Player gewon- 
nen haben und wo Sie das Game Program- 
ming Starter Kit wirklich bekommen können. 



■ Hochschul-Sport 

Ich habe gehört, dass es in Amerika von EA- 
Sports College-Basketball und -Football-Spie- 
le gibt. Warum werden diese Spiele nicht in 
Deutschland herausgebracht? Ich bin mir 
sicher, dass es viele Fans des College-Sports 
auch hier in Deutschland gibt. (Lars Detke) 

Electronic Arts ist sich da nicht so 
sicher - eine Anfrage ergab, dass diese 
Titel nur über den Importhandel zu 
bekommen sind. Eigentlich seltsam, 
wenn man bedenkt, wie viele hohle 
Wrestling-Programme hier bei uns 
erscheinen. Na, ob jetzt wieder böse 
Briefe der Wrestling-Fans kommen? 

■ CD-Backup 

Als ich die CD-Beilagen der letzte PC-Player 
daheim ausgepackt habe, erwartete mich eine 
Überraschung: Aus einer der CD-Taschen auf 
dem Cover purzelte die Moorhuhn-CD B gleich 
zweimal. Mein Heft enthielt also insgesamt 
vier CDs, davon eine doppelt. Das stellt sich 
mir doch die Frage: Produktionsfehler oder 
Feature? Werden jetzt schon kostenlose Back- 
ups mitgeliefert, falls mal eine CD nach zig 
Demoinstallationen den Geist aufgibt? Wer- 
den so Überschussproduktionen an den Kun- 
den weitergegeben? Enthält die PC Player bald 
fünf, sechs oder noch mehr CDs? 

Aber mal im Ernst: Drei reguläre CDs sind 
mir auch schon fast zu viel. Solange es mich 
nicht mehr kostet, soll es mir recht sein. Aber 
mir fehlt jetzt schon die Zeit, alle Demos 
anzuschauen. Weniger ist manchmal mehr. 
Beispielsweise könntet Ihr die Demos auf der 
CD genauer beschreiben. Jeweils eine kurze 
Inhaltsangabe und noch mehr Screenshots. 
Dann kann man leichter erkennen, ob ein 
Demo die Installation überhaupt wert ist. 
Noch besser wäre ein kurzes Testplayer-Video 
zu jeder Demo, so könnte man sich schnell 
einen Überblick verschaffen. Wenn der Platz 
dafür nicht reicht, dann würde ich auch gerne 
auf die Vollversion oder ein paar weniger 
gute Demos verzichten. (Andreas Burkard) 

Also, eigentlich versteckt sich hinter 
der vierten CD eine geheime Werbeak- 
tion: Sie können sie an einen Freund 



weitergeben und ihn so für PC Player 
begeistern. Fünf und mehr CDs passen 
irgendwann nicht mehr ins Heft - da 
würde es eher Zeit für eine DVD. Bei der 
Gelegenheit: Wenn Ihr PC eine der 
Player-CDs nicht lesen kann, schicken 
Sie mir die kaputte Scheibe und ich tau- 
sche sie dann postwendend um. Danke 
auch für die Video-Anregungen. 

■ Is this game real? 

Mein Deutsch ist nicht so gut! Ich moechte 
bitte wissen ob U-Bahn-Rasser echt ist! Ich 
arbeite fuer eine Englisches Bahn Internet 
Seite und moechte immer ueber die neue 
bahn spiele wissen. Wo kann ich kontakt mit 
Subway Systems/MW Interactive finden? Is 
this game real? How can I contact Subway 
Systems? (James Brown) 

Unglaublich: Unser »U-Bahn Raser« 
erregte Aufsehen wie lange kein anderer 
Aprilscherz. Neben einer Vielzahl von 
Lesern meldete sich auch der oben 
zitierte Mr. Brown (war das nicht eigent- 




Unsere Mail-Adresse: 
mailbox@pcplayer.de 

per Post: 

Future Verlag GmbH, 

PC Player, Steffis Mailbox, 

Rosenheimer Str. 145h, 81671 München. 



lieh ein Sänger?) zu Wort. Selbst bei 
Davilex in Holland, den Erfindern des 
»Autobahn Rasers«, herrschte einen 
Moment Verwirrung. So abwegig ist ein 
solches Spiel aber wirklich nicht: In 
Japan spielen manche Fans eine Bahn- 
Simulation, während sie mit einer sol- 
chen zur Arbeit fahren. Sogar eine Jet- 
Simulation ohne viele Tastaturkomman- 
dos gibt es seit neuestem, genauso wie 
unzählige Gitarren- und Trommelpro- 
gramme. 

■ April, der bessere Indy? 

Ich schreibe eigentlich keine Leserbriefe. 
Allerdings war ich in diesem Fall von »The 
longest Journey« so begeistert, dass ich das 
hiermit kundtun muss. Ich habe in den letzten 
zehn Jahren fast jedes Adventure gespielt, 
das auf dem Markt gekommen ist. The lon- 
gest Journey war das Beste. Sogar besser als 
»Monkey Island« oder »Indiana Jones«. Ich 
bin nur etwas enttäuscht, dass das Spiel kei- 
nen Gold-Player erhalten hat. Es hat eine spit- 
zenmäßige Story und so ziemlich die beste 




Mit dem U-Bahn-Raser füllten wir offenbar eine real existierende Marktlücke. 



196 PC PLAYER JUNI 2000 



www.pcplayer.de 



RUBRIKEN 



deutsche Übersetzung überhaupt. Von der 
Atmosphäre und den Rätseln (bis auf zwei 
waren alle logisch) ganz zu schweigen. Ich 
kann nur hoffen, dass sich das Spiel dement- 
sprechend verkauft (nicht so flau wie »Toon- 
struck«) und dass es eine Fortsetzung gibt, 
wie im Abspann angedeutet wird. 
(Michael Prenzler) 

The longest Journey ist mit Sicherheit 
ein Klasse-Adventure, doch an die Ge- 
nialität von »Indiana Jones and the Fate 
of Atlantis« mit seinen drei Lösungs- 
wegen oder die »Monkey Island«-Reihe 
kommt es nach Meinung unserer Adven- 
ture-Experten nicht ganz heran. Freut 
mich persönlich natürlich schon, dass 
Ihnen eine Heldin so gut gefällt ... 



SPIELE IM EIGENBAU 



Unzählige Leser fragten uns nach einer 
Bezugsquelle für das in Ausgabe 4/99 
unter die Lupe genommenen »Game 
Programming Starter Kit 3.0«. Wir haben 
noch einmal nachgehakt: Normalerweise 
sollte es das eingedeutschte Paket im 
Handel geben. Wenn nicht, probieren Sie 
es einmal bei der Firma Softhaus Multi- 
media (Telefon: 05651-301 415, Fax: 
05651-301 416). Wenn Sie die 79,95 Mark 
für die Software per Bankeinzug beglei- 
chen, bekommen Sie das gute Stück 
sogar portofrei. 




3D-Spiele selbstgemacht , 



Zum beiliegenden Microsoft Visual C++ 
6.0: Laut unseres Lesers Alexander Kröl- 
ler handele es sich dabei nicht um die 
»Einführungs-Version«, sondern um die 
Autoren-Version, die eine Weitergabe 
der eigenen Werke untersaget. Wir 
haben uns schlau gemacht: Das nicht- 
kommerzielle Weitergeben an Freunde 
und Bekannte 
ist erlaubt. 
Erst, wenn 
Sie die Werke 
professionell 
verkaufen 
und Geld 

dafür kassie- 
ren, müssen 
Sie Lizenzge- 
bühren (200 
beziehungs- 
weise 1100 
Mark) für den 
Compiler 
berappen. 




■ Layout-Lob 

Die neue PC Player ist wieder hervorragend 
gelungen. Jetzt sogar noch zwei Mark billiger 

- besser geht's kaum. Es ist klasse, dass Ihr 
jetzt immer die Internetadresse in den Tests 
angibt. Auch die grafische Aufmachung der 
Tests ist erstklassig. In dieser Hinsicht will ich 
speziell den Test von »Force Commander« in 
Ausgbe 5/2000 hervorheben. In dieser Auf- 
machung sollten mehr Tests auftauchen. Also 
macht weiter so! (Ingo Nugel) 

Danke für das Lob - wenn Dir das 
»Force Commander«-Layout gefallen 
hat, schau Dir mal unser »Diablo 2«- 
Special ab Seite 98 an. Internet-Adres- 
sen findest Du jetzt auch bei unseren 
Previews. Allerdings vermeiden wir bei 
denen immer noch Ersteindrücke, die 
sich manche Leser wünschen. Wie viele 
Abstufungen von »gut« gibt es? Warum 
sollten wir über ein schlechtes Spiel 
berichten? 

■ Zwei Fragen 

1. Wo bekommt Ihr immer diese Wahnsinns- 
Titelbilder her? Wo findet man Bilder mit einer 
solchen Auflösung? 2. Wird mein Gewinn (das 
Take-2-Paket) noch in absehbarer Zeit bei mir 
eintreffen? Ihr hattet doch wirklich lange 
genug Zeit, oder? Vier Wochen seit der letzten 
PC Player und dann noch zwei Wochen oder 
so mit der Drucklegung. (Arne Hartherz) 

Die meisten Titelbilder werden eigens 
für uns von den Herstellern angefertigt. 
Immer sehr spannend zu beobachten, 
wenn die bis kurz vor Druckbeginn noch 
nicht eingetroffen sind (hallo Alexan- 
dra!). Zu den Gewinnen, zu denen mich 
viele ungeduldige Leser löchern: Ich war 
die letzten Wochen fast täglich mit dem 
Eintüten großer und kleiner Preise 
beschäftigt. Knapp 300 Preise brauchen 
halt ihre Zeit, wenn nebenbei noch ande- 
re Dinge gemacht werden müssen. 
Sogar Susans Tochter hat mir ein paar 
Tage beim Einpacken und Verschicken 
geholfen. Manche Firmen haben mir 
allerdings die Preise noch immer nicht 
geschickt (drohender Zeigefinger!). 

■ CD oder DVD? 

Vor kurzem hat sich mein CD-ROM Laufwerk 
verabschiedet. Also muss ein neues her. Die 
Frage ist nun, lohnt es sich für einen Rollen- 
spiel-/Strategiespieler, auf ein DVD-Laufwerk 
umzusteigen? Ist dies das Speichermedium der 
(Spiele-)Zukunft? Oder reicht hierzu das norma- 
le CD-ROM Laufwerk? Und: Kann man sich mit 
dem DVD Laufwerk im Rechner auch die Film- 
DVD's ansehen? Für eine kurze Entscheidungs- 
hilfe wäre ich dankbar. (Carsten Vonnahme) 

Jochen empfiehlt Ihnen ein DVD-Lauf- 
werk. Nicht nur, damit Sie jeden Monat 
seine DVD des Monats ansehen können 

- in der Tat ist die DVD zukunftsträchti- 
ger als eine normale CD-ROM. Manche 
Hersteller veröffentlichen auch DVD- 
Fassungen ihrer Spiele: So erschien bei- 
spielsweise »Baldur's Gate« auf DVD 
sowohl in deutscher Übersetzung als 
auch im englischen Original. 



WIE ALT BIN ICH? 



Sebastian Dowi- 
asch, Christian 
Kurek, Stephan 
Ogroske, Andreas 
Stoller und Hans 
Rudolf Vogt tippten 
mein Alter alle rich- 
tig und dürfen sich 
über eine signierte 
PC- Player-Ausgabe 
mit einer persön- 
lichen Widmung von 
mir freuen. Herzlichen Glüccwunsch auch 
von der ganzen Redaktionsmannschaft! 




■ Such mich! 

Viele Spiele werden heutzutage auf mehreren 
CDs ausgeliefert. Doch die wenigsten unter- 
stützen es, wenn man mehrere CD-ROM- 
Laufwerke besitzt. Die einen Spiele verlangen 
die CDs grundsätzlich im ersten CD-Laufwerk, 
andere wollen sie in dem Laufwerk haben, in 
welchem sich die CD befand, als das Spiel 
installiert wurde. Das gibt Probleme, wenn 
sich der Laufwerksbuchstabe ändert, etwa 
durch Einbau einer weiteren Festplatte. Bei 
Spielen wie beispielsweise »Baldur's Gate« 
ist man so stets gezwungen, die CD zu wech- 
seln. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die 
Spiele in Zukunft alle vorhandenen Laufwer- 
ke unterstützen würden und nicht nur ein ein- 
zelnes. Nett wäre es auch, wenn dies bei Pat- 
ches/Updates für aktuelle Spiele berücksich- 
tigt würden. (Egon Schmid) 

Interessantes Problem - oft können Sie 
das umgehen, indem Sie die Vollinstalla- 
tion wählen oder die Dateien von Hand 
auf die Festplatte kopieren und die ent- 
sprechenden Pfadangaben in der Spiel- 
Konfigurationsdatei ändern. Natürlich 
nur, wenn die Festplatte groß genug ist. 
Aber stimmt schon: Es ist ärgerlich, 
wenn ein Programm nicht in allen Lauf- 
werken nachschaut, bevor es meckert. 

Leserbriefe an die Redaktion kön- 
nen Sie am praktischsten per 
E-Mail loswerden. Unsere 
Anschrift im Internet ist 

mailbox@pcplayer.de 

Natürlich erreichen uns auch Brie- 
fe an: 

Future Verlag GmbH 
Redaktion PC Player 
Steffis Mailbox 
Rosenheimer Str. 145h 
81671 München 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, 
dass wir nicht jede einzelne 
Zuschrift individuell beantworten 
können. Beim Abdruck von 
Leserbriefen behält sich die Re- 
daktion Kürzungen vor. 



www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 197 



RUBRIKEN 



Tipps 8l Tricks per Fax 



Sie kommen bei einem Spiel nicht weiter? Kein Pro- 
blem: Mit unserem Fax-Service können Sie Lösungen zu 
wichtigen Spielen komfortabel rund um die Uhr abrufen. 



Kosten: DM 1,21 pro 
Minute (Die Abrech- 
nung erfolgt über Ihre 
Telefonrechnung). 
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DeTeMedien. 

Achtung: Bitte 
beachten Sie die 
jeweiligen Seitenzah- 
len der Artikel. Einige 
Lösungen sind auf 
Grund der Komplexität 
der Spiele sehr um- 
fangreich ausgefallen. 

Spiele-Hotline für PC Player, Mo-So 8-24 Uhr (01 90) 873 - 268 - 1 1 (3,63 Mark/Minute) * Abruf nur innerhalb 
Technik-Hotline für PC Player, Mo-So 7-24 Uhr (0190) 882 - 419 - 43 (3,63 Mark/Minute) DeutschiZdsmögiich. 



Haupt-Inhaltsverzeichnis aller abruf baren Artikel: Telefonnummer (0190) 192 464 - OOO 



Möglichkeit 1: 

Faxgerät am Hauptanschluss 

Wählen Sie mit dem Telefon am Faxgerät die 
gewünschte Nummer aus der PC- Player- Fax- 
Datenbank. Sobald Sie das Tonsignal (Pfeifen) 
hören, drücken Sie die Starttaste am Faxgerät. 
Die Seiten werden dann übertragen. 



Möglichkeit 2: 

Faxgerät an einer Nebenstelle 

Rufen Sie die gewünschte Nummer aus der PC- 
Player- Fax- Datenbank mit einem beliebigen Tele- 
fon aus der Nebenstellenanlage an. Sobald Sie 
das Tonsignal (erstes Pfeifen) hören, verbinden Sie 
einfach an das Faxgerät weiter und legen auf. 



I Tipps & Tricks zu 


Seiten 


Telefonnummer 


Age of Empires 2 
(Mehrspieler-Level) 


10 
4 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 1 1 
1 92 464 - 1 1 5 


Aqe of Wonders 


2 


(0190 


1 92 464 - 1 32 


Alpha Centauri, Einsteigertipps 


1 
6 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 068 
1 92 464 - 070 


Amerzone 


2 


(0190 


1 92 464 - 1 1 1 


Anno 1602: 
Neue Inseln, neue Abenteuer 


4 


(0190 


1 92 464 - 050 


AOE: Rise of Rome, Einsteigertipps 


2 

7 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 040 
1 92 464 - 056 


Baldur's Gate 
(Subquests) 


13 
5 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 065 
1 92 464 - 072 


Baldur's Gate: 
Legend of the Sword Coast 


4 


(0190 


1 92 464 - 082 


Caesar 3 


2 


(0190 


1 92 464 - 045 


Civilization Call to Power 


3 


(0190 


1 92 464 - 075 


Civilization 2: Test of Time 


2 


(0190 


1 92 464 - 1 1 2 


Colin McRae Rally 


1 


(0190 


1 92 464 - 036 


Comanche Gold 


6 


(0190 


1 92 464 - 027 


C&C 3: Tiberian Sun 


15 


(0190 


192 464-106 


Commandos 


10 


(0190 


192 464-014 


Commandos: Im Auftrag der Ehre 


8 


(0190 


1 92 464 - 076 


Conflict Freespace 


6 


(0190 


1 92 464 - 029 


Curse of Monkey Island, The 


6 


(0190 


1 92 464 - 01 5 


Dark Proiect: Der Meisterdieb 


10 


(0190 


1 92 464 - 059 


Descent 3 


2 


(0190 


1 92 464 - 095 


Discworld Noir 


6 


(0190 


1 92 464 - 098 


Dominion 


8 


(0190 


1 92 464 - 026 


Dune 2000 


6 


(0190 


1 92 464 - 032 


Dungeon Keeper 2, Teil 1 
Teil 2 


5 
6 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 096 
192 464-100 


Driver 


4 


(0190 


1 92 464 - 1 1 6 


Earth2150 


3 


(0190 


1 92 464 - 1 1 7 


F1 Racing 


2 


(0190 


192 464-016 


F-16 + MIG29 


7 


(0190 


1 92 464 - 058 


F22 Total Air War 


2 


(0190 


1 92 464 - 042 


Fallout 


4 


(0190 


1 92 464 - 01 7 


Fallout 2, Teil 1 
Teil 2 


8 
8 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 060 
1 92 464 - 067 


FIFA 2000 


2 


(0190 


1 92 464 - 1 1 8 


Final Fantasy 7 


10 


(0190 


1 92 464 - 024 


Final Fantasy 8, Teil 1 
Teil 2 


8 
12 


(0190 
(0190 


192 464-134 
192 464-135 


Frankreich 98 


3 


(0190 


1 92 464 - 01 8 


Freespace 2 


8 


(0190 


192 464-128 


Gabriel Kniqht 3 


8 


(0190 


1 92 464 - 1 27 


Gangsters 


3 


(0190 


1 92 464 - 057 


Grand Prix Legends 


2 


(0190 


1 92 464 - 037 


Grim Fandango 


7 


(0190 


1 92 464 - 048 


Half- Life (deutsch), Teil 1 
Teil 2 


2 
8 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 038 
192 464-051 


Heroes of Might and Magic 3 


2 


(0190 


1 92 464 - 083 


Hidden & Dangerous 


7 
3 


(0190 
(0190 


192 464-107 
192 464-102 


Homeworld 


9 


(0190 


1 92 464 - 1 1 9 


Indiana Jones und der Turm von Babel 


14 


(0190 


192 464-125 


Jagged Alliance 2 


8 


(0190 


1 92 464 - 084 


King 's Quest 8 


6 


(0190 


1 92 464 - 054 


KKND2 


7 


(0190 


1 92 464 - 033 


Klingon Honor Guard 


7 


(0190 


1 92 464 - 034 


Lands of Lore 3 


5 


(0190 


1 92 464 - 077 


Legacy of Kain: Soul Reaver 


9 


(0190 


1 92 464 - 1 1 3 


Longest Journey, The 


8 


(0190 


192 464-138 


Machines 


7 


(0190 


1 92 464 - 088 


Mech Commander 


7 


(0190 


1 92 464 - 035 


Mech Warrior 3 


6 


(0190 


1 92 464 - 097 


Might & Magic 6, Teil 1 
Teil 2 


6 
6 


(0190 
(0190 


1 92 464 - 030 
192 464-031 


Might & Magic 7 
Teil 1 
Teil 2 


1 
8 
5 


(0190 
(0190 
(0190 


1 92 464 - 093 
1 92 464 - 099 
192 464-105 


Nightlong 


4 


(0190 


1 92 464 - 043 


Nox 


8 


(0190 


192 464-142 





Outcast, Teil 1 
Teil 2 
Waffen 


7 
4 
2 


(01 90) 1 92 464 - 094 
(0190) 192 464-103 
(0190) 192 464-104 


Pharao 


2 


(0190) 192 464-120 


Pizza Syndicate 


4 


(0190) 192 464-071 


D lanescape: Torment 


13 


(0190) 192 464-136 


Populous 3, Einsteigertipps 
Teil 1 
Teil 2 


2 

4 
5 


(0190)192 464-039 
(01 90) 1 92 464 - 049 
(01 90) 1 92 464 - 052 


D opulous: Unentdeckte Welten 


3 


(0190) 192 464-089 


Quest for Glory 5: Dragon Fire 


5 


(0190) 192 464-066 


Railrad Tycoon 2: Second Century 


4 


(01 90) 1 92 464 - 085 


Rainbow Six 


6 


(0190) 192 464-041 


^ainbow Six: Rogue Squadron 


4 


(0190) 192 464-069 


Rainbow Six: Rogue Spear 


10 


(0190) 192 464-121 


Rayman 2 


8 


(0190) 192 464-124 


Rent-A-Hero 


3 


(01 90) 1 92 464 - 047 


^eturn to Krondor 


6 


(01 90) 1 92 464 - 062 


^evenant 


5 


(0190) 192 464-122 


Ring des Nibelungen 


4 


(01 90) 1 92 464 - 044 


Riven 


4 


(01 90) 1 92 464 - 01 9 


^ollercoaster Tycoon 


1 


(01 90) 1 92 464 - 078 


Shadow Company 


4 


(0190) 192 464-123 


Shadow Man 


8 


(0190) 192 464-108 


Siedler 3, Einsteigertipps 
Teil 1 
Teil 2 


1 
4 
8 


(0190) 192 464-046 
(0190)192 464-055 
(0190)192 464-063 


Siedler 3: Geheimis der Amazonen 


4 


(0190) 192 464-114 


Silver 


3 


(01 90) 1 92 464 - 079 


Sims, The 


2 


(0190) 192 464-139 


Speed Busters 


1 


(0190) 192 464-061 


Starcraft Brood War 


3 


(01 90) 1 92 464 - 073 


Star Trek: Birth of the Federation 


5 


(0190) 192 464-101 


StarTrek: Der Aufstand 


3 


(0190) 192 464-137 


Star Wars Episode 1 . 
Die dunkle Bedrohung 


7 


(0190) 192 464-090 


Street Wars 


3 


(0190) 192 464-091 


System Shock 2 


7 


(0190) 192 464-109 


Thandor 


2 


(0190) 192 464-140 


Tomb Raider 2, Teil 1 
Teil 2 


6 
6 


(0190) 192 464-021 
(01 90) 1 92 464 - 028 


Tomb Raider 3, Teil 1 
Teil 2 
(alle Secrets) 


10 
10 
5 


(0190) 192 464-053 
(01 90) 1 92 464 - 064 
(0190) 192 464-074 


Tomb Raider 4, Teil 1 
Teil 2 


6 
13 


(0190) 192 464-126 
(0190) 192 464-130 


Ultima 9 
Teil 2 


7 
10 


(0190) 192 464-129 
(0190) 192 464-133 


Unreal 


9 


(01 90) 1 92 464 - 022 


Verkehrsgigant, Der 


2 


(0190) 192 464-141 


Völker, Die 


1 
7 


(0190)192 464-086 
(0190) 192 464-092 


Warzone 2100 


8 


(01 90) 1 92 464 - 087 


Wheel of Time 


4 


(0190) 192 464-131 


Wing Commander Prophecy 


5 


(01 90) 1 92 464 - 023 


X-Files: The Game 


4 


(01 90) 1 92 464 - 025 


X-Wing Alliance (bis Mission 30) 
(ab Mission 31) 


8 

7 


(01 90) 1 92 464 - 080 
(0190) 192 464-081 


Jahresinhalte 


Seiten 


Telefonnummer 


Jahresinhalt 2000 
(ohne Tests + Tipps) 


2 


(01 90) 1 92 464 - 900 


Tipps-Übersicht 2000 


1 


(01 90) 1 92 464 - 902 


Test-Übersicht 2000 


1 


(0190) 192 464-903 


Jahresinhalt 1 996 


5 


(01 90) 1 92 464 - 91 1 


Jahresinhalt 1997 


5 


(01 90) 1 92 464 - 91 


Jahresinhalt 1 998 


5 


(01 90) 1 92 464 - 91 2 


Jahresinhalt 1 999 


5 


(01 90) 1 92 464 - 91 3 


Tipps-Übersicht 93-97 


3 


(01 90) 1 92 464 - 930 


Tipps-Übersicht 98 


1 


(0190) 192 464-931 


Tipps-Übersicht 99 


1 


(01 90) 1 92 464 - 932 


Dienstleistungen 


Seiten 


Telefonnummer 


Hardware-Hitliste 


2 


(01 90) 1 92 464 - 940 



Hotlines der Spielehersteller 



(0190) 192 464-941 



198 PC PLAYER JUNI 2000 



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RUBRIKEN 



VORSCHAU 

Von der nächsten PC Player dürfen Sie einiges erwarten. 

AUCH DAS NÄCHSTE HEFT 
SPIELT EINE ROLLE 

Versprochen: Obwohl wir bereits 
dieses Mal mit einem Rollenspiel- 
Schwerpunkt glänzten, wird uns 
das heldenhafte Genre auch im 
Juli beschäftigen. Dafür sorgen 
schon mal Ultima Online: Renais- 
sance und Everquest: Ruins of Kunark, die aktuellen Erweite- 
rungen zu den beiden populären Online-RPGs. Zudem erwar- 
ten wir Soulbringer, einen Genre-Beitrag von Infogrames mit ganz besonders hübscher 
Grafik, Arcatera, die Schwerter-Oper aus deutschen Landen, sowie zwei umfangreiche 
Previews zu Vampire und Icewind Dale. Aber auch strategi- 
sche Sieger und Besiegte wird es geben: Der Weltraum-Impe- 
rialist Reach for the Stars, der Weltkriegs-General Sudden 
Strike, der Fantasy-Held Kingdom under Fire und der Action- 
Stratege Ground Control tragen diesen Konflikt unter sich 
aus. Und damit Freunde von Trubel und Trallala nicht darben 
müssen, werden wir Ihnen die Space-Shooter Tachyon: The 
Fringe und X-Tension sowie (endlich) das Action-Adventure 
MDK 2 kredenzen. Wohl bekomm's ... 






ULTIMA ONLINE 2: 
DAS VIDEO 

Unglaublich, aber deswegen nicht weniger wahr: Wir 
treiben alle Leser, denen nach unserem exklusiven 
U02-Beitrag in dieser Ausgabe bereits der Mund wäs- 
sert, nächsten Monat gnadenlos endgültig in die Verzweiflung - denn auf unseren CDs 
wird sich ein Video voller Animationen befinden, mit dem Sie die tolle Optik schon mal 
in Aktion bewundern können! Außerdem auf der Scheibe: die Demo zu Submarine 
Titans, eine neue, verbesserte Probefahrt mit Need for Speed Porsche sowie eine Gra- 
fik-Präsentation zur GeForce-Karte. 








JETZT IN ARBE UND BUNT 

Wer ist wohl die Schönste im ganzen Land: Voodoo 5, GeForce2 
GTS oder ATI Radeon 256? Unser großer Grafikkarten-Vergleich- 
stest bringt schließlich doch die Wahrheit ans Licht - besser als 
ein Zauberspiegel es je könnte. 



7/2000 

erscheint 

am 

7. Juni* 



* Abonnenten erhalten das Heft 
in der Regel ein paar Tage früher. 

Alle Vorschau-Angaben ohne Gewähr! 
Aufgrund von Terminänderungen bei den 
Spieleherstellern kann es zu kurzfristigen 
Verschiebungen kommen. 




VOM ABENTEURER 
ZUM ALLROUNDER 

Unser Firmenportrait befasst sich 
diesmal mit einem Unternehmen 
vergleichsweise vorgerückten 

Alters: Unsterbliche Adventure-Hel- 
den wie Larry Laffer oder Roger 
Wilco entsprangen ebenfalls dem 
Hause Sierra wie moderne Action- 
Gymnastiker im Stile von »Half- 
Life« oder Strategicals ä la »Home- 
world«. Wir berichten über Wandel 
und Tradition bei einem der bedeu- 
tendsten Hersteller überhaupt.. 





gei Meinem QUAUTAT5 - 
Kontrolle vernetz bbta ■ 

VISION 5TI&5S ICH AUF 
SmPMRPZOaxAMMldZ' 

feuiez, walw. 




TQiHABe5\e66MA$$ 
IHR6(? WIRKUNG 6lH66SmFT 
IN: 1 .TÖDLICHE, 2. düMMB UND 
3.ÄR&BRUCH6. 




im 5a\eröDUCHe wo 

ÄRGtgLtCHS.ABeZWO 



ICH SUCHE 
HOCH NACH 
6tN6M STADION, 
UiMDlEAUS- ' 
DRUCKE ZiX 
STAPELN. 



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www.pcplayer.de 



PC PLAYER JUNI 2000 247 



RUBRIKEN 



mmm 



FINALE 



TOYS FOR BOYS 






E A 


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gMi 


^.tSfci 


* . 









Neulich in einer Unterneh- 
mens-lnfoschrift gesehen: Zwei 
eindeutig internationale Ausga- 
ben des Future-PlayStation- 
und T3-Magazins. Beachten Sie 
besonders die züchtig verhüllte 
Lara mit langen Ärmeln und 
reduzierter Oberweite, die 
wohl nur knapp dem Schleier 
entkommen konnte. Die Bikini- 
Mädels des T3-Magazins sind 
im Land der aufgehenden 
Sonne ebenfalls arbeitslos. 
Und nun die monatliche Finale- 
Preisfrage: Wenn Sie wissen, in 
welchen Ländern beide (!) Zeit- 
schriften erscheinen, genügt 
eine Mail an ra@pcplayer.de 
- vielleicht gibt es ja etwas zu 
gewinnen ... 

Ferne Länder: das Play- 
Station- und T3-Maga- 
zin in der orientalischen 
Lizenz-Ausgabe. 



APRIL + UDO = MASTERMIND 



In der letzten Ausgabe fragten wir nach 
einer lustigen Bildunterschrift für das 
»Udo meets April«-Foto. Sieger nach 
Punkten ist Jan Kuphal, der gleich drei 
Varianten einschickte. Die unserer Mei- 
nung nach beste sehen Sie unter dem 
links abgedruckten Foto. 
Und worauf wir eigentlich abgezielt 
haben: Kennt denn keiner mehr die 
Schachtel des Denkspiels »Mastermind«, 
das der israelische Telekommunikations- 
experte Mordechai Meirowitz (kein Witz 
jetzt) 1971 auf der Nürnberger Spielwa- 
renmesse vergeblich großen Spielzeugfa- 
»Nun schneide mir brikanten anbot? Nur Invicta Plastica ein 
endlich die dumme bri tischer Hersteller von Lernspielen, 
Frisur ab.« erkannte das wahre Potenzial - das Spiel 

wurde ein Hit und Meirowitz ein reicher Mann. 
Für Fans daneben die brasilianische Verpackung: Beachten Sie 
den rauchenden (!) Kleinkriminellen rechts im Bild, der für brasili- 
anische Verhältnisse wohl so cool wie Freund Spitzbart auf der 
uns bekannten Pappschachtel aussieht. Heutzutage guckt Mas- 
termind öde abgerundet und ohne Charme aus der Wäsche. 





Mastermind: 
die gute alte, 
die brasiliani- 
sche und die 
aktuelle 
Schachtel. 



BEISE-TBOPHAEN 

In guter Tradition sammeln wir bei 
Touren in ferne Länder alles ein, was 
nicht niet- und nagelfest ist. Und 
wenn der Zoll nichts dagegen hat, 
präsentieren wir unsere Schätze 
dann im Finale. Bei den Goodies von 
der Game Developers Conference 
wäre es beinahe kritisch geworden: 
Der Schrumpfkopf einer Personalbe- 
ratungsfirma, bei der man sich besser 
nicht vorstellt, fällt fast unter das 
Artenschutzabkommen. Die »Munch's 
Oddysee«-Spritze, gefüllt mit einer 
undefinierbaren Flüssigkeit, könnte 
auch als Droge durchgehen. Nur das 



Trusts 
Dorn wen 
[he Hinftm 

lurtietfffre 



T^jP 



BIMBES-GATE 



Schrumpfkopf, Spritze 
und Jojo machen alle 
Kinder froh. 

3Dfx-Jojo ist etwas für die ganze Fami- 
lie. Gut gelacht haben wir im Flugzeug 
über den Rat auf der Erdnuss-Tüte, 
nicht das Fenster zu öffnen. Wer 
kommt schon auf so eine Idee? Und 
warum zieht es gerade so stark? (ra) 




Falls Sie sich gewundert haben, wo letzten 
Monat der Gag beim Beitrag »Bimbes-Gate« 
war: Trotz genauester Scan-Angaben landete 
das falsche Bild des »1990«-Tests aus PC Player 
9/94 im Finale. Hier ist - hoffentlich - der richti- 
ge Schnappschuss zum Thema Parteienfinan- 
zierung. Wenn nicht, war es vielleicht eine 
Sache des Ehrenworts. 



Sieben 
Millionen 
für eine 
Exportge- 
nehmi- 
gung - 
wer kann 
da schon 
Nein 
sagen? 



Ifidk **<* 


1 


1 1 1 1 1 , 


UU^., 







»Am spannendsten sind doch immer die Spiele, 
bei denen man nur ein Leben hat.« 



Und dann war da noch ... 



... Martin Gäßler, der in einem Umschlag 18 (!) 
Postkarten für den E3-Wettbewerb und 31 (!!!) 
Karten für die PC-Verlosung steckte und auf dem 
Kuvert vermerkte: »Bitte verteilen Sie beiliegende 
Teilnahmekarten in den jeweiligen Verlosungstöp- 
fen, so dass nicht alle auf den gleichen Plätzen lie- 
gen.« Da verschlägt es uns die Sprache. Eine 
Handvoll Karten aus einem Haus sind nichts neues 
(und werden alle artig aussortiert, also sparen Sie 
sich die Mühe), aber 49 Kar- 
g^^^ten? Hallo? 



r .■■ fcaa . . 



Die Methode zur siche- 
" _ ren Preisrätsel-Disqua- 
lifizierung: 49 namens- 
-""-"^- gleiche Karten. 



248 PC PLAYER JUNI 2000 



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